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NINTENDO

Nintendo ist bis heute der Inbegriff für Innovationen im Hardwarebereich.

NES

Das Nintendo Entertainment System wurde entwickelt, während in Europa der Videospiel-Markt am Boden lag. Nintendo baute und veröffentlichte in Japan das Famicon, eine Konsole ohne jeglichen Schnick-Schnack. Das Gerät wurde so gut angenommen, daß zum Juli 1983 nach den ersten 2 Monaten 500.000 Geräte verkauft wurden. 1985 waren es laut Nintendo 10.000.000 Famicons. 1985 kam das Famicon als NES nach Europa und in die USA. Mit neuem Design und mit Acclaim, Hudson und Namco als starken Partnern im Hintergrund eroberte Nintendo auch diese Märkte. Konami brachte seine Spielhallen-Hits CASTLEVANIA und GOEMON auf die Konsole, Enix und Sqare entwickelten DRAGON QUEST und FINAL FANTASY für das NES.

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Super NES

Das Nintendo Super NES erschien im Sommer 1992 in Europa und konkurrierte hier mit dem Sega Mega Drive. Allerdings hob der neue Grafik-Modus “Mode 7″ das SNES vom Konkurrenten ab. Durch Rotieren und Vergrößern bzw. Verkleinern von Sprites erzeugte das SNES einen Pseudo 3D-Effekt. Diese Technik wurde später für den GBA übernommen.Weiterhin werkelten etliche Zusatz-Chips im Gerät. Auch damals schon bewies Nintendo Innovation und veröffentlichte als erster Hersteller in diesem Bereich ein Joypad mit Schultertasten, ohne die seitdem kein Joypad mehr auskommt.

Wie damals üblich, wurde eine neue Konsole ohne Spiele vermarktet. Den Durchbruch erlebte das SNES erst im Paket mit SUPER MARIO. Später gab es Bundles mit dem Game Boy Adapter, der das Spielen von Game Boy Modulen auf dem SNES ermöglichte. Diese kundenfreundliche Politik führte Nintendo mit dem Game Boy Player fort, der das Zocken von GBA Modulen auf dem Game Cube ermöglichte. Auch war damals die Import-Politik noch nicht so rigoros. Es gibt etliche Adapter, die das Spielen von japanischen oder amerikanischen NTSC-Modulen auf dem SNES ermöglichten, da leider – ähnlich wie heute – viele großartige Adventures nicht in Europa erschienen.

Für das SNES gab es ein unüberschaubares Angebot an sensationeller Software. Letztendlich waren aber wohl MARIO (BROS., KART, etc.), DONKEY KONG und das überragende ZELDA – A LINK TO THE PAST für den Erfolg der Konsole (mit)verantwortlich.

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N64

Das Nintendo 64 wurde von Nintendo als letzte Konsole mit Modul-Technik eingeführt, obwohl die PS1 und der Sega Saturn bereits auf die CD als Medium setzten. Der Vorteil bei den Modulen lag ganz klar in den kaum vorhandenen Ladezeiten. Allerdings war die Kapazität auf 512 MBit beschränkt, so dass im Gegensatz zu den CD`s so gut wie keine vorgerenderten Videosequenzen möglich waren. Auch wurden Hintergründe erst spät geladen. So tauchten Elemente wie aus einem Schleier auf, was dem N64 den bösen Spitznamen “Nebel 64″ einbrachte. Das N64 ist aber auch die weltweit erste echte 3D-Konsole mit Antialiasing.

Zum Europa-Start am 1.März 1997 standen mit Pilotwings und Mario 64 nur zwei Spiele zur Verfügung. Auch war der angesetzte Preis mit 399,-DM zu hoch, dieser wurde aber wenige Zeit später auf 299,-DM gesenkt. Allerdings erschienen im Laufe der Zeit einige der besten Software-Titel aller Zeiten für das N64, z.Bsp. die schon legendären Zelda-Teile Ocarina of Time und Majora`s Mask, sowie Concer`s Bad Fur Day, Mario Tennis, Wave Race 64 und die Turok-Reihe.

