Hardwaretest Teil 2: Mac Audio – mobile Boxen für die Jüngeren

Nachdem wir vor Kurzem mit dem ersten Teil unserer Testreihe für Mac Audio und mobilen Boxen für die Jüngeren gestartet sind, folgt nun hier der zweite Teil mit der BT Style 1000 und der BT Elite 5000.

BT Style 1000 – das Kraftwerk für die Hosentasche

Der erste Eindruck solch kleiner Boxen ist immer der gleiche: Wie soll aus diesem Ding Klang kommen? Zu klein ist das Volumen und zu oft haben irgendwelche Radfahrer mit den an den Lenker geklemmten kleinen Brüllboxen im Vorbeifahren genervt. Aber gut, Vorurteile hin oder her, mal schauen was das kompakte kleine Teil tatsächlich abzuliefern in der Lage ist?

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Ich bin kein Fan von Blisterpackungen, aber hier macht die Plastikfolie durchaus Sinn. Denn die mobile BT Style 1000 wird mit verschiedenen Aufdrucken ausgeliefert. Von Love und Life, bis hin zu Loud, Lips und Go to the Beach reicht das Design. Wir haben die Box mit aufgedrucktem Plattenspieler bekommen. Es entscheidet also optisch der persönliche Geschmack.

Im Plastik befindet sich neben der kleinen Box ein Packschächtelchen mit ein wenig Anleitung, ein USB-Kabel und ein Klinkenstecker mit jeweils 60 Zentimetern Länge. Wer die Box beim Radfahren gerne am Handgelenk spazieren fährt, findet noch eine Handschlaufe. Die Anleitung ist wie üblich in Schriftgröße 6 Pixel gedruckt, aber eigentlich ist die auch vollkommen unnötig. Denn das Pairing und die Benutzung sind selbsterklärend.

Zur Verbindung wird auf dem Smartphone Bluetooth aktiviert und dann die Box angeschaltet. Diese befindet sich automatisch im Pairing-Modus, keine 5 Sekunden später steht die Verbindung. Die BT Style 1000 hat sehr zierliche Maße, 83 x 68 x 33 Millimeter passen so gut wie in fast jede Hosentasche und in den Rucksack ohnehin und auch das Gewicht von nur 184 Gramm stört wohl kaum beim Transport.

Die Box besteht aus wirklich recht stabilem Kunststoff, dieser macht den Eindruck, dass die Style 1000 auch kleinere Abstürze überleben sollte, ohne bleibende Schäden davon zu tragen. Das Frontgitter ist aus Metall und wie oben bereits erwähnt mit verschiedenen Motiven bedruckt. An der Seite befinden sich zum Laden der USB-Eingang, der AUX-Eingang bei mangelnder Bluetooth-Verbindung und der Power Schalter. Mehr braucht das kleine Teil nicht, alles andere wird über das Ausgabegerät gesteuert. Die kleine Box soll tatsächlich nur liefern.

Im Inneren ist ein 38 Millimeter Breitbandlautsprecher verbaut, der für alle Tonlagen zuständig ist. Der Akku bringt bei mittlerer Lautstärke ungefähr vier Stunden Laufzeit, je lauter die Box betrieben wird, desto geringer also die Laufzeit. Aber eine Powerbank gehört für viele Kids unterwegs inzwischen zum Handgepäck. Verwendet wird Bluetooth 4.2, die Box sollte also mit so gut wie jedem Zuspieler funktionieren.

Also Handy und Spotify an, das entsprechende Ausgabegerät – nämlich die BT Style 1000 – gewählt und gelauscht, was die Box so an Sound ausgibt. Da ich immer Angst habe, solch kleine Lautsprecher mit unangepasster Lautstärke zu sprengen, wähle ich auf dem Handy also erst einmal ein Drittel des Möglichen. Und siehe da, ich bin wirklich überrascht, was da an Klang aus diesen wenigen Kubikzentimetern kommt.

Selbstverständlich darf man von einem solch mobilen Zwerg keine audiophilen Wunder erwarten, aber in dieser Lautstärke klingt ein Jumpsuit von Twenty One Pilots richtig gut. Auf zum nächsten Titel, diesmal muss sich die Style 1000 bei Badflower von Ghost beweisen. Dieser Song wird üblicherweise neben dem dominanten Gesang, Gitarren und Schlagzeug von einem dezenten, aber dennoch klar verständlichen Bass sowie einem Klavier untermalt. Und siehe da, man hört den Bass und auch das Klavier.

Nun werde ich mutig und drehe die Lautstärke kontinuierlich bis zum Anschlag. Devil von Shinedown wartet mit einer sehr intensiven Gitarre in mittlerer bis hoher Tonlage auf und hier geht die Box langsam klanglich in die Knie. Je mehr Saft gegeben wird, desto breiiger wird der Sound. Aber gut, der 38 Millimeter gibt sein Äußerstes, mehr ist eben dann doch in diesem Volumen nicht machbar.

