Cities Skylines – Xbox One X – Langzeittest, Tipps und Tricks und Logiklöcher

Simulationen fesseln seit Anbeginn der Videospiele. Die Realität so nah wie möglich in einem Spiel abzubilden, fasziniert Menschen, solange es Computer und Konsolen gibt. Nicht umsonst war EAs Sim-Reihe jahrelang so erfolgreich oder sind es scheinbare Nischentitel wie der Landwirtschaftssimulator noch heute. Die erste echte Städtebausimulation hieß Sim City und war das Maß der Dinge. Nirgendwo sonst konnte man sich seine Stadt den eigenen Vorstellungen entsprechend errichten. Und dann kam Cities Skylines …

Bereits im März 2015 für den PC veröffentlicht erfreut sich das Spiel seitdem einer ungebrochenen Beliebtheit. Mit einer unglaublichen Liebe zum Detail gelang es dem Studio Colossal Order das Genre von Grund auf neu zu erfinden. Ihr wählt aus verschiedenen Landschaften eine aus und beginnt mit einfachen Straßen eine erste Infrastruktur zu errichten. Ihr legt fest, was Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiet werden soll, sorgt für Strom und Wasser und schon strömen die ersten Einwohner in die Stadt.

Kurz darauf werden die ersten Sims krank, also werden Arztpraxen gebaut, die Kids müssen in die Schule, ihr benötigt Polizei und Feuerwehr. Mit wachsender Einwohnerzahl schalten sich neue Straßen und Gebäude frei. Aus einer simplen zweispurigen Straße wird so im Laufe der Zeit eine sechsspurige oder eine mit Busspur oder Bäumen. So weit, so Sim City. Aber erst jetzt beginnt das Spiel seinen vollen Reiz zu entfalten. Denn Straßen bauen und Sims beim Häuserbau zusehen kann jeder.

Und so haben die Entwickler schon im Grundspiel ohne jede Erweiterung für zahlreiche Anreize gesorgt. Einzigartige Gebäude schalten sich erst mit dem Lösen bestimmter Aufgaben frei. Diese wiederum schalten viel später im Spiel Monumente frei. So erhaltet ihr den Krankenhausplatz erst, wenn der Gesundheitszustand der Bevölkerung auf unter 20% sinkt. Die Kunst ist nun dafür zu sorgen, dass die Bürger nun zwar krank sind, aber nicht in Scharen die Stadt verlassen. Habt ihr aber den Krankenhausplatz und einige andere Gebäude erspielt, erhaltet ihr zur Belohnung das Medizinische Zentrum. Ab diesem Moment könnt ihr sämtlich Arztpraxen und Krankenhäuser abreißen, weil  sich die ganze Stadt durch dieses Monument  ab sofort einer blendenden Gesundheit erfreut.

Selbstverständlich müsst ihr die gesamte Zeit über eure Einnahmen und Ausgaben kontrollieren, denn umsonst ist auch in Cities Skylines nichts. Ihr verwaltet das Budget für Strom, Wasser, Gesundheit, Polizei und etliches anderes und kümmert euch um die Steuereinnahmen. Macht ihr alles richtig, wächst und gedeiht eure Stadt, im anderen Fall meldet ihr Konkurs an. Griechenland lässt grüßen.

Unterschied Xbox One und PC

Die Version für die Xbox One erschien im April 2017, also 2 Jahre nach der PC-Version. Während im Laufe der Zeit für den PC zahlreiche Erweiterungen und Mods erschienen, hängt die Xbox Version hier noch um einiges hinterher. Allerdings war man so nett, die Erweiterung After Dark sofort in die Konsolenversion zu integrieren. Diese sorgt für einen Tag-/Nacht-Zyklus, der aber nicht nur optischer Natur ist, sondern auch einen gewaltigen wirtschaftlichen Einfluss hat. Wie das funktioniert, erläutere ich später.

Zusätzliche Erweiterungen wie Snowfall und Natural Disasters sind jetzt ebenfalls für die Xbox One als kostenpflichtiger Download verfügbar. Snowfall sorgt für winterliches Chaos in eurer Stadt, so dass ihr Schneepflüge zum Einsatz bringen müsst. Obendrein gibt es eine Straßenbahn als neues Transportmittel. Natural Disasters ist etwas für stressrresistente Spielernaturen, denn eure Stadt wird fortan von Naturkatastrophen wie Hurricanes, Überflutungen und sogar Meteoriten-Einschlägen heimgesucht. Ihr müsst also ein Frühwarnsystem errichten und danach die Folgen der Katastrophe beseitigen. Obendrein gibt es Szenarien, die gespielt werden können.

