Das eigene Heimkino besteht üblicherweise aus einem umfangreichen System mit einem AV-Receiver, zahlreichen Lautsprechern und vor allem meterlangen Kabeln. Während in der Planungsphase der Receiver und die Lautsprecher dabei noch wunderbar ins persönliche Bild passen, schreckt die Verlegung der dazugehörigen Kabel die meisten Interessenten von vornherein ab. Denn dazu gehören für das wohnliche Ambiente auch unsichtbare Kabelkanäle, damit auch optisch alles seine Ordnung hat und keine Flatterleinen quer durch das Wohnzimmer führen.

An dieser Stelle endet dann meistens die Vorfreude auf den Kinoklang zu Hause. Dass es inzwischen kabellose, einfach zu installierende und dabei hervorragend klingende Systeme gibt, ist vielen gar nicht bewusst.

Nach vielen Einzeltests der Denon Home 150 und der Soundbar DHT-S716H bekam ich den Auftrag, mit diesen Komponenten einen umfangreichen Heimkino-Test zu erstellen.

Einrichtung und Betrieb

Der Denon Home 150 ist der kleinste Vertreter der Denon Home Reihe, erhältlich sind obendrein noch der Home 250 und der Home 350. Und dennoch klingt schon dieser zierliche Lautsprecher wie ein großer. Bei einem doch beachtlichen Gewicht von gut 1,7 Kilogramm verfügt der Home 150 über ein 2-Wege-System mit einem 25 Millimeter großen Hochtöner und einem 89 Millimeter großen Tieftöner. Hält man den Denon Home 150 das erste Mal in den Fingern, hat man sofort das gute Gefühl von Wertigkeit. Das liegt neben dem Gewicht auch an der hochwertigen Bespannung mit Stoff, die fast den vollständigen Speaker ummantelt. Einzig auf der Rückseite musste Platz für die Anschlüsse bleiben, auf der Oberseite befinden sich die Bedienelemente mit Touch-Sensor.

Trotz WLAN-Konnektivität befindet sich dort ein Netzwerkeingang, obendrein kann dem Denon Home 150 über Bluetooth, den AUX-Eingang oder auch USB Klang zugeführt werden. Der kleine Lautsprecher verarbeitet dabei ALAC-, FLAC und WAV-Dateien bis zu 192kHz und 24Bit, also hochaufgelöste Musik. Und die kann über die verschiedenen Streaming-Dienste völlig problemlos zugeführt werden. Der Home 150 verarbeitet alle bekannten Streaming-Dienste von Amazon Music, über Spotify bis hin zu Tidal.

Die Einrichtung erfolgt bei Denon-Geräten über die übersichtliche und eingängige HEOS-App. Im Gegensatz zu einigen anderen Installationen über andere Apps, die ich bereits durchführen durfte, ist HEOS ein echter Genuss. Jeder einzelne Schritt wird auch dem technisch eher unbedarften Anwender sauber erklärt, die Denon Home 150 ist tatsächlich innerhalb weniger Minuten mit dem Netzwerk verbunden und nach dem inzwischen üblichen Update einsatzbereit. Leider geht es das nicht ohne die Einrichtung eines HEOS-Kontos.

Unter dem Menüpunkt Musik in der App werden dann alle verfügbaren Streaming-Dienste eingeblendet, hier wählt man dann seinen entsprechenden Anbieter, meldet sich an und schon steht dem Genuss seiner Songs nichts mehr im Wege. Gelungen ist hier die Bedienung. Hat man sein Smartphone oder Tablet nicht zur Hand, leuchtet das Touchfeld erst bei Annährung auf. Sichtbar werden dann die Playtaste, sowie die Lautstärkeregelung. Das ist hier besser gelöst als bei Yamaha und den MusicCast 20 oder 50, da hier das Feld beleuchtet ist und man so auch bei schlechten Lichtverhältnissen Tasten erkennen kann. Zusätzlich gibt es drei Felder, mit denen persönliche Einstellungen zur Wahl einer bestimmten Quelle gespeichert werden können.

