Yamaha MusicCast – jeder kann mit jedem

Es war einmal vor langer Zeit, da war es das Höchste der Gefühle, eine sündhaft teure Stereo-Anlage sein eigen zu nennen. Diese war meist im Wohnzimmer platziert und turmhohe Boxen nahmen immens viel Platz ein. In Küche und Badezimmer dudelte zusätzlich ein Mono-Kofferradio und der Nachwuchs vergnügte sich mit einem Ghetto-Blaster im handlichen Samsonite-Rollkoffer-Format.

Heute kommt Musik vom Smartphone, Tablet, PC und gelegentlich noch direkt von der CD. Und sie muss in jedem Raum verfügbar sein. Der Trend geht also weg von der stationären Aufstellung eines Systems im Wohnzimmer, hin zu den überall verfügbaren Multiroom-Systemen. Musik wird gestreamt und soll da zur Verfügung stehen, wo sich der Nutzer gerade aufhält. Sonos hat eine Entwicklung angeschoben, die nun von weiteren Herstellern fortgeführt wird. Auch Yamaha hat den Markt lange sondiert und steigt nun nach einem ersten Versuch 2003 wieder mit ein. Die Premiere von MusicCast erfolgt in wenigen Tagen auf der IFA.

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Dabei ist MusicCast von der ersten bis zur letzten Komponente durchdacht – in Qualität als auch in Quantität. Denn zum Start im Oktober diesen Jahres stehen gleich 23 neue, multiroomfähige Produkte zur Verfügung. Man deckt mit HiFi-Verstärkern, Boxen, Soundbars und AV-Receivern gleich einmal das gesamte Sortiment ab. Es ist also nicht davon auszugehen, dass Yamaha hier erneut einen Versuchsballon startet, sondern dass man ab sofort mittendrin, statt nur dabei ist.

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Das System funktioniert dabei simpler, als es auf den ersten Blick ausschaut. MusicCast fähige Geräte werden ins Netzwerk eingebunden, gesteuert wird das vollständige System über eine App. Dabei spielt es keine Rolle, von welcher Quelle die Musik kommt. Egal ob vom Smartphone über Airplay, vom USB-Stick oder von einem ins Netz integrierten NAS-Laufwerk oder auch von Streaming Diensten wie Spotify oder Napster – jeder kann mit jedem.

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Dabei fungieren alle MusicCast Module auch als Access Point. Sie dienen gleichzeitig sowohl als Empfänger, sowie auch als Sender. So leiten Komponenten Signale an Orte weiter, an denen WLAN sonst nur schwer erreichbar wäre. Und damit man als Kunde nicht überlegen muss, was man nun mit seinem Boxensystem eines anderen Herstellers macht, hat Yamaha auch dafür eine Lösung. Denn jedes MusicCast Modul verfügt über eine offene Bluetooth-Schnittstelle, die auch das Einbinden von Geräten anderer Hersteller möglich macht.

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Die Möglichkeiten sein Heim zukünftig mit Musik zu versorgen sind fast grenzenlos. Es spielt einfach keine Rolle mehr, welches Medium die Musik zur Verfügung stellt und welches Modul die empfangen und ausgeben soll. Wenige Fingertipps in der App genügen und schon spielt der Lieblingssong nicht mehr nur im Wohnzimmer, sondern auch im Garten und im Arbeitszimmer.

Yamaha hat sich mit dem Thema Multiroom ausreichend Zeit gelassen, um jetzt den Markt komplett von hinten aufzurollen. Alles wirkt auf Anhieb durchdacht, denn nicht nur das Einbinden von Komponenten anderer Hersteller hebt das System von anderen ab, sondern auch, dass bisherige AV-Verstärker mit einem Update MusicCast fähig gemacht werden. Wer also bereits einen Yamaha Receiver oberhalb des RX-V479 besitzt, ist schon jetzt für die Zukunft gerüstet.

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