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Xbox One: Der zweijährige Weg zu einer „richtigen“ Konsole

Die Messlatte lag enorm hoch. Wer eine Xbox 360 sein eigen nannte, wusste die Annehmlichkeiten der Konsole zu schätzen. Außer coolen High-Definition Games wartete die Konsole mit einem konkurrenzlos guten Party-Chat auf, der Spieler weltweit mit ein paar einfachen Knopfdrücken auf dem hochgelobten ergonomischen Controller verbinden konnte. Xbox One: Der zweijährige Weg zu einer „richtigen“ Konsole weiterlesen

Hardwaretest: AOC g2460Pqu – schneller Gaming-Monitor nicht nur für den PC

aoc_g2460pqu_teaser_220x140Wo steht eigentlich geschrieben, dass die Videospielkonsole immer nur an den Flachbild-TV angeschlossen werden muss? Wie oft gibt es zwischenmenschliche Unstimmigkeiten, weil der eine jetzt unbedingt fernsehen möchte und der andere doch noch diesen einen Level zu Ende bringen will oder ausgerechnet jetzt den Endgegner genau da hat, wo er ihn schon immer haben wollte? Und anschließend ewig diese leidigen Diskussionen über einen spieletauglichen Zweitfernseher, für den eigentlich gar kein Platz mehr in der Wohnung vorhanden ist. Die Lösung zur Beibehaltung des häuslichen Friedens ist demnach ein schneller Gaming-Monitor mit HDMI-Anschluss.

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AOC präsentiert mit dem g2460Pqu genau einen solchen Monitor, der nach eigener Werbeaussage „das Herz eines jeden Gamers höher schlagen lässt“. Wir haben an diesem Bildschirm die neue Playstation 4 sowie den Vorgänger PS3, die Wii U und das NeoGeo X getestet, denn alle sind mit HDMI-Anschluss ausgestattet. Nach dem Auspacken gestaltet sich der Aufbau einfach. Am Monitor wird der Standfuss mit vorhandener Flügelmutter befestigt, weiteres Werkzeug ist nicht nötig. Die Höhenverstellung nach dem Aufbau beträgt knappe 13 Zentimeter, der Neigungswinkel beläuft sich von -5 bis 20 Grad und der Drehwinkel beträgt volle 360 Grad.

In erster Linie zielt der Monitor mit der kryptischen Bezeichnung auf die Fraktion der PC-Gamer ab. Die Anschlussmöglichkeiten sind damit reichhaltig. Der g2460Pqu bietet alle benötigten Schnittstellen wie VGA, DVI, DisplayPort und HDMI sowie 4 USB-Anschlüsse, von denen zwei sogar als Schnellladeports dienen. So kann man nebenbei noch das Handy oder andere Geräte aufladen.

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Alle notwendigen Kabel für den sofortigen Anschluss an die Grafikkarte des Rechnenknechts werden mitgeliefert, jedoch liegt kein HDMI-Kabel bei. Dies ist aber zu vernachlässigen, da die aktuellen Konsolen mit einem solchen ausgeliefert werden. Das Design selbst ist klassisch klar strukturiert. Der schmale Rahmen hat durchgängig exakte Spaltmaße, der Look der Frontblende in gebürstetem Aluminium verleiht dem Monitor eine edlere Optik. Da der AOC über ein internes Netzteil verfügt, nimmt der Belüftungsschlitz die gesamte Breite des Bildschirms ein. Dieser ist jedoch nur in der Draufsicht zu erkennen. Sinnvolles Extra ist eine zusätzlich anzubringende Kabelführung, um den guten optischen Eindruck nicht durch lose herunterhängende Kabel zu zerstören.

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Weniger gut gelungen sind allerdings die Icons für das OSD-Menü. Eingeprägte schwarze Symbole auf schwarzem Grund sind einfach schwerer zu erkennen als das aufgesetzte, silberne AOC-Logo. Somit gestaltet sich zumindest die Ersteinrichtung und die Einstellung des Bildschirms an die eigenen Bedürfnisse selbst bei guten Lichtverhältnissen eher schwierig. Bei unzureichender Beleuchtung verkommt die Bildschirmjustierung zumindest anfangs in Unkenntnis der jeweiligen Knopfbelegung zum Try-and-Error, wo sich denn nun welche Funktion verbirgt. Dies ist jedoch noch zu verschmerzen, da man sicherlich nicht regelmäßig seine einmal gemachten Einstellungen verändern wird.