Die meiner Meinung wichtigste Erweiterung Mass Traffic ist jedoch für die Xbox bisher noch nicht in Sicht. Während PC-Spieler mit wenigen Handgriffen den Verkehr regulieren können, stehen die Xbox Sims weiterhin im Stau. Da nützt auch der vom Spiel empfohlene Kreisverkehr an einer Autobahnabfahrt nichts. Abfahrten an Industriegebieten sind und bleiben bis zur Einführung von Mass Traffic Knotenpunkte, die ihr nur mit zusätzlichen Straßen versuchen könnt, einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Der Start

Ich spiele die Xbox Version seit Beginn des Jahres und habe seitdem zahlreiche Städte gebaut und brutal in den Sand gesetzt. Sei es durch amateurhafte Fehlplanung, wirtschaftliches Missmanagement oder auch, weil ich alle Gebäude freischalten wollte. Es ist eben schwer, auch einem simulierten Menschen eine Kriminalitätsrate von über 50% zu vermitteln, nur um ein einzigartiges Gebäude zu erspielen. Das schauen die sich auch nur eine Weile an und ziehen dann weiter.

Wollt ihr also alle Gebäude und Monumente erspielen, steht euch ein langer, bisweilen holpriger Weg bevor.  Aber es lohnt sich! Denn läuft das Monument Kernfusionskraftwerk erst einmal, könnt ihr alle anderen Kraftwerke abreißen. Die Stadt wird sauberer und ihr spart Unmengen an Kosten für den Betrieb von Kohle- oder Ölkraftwerken.

Man kann als Anfänger in Cities Skylines also kaum einen Plan erstellen, weil die Möglichkeiten des Spiels sich erst im Laufe der Zeit wirklich vollständig erschließen. Dennoch sollten einige Dinge beachtet werden. Die Sims brauchen nicht nur Platz zum Leben, sondern auch zum Arbeiten. Schaut also in das Menü und kontrolliert, an welchen Stellen natürliche Vorkommen liegen oder es fruchtbares Ackerland gibt. Plant somit, eure Industrie möglichst früh an diese Orte zu verlegen und sorgt für gute Erreichbarkeit.

Die Stadt braucht Wasser und muss Abwasser entsorgen. Ihr solltet euch zu Beginn also eine Karte mit fließendem Wasser aussuchen. Am oberen Ende stehen die Wasserpumpen zur Versorgung der Stadt, am unteren Ende wird das Abwasser abgepumpt, weil ansonsten die Sims an ihrer eigenen Gülle erkranken.

Lasst euch Zeit! Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden, eure Stadt wird das ebenfalls nicht schaffen. Auch wenn die Einwohner nach Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten rufen, schaut euch in Ruhe an, wo ihr welches Gebiet errichten wollt. Am Anfang wird es unmöglich sein, mit den wenigen verfügbaren Mitteln weit voneinander entfernte Gebiete zu bauen, aber ihr könnt ein Industriegebiet neben einem Wohngebiet später abreißen und an anderer Stelle neu errichten. Schaut zu, wie sich euer Einkommen vermehrt, ihr werdet es später brauchen. Nichts ist ärgerlicher einen Bereich mit Strom versorgen zu müssen, aber kein Geld für die Errichtung eines Windrades zu haben.

Bedürfnisse der Einwohner

Eure Stadt wächst und die Einwohner kommen in Scharen? Perfekt! Aber leider ist das meistens eben nicht der Fall. Ihr habt Gebiete festgelegt, aber niemand baut? Die Einwohner verschwinden ohne ersichtlichen Grund? Ihr seid dauerhaft pleite und kommt gerade so über die Runden? Willkommen in Cities Skylines!

Denn wie im echten Leben haben auch die Bewohner eurer kleinen Stadt Bedürfnisse, die unbedingt befriedigt werden wollen. Am Anfang kommen Einwohner einfach so, weil da eben an einer Autobahnabfahrt eine neue Stadt errichtet wurde. Später steigen aber die Ansprüche und der Zuwachs stagniert oder noch schlimmer, die Einwohner verschwinden wieder. Dabei ist es ganz einfach, einen kleinen Sim glücklich zu machen.

