Das neue Leichtgewicht von LG ist endlich in Deutschland verfügbar!
Der gram 15 wiegt knapp ein Kilogramm – daher der Name –  und verspricht trotzdem ein grandioses Bild und lange Akkulaufzeit. LG hat uns jetzt als eine der ersten Redaktionen das kleine Notebook zukommen lassen, damit wir das genauer unter die Lupe nehmen.

Der 15 Zoll Laptop verfügt über einen Intel Core i5 Prozessor und 8GB RAM. Zum schnellen Hochfahren ist ein 512GB SSD Speicher eingebaut, der für Office-Arbeiten oder das Programmieren vollkommen ausreichend ist. Das Gehäuse besteht aus einem Aluminium-Magnesium-Gemisch, welches auch das Gewicht von nur 1120g erklärt. Diese Daten versprechen ein aufregendes Gesamtpaket mit allen Voraussetzungen für Büro-Aufgaben und das Gaming zwischendurch. Und das eben aufgrund des geringen Gewichts nicht nur im Büro, sondern auch unterwegs. Die Arbeit wird da erledigt, wo man sich gerade aufhält.

Mein erster Eindruck
Schon beim Auspacken habe ich mit Freude festgestellt, dass der Laptop so gut wie nichts wiegt. Ein Wert in einem Datenblatt und das Gerät selbst in den Fingern zu halten, ist eben doch ein Unterschied. Dabei sofort auffällig ist die hervorragende Verarbeitung. Das elegante Design und die sehr gut verarbeitete Tastatur stechen sofort ins Auge. Nachdem der gram 15 eine Stunde am Ladekabel hing, konnte ich es nicht mehr aushalten und musste ihn starten. Dabei stellte ich dann jedoch fest, dass das Notebook schon voll aufgeladen ausgeliefert wird, meine (Un-)Geduld vor dem ersten Start war also unnötig. Auspacken und sofort loslegen ist demnach möglich.

Nach der schnellen Einrichtung von Windows 10 und den ersten Schritten wie der Installation eines vernünftigen Browsers, Bild- und Ton-Einstellungen überprüfen und den lästigen Ausschalt-Timer deaktivieren, konnte es dann endlich richtig losgehen.

Was mir von Anfang an wirklich Freude gemacht hat, war der Fingerabdruck-Scanner auf der Power-Taste. Dieser überprüft schon beim Anschalten, ob der Benutzer berechtigt ist, den Laptop zu benutzen. Dadurch entfällt die lästige Passwort-Eingabe. Doch keine Sorge: Falls mal die Finger durch einen Gips oder ähnliche Unfälle ausfallen, kann man sich immer noch mit dem Passwort einloggen.

Als ich dann meine Geräte anschließen wollte fiel mir auf, dass der Laptop nicht über einen integrierten LAN-Anschluss verfügt. Dies ist der flachen Bauweise des gram 15 geschuldet, ein dicker LAN-Eingang findet hier einfach keinen Platz. Doch LG liefert einen Ethernet zu USB-C-Adapter mit, so dass auch der Kabelanschluss möglich ist.

Der Gaming-Test
Auch wenn der gram 15 nicht wirklich als Gaming-PC deklariert ist, so spielen doch viele Anwender gerne auch auf ihren Geräten. Ich habe daher als Erstes die Spieleplattform Steam heruntergeladen um zu testen, was das Leichtgewicht so kann. Bereits beim Download fiel auf, dass das Gehäuse und gerade die Tastatur auch bei mittlerer CPU Auslastung schon sehr warm werden. Der Laptop ist in erster Linie ein Office-Rechner und nicht wirklich zum Spielen optimiert. Trotzdem hat er die Voraussetzungen für viele jedoch grafisch nicht ganz so anspruchsvolle Spiele.

Mit einigen kleineren Performance-Einbußen ließen sich eine Reihe von Games spielen. Das grandiose Bild des Full-HD IPS Displays mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und die komfortable Tastatur haben zum Spielerlebnis sehr positiv beigetragen. Games wie Empire: Total War, Ruse und auch andere ältere Strategieperlen lassen sich ohne Probleme spielen. Am meisten hat mich jedoch verblüfft, dass Counter-Strike-GO auch sehr flüssig lief. Dass ich in einer Tour verloren habe lag dabei nicht an dem Laptop, sondern eher an meinen bescheidenen Gaming-Künsten ohne Controller.