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Alle Buttons für die Eingangsquelle, die Lautstärkeregelung, das On-Screen-Display sowie der Power-Button sind an der Unterseite des Monitors angebracht. Der Druckpunkt ist gut, die Einstellungen lassen sich somit punktgenau vornehmen. Und davon gibt es reichlich. Das OSD besteht aus sechs Menüpunkten, unter denen der Monitor angepasst werden kann. Unter Luminanz werden Helligkeit, Kontrast und Reaktionszeiten geregelt,  das Bild-Setup regelt die Position, Takt, Fokus und Schärfe. Im Menü Farbtemperatur passt man sämtliche Farben manuell an oder wählt aus einem vorgegebenen Setup. Die Bildverstärkung bietet noch einmal Möglichkeiten zur Helligkeitsregulierung und Position, während unter OSD-Konfiguration und Weitere Funktionen grundlegende Einstellungen wie Menüsprache oder Bildverhältnis vorgenommen werden können. Es gibt also reichlich Möglichkeiten, um den AOC g2460Pqu seinen Bedürfnissen entsprechend anzupassen.

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Ein Problem moderner Bildschirme sind dem Design geschuldete und der Bauweise angepasste flache Boxen. Es gibt also so gut wie keinen Resonanzkörper, der Sound stellt sich dementsprechend dünn dar. Der AOC g2460Pqu stellt leider keine Ausnahme dar. Es kommt kaum Bass beim Hörer an, Mitten und Höhen klingen stellenweise kraftlos. Abhilfe schafft hier aber ein PC-Boxensystem mit entsprechendem Subwoofer oder ein Gaming taugliches Headset von Turtle Beach oder einem anderen Anbieter.

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Ein großes Ärgernis sind Displays, die in den spielentscheidenden Situationen spiegeln oder blenden. Das matte Panel des g2460Pqu überzeugt jedoch. Egal ob bei direktem Lichteinfall von hinten oder von der Seite, auffällige Reflektionen gibt es auch in sonnendurchfluteten Räumen nicht. Ebenso störend wie diese sind aber auch helle Lichthöfe, d.h. das Bild wird an einigen Stellen stärker ausgeleuchtet als an anderen. Diese sind zwar vorhanden, aber im Betrieb beim bloßem Betrachten nicht feststellbar. Lediglich bei sehr dunklen Bildern erkennt man bei genauerem Hinsehen eine leicht hellere Darstellung zum Rand hin.

Das Bild bietet in der Frontalansicht gute Kontraste und Farben, auch wenn diese erst mit einigen Einstellungen kräftig dargestellt werden. In den Werkseinstellungen wirken alle Farben viel zu blass. Gelegentlich sitzt man jedoch zu zweit vor dem Monitor. Aufgrund der im Gegensatz zu einem TV geringeren Bildschirmgröße von 24″ ist daher der Betrachtungswinkel ein wichtiger Aspekt. Und hier beginnt der AOC g2460Pqu leider zu schwächeln. Schon ab einem seitlichen Betrachtungswinkel von etwa 30 Grad nimmt der Kontrast ab und das Bild bekommt einen Grauschleier. Bei einem Blickwinkel von unten wird das Bild dunkel, bei der Ansicht von oben wirkt das Bild milchig. Für unseren Test ebenfalls nicht unwichtig war die Änderung des Seitenverhältnisses, denn das NeoGeo X kommt als Remake des NeoGeo AES noch im 4:3 Format daher. Aber auch diese Disziplin beherrscht der Bildschirm, es stehen von 16:9 bis runter zu 4:3 verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

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Der AOC g2460Pqu ist als Gaming-Monitor ausgeschrieben, also sind schnelle Reaktionszeiten ein weiteres wichtiges Kriterium. Dafür bietet das Menü den Punkt OverDrive. Dieser regelt die Reaktionszeiten in fünf Stufen von aus bis stark. Der Monitor stellt bei Spielen an den verschiedenen Konsolen ein durchgängig gutes Bild in allen Helligkeitsbereichen dar. Es gibt keine Nachziehbilder, Ghosting oder Artefakte. Alles läuft flüssig und ohne jegliches Ruckeln über den Bildschirm. Und genau darauf kommt es bei einem Gaming-Monitor in dieser Preisklasse an.

