Zum Jahreswechsel fiel der Startschuss für ein wichtiges strategisches Einzelprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums: Im Rahmen von LINCNET erforschen und entwickeln 15 Partner Vernetzungslösungen, die die derzeit modernsten Übertragungstechnologien LiFi, Powerline Communication und 5G intelligent verbinden. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie im industriellen Umfeld. Es hilft, den wirtschaftlichen Vorsprung Deutschlands auszubauen und seine technologische Souveränität zu stärken. Konsortialführer des Projekts mit einem Gesamtvolumen von über fünf Millionen Euro ist die Aachener devolo AG.

Im Mittelpunkt von LINCNET steht die Datenkommunikation über das Spektrum des Lichts – eine ebenso innovative wie hochinteressante Technologie, deren Einsatz im professionellen Umfeld die Projektpartner vorantreiben. LINCNET steht für „LiFi-gestütztes 5G für industrielle und medizintechnische Netzwerke“. Der Name unterstreicht damit das Ziel: Das Projekt wird die optische Drahtloskommunikation LiFi (Light Fidelity) so weiterentwickeln, dass sie sich in verschiedenen Anwendungen als Alternative zur 5G-Funkkommuni- kation einsetzen lässt. Als Bindeglied zwischen LiFi und 5G dient Powerline Communication, eine Technologie, die vorhandene Verkabelungen zur Datenübertragung nutzt.

Einsatz in sensiblen Umgebungen

„Technologien wie 5G oder auch WiFi allein sind im professionellen Einsatz im medizinischen oder industriellen Bereich aufgrund möglicher Interferenzen, Bandbreitenkonflikte oder Lauschangriffe nicht immer optimal“, sagt Dr. Anil Mengi, Projektleiter von LINCNET. „Wir wollen daher Lösungen für sensible Umgebungen entwickeln, wo höchste Anforderungen an Übertragungsraten, Sicherheit, aber auch an Flexibilität und elektromagnetische Verträglichkeit gestellt werden. Das Projekt erweitert 5G-Netze für spezifische Anwendungen und eröffnet hochinteressante Perspektiven für den Einsatz in medizinischen und industriellen Umgebungen.“  

Im medizinischen Bereich sollen etwa Anbindung und Bedienung bildgebender Sensoren wie Endoskope, Röntgen- oder Ultraschallgeräte erleichtert werden. Auch digitale Patientenakten sollen einfacher nutzbar werden. Im industriellen Umfeld ist zudem ein Ziel, Fertigungslinien und Produktionsumgebungen einfacher umbauen zu können. „Um eine höhere Produktvielfalt zu ermöglichen, müssen etwa Fertigungslinien immer flexibler werden. Eine regelmäßige Neuverkabelung wäre hier viel zu aufwändig“, so Dr. Anil Mengi. „Verschiedene Kommunikationstechnologien intelligent zu verbinden, bietet erhebliche Vorteile für Produktivität und Effizienz.“







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