Nach einer ausgedehnten Gaming-Session waren der Puls bei 180 und die Temperatur der Tastatur leider auch. Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von über 18 Stunden im normalen Betrieb. Mir ist schon klar, dass mit Normalbetrieb nicht gerade Spiele gemeint sind und ich habe mit erhöhter Helligkeit gespielt, jedoch hätte ich mir hier schon eine längere Laufzeit als 6 Stunden gewünscht. Beim Gaming wird offenbar das gesamte System bis an seine Leistungsgrenze getrieben.

Der perfekte Office-Rechner
Um die Arbeit als Informatiker zu testen, habe ich Visual-Studio und die 3D-Spiele-Entwicklungssoftware „Unity“ installiert, um einen kleinen Ego-Shooter für mich zu programmieren. In den ersten Stunden habe ich das Gerät während der Arbeit am Strom gehabt, um den Büroalltag zu simulieren. Dabei fiel mir erneut auf, dass das Gerät auch hier relativ warm wurde. Dies lag jedoch nicht an der CPU-Auslastung, sondern eher am Laden während des Betriebs. Als ich das Stromkabel gekappt hatte, kühlte das LG gram 15 in wenigen Minuten auf eine normale Temperatur herunter.

Die Programmierarbeit lief dann mehr als nur glatt. Das augenschonende Bild erlaubt es, problemlos mehrere Stunden zu arbeiten, ohne das es zu den typischen  Kopfschmerzen kommt. Um die Grenzen des Systems so weit als möglich auszureizen habe ich begonnen, einen 3D-Shooter mit vielen Subprogrammen und 3D Modellierungen in Unity zu entwickeln.  Das alles hat aber nicht gereicht, um den Laptop auch nur ansatzweise ins Stocken zu bringen.

Dazu kommt, dass das Tastaturlayout wie gemacht für diese Art von Arbeit ist. Die STRG-Taste befindet sich dabei in der unteren linken Ecke – das ist nicht bei allen Laptops der Fall. Außerdem sind die F-NUMMER-Tasten standardmäßig aktiviert und man muss nicht jedes Mal umgreifen, um den Code mit F5 zu kompilieren.

Der einzige Nachteil der sonst sehr gut aufgeteilten Tastatur, sind die etwas kleinen Pfeiltasten. Diese verwende ich persönlich jedoch eher selten. Eines der wichtigsten Features für mich an jedem Laptop ist das NUM-Pad. Dieses ist einfach umzuschalten und lässt sich wunderbar bedienen. Das ist leider nicht bei jedem 15 Zoll Laptop der Fall.

Auch beim alltäglichen Arbeiten in Word oder Excel glänzt das gram 15. Die angenehm leise Tastatur sorgt für ein gutes Tipp-Erlebnis. Die integrierte Tastaturbeleuchtung ermöglicht auch die Arbeit am frühen Morgen oder späten Abend, wenn man so in seine Arbeit vertieft ist, dass man vergisst, das Licht anzumachen oder man halt Strom sparen will. Um auch bei Videokonferenzen oder beim Homeschooling perfekt auszusehen, ist eine HD Frontkamera verbaut. Gerade in Zeiten noch nicht ausgestandenen Coronas ist dies unabdingbar, weil eben viele Mitarbeiter noch immer im Home-Office verweilen.

Während des Office-Betriebs hielt der Akku nun bis zu 12 Stunden. Ein Arbeitstag ist also locker mit einer Batterieladung machbar. Ich gehe davon aus, dass weitere Aufladungen hier eine noch größere Kapazität ermöglichen und dann die von LG beworbene Laufzeit des 80Wh Akkus von bis zu 18,5 Stunden erreicht wird.

Das Arbeiten mit 2 Bildschirmen
Inzwischen Büroalltag ist ein zweiter Monitor für die Mitarbeiter, die viel am Laptop arbeiten. Dafür ist ein HDMI-Anschluss vorgesehen, welcher sogar ein 5K Bild an den Monitor weiter geben kann. Das Anschließen war sehr leicht: Einfach das HDMI-Kabel an beide Geräte anstecken und schon wird der zweite Monitor erkannt. Falls dies nicht der Fall sein sollte, einfach die Tasten Windows + P drücken und die gewünschte Einstellung auswählen. Das parallele Arbeiten an beiden Bildschirmen lief ohne jegliche Wackler oder Auflösungsprobleme reibungslos. An die drei USB 3.0-Anschlüsse lassen sich verschiedenste Peripheriegeräte, wie Tastatur und Maus, verbinden. Zudem ist dann noch Platz für eine Festplatte, einen USB-Stick oder eine Fernbedienung.

