Ich hatte in diesem Jahr drei der aktuellen LG-Gaming-Monitore in der Redaktion, die ich alle auf ihre Tauglichkeit in Sachen neuer Konsolen von Microsoft und Sony testen konnte. Da waren der 27GN800 als das preiswerteste Display dieses Trios, es folgte der 27GN950 als Multi-Talent in der gehobenen Mittelklasse und im August durfte ich als eine der ersten Redaktionen in Deutschland den ersten LG-Monitor mit HDMI 2.1 testen. Der 27GP950 ist damit speziell auf die aktuellen Konsolen ausgerichtet, wobei hier die Xbox Series X|S mit VRR und ALLM der PS5 noch um Längen voraus ist.

Was alle Monitore gemeinsam auszeichnet, ist das so typische UltraGear Design. Dazu kommt die Steuerung über den bewährten Joystick, der im unteren Rand des Bildschirms untergebracht ist. So stören keinerlei Buttons die Optik, alle Bildschirme verfügen damit über ein schlankes und schlichtes Aussehen. Die Unterschiede zwischen den drei getesteten Modellen führe ich hier noch einmal in komprimierter Form auf, so dass interessierte Spieler das für sich passende Modell herausfiltern können. Obendrein werden noch einmal alle Links zum Testbeitrag und zu LG aufgeführt.

27GN800der Einsteiger

Der 27GN800 richtet sich an den preisbewussten Spieler, denn mit nur momentan aufgerufenen 349,-€ ist das Display zwar preiswert, aber dennoch technisch mit fast allem ausgestattet, was man zum Zocken benötigt. Das TFT-LCD Aktiv Matrix Display bietet eine QHD-Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln und hat eine Helligkeit von 350cd/m2. Allerdings verfügt der Bildschirm weder über eine Höhenverstellung, noch über Lautsprecher, was dem Spielspaß jedoch keinen Abbruch tut. Wie alle getesteten LG-Displays beherrscht auch der 27GN800 eine Reaktionszeit von 1 Millisekunde (GtG). Trotz des überschaubaren Preises bietet LG hier schon HDR10 und sRGB, wobei gerade für Konsolenspiele HDR10 mit seinem breiten Farbraum von 1,073 Milliarden Farben für ein besonderes Erlebnis sorgt. Gerade HDR – High Dynamic Range – macht den Unterschied. Normaler, auf einem Display dargestellter Inhalt hat beim Kontrast eine Farbtiefe von 8 Bit, HDR10 kann aber ungefähr viermal so viele Helligkeitsstufen darstellen.

Wer den Monitor allerdings auch für den Arbeitsalltag nutzen möchte und entweder mit Code oder langen Texten arbeiten muss, wird obendrein die Pivot-Funktion zum Drehen des Displays vermissen. Das matte und damit so gut wie spiegelfreie Display stammt ausnahmsweise nicht von LG selbst, sondern wird außer Haus von BOE gefertigt.

Link zum Test: LG 27GN800

Link zum Hersteller: LG 27GN800

27GN950 – der Eine für alles

Der 27GN950 ist das Multi-Talent unter den drei getesteten Monitoren. Denn neben seinen Gaming-Fähigkeiten kann man an diesem Display auch uneingeschränkt seinen Büro-Alltag erledigen. Dafür sorgen Höhenverstellung und Pivot-Funktion. Im Gegensatz zum kleinen 27GN800 kommt hier jetzt auch das Sphere Lightning 2.0 zum Einsatz, welches sogar einen Sound-Sync-Modus bietet, bei dem sich die Beleuchtung dem Klang anpasst. Auch dieser Monitor verzichtet auf interne Lautsprecher.

Das Display selbst ist ebenfalls ein TFT-LCD Aktiv Matrix Display, bietet allerdings eine UHD-Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten und einer Helligkeit von 400cd/m2. Durch den geringeren Pixel-Pitch von nur 0,1557 x 0,1557 Millimetern ergibt sich eine noch schärfere Darstellung als schon beim 27GN800. Auch der 27GN950 bietet mit HDR10 und sRGB allerbeste Voraussetzungen für das Gaming. Wie alle anderen Modelle verfügt auch der 27GN950 über 1 Millisekunde Reaktionszeit am Display-Port. Da aber Konsolen über HDMI angeschlossen werden, ist auch hier eine geringe Latenz notwendig, um in schnellen Spielen eine Chance zu haben. Und diese ist hier vollständig gegeben. Zahlreiche Tricks gelingen wieder, ohne dass der Gegner diese Aktion unterbrechen kann. Endlich war wieder die Bewegung im Game, die ich lange Zeit beim Spielen über den TV vermisst hatte.

Link zum Test: LG 27GN950

Link zum Hersteller: LG 27GN950

27GP950 – High-End Konsolen-Gaming mit HDMI 2.1

Der 27GP950 ist der Monitor für Konsolenspieler. Auch dieses Display ist ein TFT-LCD Aktiv Matrix Display, allerdings mit weißem LED-Backlight, die Helligkeit liegt bei 600cd/m2. Die Darstellung erfolgt ebenfalls in 4K mit 3840 x 2160 Bildpunkten. Die Nano-IPS-Technologie unterstützt die Wiedergabe von lebendigen Farben, die gerade für das Gaming so wichtig sind, VESA DisplayHDR™ 600 sorgt gleichzeitig für einen dynamischen Kontrast. Spieler können obendrein zwischen verschiedenen Modi für die Darstellung ihres Games auswählen. Das Spehere Lightning erfährt hier noch einmal eine Erweiterung mit dem Video-Modus, bei dem sich die im Hintergrund dargestellte Farbe der auf dem Bildschirm anpasst.

Den großen Unterschied macht jedoch HDMI 2.1. Dieser Standard ist zwar bereits seit November 2017 durch das HDMI-Konsortium zertifiziert, bekannt wird er aber erst seit Kurzem durch den Einsatz in aktuellen Bildschirmen zur Darstellung von 4K mit 120 Hz Bildwiederholungsrate oder 8K mit 60 Hz Rate. Gerade die Xbox Series X|S ist hier klar im Vorteil, da sie mit 4K/120, VRR und ALLM die Standards beherrscht, die die neue Konsolen-Generation auszeichnet. Gerade VRR ist für viele Spieler das Maß der Dinge, um das Zerreißen des dargestellten Bildes während des Games zu verhindern. In diesem Modus kommunizieren Bildschirm und Konsole ständig miteinander, so dass das Display nur die gerade benötigten Bilder darstellt. ALLM, welches automatisch in den Gaming-Modus eines TV schaltet, um eine möglichst geringe Latenz zu gewährleisten, spielt am 27GP950 keine Rolle, da der Monitor ohnehin auf minimalste Verzögerungen ausgelegt ist.

Auch wenn das Display damit natürlich unterfordert ist, kann man auch alltägliche Dinge wie Office oder Videos erledigen und genießen. Höhenverstellung und Pivot-Funktion sind hier ebenso verbaut wie schon beim 27GN950. Aber wer will das schon an einem echten Gaming-Monitor? Unter dem Strich steht ein nahezu perfektes Display auch und gerade für Konsolenspieler.

Link zum Test: LG 27GP950

Link zum Hersteller: LG 27GP950







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