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Fazit:

Nicht jeder hat den Platz für einen Zweitfernseher, um ausgiebig zocken zu können. Der PC ist meist ohnehin vorhanden, warum also nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und sich einen Gaming-Monitor anschaffen, der auch Playstation, Wii U und Xbox One tauglich ist?

Wenn man mit einigen Einschränkungen wie der werksseitig blassen Farbwiedergabe vor der Anpassung an die eigenen Bedürfnisse, dem etwas geringen Betrachtungswinkel und dem bauartbedingt schwachen Sound leben kann, macht der AOC g2460Pqu genau das, was er soll. Er ist ein schneller Gaming-Monitor, der Spiele fehlerfrei darstellt. Von daher ist der Monitor mit Sicherheit eine echte Alternative zum teureren TV.

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Link zur Herstellerseite: AOC g2460Pqu >>>

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weitere Hardwaretests:

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Weihnachtsgedicht zur Xbox One und PS4

xmas_teaser_250x250Der Run auf die neue Konsolengeneration hat begonnen und wer nicht rechtzeitig vorbestellt hatte, schaut diese Weihnachten ganz tief in die Röhre. Denn wie zu jeder neuen Konsolengeneration brannte auch dieses Jahr im wahrsten Sinne der Baum. Angeblich sind bis ins nächste Jahr die Vorbestellungen nicht abzuarbeiten und so wird der eine oder andere seine ganze Hoffnung auf den Weihnachtsmann an Heiligabend setzen. Wer für den Weihnachtsbaum noch ein aktuelles Gedicht benötigt, das die Familie als letzten verzweifelten Versuch werten darf, doch noch eine Konsole unter dem Baum zu finden, kann sich dieses gerne abschreiben und vortragen. Für eventuelle Streitigkeiten oder Tränen danach übernehme ich jedoch keine Haftung 🙂

Xbox One oder doch PS4,
verdammt nochmal, was schenk ich mir?
Will ich Multimedia oder zocken?
Fast egal, denn beide rocken.

Doch Pech gehabt, denk ich ergriffen,
beide sind schon längst vergriffen.
Nicht vorbestellt schon Ende Mai,
geht Weihnacht ohne die vorbei.

Mit etwas Glück im Januar,
sind beide wieder verfügbar.
Doch lange Wartelisten
schicken Spieler auf die Pisten.

Ob Media Markt oder Amazon,
irgendwo, da gibt`s die schon.
Die Hoffnung stirbt jedoch zuletzt,
für dieses Jahr hat`s ausgehetzt.

Nirgendwo gibt es hier,
eine Xbox oder Playse 4.
Greife verzweifelt ich ins Klo
und kaufe doch noch einen DS Zwo?

Bitte lieber Weihnachtsmann,
schaffe eine Xbox ran.
Lieber noch die PS4,
ja die wünsch ich mir von dir.

Dr. Oetker entdeckt die Xbox One

Mit Videospielen lässt sich viel Geld verdienen. Selbst dann, wenn man nicht einmal entfernt etwas mit Videospielen am Hut hat, weil man eigentlich Lebensmittel produziert. Was passiert, wenn sich ein Lebensmittelfabrikant und ein Konsolenhersteller zusammentun, muss man zurzeit auf facebook erfahren. Dr. Oetker hat jetzt tatsächlich einen Pizza-Burger für den Zocker im Sortiment. Damit auch gleich der richtige Anreiz für das neue Fastfood geschaffen wird, verlost man selbstverständlich mehrere Xbox One.

