Im letzten Jahr stellte TCL mit dem C71 >>> den ersten QLED-TV aus eigener Produktion vor. Das Gerät ist inzwischen so gut wie ausverkauft, Grund genug also, sich nicht auf den gerade erst erworbenen Lorbeeren auszuruhen, sondern mit einer neuen Serie gleich weiter nachzulegen. Bereits im April angekündigt, steht nun hier der erste TCL C72 >>> aufgebaut in der Redaktion. Angeboten wird der TV in den Größen 50, 55, 65 und 75 Zoll, wir haben hier das 55 Zoll Modell 55C725 im Test.

Schon bei der Übergabe durch den Kurier fällt das so geringe Gewicht auf. Waren die ersten Flachbildschirme noch wirkliche Schwergewichte, so bringt der neue C72 keine 15 Kilogramm auf die Waage. Dennoch sollte man beim Auspacken, wie bei solchen Geräten üblich, zwei helfende Hände zur Unterstützung haben. Ist der TV aus seiner Verpackung befreit, gestaltet sich der Aufbau als vollkommen problemlos, auffällig sind zwei aufgebrachte Streifen zum Schutz des Bildschirms während der Montage. Wie schon beim Vorgänger hat der Nutzer die Wahl, an welcher Position die Standfüße anzubringen sind. Steht wenig Platz zur Verfügung, lassen sich die Füße innen befestigen und benötigen so nur knapp 55 Zentimeter Aufstellfläche. Werden die Füße außen angebracht, sollte das Phonoregal gut 110 Zentimeter Breite messen.

Im Karton befindet sich dann gleich die nächste Überraschung: Ich hatte im März letzten Jahres den TCL 55EC780 >>> zum Test hier. Diesem war neben der üblichen Standard-Fernbedienung mit zahlreichen Buttons und Ziffernblock noch eine weitere beigelegt, die allerdings bei den nachfolgenden Modellen leider wieder eingespart wurde. Offenbar hat man mich bei TCL aber erhört, denn die nur auf das Wesentliche beschränkte, zweite Fernbedienung liegt nun wieder bei. Da ich mein TV-Programm über meinen SKY-Decoder zuspiele, somit keinen Ziffernblock benötige und ansonsten nur alle möglichen Streaming-Dienste konsumiere, nutze ich lieber die kleine und handliche Fernsteuerung, die ich schon im letzten Jahr so genossen hatte.

Anschlussmöglichkeiten

An Zuspielmöglichkeiten hat TCL dem C72 einiges mit an die Hand gegeben. Wird das TV-Programm klassisch über Kabel, Antenne oder Satellit empfangen, stehen hier neben dem Triple-Tuner für alle Empfangsmöglichkeiten selbstverständlich auch die entsprechenden Anschlüsse zur Verfügung. Dazu kommen zwei USB-Anschlüsse in der Version 2.0 und 3.0, sowie drei 4K-fähige HDMI-Anschlüsse. Nutzt man statt der internen Onkyo-Lautsprecher eine Soundbar oder gleich ein Heimkino mit AV-Receiver, verwendet man HDMI 1. Bei diesem Anschluss steht neben ARC sogar eARC zur Verfügung, welches alle aktuellen Tonformate vom Bildschirm an die heimische Anlage weiterleitet. Mit eARC steht für die Soundübertragung eine größere Bandbreite zur Verfügung, so dass Tonformate wie 5.1 oder 7.1 unkomprimiert mit bis zu 192kHz/24-bit an die Lautsprecher übertragen werden. Dazu kommt objektbasierter Klang, wie ihn die Formate DTS:X und Dolby Atmos übertragen. Steht am Lautsprechersystem kein HDMI zur Verfügung, kann man dieses auch mit einem optischen Digitalkabel mit dem TV verbinden. Für den ungestörten Empfang steht selbstverständlich auch ein Kopfhörer-Eingang zur Verfügung.