überraschend kompletter Klang

Der Anbieter meiner Wahl ist Tidal in der HiFi-Auflösung und hier überrascht mich dann tatsächlich der für eine so kleine Box dynamische Bass. Schon allein die Wiedergabe des ersten Songs meiner Singer/Songwriter-Playlist I want you to love me von Fiona Apple ist für einen so einen kompakten Lautsprecher erstaunlich vollständig. Gerade das begleitende Klavier mit den vielen tiefen Tönen ist ein echtes Vergnügen. Jede angeschlagene Saite vibriert förmlich mit erkennbaren Konturen und das hatte ich bei diesen kompakten Abmaßen kaum erwartet. Allerdings dürfte der Hochtöner bei der Stimmwiedergabe für mich persönlich etwas detailreicher sein, aber das wird wahrscheinlich nur audiophilen Hörern auffallen, die sich intensiv mit Musik beschäftigen. Dieser erste Eindruck bestätigt sich auch mit Bishop Briggs und dem Song Champion. Aber gut, der Denon Home 150 ist ein kleiner Lautsprecher und mit Sicherheit nicht für die großen Konzerte im ausladenden Wohnzimmer konzipiert.

Weiter geht es mit dem Klassiker schlechthin, jeder hier zum Test eingesandte Lautsprecher muss sich früher oder später mit AC/DC und Highway to Hell auseinandersetzen und sich Angus Young und Bon Scott stellen. Der Song startet bekanntermaßen mit der so großartigen Lead-Gitarre, kurz darauf setzt die so prägnante Stimme ein. Auch hier ist der kleine Denon Home 150 voll bei der Sache, auch wenn man dem Lautsprecher hier wieder sein geringes Volumen anmerkt. Und dennoch klingt die kleine Box richtig gut, auch bei den harten Tönen hängt sich die Home 150 richtig rein. Wer gerne ein wenig mehr Persönlichkeit in seinen Songs hätte, findet einen kleinen Equalizer zur Justierung von Höhen und Tiefen.

aus 1 mach 2 mach Stereo und noch mehr

Aufgrund des einwandfreien Klangs der Home 150 ist eine Box die optimale Lösung für die Musik „nebenbei“. Wer gerne im Home-Office oder bei der Küchenarbeit im Hintergrund beschallt wird, hat hier definitiv seinen Spaß. Aber es geht natürlich immer besser. Deswegen hat man mir auch gleich zwei der Lautsprecher übersandt, es wird also Zeit, hier ein kleines Stereo-System einzurichten.

Auch hier ist wieder die HEOS-App am Start. Identisch zum ersten Lautsprecher wird nun auch das zweite Gerät ins heimische Netzwerk eingebunden. Nach der Vergabe eines passenden Namens zur Unterscheidung der beiden Lautsprecher und dem auch hier anstehenden Update ist die Installation abgeschlossen. Das HEOS-Konto wird beim zweiten Gerät nicht mehr abgefragt, jetzt stehen zwei identische Lautsprecher zur Verfügung. Ist schon mit nur einem Denon Home 150 die volle Mobilität gegeben, so beginnt echtes Multiroom erst mit einem zweiten Lautsprecher.

Um beide Geräte miteinander zu gruppieren reicht es, in der App einen Lautsprecher einfach über den anderen zu ziehen, schon steht das Stereo-System. Und dessen Klang ist augenblicklich um so vieles gehaltvoller. Für einen ersten Test habe ich beide Denon Home 150 auf dem Schreibtisch neben dem Monitor platziert. Mit Einbindung des zweiten Speakers ergibt sich augenblicklich eine breite Bühne, der Klang erklingt nun nicht mehr nur auf einer Seite sondern scheint mittig aus dem Bildschirm zu springen.

Aber es geht durch die einfache Umstellung der beiden Speaker noch so viel mehr. So kann man zum Beispiel Gerät Nr.1 in der Küche laufen lassen, während Gerät Nr.2 im Badezimmer steht. So hat man seine Playlist zwischen Kaffee zubereiten und Zähne putzen stets im Ohr. Ist einer der beiden Lautsprecher per Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet gekoppelt und sind beide Lautsprecher gruppiert, so funktioniert das zeitgleiche Abspielen auch mit dem Lieblings-Internet-Radiosender auf beiden Denon Home 150 gleichzeitig. So verpasst man dann zwischen Küche und Bad auch die wichtigen Verkehrsnachrichten nicht mehr.