Auf der Dr. Oetker Website >>> heißt es tatsächlich (Zitat): „Gleichzeitig essen & zocken? Jetzt seid ihr eurem Traum ganz nah – mit dem neuen Pizzaburger von Dr. Oetker und der neuen Xbox One.“ Sorry Herr Doktor, aber ich habe noch nie davon geträumt, beim Zocken zu essen. Davon abgesehen, dass man mit einer Hand nicht wirklich ein Pad bedienen kann, sind fettige Fingerabdrücke auf demselben einfach ekelhaft. Obendrein kleckern Krümel und Belag auf Sofa und Klamotten. Gegessen wird zumindest bei mir noch immer am Tisch. Auf echten Tellern! Man kann den Eindruck gewinnen, dass das Marketinggenie, welches obigen Satz verfasst hat, noch nie ein Videospiel gespielt hat?

Das Gewinnspiel läuft bis zum 19.12.2013, so erwartet den Spieler mit Sicherheit im neuen Dashboard neben der Sky-Go-App auch eine Dr. Oetker-App. Ich freu mich drauf! Vielleicht gibt es demnächst dann auch den Playstation-Pudding oder die Wii U-Götterspeise? Der anstehenden Fettleibigkeit steht jetzt zumindest ein Problem weniger gegenüber.

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XBOX ONE TOUR – Xbox One schon vorab angespielt

xbox_one_teaser_220x140Die offizielle Xbox One Tour ist gestartet und ich durfte Microsofts neue Gelddruckmaschine schon vorab in Berlin als einer der Ersten anspielen. Nachdem die Präsentation der Xbox One einen Sturm der Entrüstung und Enttäuschung entfachte, haben sich die Wogen zwischenzeitlich ein wenig geglättet. Nun setzt Microsoft alles daran, den Spieler doch von den Qualitäten seines neuen Flaggschiffs zu überzeugen.

Gibt die Konsole nur noch wenig Anlass zur Kritik, quengelte der geneigte Spieler dann, dass es kein neues Halo zum Launch geben wird. Stattdessen springt man einige tausend Jahre in der Zeitrechnung zurück und präsentiert mit Ryse: Son of Rome einen Titel, der im antiken Rom angesiedelt ist. Kaum hatte man sich daran gewöhnt, traten die ersten Berufspessimisten auf den Plan, die anmerkten, dass es auf der Xbox One „nur“ 85.000 Polygone pro Charakter statt der bisher präsentierten 150.000 Polygone geben wird. Nur so viel vorab: Ryse: Son of Rome ist genau der Titel, den man sich zum Launch einer neuen Konsole wünscht. Auch wenn die Kampagne nicht anspielbar war, so machten allein die Gladiatorenkämpfe im Kolosseum einen Heidenspaß. Von fast halbierter Polygonanzahl war während der pixelblutigen Schlachtorgien am Bildschirm jedenfalls nichts zu bemerken.

Ein weiteres Zugpferd soll Forza Motorsport 5 werden. Allerdings waren in der Demo nur fünf Fahrzeuge und der bereits aus etlichen anderen Rennspielen bekannte Kurs Laguna Seca anspielbar. Zusätzlich nervten mich persönlich immense Ladezeiten, bis es endlich auf die Strecke ging. Ich hoffe, dies ist nur ein Problem der Demo und wird später mit der Festplatteninstallation erträglich(er). Zum Spiel selbst gibt es wie immer wenig zu sagen. Spielerisch ist Forza auch in der Fortsetzung über jeden Zweifel erhaben und grafisch ohnehin eine Augenweide. Dennoch sieht das Schadensmodell dem aus Forza 3 + 4 recht ähnlich. Aber das ist nebensächlich und nur schmückendes Beiwerk. Eine echte Neuerung hingegen sind vibrierende Trigger, die gefühlt noch mehr Feedback zu Strecke bzw. Belag geben. Wenn es Turn 10 jetzt noch schafft, einen perfekten Online-Modus zu kreieren, in dem Brems-Trolle endlich mit Fahrzeugschaden ausscheiden, an die Box müssen oder mit Stop-and-Go-Strafen belegt werden, steht einem Top-Titel nichts mehr im Wege.

