Nubert preist seinen nuVero 50 als universell einsetzbaren geschlossenen Zwei-Wege Wand-/Deckenlautsprecher an. Egal ob als Surroundlautsprecher im Heimkinosystem oder als Deckenlautsprecher in einem Dolby-Atmos System, Nubert hat sich bei der Konzeption des nuVero 50 Mühe gegeben, ein möglichst breites Spektrum an Aufstellungsmöglichkeiten zu bieten.

Schon allein optisch macht der nuVero 50 in rubinroter Metalliclackierung was her. Die Verarbeitung des Gehäuses ist, wie man sie von nubert gewohnt ist, überaus hochwertig und robust. Dank des schlichten Designs sieht der Lautsprecher auch mit montierter Abdeckung noch sehr edel aus. Bei den nuVero 50 ist die Abdeckung keine 08/15 Stoffabdeckung, sondern ein leicht gewölbtes und gelochtes Metallgitter, welches über mitgelieferte Metallstifte an der Front des Lautsprechers aufgesetzt wird. Der bereits vormontierte Bügel für die Wandmontage ist aus massiven Edelstahl gefertigt und lässt keine Zweifel zu, dass er den immerhin neun Kilogramm schweren Lautsprecher an der Wand halten kann. Das Einzige, was hier eventuell ergänzt werden könnte, ist ein drittes Loch am unteren Ende des Bügels, durch welches dann das Kabel elegant hindurch geführt werden kann.

Der Lautsprecher lässt sich stufenlos schwenken und erlaubt somit jederzeit den Zugriff auf das Anschlussfeld und die Kippschalter zur Wahl der Klangoptionen. Wer den Lautsprecher weder an der Wand, noch an der Decke montieren will, kann ihn auch einfach waagerecht auf dem Boden aufstellen. Der Bügel muss dafür nicht abgenommen werden, da er einfach als zusätzliche Stütze des Lautsprechers fungieren kann. Durch entsprechende Gummierungen an den Bügelkanten muss man hier auch nicht fürchten, dass der Holzfußboden zu Schaden kommen könnte, da die Kanten gut gepuffert werden.

Natürlich kann der nuVero 50 auch hochkant aufgestellt werden. Der Bügel wird mit Hilfe zweier Schraubköpfe an den Boxen gehalten, die sich kinderleicht abschrauben lassen. Und auch hier hat man bei Nubert wieder mitgedacht und unter jeden Schraubkopf noch einen dicken Kunststoffring gelegt, damit auch, wenn der Bügel mal etwas fester angezogen werden sollte, das Gehäuse keinen Schaden nimmt.

Das Gehäuse ist wie bei Nubert üblich aus bedampfter Faserplatte gefertigt, die störende Resonanzen verhindert. Im Inneren verbaut sind ein 26 Millimeter Hochtöner, die Kalotte ist aus einem dehnbaren Seidengewebe gefertigt. Diese dehnt sich während der Klangzuführung aus und ermöglicht ein so in alle Richtungen perfektes Rundtrahlverhalten. Die beiden 150 Millimeter Hochmitteltöner sind in einem stabilen Aluminiumdruckgäuse verbaut, verfügen über belüftete Schwingspulen und sind damit für eine hohe Belastbarkeit ausgelegt.

In meinem Test bringe ich das Paar der nuVero 50 mit dem nuConnect ampX zusammen. Da ich die Lautsprecher nicht an der Wand montiert, sondern frei auf dem Boden aufgestellt habe, habe ich den Kippschalter am Anschlussfeld zur Aufstellungsart auf „Frei“ gestellt, den Höhen-Schalter habe ich in erstmal neutraler Stellung belassen. Bei Bedarf können die Höhen noch auf „Brilliant“ oder „Sanft“ gestellt werden. Den Soundtrack für diesen Test habe ich das Album „The Resistance“ von Muse auf Vinyl gewählt. Schon bei den ersten Klängen des ersten Songs kommt Begeisterung auf. Die Stimme von Frontman Matt Bellamy klingt klar und unglaublich kraftvoll, das Instrumentale hat Dynamik und Volumen.