Man kann es – wie ich zu diesem Test – auch vollständig übertreiben. Ich wollte wissen, ob meine Idee funktioniert und startete bei nicht gruppierten Lautsprechern auf der Home 150 Nr. 1 eine Spotify-Playlist und gleichzeitig vom gleichen Smartphone auf Speaker Nr. 2 eine Playlist von Tidal. Auch das funktioniert völlig ohne Probleme. Wenn also die Kids in ihrem Zimmer gerne ihr Hörspiel hören wollen, kann man trotzdem noch seiner eigenen Playlist lauschen. Die HEOS-App behandelt beide Geräte getrennt voneinander, auf jedem der Speaker läuft selbst vom gleichen Smartphone eine andere Playlist.
Wenn es tatsächlich etwas zu bemängeln gibt, dann dass man das Trennen der beiden Lautsprecher nicht bei laufender Musik durchführen sollte. Regelmäßig verlor die App dann die Verbindung zu einem der beiden Speaker, so dass dieser dann vom Strom getrennt werden musste, um sich danach neu ins Netzwerk einzubinden.

Aber so schön die Denon Home 150 auch einzeln und miteinander funktionieren, die an mich gestellte Aufgabe war, ein Heimkino mit der Soundbar DHT-S716H aufzubauen, bei dem die beiden kleinen Lautsprecher als Surround-Speaker fungieren.



Design und Technik

Ich hatte vor einiger Zeit schon die kleinere Denon DHT-S516H zum Test und war von dieser schon wirklich angetan. Nun steht hier die große DHT-S716H und diese soll meinem Philips-TV zu einem besseren Ton verhelfen. Dass dies funktioniert, steht bei den dort verbauten, internen Lautsprechern außer Frage. Die Kooperation zwischen Philips und Bowers & Wilkins startete erst im Jahr darauf. Daher bietet sich der beim Bild einwandfreie, aber beim Sound schwächelnde 55POS9002 immer wieder für den Test hochwertiger Soundbars an.

Beim Design gleichen sich beide Soundbar-System wie ein Ei dem anderen. Auf Anhieb auffällig sind das geschwungene Design und die vollständige Stoffbespannung an der Front der Soundbar. Aber auch an den Kanten entspricht die DHT-S716H nicht dem Üblichen. Sechs Kanten eigefasst in einem Rahmen in Anthrazit und das asymmetrische Design geben der Soundbar ein unverkennbares Äußeres. Die einzigen Bedienelemente befinden sich auf der rechten Seite, mehr als laut, leise und mute finden sich aber auch hier nicht.

Die Rückseite ist durchdacht, alle Anschlüsse versammeln sich nebeneinander, so dass auch bei der Wandmontage nur ein Kabelkanal nötig ist. Ausgestattet ist die DHT-S716H mit vier HDMI-Eingängen, so dass hier reichlich Zuspieler von TV-Decoder bis hin zur Spielkonsole Platz finden. Der TV wird entweder über den ARC-fähigen HDMI-Ausgang oder über den optischen Eingang verbunden. Der Vorteil bei HDMI liegt in der CEC-Steuerung, so dass beim Einschalten des TV auch die Soundbar automatisch dazugeschaltet wird. Mit den Maßen von 1100 x 72 x 148 Millimetern passt die Soundbar vor jeden TV.

Dazu kommen ein koaxialer Digital-, ein AUX-, ein USB- und ein Netzwerkeingang. Ebenfalls auf der Rückseite befinden sich zwei Bassreflexöffnungen.  Für den sofortigen Genuss sind sämtliche Kabel im Lieferumfang enthalten. Für die Wandmontage beigelegt sind zwei Halterungen und eine Bohrschablone, so dass lästiges und fehlerhaftes Ausmessen entfällt. Ebenfalls vorhanden ist eine kleine Fernbedienung, die aber in Sachen Aussehen und Ausstattung aber nicht an den Rest des Systems heranreicht.