Unverkennbarer Sound
Der Klang über die internen Lautsprecher ist schon recht gut und für unterwegs mehr als ausreichend, aber der Sound aus der Lautsprecher-Buchse ist richtig großartig. Wer neben der Arbeit gerne Musik von MP3, Spotify oder Video-Stream hört, genießt einen klaren und vollen Sound. Auch hier habe ich schon andere Laptops erleben „dürfen“, bei denen auf eine gute Sound-Ausgabe nicht viel Wert seitens des Herstellers gelegt wurde. Der gram 15 sticht auch beim Klang aus der breiten Masse nach oben heraus.

Der Outdoor-Hammer
Das Gewicht und die Kompaktheit des Gerätes eignen sich ideal zum Mitnehmen im Rucksack oder der Bürotasche. Somit konnte ich es mir bei dem schönen Wetter im Home-Office auch nicht verkneifen, den LG gram 15 nach draußen zu entführen. Ich hatte jedoch Bedenken, ob ich auf dem Display überhaupt was erkennen kann, zu viele Laptops sind reine Indoor-Rechenknechte, auf deren Bildschirmen bei Sonneneinstrahlung nichts mehr zu erkennen ist. Auch das gram 15 ist nicht vollkommen frei von Spiegelungen, aber hier ist nur die Helligkeit zu erhöhen und dem Arbeiten in freier Natur steht nichts mehr im Wege, getreu dem Motto: Workflow Transformation – die Arbeit ist da, wo ich mich aufhalte. Gerade wer viel unterwegs ist, wird diese Vorzüge genießen.

Best oft the Rest
LG siedelt die gram-Serie im Premium-Segment an. Das Leichtgewicht verfügt daher nicht nur über einen Fingerabdruckscanner zum Einloggen, sondern auch über eine Gesichtserkennung, sowie die Möglichkeit, sich nur über einen physischen Schlüssel wie einen USB-Stick mit einem Hashcode einzuloggen.

All diese Möglichkeiten gibt es für die Leute, die gerne einmal ihr Passwort vergessen. Wenn man jedoch eine dieser Alternativen aktiviert hat, ist diese dann auch als Präferenz gesetzt. Hat man die Gesichtserkennung aktiviert, aber man pflegt jetzt gerade sein Gesicht mit einer Feuchtigkeits- oder Gurkenmaske, funktioniert auch die beste Erkennung nicht. Hier muss man im Login-Bildschirm „weitere Möglichkeiten zur Anmeldung“ auswählen und dann auf „Passwort/Pin“ eingeben, erst dann nimmt das System das Passwort an. Dies finde ich persönlich etwas umständlich, da man es zum Beispiel vom Handy anders gewöhnt ist. Bei einem solchen Laptop geht jedoch die Sicherheit über alles.

Fazit:

Im leider zu kurzen Testzeitraum von nicht ganz 2 Wochen hat mich der gram 15 von LG sehr überzeugt. Die Akkulaufzeit und sein so geringes Gewicht machen ihn zum idealen Office-Rechner, der allen Aufgaben gewachsen ist. Ob man nur ein Office Paket installiert hat oder auch anspruchsvolle Codes schreibt, der Laptop macht immer eine sehr gute Figur. Und diese Figur macht er nicht nur im Büro, auch unterwegs ist das kleine System sofort überall einsatzbereit. Auch für Gelegenheitszocker, die nicht unbedingt die neuesten Games spielen wollen, ist der gram 15 mit seinem Intel-Core i5 Prozessor mehr als nur ausreichend.

Gerade jetzt im anstehenden Sommer erledigt man seine Arbeit doch lieber im Cafe um die Ecke oder noch besser gleich am Strand, statt im muffigen Büro zu sitzen. Und selbst hier muss man keine Angst vor Sand oder anderen Rückständen in der Tastatur oder im Inneren des Gehäuses haben: Die Fertigung nach militärischen Standards machen den gram 15 tauglich für den universellen Einsatz.


Link zur Herstellerseite: LG gram 15





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