Baut jeden zweiten Block einen Park, einen Spielplatz oder einen Platz. Viele kleine Smileys zeigen, dass ihr Bewohner glücklich gemacht habt. Gleiches gilt für Polizei, Feuerwehr, Müllabfuhr, Arztpraxen, Friedhöfe und Krematorien. Die Gebäude drumherum erleben einen baldigen Stufenaufstieg und ihr erhaltet mehr Steuern. Zusätzlich steigt der Bodenrichtwert und neue Einwohner kommen hinzu. Gleichzeitig senkt ihr die Feuergefahr und die Kriminalitäts- und Krankheitsrate.

Ebenso müsst ihr die Bildung eurer Einwohner im Auge haben. Wie viele Kinder leben in der Stadt und wie viele Plätze bieten eure Schulen? Einer der schwierigsten Erfolge im Spiel ist wohl der Triumphbogen. Dieser benötigt 15.000 Grundschüler in der Stadt. Sorgt also für Bildung, damit die Gewerbe- und Bürogebiete ausreichend kluge Arbeiter erhalten. Die Einwohner klagen über Lärmbelästigung? Baut Straßen mit Bäumen, statt Betonwüsten.

Ob Gebiete entsprechend sicher sind, ob ihr genug Bildung oder Freizeitmöglichkeiten anbietet, erfahrt ihr immer über das Menü. Ist ein Bereich rot, fehlt es an etwas. Reißt also lieber ein Wohnhaus ab und stellt einen Spielplatz auf.

Demografischer Wandel

Und auf einmal sind da ganz viele Totenköpfe und eure Einwohner sterben weg wie die sprichwörtlichen Fliegen? Keine Sorge, das ist vollkommen normal, weil eben auch eure Sims älter werden und sterben. Dies gehört zu den Dingen in Cities Skylines, die ihr zwar nicht ändern, aber dennoch ein wenig beeinflussen könnt.

Meistens ziehen viele Sims gleichzeitig in ein Gebiet eurer Stadt. Das wiederum heißt, alle werden gemeinsam alt und sterben eben fast gemeinsam. Dies passiert im Schnitt alle 3 Jahre im Spiel. Um dem Einwohnerschwund entgegen zu wirken, gibt es einige kleine Möglichkeiten. Baut also große Gebiete nicht zum gleichen Zeitpunkt, so verhindert ihr einen Massenexodus in der Stadt. Bietet lieber alle paar Monate ein Gebiet hier und dort an. So verteilt sich die Sterberate über einen längeren Zeitraum.

Tote fangen irgendwann an zu riechen, das ist Natur. Sorgt schon im Vorfeld für ausreichend Krematorien, verteilt über die ganze Stadt. Die können auch problemlos in einem Wohngebiet stehen! Erhöht bei einer Sterberate das Budget der Gesundheitsvorsorge auf mindestens 100%. Je schneller Tote abtransportiert werden, desto kurzfristiger können neue Einwohner zuziehen. Verlassene Gebäude werden so schneller wieder bewohnt. Sorgt obendrein für eine Mischung aus dicht und gering besiedelten Gebieten. Gerade in den gering besiedelten Gebieten wohnen Familien und es gibt mehr Nachwuchs. Auch damit haltet ihr den unvermeidlichen demografischen Wandel in einem erträglichen Rahmen.

Verkehr und Öffentlicher Personennahverkehr

Eure Sims wollen immer irgendwo von A nach B. Dazu nutzen sie das eigene Auto. Die Folge ist ein Verkehrschaos an jeder halbwegs belebten Kreuzung. Baut also beizeiten die ersten Buslinien und sorgt dafür, dass eure Einwohner die eigenen Autos stehen lassen. Hat die Stadt eine gewisse Größe erreicht, plant sogfältig und baut dann eure erste U-Bahn Linie. Vorher speichern ist immer ein guter Plan!

