Hardwaretest: devolo Access Point One – beginnt dort, wo das Kabel endet

Wenn wir uns mal genau umschauen, liegt Deutschland im europäischen Vergleich beim Ausbau des Breitband-Internets abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Dabei liegen wir selbst hinter Nationen wie Estland, Ungarn oder Rumänien zurück.  Ich selbst wohne am Stadtrand von Berlin in Brandenburg und habe tatsächlich erst vor wenigen Jahren meine 1000er DSL-Leitung gegen einen magenta-farbenen Zugang mit 50.000 Mbit/s tauschen können. Bereits wenige Kilometer weiter ins Landesinnere ist damit aber schon wieder Schluss.

Wer jedoch eine dicke Leitung hat, möchte die auch entsprechend nutzen. Jeder Kühlschrank oder Haartrockner hat heute einen Zugang ins Netz, in einem normalen Haushalt nutzt die gesamte Familie Internet für das Streamen von Filmen, für Videospiele oder schlicht das Surfen. So kommen ganz schnell einige Geräte zusammen, die sich die Leitung teilen. Das an sich ist kein Problem, schwierig wird es jedoch, wenn das I-Net schon im eigenen Haushalt durch bauliche Gegebenheiten an seine Grenzen stößt.

Nun gibt es Mesh-, oder dLan-Systeme, die das Signal verteilen und damit das Surfen auch im letzten Raum möglich machen. Leider funktionieren diese Lösungen aber auch nicht überall zufriedenstellend. Als eine der ersten Maßnahmen nach dem Einzug in meinen Palast bohrte ich Löcher durch Wände, um mir ein Netzwerkkabel in die obere Etage zu legen. Über einen Switch konnte ich dann meine Spielkonsolen anschließen. WLAN aber gab es kaum. Ja, man könnte mit dem Kabelsalat leben, aber um wie viel einfacher wäre es, auch in bisher vom Netz abgeschnittenen Räumen WLAN zu haben? Ich könnte endlich auch in der oberen Etage einen meiner Lautsprecher aufstellen, der Musik nur kabellos empfängt.

Die Firma devolo ist seit Jahren dafür bekannt, Internet per dLan über die Steckdose auch innerhalb der eigenen vier Wände dahin zu bringen, wo bisher kein Zugang möglich war. Nun bringt das Unternehmen mit dem Access Point One einen WLAN-Hotspot auf den Markt, welches an ein bestehendes Netzwerkkabel angeschlossen wird und von dort wireless LAN verteilt.

Der Access Point One verfügt über 6 Antennen im Inneren, die für eine starke Abdeckung im im 5-GHz und 2,4 GHz Band sorgen. Das Gerät stellt Highspeed-WLAN mit bis zu 1.733 Mbit/s per WLAN ac und mit bis zu 300 Mbit/s per WLAN n zur Verfügung. Somit ist es für alle Arten mobiler Endgeräte nutzbar. Die Einrichtung ist devolo-typisch eine Sache weniger Minuten. Eine gut bebilderte Anleitung lässt keinen Spielraum für Fehler bei der Einrichtung.

Und es gibt sogar zwei Möglichkeiten, den Access Point One zu nutzen:
Entweder erhalten die Endgeräte das Passwort des Hot-Spots oder aber man übernimmt per Druck auf die WPS-Taste des Routers das bereits bestehende Netz. So entfällt die Einrichtung neuer Zugangsdaten auf Handy oder anderen Geräten.

Ich teste beide Installationen und beginne mit der klassischen Einrichtung, d.h. der Access Point One wird an den Netzstecker und das Netzwerkkabel gehangen und auf dem Smartphone wird der neue Netzwerkschlüssel eingeben. Dieser befindet sich gut lesbar auf der Rückseite des Gerätes. Um zu schauen, wie viel Leistung tatsächlich ab dem Hot-Spot zur Verfügung steht, messe ich zuerst den Wert am Router und dann an dem Ort, wo der Access Point One demnächst seinen Dienst verrichten wird.

Die Downloadgeschwindigkeit beträgt direkt am Router 46,5 Mbps, am zukünftigen Aufstellort des Access Point noch 39,6 Mbps und im letzten Winkel der Wohnung nur noch 6,9 Mbps. Aber genau hier verlangt das Kind nach WLAN für das Smartphone und Netflix. Zeit also, auch Internet in genau diese Ecke zu bringen.

Mit wenigen Handgriffen ist der Access Point One aufgestellt, innerhalb von ein paar Augenblicken ist er einsatzbereit – der Moment der Wahrheit. Selbstverständlich sind Messwerte immer abhängig von äußeren Faktoren, aber hier waren die Werte fast durchgängig so gut wie identisch. Am Router selbst wurden nun 42,7 Mbps gemessen und am ehemals vom Internet abgeschnittenen Raum sind es nun sogar 35,1 Mbps statt der bisher lächerlichen 6,9 Mbps. Mit diesen Werten ist nun auch das Streamen von Filmen unterbrechungsfrei in bester Qualität möglich.

Wer keine Lust hat, auf ein zweites Netzwerk zuzugreifen, der synchronisiert einfach alle Daten des bestehenden Heimnetzwerkes mit dem Access Point One. Statt also den WiFi-Key des One in jedes Gerät zu tippen, das den Zugangspunkt nutzt, stellt man mit einem längeren Druck auf die Verbindungstaste und der WPS-Taste des Routers einfach einen WiFi-Clone her, der die Zugangsdaten des heimischen Netzwerkes übernimmt.

 

Fazit:

Der devolo Access Point One ist ein hilfreiches kleines Gerät. Wo das Netzwerkkabel endet, beginnt der Job des Access Point. Damit wird das Gerät dort eingesetzt, wo zwar eine Netzwerkdose oder ein Netzwerkkabel liegen, aber eben bisher kein WLAN möglich war.

Die Einrichtung ist wirklich auch für den Laien innerhalb kürzester Zeit zu bewerkstelligen, Plug and Play ist hier Programm und kein Hexenwerk. Das Design ist bereits vom devolo GigaGate bekannt und dieses fügt sich nahtlos und unauffällig in jeden Raum ein. LED-Leuchten vermitteln jederzeit den Status des Access Point.

Für einen Preis von nur 99,- Euro, um WLAN in die letzten Ecken zu bringen, wo bisher kein Signal ankam, dabei eine Einrichtung ohne Aufwand, ist der devolo Access Point One die günstige Alternative zu eher aufwändigen Mesh- oder dLAN-Systemen.

 

Link zur Herstellerseite: devolo Access Point One

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