Der Aufbau und der Anschluss von Zuspielern nimmt selbst bei Einsteigern oder Unbedarften maximal 15 Minuten in Anspruch, danach erfolgt auch schon die Einrichtung. Wie schon bei den Vorgänger-Modellen handelt es sich beim C72 ebenfalls um einen Android-TV. Dem zukünftigen Nutzer steht somit die klassische Einrichtung Step-by-Step oder aber über das Android-Smartphone zur Verfügung. Beide Methoden sind unkompliziert zielführend, wobei man sich jedoch über das Smartphone viele Einzelschritte sparen kann. Das Handy findet den C72 innerhalb von Sekunden und bindet diesen auch gleich ins heimische Netzwerk ein – Plug-and-Play in seiner besten Form. Nur wenige Augenblicke später erscheint der Android-Startbildschirm in der aktuellen Version 11 und man kann mit dessen Einrichtung und Umbau beginnen. Die voreingestellten Apps lassen sich, wie bei Android üblich, selbstverständlich aus dem Menü entfernen oder auch gleich vollständig löschen und durch andere ersetzen.

Android TV – manche Updates sind dann doch keine Verbesserung

Allerdings hat Android TV inzwischen auch so seine Tücken. Während der Einrichtung wird man nämlich gefragt, ob man gleich die neue Google TV Experience einrichten möchte? Selbst wer weiterhin auf den klassischen und aufgeräumten Android Startbildschirm steht und diesen Punkt während der Einrichtung überspringt, wird dennoch früher oder später einen neuen Startbildschirm vorfinden. Das Update ist leider unvermeidlich und lässt sich auch nicht rückgängig machen. Neuerungen verkauft man ja gerne als Optimierung der Nutzererfahrung, leider sind hier die neuen Anpassungen einfach nur schlecht. Das bislang schlichte und übersichtliche Android Menü wird jetzt nämlich von einem Highlight-Block überragt, der jedoch nichts weiter als eine gewaltige Werbeanzeige ist und die sich obendrein auch nicht deaktivieren lässt. Ich schaue seit Jahren keine Privatsender mehr, bekomme nun aber die Sendung Die Alm auf Pro7 über Joyn Plus oder andere, für mich völlig irrelevante Inhalte vorgeschlagen. Das ist allerdings leider nicht nur beim TCL C72 der Fall, sondern auch bei allen Android-TV auch anderer Hersteller.

Obendrein meint man es bei TCL auch noch besonders gut mit seinen Nutzern und fügt nun einen zusätzlichen TCL-Channel auf dem Startbildschirm ein. Das an sich wäre kein Problem, wenn darunter nicht die Übersichtlichkeit leiden würde. Selbstverständlich kann man einen Android-TV seinen Vorstellungen entsprechend anpassen und nicht gewünschte Inhalte über ein Menü ausblenden, aber das ist leider nicht für alle Inhalte sinnvoll. Fand man den Streaming-Anbieter Disney+ bei den Vorgängern C71 >>> oder P81 >>> noch in den Apps, ist das Programm nun im neuen TCL-Channel vorinstalliert. Das an sich wäre kein Problem, allerdings lässt sich Disney+ nun nicht mehr im Google Playstore finden und wie bisher klassisch in den Apps installieren. Wer also Disney+ abonniert hat, muss den zusätzlichen TCL-Channel auf dem Startbildschirm halten. DAZN ist ebenfalls im TCL-Channel vorinstalliert, diese App ist jedoch auch weiterhin normal im Playstore vorhanden und lässt sich in den Apps installieren. Da es sich bei meinem Testgerät aber um ein frühes Vorserien-Modell handelt gehe ich davon aus, dass zum Verkaufsstart noch einige Änderungen an der Software vorgenommen werden.

Das Video zum Beitrag:

Technik, Menü und Einstellungen

Um nach dem Aufbau nun endlich loslegen zu können, wird erst einmal Netflix mit Filmen und Serien gestartet. Und schon bei den ersten Bildern hat mich der TCL C72 eingefangen. Bereits in der Standard-Einstellung ist das 4K-Bild durch QLED hell, farbenfroh und kontrastreich. Also laufen die ersten reichlichen Minuten, ohne dass ich an den Einstellungen etwas ändere. Aber selbstverständlich verfügt der C72 über zahlreiche Möglichkeiten, aus dem Bild das Beste herauszuholen und dieses damit den persönlichen Vorlieben anzupassen. Gleich sieben verschiedene Modi wie Dynamisch, Standard, Sport und andere sorgen für das stets beste, zum Programm passende Bild. Natürlich lässt sich jeder dieser Punkte auch noch manuell justieren und in Farbe, Kontrast, Schwarzwert oder Helligkeit anpassen. Wer keine Lust hat, hier ständig zwischen den Darstellungen zu wechseln, übernimmt einfach seine einmal vorgenommene Einstellung für alle angebotenen Punkte.