An einigen Stellen führen Bahnstrecken durch eure Karte. Baut hier einen Bahnhof an eurem Gebiet und sorgt so dafür, dass Menschen aus anderen Städten in eure Stadt kommen. Anfangs liegen diese Bahnhöfe recht weit am Rand der Karte, baut ihr aber irgendwann eigene Zugstrecken innerhalb eurer Stadt, könnt ihr eure selbstgebauten Strecken mit denen der KI verbinden. So erreichen ab dann nicht nur die roten Züge von außerhalb eure selbsterrichteten Bahnhöfe, ihr könnt jetzt auch Güterzugbahnhöfe mitten in die Stadt setzen und die entsprechenden Züge von außerhalb fahren auch diese an.

Zugegeben ist die Planung von Bus-, Zug- und U-Bahn-Linien nicht ganz einfach, aber es lohnt sich zumindest aus verkehrstechnischer Sicht. Eine Zugverbindung kann anfangs aus nur zwei Bahnhöfen bestehen, bei denen der Zug hin- und herpendelt, wichtig ist, dass etwas rollt. Erweitern könnt ihr später immer noch.

Chaos lässt sich in der Xbox-Version trotz bester Planung in und an Industriegebieten nicht verhindern. LKW und Trecker rollen ununterbrochen und so jagt ein Stau den nächsten. Ich habe aber in Ermangelung der Erweiterung Mass Traffic halbwegs gute Erfahrungen mit Kreisverkehren gemacht. Platziert einen Kreisverkehr direkt an einer Autobahnauffahrt und lasst maximal drei Straßen davon abgehen. So verteilt sich der Verkehr einigermaßen, dies gilt allerdings nicht für Einfahrten in Indurtriegebiete. Dort herrscht immer Stau. Mit diesem Manko werden Konsolenspieler bis zur Veröffentlichung der Verkehrs-Erweiterung wohl leben müssen, so sie denn hoffentlich geplant ist?

Wirtschaft mit der Erweiterung After Dark

Ohne Moos nix los. Was im echten Leben gilt, hat auch in der Simulation seine Berechtigung. Auf der einen Seite stehen die Einnahmen. Einwohner und Gebiete bringen Steuereinnahmen, je mehr Einwohner und je höher die Gebäudestufen, desto größer sind die Einnahmen. Auf der anderen Seite kostet alles Geld, was ihr in Cities Skylines errichtet. Der vielbeschriebene Tourismus bringt trotz zahlreicher für Touristen konzipierter Gebäude so gut wie gar nichts, er ist bei den Einnahmen vollständig zu vernachlässigen! Gleiches gilt für euren Öffentlichen Nahverkehr. Busse, Züge und U-Bahnen kosten ein Vermögen, generieren aber so gut wie keine Einnahmen.

Auf der anderen Seite stehen die Ausgaben. Strom, Wasser, Parks – einfach alles kostet. Gerade die Müllbeseitigung und das Gesundheitswesen kosten Unsummen. Hier gilt es also, ordentlich zu kalkulieren und spätestens bei den Finanzen werden die Monumente unglaublich wichtig. Habt ihr das Medizinische Zentrum erspielt, könnt ihr alle Arztpraxen und Krankenhäuser einreißen,  gleiches gilt für den Hadron Collider. Steht dieser, sind alle Bürger der Stadt mit Bildung versorgt und ihr könnt alle Schulen und Universitäten abreißen. Das spart unglaubliche Kosten ein.

Und jetzt macht auch die Erweiterung After Dark Sinn. Denn diese dient eben nicht nur der Optik mit herrlichen Lichteffekten, sondern auch der Wirtschaft. Denn schaut man mal in das Menü zum Budget, findet man dort den Modus, das Budget für Tag und Nacht getrennt voneinander einstellen zu können. Kostet euch also eure Stadt mehr, als ihr an Steuern einnehmen könnt, dann aktiviert den Tag-/Nacht-Zyklus und setzt in der Nacht alles Budget bis auf Wasser und Polizei auf 50% runter. Ausnahme ist hier der demografische Wandel mit hoher Sterberate. Sollte dies der Fall sein, lasst ihr auch das Gesundheitswesen bei 100%, damit die Leichenwagen auch bei Nacht rollen. Ihr könnt zwar nachts schlechter bauen und neue Straßen anlegen, aber ihr verdient in der Nacht viel mehr, als ihr am Tag ausgebt.