Ich war bisher kein FIFA Fan und werde es auch mit Teil 14 mit Sicherheit nicht mehr werden. Dass ich damit zu einer Minderheit gehöre, ist mir klar. Aber die filigranen Unterschiede und Neuerungen von Teil zu Teil jedes Jahr aufs Neue herauszusuchen, ist mir zu anstrengend. Ich habe nach drei gespielten Partien festgestellt, dass ich den Gegner noch immer nicht sauber vom Ball trennen kann, ohne zu stolpern und dass Pässe wieder nicht genau den Spieler erreichen, den ich und nicht das System gerne hätte. Von daher sollen sich die Profis mit Teil 14 vergnügen. Weiterhin habe ich meine Zweifel, dass FIFA 14 als Download-Beigabe zur Xbox One die 100,-€ Preisunterschied zur Playstation 4 rechtfertigen?

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Neben diesen Titeln waren Battlefield 4, Killer Instinct, Project: Spark, Zoo Tycoon, Just Dance, Crimson Dragon, Loco Cycle und Max anspielbar. Besonders interessant war für mich jedoch Kinect Sports Rivals. Kinect ist auf der Xbox 360 nie über das nette Spielzeug nebenbei hinausgekommen und wird nun zusammen mit der One ausgeliefert. Bei Kinect Sports Rivals waren Jet Ski und eine Kletterwand spielbar und es bleibt danach auch hier ein zwiespältiger Eindruck.

Grafisch ist Jet Ski eine Perle. Welleneffekte, sowie das Spiel von Licht und Schatten machen Lust auf mehr. Aber leider bleibt es genau bei dieser Lust. Warum hat man bei MS nicht den Mut aus dem Spiel das zu machen, worauf viele Videospieler warten, nämlich endlich wieder einen spielbaren Titel nach dem sensationellen Wave Race auf dem Nintendo 64? Stattdessen wird erneut ein halbgares Winke-Wisch-Game angeboten. Und was eine Kletterwand außer einer hübsch anzusehenden Grafikdemo bringen soll, erschließt sich mir ebenfalls nicht wirklich. Kinect wird dann also doch eher die Gesten- und Sprachsteuerung für die Xbox One, denn eine ernstzunehmende Unterhaltung werden?

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Zur Xbox One an sich sowie zum Dashboard gibt es leider keine Informationen. Die Konsolen selbst waren unter Glas verschlossen und vom finalen Dashboard war noch nicht viel zu sehen. Der neue Controller hingegen liegt wieder gut in der Hand. Die Vibrationsmotoren für die Trigger sind zumindest bei Forza nicht nur eine nette Spielerei, sondern tatsächlich echter Mehrwert. Wie bei jedem Launch einer neuen Konsole bleibt also festzuhalten, dass sich alle offenen Fragen erst dann klären, sobald das Gerät auch final beim Endkunden verfügbar ist. Bis dahin ist noch ein wenig Zeit und es darf weiter über Grafik, Polygone, Rechenleistung, Festplattenbedarf der Spiele und alles weitere spekuliert werden. Aber das macht ja auch Spaß und steigert obendrein die Vorfreude.

The One Tour

xbox_one_promo_220x140Die Xbox One geht noch vor dem offiziellen Verkaufsstart am 22.November 2013 in wenigen ausgewählten Städten auf große Promotion-Tour. So stehen neben Paris, Dublin, London und Wien auch Berlin auf dem Tourplan. Hier wird das neue Microsoft-Flaggschiff im Rahmen der The One Tour >>> vom 31. Oktober bis 03. November zum Anspielen für den interessierten Gamer zur Verfügung stehen. Wo der Event genau stattfindet, ist allerdings noch nicht bekannt. Obendrein ist für Frankreich, England und Deutschland ein Xbox One Test Drive geplant. Wann, wie und wo genau dieser ablaufen soll, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

edit 22.10.2013:

Und so schnell geht das. Ich habe heute meine Einladung zum Eröffnungsevent am 31.10.2013 erhalten. Somit spiele ich die One schon einmal vorab an. Alles weitere dann hier in einem neuen Beitrag.

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Bild: Microsoft

gamescom 2013 – der Versuch einer Nachlese

gamescom_header_220x140Die Messe Köln gab bereits kurz nach Beendigung der gamescom 2013 ihre Zahlen bekannt. Und wie gewohnt klingen diese utopisch. Waren es im letzten Jahr noch 275.000 Besucher, so steigerte man diese Zahl um unglaubliche 23% auf jetzt 340.000, davon allein 29.600 Fachbesucher und 6.000 Medienvertreter. Mit 635 Ausstellern war die Messe damit auf 140.000 qm restlos ausgebucht.

