Hardwaretest: Audio Technica ATH-SPORT7TW – Musik beim Workout

Mit den ATH-SPORT7TW bringt Audio Technica ein Paar In-Ears auf den Markt, die speziell auf die Bedürfnisse des sportlichen Teils der Bevölkerung ausgerichtet sind. Es gibt kein Kabel, das die beiden Kopfhörer miteinander verbindet, um maximale Bewegungsfreiheit zu garantieren. Sie sind durch IPX5 Zertifizierung sowohl schweiß- als auch wetterresistent und können nach dem Benutzen sogar unter fließend Wasser abgewaschen werden.

Der verbaute Lithium Ionen Akku garantiert 3,5 Stunden Laufzeit, das mitgelieferte Ladecase beinhaltet einen Akku, der nochmal zusätzliche 14 Stunden Laufzeit ermöglicht. Der zuschaltbare „Hear-Through“ Modus ermöglicht das Wahrnehmen von Umgebungsgeräuschen, wenn die Kopfhörer draußen benutzt werden.

Der komplette Lieferumfang beinhaltet, abgesehen von den Kopfhörern und dem Ladecase, noch ein USB-Ladekabel, Silikon-Ohrstöpsel in den Größen XS/S/M/L, Ohrstöpsel-Adapter in gleichen Größen und ein Paar schweißresistente, weiche Comply-Memoryschaum-Sportaufsätze in Größe M. Gerade letzere sind nicht selbstverständlich und müssen sonst optional erworben werden. Eine Bedienungsanleitung in Deutsch liegt leider nicht bei, diese kann aber auf der Internetseite von Audio Technica heruntergeladen werden.

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Als erstes kommen die ATH-SPORT7TW bei einem intensiven Dance Aerobic Workout zum Einsatz. Bevor es aber losgeht, müssen die In-Ears mit dem Smartphone per Bluetooth gekoppelt werden. Dies funktioniert sowohl mit, als auch ohne App von Audio Technica einfach und problemlos. Die Steuerung ist bei den ersten Malen etwas kompliziert, weshalb ich oft die App benutzt habe, da hier nochmal ein kleiner Quickguide zur Bedienung über die Touchsensoren der Kopfhörer integriert ist.

Und trotz des Quick-Guides fand ich die Bedienung anfangs gewöhnungsbedürftig, allerdings kommt man damit klar, je länger man seine Kopfhörer trägt.
Tippt man einmal auf die linke Seite, soll dies die Lautstärke erhöhen, zweimaliges tippen reduziert die Lautstärke. Tippt man allerdings ein kleines bisschen zu lange, schaltet sich der Hear-Trough Modus an bzw. aus. Möchte man die Lautstärke etwas verringern, tippt aber nicht schnell genug hintereinander, registriert das Gerät es als einzelne Berührungen und dreht die Lautstärke nach oben, was unter Umständen recht unangenehm sein kann. Hier ist also ein wenig Übung gefragt.

Die Bedienung auf der rechten Seite ist ähnlich aufgebaut. Eine Berührung stoppt oder startet die Wiedergabe, zwei Berührungen überspringen bei der Musikwiedergabe einen Titel und dreimaliges tippen springt einen Titel zurück. Mit einer längeren Berührung aktiviert sich die Sprachsteuerung. Telefonieren ist dank eingebautem Mikro ebenfalls möglich. Eine Berührung auf der rechten Seite nimmt den Anruf an und eine längere Berührung beendet ihn, zwei Berührungen weisen einen Anruf ab.

Der Tragekomfort der Kopfhörer ist ausgezeichnet. Voraussetzung ist aber hier, dass man sich beim Einsetzen der In-Ears an die Anleitung des Produkts hält, die vorsieht, dass die Geräte auf eine spezielle Weise ins Ohr gedreht werden. Steckt man sie einfach nur normal ins Ohr, verliert man schnell einen der Kopfhörer. Bei einen Workout zu Hause oder im Gym mag das nicht so tragisch sein, nimmt man die Kopfhörer aber mit nach draußen zum Joggen, ist es recht nervig, wenn die In-Ears rutschen oder man diese sogar verliert. Für optimalen Halt ist es ebenfalls wichtig, dass man die richtigen Ohrstöpsel und die entsprechenden Adapter auswählt. Hier muss jeder für sich ein wenig probieren, welcher Stöpsel der richtige ist.

Optisch sind die Kopfhörer – wie so ziemlich alle kabellosen Bluetooth In-Ears – nicht unbedingt ein Hingucker. Die Stecker stehen recht weit aus den Ohren raus und es schaut ein wenig so aus, als hätte man sich einen schwarzen Lego Stein ins Ohr gesteckt. Da man selbst es beim Tragen aber nicht sieht, ist dieser Punkt für mich persönlich nicht gravierend.