Herausragend war der in der Form ungewöhnliche Joystick, von dem nicht wenige Spieler behaupten, er wäre noch heute der beste Joystick aller Zeiten. Der Stick verfügte über drei Griffe, von denen der linke das bekannte Steuerkreuz verwendete, während über den rechten Griff einige der insgesamt 10 Knöpfe bedient wurden. Über den mittleren Griff wurde der neuartige Analog-Stick bedient, der eine unglaublich feinfühlige Steuerung ermöglichte. So konnte man z. Bsp. Mario im Spiel Mario 64 gefühlvoll an Gegner vorbeischleichen lassen, ohne von diesen bemerkt zu werden. An der Unterseite des Joysticks befand sich ein Schacht, in den das Controller Pak (Memory Card) oder das Rumble Pak für Rüttel-Effekte eingesetzt werden konnte.

In die Konsole selbst konnte das “Expansion Pak” eingesetzt werden. Damit wurde der Arbeitsspeicher von 4MB auf 8MB erweitert. Normale Spiele konnten nun in höherer Auflösung gespielt werden, Spiele wie Donkey Kong 64 und Zelda – Majora`s Mask waren ohne die Erweiterung erst gar nicht spielbar. Selbstverständlich wurde, wie bei Nintendo üblich, das N64 in diversen Farbvarianten veröffentlicht. Neben der schwarzen Erstausgabe erschienen Crystal-Versionen mit transparenten, verschieden farbigen Gehäusen, sowie eine spezielle blaue Pikachu-Version.

Letztendlich konnte aber das N64 nicht an der Vormachtsstellung der Playstation rütteln, da aufgrund der hohen Produktionskosten für die Module und der schwierig zu programmierenden Spiele das N64 zu wenig Unterstützung von Drittherstellern erfuhr. Auch die CD-Erweiterung 64DD, welches nur in Japan erschien, konnte die Konsole nicht mehr retten. Die Produktion wurde 2001 eingestellt.

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Gamecube

Der Nintendo Gamecube erschien 2001 nach Jahren der Sony-Dominanz. Er war nach dem NES, SNES und N64 die erste Nintendo Konsole mit CD-Technologie. Dafür entwickelte Nintendo spezielle Mini-CD`s. Klein, handlich und mit 4 Gameports ausgestattet war der Gamecube der PS2 und der XBOX technisch ebenbürtig. Leider war die Software-Entwicklung doch etwas unbefriedigend. Klar, dass Nintendo die hauseigenen MARIO, ZELDA, POKEMON und sonstige Knuddel-Helden auf dem Cube erscheinen ließ, aber der große Rest waren Konvertierungen, die auch auf den anderen Konsolen erhältlich waren. Selbst die RESIDENT EVIL Reihe, die exclusiv nur auf dem Würfel erscheinen sollte, wurde für die PS2 veröffentlicht.

Den entscheidenden Unterschied zu allen anderen Konsolen machte der Game Boy Player. Mit ihm ließen sich fast alle Game Boy Module über den Gamecube auch auf dem Fernseher spielen. Der Gamecube verfügte damit über die wahrscheinlich umfangreichste Software-Palette aller zu diesem Zeitpunkt aktuellen Konsolen.

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Wii

Die Nintendo Wii wurde 2004 als Nintendo Revolution angekündigt, ein gewaltiger Name für eine Videospiel-Konsole. Über die Fähigkeiten und technischen Daten war lange Zeit nichts bekannt, denn Nintendo`s Informationspolitik ist rigoros. So wurde anfangs nur das Design der Konsole vorgestellt und die Meldung bekannt gegeben “das die Konsole nur so hoch wie 3 DVD Hüllen ist”. Über das neue Joypad hüllte sich Nintendo komplett in Schweigen, so daß die wildesten Spekulationen durch das Internet geisterten.