Soweit die Theorie. Winston Churchill wird das Zitat zugeschrieben, „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“ Nun sind diese Zahlen vielleicht nicht gefälscht, aber doch zumindest an der Stelle der Fachbesucher nach oben geschönt. Denn allein 29.600 Fachbesucher sind eine Zahl, die man sicherlich hinterfragen darf. Wikipedia definiert als Fachbesucher solche Personen, „die als potentielle Kundschaft der teilnehmenden Aussteller für den Veranstalter von besonderer Bedeutung sind.“ Und diese besondere Bedeutung ist bei fast 30.000 Fachbesuchern doch mehr als fragwürdig.

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Boris Schneider-Johne
Foto: M. Arm

Die Voraussetzungen für den Erwerb einer Eintrittskarte zum Fachbesuchertag der gamescom sind schwammig gehalten: „Die Branchenzugehörigkeit der Fachbesucher muss beim Eintrittskartenkauf im Ticket-Shop oder vor Ort in Köln z.B. mit ihrem Händlernachweis, Gewerbeschein etc. nachgewiesen werden.“ Gerade dieses etc. lässt zu viel Spielraum. Nachdem ich mehrere Jahre als Fachbesucher mit fachlichem Hintergrund vor Ort war und auch in Ruhe Gespräche mit Entwicklern außerhalb des Businesscenters fernab von Terminzwängen führen konnte, beschwerte ich mich bereits 2011 über das aufgeweichte Verfahren zum Fachbesuchertag. Denn dort war sogar eine Visitenkarte ausreichend, um als Fachbesucher anerkannt zu werden. Man gelobte Besserung in Form einer strengeren Prüfung, verändert wurde jedoch nichts. Noch immer wird so gut wie jeder Spieler im Besitz einer eigenen Domain, die sich mit Games beschäftigt, als Fachbesucher anerkannt. Erfolg und Steigerungsraten um jeden Preis. Und nun verteilt die Messe sogar Wildcards …

Interessant zum Thema Fachbesuchertag sind die Tweets der ehemaligen Xbox-Ikone Boris Schneider-Johne:

  • Ein Blick in die Hallen bestätigt meinen Verdacht. Der Fachbesuchertag ist eine Illusion. Vielen Dank, @gamescomcologne
  • Mittwoch ist der neue Samstag!
  • Und sie lassen jedermann ins Business Center, ohne Kontrolle? Kaum ist man 2 Jahre nicht hier… @gamescomcologne
  • Hätte nie geglaubt, daß ich mich am Fachbesuchertag für eine Stunde ins Hotel zurückziehe, weil es zu fucking voll auf der Messe ist.
Schlange bei Destiny am Fachbesuchertag - Foto: M. Arm
Unglaublich: Eine lange Schlange bei Destiny am Fachbesuchertag – Foto: M. Arm

Nun sollte die Messe das große Ballyhoo der beiden neuen Platzhirsche Playstation 4 und Xbox One werden. Doch die Wirklichkeit war eher ernüchternd. Was MS auf der E3 kann, können wir auf der gamescom schon lange, muss man sich bei Sony gedacht haben und ließ zumindest die Demo von Need for Speed: Rivals auf einem Windows 7 PC laufen. Aufgefallen nur deshalb, weil das Spiel mit schöner Regelmäßigkeit mit einem Win7 Screen abstürzte. Nun gut, das ist nichts Ungewöhnliches, da viele Publisher in der Entwicklung noch nicht so weit sind und Spiele lieber gut als PC-Demo, denn schlecht als Konsolendemo präsentieren. Es bleibt aber der fade Beigeschmack, ob das fertige Spiel auf der Konsole denn so aussieht, wie auf dem PC vorgeführt?