Fazit:

Ich lege jetzt die Latte mal auf Normalmaß und mache mir klar, was ich da eigentlich in den Händen halte: Die Mac Audio BT Style 1000 ist eine ganz kleine mobile Box für unterwegs und nichts für den audiophilen Genießer. Und es überrascht der Blick auf das Preisschild, denn der kleine Kasten kostet keine 20,-€. Da schlagen andere mit ganz anderen Summen zu.

Wer gerne draußen mit den Kumpels rumhängt, möchte nicht mehr als vernünftigen Klang zu einem Taschengeld-gerechten Preis. Und das bietet die Style 1000, egal ob im Freibad oder im Skaterpark. Es geht darum, Musik bei sich zu haben und die soll besser klingen als vom Smartphone. Das macht sie auch und mehr soll die Box nicht leisten.

Link zur Herstellerseite: BT Style 1000

Bericht: Michael Schulz

 

BT Elite 5000 – mit 2 in 1 nicht mehr ganz so mobil

Als ich vor ein paar Tagen gebeten wurde, diese Review zu schreiben, freute ich mich darüber: Endlich wieder eine neue und mobile Musikbox, der Sommer steht schließlich vor der Tür. Alles deutete zunächst auf Hochwertigkeit und technische Feinleistung hin, aber fangen wir mit der Verpackung an sich an. Im Paket enthalten ist der Lautsprecher bestehend aus dem Subwoofer und dem mobilen Lautsprecher, ein USB-Kabel, ein 3,5mm Audiokabel, das Netzteil und natürlich Erklär-Papier, das zum Glück verständlich formuliert ist. Der Akku kann direkt per mitgeliefertem USB-Kabel oder über die Dockingstation aufgeladen werden und hält laut Herstellerangaben bis zu sechs Stunden.

Das Alleinstellungsmerkmal der Box, der entnehmbare mobile Lautsprecher, den man nach Belieben an den großen Subwoofer anschließen kann, um den Klang zu verbessern, macht einen super Eindruck. Er ist erstaunlich handlich und leicht, und lässt euch zumindest Mozart in seiner vollen Pracht bewundern, Rammstein solltet ihr euch allerdings abschminken.

Denn ab einer gewissen Lautstärke gibt der mobile Lautsprecher keine Highlights mehr heraus, kein Ton sticht dann noch sonderlich hervor und kann wirklich überzeugen. Alles spielt sich auf einer weitestgehend einheitlichen klanglichen Ebene ab. In Punkto Lautstärke ist der Klang-Output also durchschnittlich, wird aber für ruhige Hintergrundmusik bei der Gartenpartys und beim Kochen ausreichen.

So klasse die Idee einer mobilen Box mit Subwoofer ist, ich sehe hier ein grundsätzliches Problem beim Produktdesign: Die Elite 5000 wird in den meisten Fällen unterwegs als mobiler Lautsprecher benutzt werden, aber den vollen Musikgeschmack mit Subwoofer kann man nur von Zuhause aus erleben. Denn der Sub funktioniert unverständlicherweise nur mit angeschlossenem Netzteil. Somit ist die Mobilität also nur für die Box, nicht aber für das ganze Paket mit Sub gegeben. Immerhin ist sowohl die Mobilvariante, als auch der Subwoofer mit AUX-Eingang ausgestattet, falls man seine Musik nicht per Bluethooth hören will.

Der nächste Punkt ist die Bluethooth-Freisprechfunktion bei eingehenden Anrufen: Probiert und für gut befunden. Wer auch immer darauf bestehen sollte, Privatanrufe über einen Lautsprecher zu führen, kann das einwandfrei, klar und verständlich und ohne Unterbrechungen tun.

Beim Herz der Anlage, dem Subwoofer, habe ich mir viel Zeit gelassen, die Musik zu genießen. Der Output war aber ernüchternderweise leider nicht wie erwartet. Zwar wird hier die Klangqualität des mobilen Lautsprechers unterstützt und obwohl der Sub kraftvoll ist, hatte ich von einem gesondert aufspielenden Subwoofer doch etwas mehr erwartet. Die Melodie läuft gerade in hohen Pegeln einfach selten flüssig von hoch nach tief.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt wäre wohl die eingeschränkte Bedienung. So hast du beispielsweise keine Möglichkeit, die Musik am Lautsprecher kurz zu pausieren. Auch das Auswählen der Lieder erwies sich oft als schwierig, da sich die Lautstärke-Einstellung und die Liederauswahl dieselben Tasten teilen. Anfangs sprang der Lautsprecher also leider unfreiwillig häufig zum nächsten Song.

Fazit:

Schade, dass aus dem Ansatz der mobilen 2 in 1 Box nicht mehr gemacht wurde. Warum funktioniert der Subwoofer nur über das Netzkabel? Am See wäre damit mehr Sound möglich gewesen, so beschränkt sich die Mobilität des Gesamtpakets tatsächlich auf die Länge eines Verlängerungskabels.

Klanglich sind bei einer mobilen Box für unterwegs ganz sicher keine Höchstleistungen zu erwarten und bis zu einer gewissen Lautstärke klingt die Box wirklich gut. Erst ab höreren Pegeln wird der Sound zu einheitlich.

Link zur Herstellerseite: BT Elite 5000

Beitrag: Oliver Schemenz

 

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