Im Wesentlichen hat man bei TCL das bewährte Menü nicht angefasst, aber eine wichtige Veränderung fällt dann sofort auf. Diese betrifft die Einbindung eines externen Soundsystems oder aber auch externer Zuspieler, die über HDMI mit dem TV verbunden sind. Waren es bisher deren zwei Punkte, die man beachten musste, hat man diese Funktion jetzt vereinfacht. Die CEC-Steuerung (Consumer Electronics Control) wurde ursprünglich einmal eingeführt, um dem Nutzer die Bedienung seiner Technik zu vereinfachen, beim C72 funktioniert alles reibungslos. Ist CEC aktiviert, starten angeschlossene Geräte allein. Hier in meinem Testaufbau wird der SKY-Decoder eingeschaltet und der C72 sowie das Yamaha-Soundsystem starten danach automatisch. Ich spare mir also den Griff zu weiteren Fernbedienungen.

Zurück zum Bild. Bereits im letzten Jahr führte TCL bei den Einstiegsgeräten der Performance-Serie die QLED-Technologie ein. Klassische LCD-TV nutzen eine weiße Hintergrundbeleuchtung mit einer Phosphorschicht und filtern zum Darstellen einzelner Farben das einfallende Licht. Das Problem dabei ist, dass diese Phosphorschicht blaues Licht in weißes umwandeln soll, was jedoch nicht zu 100 Prozent funktioniert. Weiterhin sind durch die Schicht die Primärfarben nicht gleichmäßig und es geht Leuchtkraft verloren. Bei einem QLED-TV wird statt der Phosphorschicht ein Filter mit roten und grünen Quantum Dots verwendet, die diese Probleme beheben. Die farberzeugende LC-Schicht muss hier somit weniger Farben korrigieren, das Ergebnis ist eine bei weitem höhere Leuchtkraft des Bildes und mehr darstellbare Farben. Während ein LCD-TV gut 16 Millionen Farben darstellen kann, kommt ein QLED-TV auf eine Milliarde Farben, welche die neuen HDR- und Dolby-Vision-Standards erst wirklich möglich machen. Kurz gesagt, kann ein QLED das Bild so farbenfroh und kontrastreich darstellen, wie es ursprünglich einmal aufgenommen wurde. Zuständig für die Bildbearbeitung ist der neue AiPQ Gen2 Chip, der noch einmal deutlich mehr leistet als ein Vorgänger. So sorgt dieser durch eine stärkere Rechenleistung unter anderem für eine automatische Erkennung von Gesichtern, Landschaften oder Sport und einer damit einhergehenden automatischen Anpassung des Bildes. Der TV lernt also, Situation zu erkennen und entsprechend darzustellen.

Der C72 im täglichen Gebrauch

Zum Zeitpunkt dieses Tests lief die Euro 2020, ich als Fan des gepflegten Ballsports kam also nicht umhin, jedes mir mögliche Spiel anzuschauen. Aber gerade bei einer Fußball-Übertragung zeigen sich häufig gnadenlos die Schwächen eines TV. Kann man Farben noch anpassen, ist man bei der Bewegungsschärfe auf das angewiesen, was das Display darstellen kann. Denn bei schnellen Bewegungen gibt es häufig hässliche Schlieren, wenn der TV hier schwächelt. Beim Fußball macht sich das bemerkbar, wenn sich der Ball im Flug eiförmig verformt, Stichwort Nachziehbilder. Der Bildschirm kommt also mit schnellen Bewegungen nicht klar. Um es aber kurz zu machen:
Ich habe die Euro 2020 auf dem TCL C72 genossen, nachdem ich die Farben ein wenig angepasst hatte. Es treten Dank des 100Hz Panels in Verbindung mit Motion Clarity keinerlei Probleme bei schnellen Bewegungen auf, egal ob es sich um den Ball oder aber schnelle Bildwechsel handelt. Jede Grätsche, jede grandiose Parade und jeder Treffer sind für Fußballfans die pure Freude.