Als dann das Joypad vorgestellt wurde, war das Erstaunen groß. Nintendo hatte wieder einmal das Videospielen revolutioniert, auch wenn der Name der Konsole letztendlich in Wii geändert wurde. Statt eines konventionellen Controllers erinnerte der Wii-Controller an eine gewöhnliche Fernbedienung. Der Clou liegt aber im Inneren, denn das Gerät reagierte durch Sensoren auf die Bewegungen des Spielers. Statt komplexe Bewegungen über Knöpfe auszuführen, wurde hier die komplette Fernbedienung bewegt, spielen wurde also vollkommen intuitiv. In Verbindung mit dem Nunchuk-Controller, der an die Fernbedienung angeschlossen wurde, eröffneten sich so also vollkommen ungeahnte Spielewelten.

Aber die Konsole konnte noch mehr. Nintendo wollte die Wii ins Wohnzimmer integrieren und die gesamte Familie teilhaben lassen. So konnte man nicht nur spielen, sondern auch kabellos im Internet surfen oder die Wii ermöglichte durch USB und einen SD-Karten Steckplatz die Fotoverwaltung vom Sofa aus. Es gab einen Wetter-, sowie einen Nachrichten-Kanal. Und für alle, denen ein NES, SNES oder Mega Drive Spiel in der Sammlung fehlte, stellte Nintendo viele alte Spiele zum Download bereit, die dann über die Wii gespielt werden konnten.

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Wii U

Am 30.11.2012 war es so weit, Nintendo revolutionierte mit der Wii U wieder einmal den Videospielmarkt. Als weißes Basic Pack mit 8 Gigabyte oder als schwarze Premium Version mit Zubehör und 32 Gigabyte angeboten, fiel die Wahl der Spieler eindeutig zugunsten des Premium Packs aus, denn in den USA und auch in vielen Teilen Deutschlands war die schwarze Konsole innerhalb weniger Tage komplett ausverkauft.

Die Wii U verwendet als erste Konsole überhaupt ein Touchpad, das gleichzeitg auch als Bildschirm fungiert. So ist das Spielen auch ohne TV möglich. Nach der Einführung der Schultertasten und der Rumble-Funktion perfektioniert Nintendo erneut das Spielerlebnis. Kundenfreundlich gibt sich Nintendo bei der Abwärtskompatibilität, denn sämtliche Wii-Hardware wird auch für die Wii U verwendet. Auch die Wii-Spiele lassen sich spielen, die Wii U benötigt aber dazu ein 5GB großes Update. Leider traten hier bei vielen Spielern Probleme auf, denn wurde dieses Update unterbrochen, verweigerten viele Konsolen danach ihren Dienst. Erst ab dem Frühjahr 2013 sollen Konsolen mit bereits integriertem Update erscheinen.

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Game Boy

Der Nintendo Game Boy startete Nintendo`s weltweiten Siegeszug. Der Game Boy erschien1989 zusammen mit dem Modul Tetris. Dieses Spiel allein ist verantwortlich für den Durchbruch der Handheldkonsolen. Die Geschichte von Tetris liest sich heute wie ein Agenten-Thriller aus Zeiten des kalten Krieges und ist wohl mit verantwortlich für den Untergang Ataris, nachzulesen hier >>>

Im Laufe seiner Geschichte hatte der Game Boy einige Veränderungen hinter sich. Der Urvater, der Game Boy Classic, kam in schlichtem Grau daher und wurde zuerst skeptisch betrachtet, da der monochrome Bildschirm niemanden wirklich begeistertern konnte. Doch wer einmal Tetris angespielt hatte, wollte dann doch einen Game Boy (mich eingeschlossen). Damals schon revolutionär war das Link-Kabel um 2 Game Boys miteinander zu verbinden und Tetris gegeneinander zu spielen. Angeblich hat Nintendo bis heute über 120.000.000 Game Boys weltweit verkauft. Allerdings weicht diese Zahl massiv von den 30.000.000 Exemplaren ab, die laut anderer Statistiken ermittelt wurden. Trotzdem ist der kleine Handheld die meistverkaufteste Videospiel-Konsole aller Zeiten und Tetris für den Game Boy ist trotz aller erschienen Varianten bis heute die beste Version von allen, auch wenn es nur 4 Grautöne darstellt.