Trotz der großangekündigten Präsentationen beider Konsolen blieb das erhoffte „Wow, das ist sie also“-Erlebnis aus. Das lag einerseits an der Grafik, die einfach zu wenig Unterschied zur aktuellen Konsolengeneration bietet, aber andererseits auch am mangelnden Risiko. Ausgetretene Pfade bei Spielen, wohin das Auge blickt. Kein Mut zur Lücke, stattdessen bekannte Games allerorten. Allein die Liste der Gewinner der gamescom Awards 2013 kann kaum mehr als ein höflich unterdrücktes Gähnen auslösen. Destiny? Ja, tolle Endzeit-Grafik, aber letzten Endes ein Shooter bekannter Machart. Zelda & Mario Kart? Wo sind Nintendos Innovationen? Forza, Fifa, Battlefield & Elder Scrolls? Bereits bekannt! Es stellt sich also die Frage, warum für diese Titel eine neue Generation von Konsolen nötig wäre?

Xbox One Präsentation - Foto: M. Arm
Xbox One Präsentation – Foto: M. Arm

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Playstation 4, Xbox One und Wii U die letzte Konsolengeneration mit physischen Medien sein wird. Xbox 360 und PS3 haben den Weg zu digitalen Inhalten geebnet, die Wii U zieht jetzt mit. Die nächsten Konsolen werden aller Voraussicht keine „echten“ Videospielkonsolen mehr sein, sondern die eierlegenden Wollmilchsäue, die Microsoft schon jetzt im ersten Versuch mit der Xbox One präsentieren wollte, aber am Widerstand der Spieler scheiterte. Es werden wohnzimmertaugliche Allround-Maschinen für die gesamte Familie werden, die per Download die gewünschten Inhalte präsentierten, sei es TV, Internet, Spiele oder Telefonie. Genießen wir also die kommende restliche Zeit mit den zukünftigen Dinosauriern.

gamescom 2013 – ein Ausblick auf die neuen Konsolen

gamescom_2013_teaser_220x140Alle paar Jahre ist die gamescom nicht nur eine gewöhnliche Spielemesse, auf der die Publisher ihre Games präsentieren. Denn dann ist es wieder an der Zeit, einen Wechsel der Generationen einzuläuten. Die diesjährige gamescom wird also eine besondere Messe. 2013 ist das Jahr der Veränderungen und die großen Drei werden die Hardware vorstellen, die sich die Spieler die nächsten Jahre ins Haus holen sollen.

Nachdem im letzten Jahr neben Sega und THQ auch Nintendo und Microsoft der Messe fernblieben, ist diesmal bis auf die zwischenzeitlich insolvente THQ wieder alles vor Ort. Ich habe noch immer einen winzigen Funken Hoffnung, dass Sega wie Phoenix aus der Asche aufersteht und mir eine neue Konsole offenbart. Aber das wird wohl eher nicht passieren. Dafür stehen Sony mit der Playstation 4 und Microsoft mit der Xbox One in den Startlöchern. Ein wenig unter geht im Krieg der Alleskönner die Wii U von Nintendo. Bereits im letzten Jahr erschienen, hat Nintendo nun aber die Chance, die Besucher der gamescom für das System zu begeistern.

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Darf man den verschiedensten Pressemeldungen und zahlreichen Berichten Glauben schenken, ist die Xbox One aufgrund der verfehlten und vor allem verwirrenden Politik Microsofts zur Einführung bereits bei den deutschen Spielern unten durch, bevor sie überhaupt im Regal der Händler steht. Eine zu sehr auf den amerikanischen Markt zugeschnittene Präsentation, eine dauerhafte Internetverbindung, ein per DRM auf ewig an die Konsole gebundenes Spiel, Dauerüberwachung durch Kinect und diverse andere Ankündigungen zu Ungunsten der Spieler sorgten für Empörung. Und diese war so massiv, dass Microsoft einknickte.

Selbstverständlich geschah dies nicht, weil sich der gewaltigste Shitstorm aller Zeiten über das Unternehmen ergoss. Über so etwas ist man mit Sicherheit in Redmond erhaben, man steht schließlich über den Dingen. Die Spieler taten aber das einzig Richtige und stornierten offensichtlich reihenweise ihre Vorbestellungen zur Konsole. Unbestätigten Angaben zufolge liegt das Verhältnis momentan bei 3:1 zugunsten der Playstation 4, eine Online-Abstimmung bei xboxonevspsfour.com zeigt ein ähnliches Ergebnis >>>. Und bei Amazon sollen sich zwischenzeitlich angeblich 95% aller Spieler eine PS4 statt einer Xbox One vorbestellt haben. Selbst wenn diese Zahlen nur annähernd stimmen, läuten bei Microsoft alle Alarmglocken. Denn der Spieler packt Microsoft dort, wo es am meisten wehtut: Am Geldbeutel.