Für den Filmgenuss am C72 machte ich mich an einen für letztes Jahr geplanten Kino-Blockbuster, der aber aufgrund von Corona dort niemals aufgeführt wurde und nun bei Amazon Prime Reste-verwertet wird. The Tomorrow War ist ein Science Fiction Action Streifen mit dem Thema Zeitreise – und er ist unfassbar schlecht. Die Handlung ist voller Logik-Fehler, das Finale ist an den Haaren herbeigezogen und Chris Pratt bleibt als Hauptdarsteller erschreckend blass. Die grundsätzliche Frage ist, wie jemand aus der Zukunft in die Vergangenheit reisen kann, wenn diese Zukunft gar nicht stattfindet? Wer hingegen nicht versucht die Handlung zu hinterfragen und das eigene Denken abschaltet, wird dennoch mit einigen coolen Action-Szenen und CGI-animierten Monstern im Stile des Klassikers Alien belohnt. Auch wenn vor dem Filmstart das HDR10+ Logo erscheint, musste ich mit den zahlreichen Einstellungen des TCL C72 experimentieren, bis das Bild meinen persönlichen Vorlieben entsprach. Die Voreinstellung Kino war mir zu dunkel, so dass ich den Schwarzwert, die Helligkeit und den Kontrast veränderte. Das matte und damit weitestgehend blendfreie Display macht einen guten Job, will man wirklich etwas daran kritisieren, ist es der etwas geringe Blickwinkel. Denn je weiter man sich aus der Mitte entfernt, desto blasser und unschärfer wird das dargestellte Bild, aber wer schaut schon Filme von der Seite?

Aber natürlich schaut man nicht nur Serien, Filme und Sport über entsprechende Streaming-Dienste, gelegentlich wird der TV auch für das klassische Abendprogramm gebraucht. Hier ist die Qualität des Bildes vollkommen vom zugespielten Material abhängig. Wer bis heute kein HD oder sogar 4K empfängt und stattdessen noch immer an der Standard Definition festhält, darf auch von einem wirklich guten Bildschirm wie dem TCL C72 keine Wunder erwarten. Der TV gibt sich jede erdenkliche Mühe, das zugespielte Bild zu skalieren, aber auch dem besten Chip sind in der Bildbearbeitung Grenzen gesetzt. Wer allerdings Netflix, Disney+ oder Amazon Prime abonniert, bekommt ein hervorragendes Bild geliefert.

Lautsprecher von Onkyo

Jeder Hersteller wirbt gern mit einem hervorragenden Lautsprechersystem in seinen TV-Geräten. Was dabei allerdings gerne und häufig vergessen wird ist der Punkt, dass sich das Volumen der Speaker immer nach den Maßen des TV richtet. Nun arbeitet TCL seit geraumer Zeit mit Onkyo zusammen, um die bestmögliche Performance in Sachen Klang zu bieten. Der C72 ist mit einem Down-Firing System, also nach unten ausgerichteten Lautsprechern ausgestattet, die Ausgangsleistung beträgt dabei 2 x 10 Watt. Und überraschenderweise kommt aus diesen kompakten Speakern tatsächlich Klang, der nicht nach Blech klingt und bei dem Dialoge klar verständlich sind. Selbst bei Action-Szenen geben die kleinen Onkyos ihr bestes und vermitteln tatsächlich einiges an Atmosphäre. Was allerdings nicht wirklich zu vernehmen ist, sind die beschriebenen Dolby Atmos Effekte. Auch wenn der Klang für einen Flachbildschirm erstaunlich gut ist, so sind die virtuellen Höhenkanäle so gut wie nicht vorhanden. Die perfekte Lösung für besten Klang bieten also immer noch ein vollständiges Heimkino-System über einen AV-Receiver oder aber eine gute Soundbar.

Gaming auf dem TCL C72

In zahlreichen Haushalten stehen heute Spielkonsolen und somit kündigte TCL die Neuheiten für das Jahr 2021 nicht nur als Fest für Heimkino-Fans an, sondern auch gleich für Gamer. Der wichtigste Aspekt für eine aktuelle Spielkonsole ist dabei HDMI 2.1 und die damit verbundenen Funktionen VRR und ALLM. VRR steht übersetzt für die variable Bildwiederholungsrate, dabei synchronisieren Konsole und TV kontinuierlich die Bilder in dem Tempo, in dem die Konsole diese liefern oder der Bildschirm diese verarbeiten kann. Taktgeber ist der TV an, da von diesem nur die Daten verarbeitet werden, die zur vollständigen Darstellung des Bildes benötigt werden.