Der Klang der ATH-SPORT7TW ist ohne jegliche Beanstandung. Ich habe sowohl Rock als auch elektronische Musik mit ihnen gehört und wurde bei beidem durch kraftvollen Klang angetrieben, das Training tatsächlich bis zum Schluss durchzuhalten. Musik kann so motivierend sein, wenn der Körper nach einer Pause ruft. Wie viele In-Ears sind auch die ATH-SPORT7TW ein wenig basslastiger ausgelegt, aber gerade beim Sport ist dies hilfreich. Wenn die Bässe pumpen neigt man dazu, sich noch ein wenig mehr zu verausgaben.

Da ich meine Workouts ausschließlich drinnen absolviert habe, bin ich mit den In-Ears in der Berliner U-Bahn unterwegs gewesen und habe sie zum Einkaufen mitgenommen, um den Hear-Through Modus zu testen. Die Intensität der Umgebungsgeräusche lässt sich über die kostenlose Connect App von Audio Technica regeln. Es gibt hier drei Stufen, in denen Geräusche durchgelassen werden. Mit der Stufe „high“ habe ich begonnen und hier nur dumpfes Gemurmel von anderen Fahrgästen wahrgenommen. Auf der mittleren Stufe waren schon einzelne Wörter oder Satzfetzen zu hören und auf Stufe „low“ konnte ich sowohl die Gespräche der Leute, als auch die Ansagen in der Bahn gut verstehen. Meine Musik war trotzdem gut hörbar und wurde nicht von den Geräuschen um mich rum dominiert.

Auf der Straße waren herannahende Autos sowie klingelnde Radfahrer ebenfalls rechtzeitig zu hören. Und damit hat der Hear-Through Modus seine Aufgabe perfekt gelöst. Man kommt eben nicht mehr in gefährliche Situationen, weil man seine Umgebung nicht mehr wahrnehmen kann.

Ein kleines Manko konnte ich allerdings feststellen, sobald es windig draußen war. Kam der Wind von vorne, übertönte er sämtliche Musik. Zum Test habe ich hier den Hear-Through Modus abgeschaltet, wodurch sich das Windgeräusch verringerte und ich meine Musik wieder gut verstehen konnte.

Die versprochene Laufzeit von 3,5 Stunden halten die ATH-SPORT7TW auf jeden Fall ein. Sollte das Training etwas länger gedauert und die Kopfhörer sich gemeldet haben, dass der Akku zur Neige geht, ist das Dank des Ladecase kein Problem. Schon nach einer Ladezeit von 10 Minuten in der Ladeschale kann man wieder für knapp 45 Minuten Musik hören. Somit kann man die In-Ears ganz einfach für den nach-Hause-Weg wieder aufladen, während man unter der Dusche ist und sich umzieht. Ein kompletter Ladezyklus dauert etwa 2 Stunden. Durch verschiedenfarbige LEDs an der Vorderseite des Case wird angezeigt, wann der Ladevorgang abgeschlossen ist. Ist das Ladecase leer, dauert es hier nur etwa 3 Stunden, bis es wieder einsatzbereit ist.

Fazit:

Der Eindruck des Audio Technica ATH-SPORT7TW ist trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten bei der Bedienung durchweg positiv. Auch bei bewegungsreichen Workouts sitzen die beiden Stöpsel sicher im Ohr und liefern einen tollen Klang, mit dem jedes Training gleich noch mehr Spaß macht.

Der Hear-Through Modus garantiert bei der Nutzung im Freien Sicherheit, da Umgebungsgeräusche wahrgenommen werden können, ohne dabei auf Musik verzichten zu müssen. Die Akkulaufzeit ist auch für intensivere Trainings ausreichend und kann durch das Ladecase und die Schnellladefunktion leicht verlängert werden. Dazu kommt, dass sie durch die IPX5 Zertifizierung auch bei Regen problemlos draußen genutzt bzw. nach einem schweißtreibenden Training ohne Probleme mit Wasser gereinigt werden können.

Mit knapp 200€ sind diese In-Ear Kopfhörer zwar schon im höheren Preissegment angesiedelt, aber diese Investition lohnt sich auf jeden Fall, wenn man auf seine Musik beim Sport nicht verzichten mag.

 

Link zur Herstellerseite: Audio Technica ATH-SPORT7TW

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2 Gedanken zu „Hardwaretest: Audio Technica ATH-SPORT7TW – Musik beim Workout“

  1. Hallo Zusammen. Ich bin Brillenträger und spiele mit dem Gedanken, mir neue In Ear Kopfhörer zu kaufen.
    Merkt man die „in ears“ als Brillenträger bzw ist ein Druck spürbar?

    Danke euch,

    1. Hallöchen Quandoz,

      Ich bin ebenfalls Brillenträgerin und habe beim Test der In-Ears keine Probleme damit gehabt 🙂 Es war ein sehr angenehmes Tragegefühl ohne Beeinträchtigungen

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