Was nützt das edelste Design, wenn die Soundbar nicht der ihr zugedachten Aufgabe nachkommt, nämlich den perfekten Filmsound darzustellen? Denon hat die DHT-S716H mit den wichtigsten Soundfähigkeiten ausgestattet, Dolby Digital, Dolby Digital Plus und DTS-HD Master sind dabei und liefern so das bestmögliche Klangbild. Inzwischen eigentlich Standard, aber leider nicht integriert sind Decoder für die Höhenkanäle, Dolby Atmos und DTS:X sucht man als anspruchsvoller Anwender vergebens. Bei der Soundbar handelt es sich um 3.0 System mit insgesamt 9 Treibern, über deren technische Fähigkeiten hüllt aber Denon den Mantel des Schweigens.

Einrichtung über die HEOS-App

Wie schon die Denon Home 150 wird auch die Soundbar DHT-S716H über die HEOS-App eingerichtet. Die Installation unterscheidet sich nicht von den Lautsprechern, so dass hier keine Überraschungen lauern. Allerdings fragt die App bei der Einrichtung einige Soundbar-spezifische Dinge ab, darunter wie der TV mit der Soundbar verbunden ist und ob die bereits vorhandenen Denon Home 150 Lautsprecher sofort als Surround-Speaker eingebunden werden sollen. Da ich die Soundbar erst einmal pur hören will, verschiebe ich die Gruppierung aller Denon-Geräte auf später.

Klang bei Musik

Im Einzelbetrieb ist die DHT-S716H also eine klassische 3.0 Soundbar, für den entsprechenden Klang sorgen die beiden Modi Movie oder Music. Auch die DHT-S716H ist mit allem ausgestattet, was zum Musik-Streaming im Netzwerk oder auch die Verbindung über Bluetooth notwendig ist. Wie schon bei den beiden Lautsprechern stehen in der HEOS-App alle großen Anbieter zur Verfügung. Gerade weil ich durch mein persönliches Heimkino mit den großartigen Yamaha Soavo als Standlautsprechern für die HiFi-Wiedergabe entsetzlich verwöhnt bin, stehe ich Soundbars bei Musik erst einmal skeptisch gegenüber. Aber wie ich es bereits beim Test der kleineren Schwester DHT-S516H erfahren durfte, weiß auch die große Soundbar auf Anhieb zu gefallen.

Um einen Vergleich zu den beiden Denon Home 150 zu erhalten, wiederhole ich alle Songs meiner Playlists, die ich bereits auf den beiden Lautsprechern angehört habe. Angefangen bei Fiona Apple über Bishop Briggs bis hin zu AC/DC spiele ich die Songs erneut und lasse sie abwechselnd auf meiner eigenen Anlage, den Home 150 und der Soundbar DHT-S716H laufen, um einen akustischen Vergleich ziehen zu können. Und der fällt überzeugend aus. Schwächeln die kleinen 150 an manchen Stellen im Hochtonbereich, so liefert die Soundbar hier einen transparenten und durchgängig klaren Klang ab. Auch ohne einen Subwoofer, ist auch die Tieftonwiedergabe überzeugend. Bässe und Schlagzeug sind sehr präzise und dynamisch.

Aufgrund der Breite von 1,10 Meter baut sich eine vollständige Bühne vor dem Hörer auf, die aber tatsächlich am besten nur in Kopfhöhe klingt. Eine Soundbar ist für die Platzierung vor dem TV ausgelegt, da spielt sie ihre Stärke aus und die liegt darin, einen harmonischen Klang auf das Sofa vor dem TV zu liefern. Steht man jedoch auf und steht vielleicht auch noch ohne ausreichenden Abstand zur Soundbar, fehlt dieser die Höhe. Das ist aber kein Problem der Denon, sondern ein generelles Problem bei flachen Soundbars. Deswegen genießt man Musik über eine Soundbar immer direkt davor.