Der TCL C72 verfügt zusätzlich über einen speziellen Gaming-Modus. Der Vorteil dieses Modus ist die geringe Latenz in der Darstellung von Bildern. Der Auto Low Latency Mode ALLM schaltet beim Start eines Spiels automatisch in den Modus mit der geringsten Verzögerung, also eben diesen Gaming-Modus. Dabei erfolgt im Hintergrund keine weitere Bildbearbeitung durch den TV wie bei einem Film oder einer Sportübertragung. Somit entsteht beim C72 nur eine äußerst geringe Latenz von maximal 15 Millisekunden, was ein überragender Wert für einen TV ist. Der C72 ist mit einer von TCL benannten Funktion namens Game Master ausgestattet, die zwar ALLM, aber kein VRR beherrscht. Diese Funktion steht erst ab dem C72+ zur Verfügung, der Test zu diesem Gerät ist aber bereits in Arbeit.

Da die Playstation 5 bis heute das avisierte Update zu VRR und ALLM schuldig bleibt und somit im Grunde genommen nur eine unwesentlich aufgebohrte PS4 Pro mit SSD-Platte ist, hält die mit allen Funktionen ausgestattete Xbox Series X für diesen Beitrag her, um zumindest HDMI 2.1 mit ALLM testen und darstellen zu können. Wichtig bei einem aktuellen TV und der Xbox ist die Verbindung zwischen den Geräten. Ein klassisches HDMI-Kabel kann nämlich keine technischen Möglichkeiten des HDMI 2.1 Standards darstellen, man benötigt also für den größtmöglichen Funktionsumfang ein entsprechendes Kabel, welches im Handel meist als 8K-Kabel angeboten wird. Nur dann steht der Modus mit der geringsten Latenz, also der Spielemodus auf dem C72 auch zur Verfügung.

Ist die Xbox korrekt verkabelt, erhält man beim Start der Konsole und dem Umschalten auf den entsprechenden HDMI-Eingang auch sofort die passende Rückmeldung. Der C72 zeigt an, dass das Bild mit 3840×2160 Pixeln bei 60Hz Bildwiederholungsrate dargestellt wird. Startet man nun ein Spiel, erfolgt eine Einblendung, dass der Spielmodus aktiviert ist und das Spiel mit der geringstmöglichen Latenz läuft. Zusätzlich kann man diese Anzeigen auch noch in den Video-Einstellungen der Xbox kontrollieren. Dort ist das Feld für den Modus mit der geringsten Latenz, also ALLM aktiviert. Wie bereits erwähnt, kann der TV jedoch kein VRR, das Feld für die variable Aktualisierungsrate bleibt daher ausgegraut und lässt sich nicht aktivieren. Dies ist erst ab dem C72+ möglich. Wer also überlegt, den TV auch für das bestmögliche Gaming-Erlebnis anzuschaffen, greift ein Regal höher zum C72+, alle anderen erhalten auch mit diesem Bildschirm ein klasse Gaming-Erlebnis.

Fazit:

Der TCL C72 ist die konsequente Fortführung einer schon im letzten Jahr erfolgreichen 4K QLED TV-Serie. Der neue AiPQ Gen2 Chip für einwandfreie Bildbearbeitung, alle gängigen HDR-Modi, ein vereinfachter CEC-Zugang, Android-TV und nun auch HDMI 2.1 – wenn auch in einer für Gamer modifizierten Version – machen den TV zum perfekten Allrounder im heimischen Wohnzimmer. Und auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, so bin ich persönlich Fan der zweiten und übersichtlichen Fernbedienung. Diese Zugabe ist nicht selbstverständlich.

Für den momentan aufgerufenen Preis ab knapp 660,- Euro bekommt der zukünftige Nutzer einen TV in Vollausstattung mit einem beachtlichen Bild, vielen Einstellmöglichkeiten zur persönlichen Abstimmung und erstaunlicherweise guten Klang durch das interne Onkyo Lautsprecher-System. Es müssen nicht immer die üblichen Verdächtigen sein, TCL ist angekommen und liefert mit dem C72 auch im Modelljahr 2021 hochwertig ab.


Link zum Hersteller: TCL C72 – C725







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