LG Electronics präsentiert die Tekken 7 Battles – Finale in Berlin

Wer an eSport denkt, denkt unweigerlich an Fußball oder einen der zahlreichen Ego-Shooter. Gerade im Fußball erlebt der eSport einen stetigen Anstieg. Immer mehr Vereine messen dem eSport wachsende Bedeutung bei und betreiben eigene eSport-Teams, so unter anderem aus der Bundesliga Hertha BSC, der VfL Wolfsburg oder Schalke 04. Neben diesen beiden Genres gibt es zahlreiche Ligen und Wettbewerbe bei den Autorennspielen, den größten Anklang finden jedoch die Echtzeit-Strategiespiele.

Seinen Ursprung hat der eSport bei den Clans. Spieler trafen sich, um gemeinsam zu zocken. Mit der steigenden Leistungsfähigkeit von Computern fanden die ersten LAN-Partys statt, bei denen zahlreiche PC in einem Raum miteinander vernetzt wurden. Durch die rasante Verbreitung des Internets gab es aber diese örtlichen Einschränkungen nicht mehr und so wurden bald darauf online die ersten internationalen Wettkämpfe ausgetragen, welche im Jahr 2000 in den ersten World Cyber Games gipfelten.

Trotz der immer größeren Verbreitung von eSport ist die Zahl der aktiven Spieler nicht wirklich bekannt. Es geistern utopische Zahlen durch den Raum, so hat die Electronic Sports League nach eigenen Angaben mehr als 4.400.000 registrierte Mitglieder. Aber gerade dieser Boom sorgt auch für eine zunehmende Kommerzialisierung und damit die Möglichkeit, als Pro-Gamer ein Vermögen zu verdienen.

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Allein bei der DOTA 2 Weltmeisterschaft 2012 wurden bereits 1.600.000 Dollar an Preisgeldern ausgeschüttet, von denen der Sieger allein eine Million an Preisgeld einstreichen konnte. Aber das sind Peanuts zu dem, was Valve im Jahr 2017 an Preisgelder zur Verfügung stellte – hier lag die ausgespielte Gesamtsumme bei 24,69 Millionen Dollar. Die erfolgreichsten eSportler sind also inzwischen mehrfache Millionäre – auch aufgrund von Werbeverträgen, Merchandising und Streaming.

Summen, von denen die bisher noch wenigen Tekken 7 Spieler nur träumen können. Und dennoch gibt es auch hier eine steigende Community an Spielern, die sich in den letzten Wochen in einem von LG Electronics gesponserten Wettbewerb miteinander messen konnten. Die Playoffs fanden in Köln, Hamburg und Stuttgart statt, das letzte Playoff mit anschließendem Finale in Berlin im Penta-eSport-Leistungszentrum.

LG steuerte zu diesen Wettkämpfen nicht nur Pokale und Preisgelder bei, sondern stellte selbstverständlich auch die benötigte Hardware zur Verfügung. Neben dem Gaming-Monitor LG 32GK850G kam auch der neue Heimkinoprojektor HU80KG zum Einsatz – dieser sorgte dafür, den zahlreichenden Anwesenden einen besseren Überblick über die Kämpfe zu verschaffen.

Ich bin seit Anbeginn der Zeiten Street Fighter Spieler. Mein erstes Street Fighter für das Super NES habe ich mir noch als japanischen Import damals von einem kleinen Händler in Berlin-Kreuzberg geholt und dafür eine Unsumme investiert. Mein Talent bei den Prüglern hielt und hält sich bis heute in sehr überschaubaren Grenzen, so dass mir Tekken zwar ein Begriff war, ich dieses bis dato jedoch nicht gespielt hatte. Und dabei blieb es dann auch, nachdem ich den zahlreichen Profis zusehen konnte – diese Peinlichkeit wollte ich mir dann doch ersparen.

Ich kam mit etlichen der Spieler ins Gespräch und ich lernte einiges über deren Skills und das Spiel. Diese Jungs spielen nicht einfach nur, die kennen jeden Charakter in- und auswendig, wissen, auf welchen Move sie welche Gegenattacke starten können und welche Position von Vor- oder Nachteil ist. Ich lernte, dass manche Angriffe 10 oder 11 Frames dauern, damit ein -1 oder +1 Move sind und dann entsprechend gekontert werden können. Denn nicht jeder Konter lässt sich nach einem Angriff auch anwenden. Was also für einen Laien wie eine wilde Hauerei aussieht, ist bei den Tekken 7 Spielern schon fast eine Wissenschaft. Man muss jeden Angriff einer jeden Spielfigur kennen und wissen, wie man darauf zu reagieren hat, um erfolgreich zu sein. Nichts ist Zufall, jeder Move ist höchste Präzision.

Bei aller Rivalität fiel mir jedoch der überaus respektvolle Umgang miteinander auf. Bei Kampfspielen üblich startet man lieber auf der linken Seite des Bildschirms – obwohl man auch die rechte Seite beherrschen muss. Können sich zwei Spieler über die Sitzordnung partout nicht einigen, spielt man eben Ching-Chang-Chong, um die Sitzposition auszulosen, aber das war den ganzen Abend nicht nötig. Jeder Kampf des Best-of-Three wurde mit einem Shake-Hands begonnen und beendet, eine Geste, die leider woanders inzwischen fast in Vergessenheit geraten ist. Hat man verloren, war der Gegner eben besser, lamentiert wurde höchstens über die eigene Leistung.

Und damit war die von LG organisierte Veranstaltung ein Erlebnis. Spieler wie auch Zuschauer hatten ihren Spaß an zahlreichen spannenden Duellen und ich durfte einiges über den eSport lernen. Wer mehr wissen will, setzt sich mit
Julian Knörzer von Penta eSports in Verbindung, dort gibt man gerne weitere Auskunft.

 

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