Richtig interessant wird es dann, als ich den Höhen-Schalter von „neutral“ auf „brilliant“ umstelle. An vielen Stellen heben sich nun die eingesetzten Synthesizer stärker ab vom Rest der Musik, teilweise nimmt man nun auch Töne wahr, die man sonst eher aus SciFi-Filmen gewohnt ist. Generell lässt sich während der gesamten Laufzeit des Albums eine unglaubliche Detailreiche des Klangs feststellen. Man weiß manchmal gar nicht recht, wo man zuerst hinhören soll und entdeckt selbst in Songs, die man schon ein dutzend Mal gehört hat, neue Klänge und Effekte.

Aber auch bei etwas weniger spektakulären Klängen punkten die nubert Lautsprecher. Denn nach dem aufregenden ersten Test mit Muse, war mir nach etwas seichteren Klängen zumute, was ich zum Anlass genommen habe, mal wieder das Album „Hurra! Hurra! So nicht.“ von Gisbert zu Knyphausen aufzulegen. Dieses Album, dass maßgeblich vom Gesang zu Knyphausens und seiner Gitarre getragen wird, entpuppt sich durch die nuVero 50 noch ein bisschen mehr als echter Hörgenuss. In Songs, in denen statt der E-Gitarre eine Akustikgitarre der dominierende Part ist, hört man förmlich, wie die Finger des Musikers über die Saiten des Instruments gleiten. Der Gesang klingt warm und klar, die nuVero 50 Lautsprecher schaffen hier eine echte Wohlfühlatmosphäre.

Auch ohne einen Subwoofer entsteht hier also toller Klang, der den Raum ausfüllt und richtig Spaß macht. Wer es für ausgeschlossen hält, dass dieser flache und kompakte Lautsprecher (47,0 x 20,3 x 13,0 cm) authentischen und voluminösen Klang liefern kann, wird hier definitiv eines Besseren belehrt.

Wer sich bezüglich des Aussehens und der Abmaße der neuen Lautsprecher nicht sicher ist, lädt sich einfach vor dem Kauf die Nubert-App nuReality herunter und testet die nuVero 50 virtuell in den richtigen Abmaßen und Dimensionen zu Hause. So kann man schon vorab erkennen, ob der avisierte Platz auch passt oder ob man sich dann doch für eine andere Farbe entscheidet?
Wir haben die App bereits getestet, den Beitrag dazu lest ihr hier >>>

Fazit:

Die nuVero 50 sind ein wahrhaftiges Multitalent. Sie sind eine echte Bereichung für jedes Heimkino-System, aber auch für die heimische HiFi Anlage. Die kompakte Bauform macht es einfach, sie auch dort zu integrieren, wo nur wenig Platz ist. Zudem ist auch die Möglichkeit gegeben, die Lautsprecher einfach an der Wand oder im Heimkino-Set für die Höhenkanäle an der Decke zu montieren.

An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Das Chassis ist robust und die Metallicklackierung der Front ist , vor allem in Rubinrot, ein echter Hingucker. Das Klangbild ist ausgewogen und dynamisch. Bei der Wiedergabe von Musik zeigen die Boxen die gewohnte nubert Soundqualität. Auch, wenn kein Subwoofer mit von der Partie ist, ist das Hörerlebnis ein wahrer Genuss.

Die nuvero 50 überzeugen zudem durch kräftige und treibende Bässe, die man durch die kompakte Bauform so nicht erwartet. Zusätzlich kann der Klang durch einen Höhen-Schalter und einen Schalter für die Aufstellungsart noch justiert werden. Die Lautsprecherschmiede aus Schwäbisch Gmünd hält auch hier mal wieder Wort und liefern nichts geringeres, als das, was das Firmenmotto verspricht – Ehrliche Lautsprecher.


Link zum Hersteller: nubert nuVero 50







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