Fehler und Logiklöcher

Wo Licht ist, ist auch Schatten und das gilt im diesem Fall nicht nur für den Tag-/Nacht-Zyklus. Auch wenn die Entwickler auf jedes noch so winzige Detail geachtet haben, so sind doch einige Dinge fehlerhaft und schlimmer noch, sie machen keinen Sinn.

Da wäre als erstes Polizei und Feuerwehr im Einsatz zu nennen. Warum stehen diese mit Blaulicht an einer roten Ampel oder reihen sich beim Fahren ordentlich hinter allen anderen, normalen Fahrzeugen ein? Das Haus brennt und der Löschwagen steht um die Ecke und kommt nicht vorwärts, weil die Ampel rotes Licht zeigt. Und warum die Feuerwehr einen Einsatz als beendet ansieht, weil ein Haus gelöscht ist, während das danebenstehende weiter vor sich hin brennt, bleibt mir ein Rätsel? Weiterhin haben es die Entwickler offenbar seit der PC-Version nicht in den Griff bekommen, dass Löschfahrzeuge quer durch die ganz Stadt rasen, obwohl direkt um die Ecke ein Haus in Flammen steht.

Aber damit kann ich umgehen. Was ich jedoch nicht verstehe, ist mein aktuelles Spiel. Ich habe jedes einzelne einzigartige Gebäude und Monument freigespielt, ich habe ein funktionierendes Netz an Öffentlichem Nahverkehr, mein Bodenrichtwert ist über die gesamte Karte im vollständigen grünen Bereich und damit am absoluten Maximum,  alle Bewohner sind bei fast 100% Glückseligkeit und dennoch verschwinden im Zyklus von 18 Monaten Einwohner, um in den darauffolgenden 18 Monaten wieder hinzuzuziehen. Es werden keine Gebiete mehr verlangt, dennoch bauen Einwohner neue Wohnhäuser in dicht besiedelten Wohngebieten, obwohl die Einwohnerzahl weiterhin sinkt.
Wie also besiedeln immer weniger Einwohner immer mehr Häuser?

Meine Einwohnerzahl schwankt also seit dem Spieljahr 2056 zwischen 180.000 und 220.000. Pünktlich beim Erreichen einer dieser Marken sinkt oder steigt die Zahl der Bewohner, nur um 18 Monate später diesen Vorgang wieder umzukehren. Platz zum Bauen ist genug vorhanden, Gebiete sind ordentlich verteilt und auch die Mischung zwischen dicht und gering besiedelten Gebieten ist vernünftig. Ich bin jetzt mit der aktuellen Stadt im Spieljahr 2079, das heißt, ich habe die Stadt 60 Jahre am Laufen, aber dieser vollkommen unverständliche Wandel in der Anzahl der Bewohner vermiest mir jetzt langsam den Spielspaß. Auch die Steuern auf das Minimum zu senken bringt keine Besserung. Selbst der geringste Steuersatz interessiert die Sims offenbar nicht.

Sollte also jemand eine Idee haben, bitte her damit!

 

Fazit:

Cities Skylines ist das vermutlich umfangreichste Spiel, das ich jemals auf einer Konsole gespielt habe. Selten hat mich ein Titel über einen dermaßen langen Zeitraum an die Konsole gefesselt. Jedes Detail ist so stimmig, jeder einzelne Einwohner hat einen Namen und eine Tätigkeit, man kann Stunden damit zubringen, eine neue U-Bahn-Linie zu planen und seinen Zügen und Bussen beim Befördern von Menschen zuzusehen.

Sollten Colossal Order und Paradox nun noch Mass Traffic als Erweiterung bringen, um endlich den Verkehr in den Griff zu bekommen, dann wäre diese Simulation annähernd perfekt – und das auf einer für Simulationen untauglich geltenden Konsole!

Alles könnte so schön sein, wäre  da nicht mein Problem mit der schwankenden Einwohnerzahl, für die ich keine Erklärung mehr habe. Und solange sich daran nichts ändert, werde ich weder Snowfall noch Natural Disasters als DLC erwerben. Schade, aber eine Naturkatastrophe mit vollständig besiedelter Stadt macht einfach mehr Spaß, als bei einer, in der sich die Einwohner ohnehin gerade im Zustand der Auflösung befinden. Deswegen gibt es auch einen Punkt Abzug in der Gesamtwertung.

 

 

 

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