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Game Boy Advance

2001 kam als Nachfolger der diversen Game Boy Varianten der GBA auf den Markt. Er wurde allerdings relativ frühzeitig vom GBA SP abgelöst. Der GBA war technisch eigentlich ein SNES im Taschenformat. GBA und GBA SP boten identische Technik, wobei der SP allerdings mit einer Hintergrundbeleuchtung aufwarten konnte, die beim GBA nachgerüstet werden musste (Afterburner Back Light). Trotzdem lag der GBA ein wenig besser in der Hand, die L + R Taster sind besser erreichbar.

Der GBA wartete mit einem riesigen Angebot an Spielen auf und war abwärtskompatibel zu den alten S/W und Color-Modulen. Viele der SNES-Klassiker wie F-ZERO und DONKEY KONG wurden für den GBA umgesetzt. Ausserdem lief nebenbei die NES-Classic-Serie, in der alte NES-Toptitel wie BOMBERMAN noch einmal für den GBA vermarktet wurden. Schon damals recycelte Nintendo alte Spiele mit großem Erfolg.

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GBA Tribal Edition

Der Nintendo Game Boy Advance SP erschien relativ frühzeitig nach dem GBA im Jahr 2003. Im Gegensatz zum GBA verfügte der SP über einen von hinten beleuchteten Bildschirm. Vorbei die Zeiten, in denen sich der Spieler Nacken- und Halskrämpfe holte, um unter einer Lampe den optimalen Lichteinfall zu erhaschen. Ausserdem ließ sich der SP zusammenklappen und schonte damit das Display beim Transport. Leider war aber auch das SP-Display genauso blendanfällig wie schon das des “normalen” GBA.

Bei meinem hier abgebildeten GBA-SP handelt es sich um die limitierte Tribal Edition, die am 18.6.2004 erschien. Und damit der Nintendo-Rubel weiterrollte, gab es weitere Sonder-Editionen wie die NES-Classic-Edition oder die Mario-Edition in jeweils anderen Farben.

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Nintendo DS

Der Nintendo DS erblickte 2005 das Licht der Videospiele Welt. Der Marktführer in Sachen Innovation und Handhelds schlug wieder zu, nachdem der Game Boy in zahlreichen Variationen jahrelang Nintendos Aushängeschild war. Der DS war der erste Handheld mit zwei Bildschirmen und Touch-Screen-Funktion, d.h. Spiele konnten direkt durch Berührung des unteren Bildschirms gespielt werden. Dazu lieferte Nintendo einen Stift namens Stylus aus, wie er bis dahin nur Organizern vorbehalten war. Weiterhin verfügte die Konsole über virtuellen Surround-Sound, der allerdings nur beim Einsatz der Kopfhörer richtig zur Geltung kam.

Der Einsteiger-Titel des DS war wohl ANOTHER CODE. Dieses Adventure wurde komplett mit dem Stift gespielt und ermöglichte so ein völlig neues Spielerlebnis. Allerdings waren 40,-€ für ca. 5 Stunden Spielspaß ein Witz. Ein Problem, an dem nicht nur dieses Spiel krankte: Alle anfänglichen Titel bis auf SUPER MARIO DS waren viel zu kurz. Danach erscheinen die Highlights, die den DS zum Pflichtkauf machten. Neben METEOS, MARIO KART und ADVANCE WARS DUAL STRIKE war der Superhit NINTENDOGS.

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DS Lite

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DSi

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3DS


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