und Action – so geht Filmkulisse

Um die Soundbar endlich mit dem richtigen Film-Klang zu füttern, ist Action angesagt. Wie bei jedem Filmfan ist dafür Netflix das Maß der Dinge, also starte ich nach langer Zeit mal wieder Suicide Squad. Auch wenn der Film nicht zu meinen persönlichen Highlights gehört, so ist unter allen bisherigen Schauspielern, die bisher den Joker verkörpert haben – angefangen bei Jack Nicholson über Heath Ledger und Joaquin Phoenix – Jared Leto einfach derjenige, der diese Rolle am besten verkörpert. So habe ich mir den Joker seit meiner Kindheit in den Comics immer vorgestellt.
Mit Margot Robbie als Harley Quinn an seiner Seite, ergibt sich hier das wohl durchgeknallteste Duo der Filmgeschichte, auch wenn dem Joker nur eine Nebenrolle zugewiesen ist. Und dennoch wurde Jared Leto wohl von allen anderen Schauspielern in den Drehpausen gemieden, weil er sich scheinbar zu sehr mit seiner Rolle identifizierte.

Selten wurden die Bösewichter des DC-Universums so menschlich und nicht klischeehaft dargestellt, auch wenn die eigentlichen Schurken hier als Superhelden fungieren. Den Reiz dieser Verfilmung macht für mich der stete Wechsel zwischen Action und Dialogen aus. In einer Szene gibt es den Dialog zwischen Deadshot und dem Aufseher, Sekunden später schießt Will Smith zahlreiche Kugeln auf die immer gleichen Stelle von Blechfiguren, bis das Metall nachgibt und die Geschosse ein Loch hindurchbrennen. Gerade diese Kulisse der verschiedenen Waffentypen und -Kaliber, dem stetigen Schießen und dem Einschlag der Kugeln auf dem Metall, stellt die DHT-S716H auch bei hohen Pegeln sehr detailreich und kraftvoll dar.

Zwischenzeitliche Action in den Straßen und das zugegeben nicht besonders einfallsreiche Finale sorgen immer wieder für ein akustisches Feuerwerk. Hier bricht Stein oder zerspringt in hohen Tönen Glas, dort schlagen Geschosse in das Blech abgestellter Fahrzeuge und in zu Monstren mutierte Ex-Soldaten ein, nur im nächsten Moment wieder von einem klar verständlichen Dialog zweier Protagonisten abgelöst zu werden. Auch ohne Subwoofer werden wie schon bei der Musik tiefe Töne exakt und dynamisch dargestellt, das 3.0 System leistet erstklassige Arbeit. Aber erst mit Surround-Boxen wird aus Action auch Raumklang.

aus 3.0 wird 5.0 – Einbindung der beiden Denon Home 150 ins System

Konnte ich bisher die beiden Denon Home 150 zu einer kleinen Stereo-Gruppe zusammenführen, wird jetzt in Verbindung mit der DHT-S716H ein vollständiges Heimkino-System eingerichtet. Dazu wird der erste der beiden Lautsprecher einfach in der App im Bereich Räume in die Soundbar gezogen. Sofort erscheint die Frage, ob der entsprechende Lautsprecher als Surround-Lautsprecher genutzt oder ob Soundbar und Box nur gruppiert werden sollen? Da ich nun Raumklang haben möchte, entscheide ich mich für Surround und ich kann entscheiden, welchen der beiden Speaker ich als linke und rechte Surround-Box nutzen möchte. Einige wenige Fingertipps später steht das vollständige 5.0 System.

Ein Heimkino mit zahlreichen Lautsprechern lebt von einem den Hörer einnehmenden Klang. Aber es sind eben nicht die brachialen Action-Szenen, die ein Mehrkanal-System ausmachen, es sind die leisen und eher unscheinbaren Geräusche, die eine normale Szene zu etwas Besonderem machen. Auch bei Suicide Squad waren es genau diese beiden Szenen, die mir verdeutlichten, dass auch der Klang im eigenen Wohnzimmer von diesen Umgebungsgeräuschen lebt.

Als Will Smith Metallfiguren nur über die Soundbar durchlöchert, ist der Sound schon großartig. Perfekt wird er aber erst mit den beiden Surround-Speakern. Denn jetzt donnern die Pistolen und Gewehre je nach Kamera-Einstellung vor oder hinter dem Hörer. Wird Will Smith eingeblendet, schmettern die Waffen über die DHT-S716H von vorn, schwenkt das Bild auf die Figuren um, erklingen die Schüsse hinter dem Zuschauer. Man steht scheinbar mitten im Geschehen auf dem Schießplatz zwischen Will Smith und den Zielen. Hinzu kommt bei dieser Einstellung auch die Musik, die dann über beide hinteren Lautsprecher in Stereo aufspielt.

Kurz danach kommt es zu einem Dialog in einem Büro zwischen der Leiterin des Einsatzteams Amanda Waller und dem Kommandeur Rick Flag. Während die Soundbar hier den Dialog darstellt, entlädt sich im Hintergrund über die beiden Denon Home 150 ein Gewitter und Wachhunde bellen. Obendrein kreist ein Hubschrauber über dem Gelände, man kann hören, wie hier ein Lautsprecher nach dem anderen einsetzt. Der akustische Eindruck eines im Wohnzimmer umherfliegenden Hubschraubers ist nahezu perfekt.

All diese unscheinbaren Nebengeräusche gehen ohne die Surround-Lautsprecher einfach hinter dem Gespräch unter, hier hingegen werden sie bewusst wahrgenommen. Es sind immer diese ganz kurzen Eindrücke, die das ganz große Kino ausmachen. In den großen Action-Szenen erwartet man als Zuschauer und Zuhörer eine brachiale Soundkulisse, aber erst die leisen Töne machen das Kino komplett. Selbstverständlich lassen sich die beiden Denon Home 150 nach dem Kino wieder von der DHT-S716H lösen, so dass hier dann wieder einzelne Lautsprecher zur Verfügung stehen oder erneut zu einer beliebigen Gruppe zusammengeführt werden können.

Gaming

Was für das Heimkino gilt, funktioniert selbstverständlich auch mit dem Gaming. Ich habe für diesen Beitrag zahlreiche Runden in DIRT 5 gedreht, bin über Eis und durch Schlamm gerast, habe Gegner mal mehr, mal weniger unabsichtlich gerammt und habe mich einige Male überschlagen. Und immer war der Sound großartig und perfekt zur entsprechenden Situation passend.

Gerade wenn sich aufgrund des dynamischen Wetters die Strecke von staubigen Schotter in weichen Matsch verwandelt und die Reifen verzweifelt um Bodenhaftung kämpfen, ist das komplette System auch in seinem Element. Hinter mir röhrt der Motor eines Kontrahenten und ich kann auch ohne Rückspiegel zuordnen, auf welcher Seite der zum Überholmanöver ansetzt. Der Sound ist bei DIRT 5 wirklich gut gelungen, die Denon Lautsprecher sind auch beim Gaming durchgängig dabei.

Fazit:

Der Vorteil eines solchen Systems gegenüber einem klassischen Heimkino liegt nach diesem Test klar auf der Hand. Es ist die vollkommen kabellose Flexibilität in der Aufstellung und Gruppierung aller verfügbaren Lautsprecher.

Heute hätte ich die Denon Home 150 gerne im Büro und dem Garten eingesetzt, morgen möchte ich sie gemeinsam als Surround-Lautsprecher hinter der Soundbar DHT-S716H einbinden, um den Film-Abend akustisch komplett zu machen und übermorgen brauche ich beide als Stereo-Paar für den Genuss meiner Musik-Playlist. Alles ist nur wenige Fingertipps in der App entfernt.

Sowohl die Denon Home 150, als auch die Soundbar DHT-S716H haben hier im Test einen einwandfreien Eindruck hinterlassen. Das beginnt bei der großartigen Optik und sauberen Verarbeitung aller Komponenten und setzt sich fort mit einem Klang, der sowohl für die kleinen Lautsprecher als auch für die Soundbar dynamisch und pegelfest ist.

Obwohl es sich bei der Soundbar um ein System ohne Subwoofer handelt, sind auch die tiefen Töne einwandfrei. Wer hier mehr möchte, bindet ebenso kabellos einen drahtlosen Sub ein und erstellt sich so ein vollkommes kabelloses 5.1 System.



Link zu den Produkten: Denon Home 150DHT-S716H







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