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Auch wenn Mr. Xbox Larry Hryb Major Nelson persönlich alles daran setzte, das angeschlagene Image wieder aufzupolieren, scheint Microsoft den Bogen diesmal überspannt zu haben. Da nützt auch kein noch so tolles Headset in der Day One Edition der neuen Konsole. Und vergessen sollte man eines nicht: Man hat zwar bei Microsoft angekündigt, die vielen Einschränkungen zum Start doch nicht in das System zu integrieren, aber wen hindert es, diese nach Release Stück für Stück dennoch einzuführen? Gerade der Gebrauchtmarkt für Spiele ist ein so großes Stück des Kuchens, dass man sich noch immer daran verschluckt. Warum also das DRM nicht erst 2014 oder 2015 per Update einführen, wenn die Geräte bereits in den Haushalten stehen? Und nicht vergessen ist das Chaos bei Einführung der Xbox 360, als so ziemlich jede Konsole den RoD zeigte.

Selbstverständlich wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird, aber letzten Endes darf man gespannt sein, wie sich die Konsolen verkaufen, wenn sie denn erhältlich sind. Mit Sicherheit wird der eine oder andere Spieler noch umschwenken und sich doch die andere Konsole kaufen, aber der große Gewinner wird zumindest anfangs bei dieser Generation Sony mit der Playstation 4 werden – vorausgesetzt, Sony verbockt die gamescom nicht vollständig. Dies dürfte aber wohl kaum zu erwarten sein.

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Und bei allem Gerede über die angekündigten Hardwaremonster sollte man die Wii U nicht aus den Augen verlieren. Nintendo hat zwar wohl noch immer Absatzschwierigkeiten, aber die neue Konsole bietet mehr als nur ein Touchpad – wenn die Entwickler die Hardware auch einmal richtig einsetzen und entsprechende Spiele programmieren. Ubisoft hat es mit Rayman Legends vorgemacht, auch wenn der ehemals exklusive Wii U Titel nun doch für Xbox 360 und PS3 erscheint. Die gamescom 2013 ist die Chance, die Konsole endlich allen zugänglich zu machen – und auch der Grund, warum Rayman auf einen Termin nach der gamescom verschoben wurde.

 

Xbox One – die Call of Sports Box, die auch spielen kann

Die Katze ist aus dem Sack. Microsoft präsentiert seine nächste … nächste … ja, was eigentlich? Konsole? Entertainment Box? Internet PC Dingsda? Mit Sicherheit irgendetwas dazwischen, quasi die eierlegende Wollmilchsau. Wenn es nach Microsoft geht, gehört die Xbox One ab Ende des Jahres in jedes Wohnzimmer, weil sie ein Multitalent ist. Endlich nicht mehr für jedes Angebot ein eigenes Gerät, denn die Xbox One kann alles. Außer vielleicht Bier aus dem Kühlschrank holen.

Im Gegensatz zu Sony, die zwar keine Spielkonsole vorstellten, aber zumindest eine solche angekündigt haben, will Microsoft die Eine-für-alles-Box anbieten. Filme, Fernsehen und Spiele zentral über eine Konsole. Man hat fleißig Daten gesammelt und festgestellt, dass die Multimedia-Zeiten auf der Xbox 360 die der Videospielzeiten übertreffen, Schuld sind Smartphones und Tablets, auf denen inzwischen mehr gezockt wird, als an klassischen Konsolen. Was also liegt da näher, auch gleich mal ins Fernsehgeschäft einzusteigen und Google- bzw. Apple-TV den Kampf anzusagen? Und dazu muss man nicht einmal mehr vom Sofa aufstehen oder sich mühsam zur Fernbedienung herüber beugen. Kinect macht zukünftig alles möglich.

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Gestensteuerung war gestern, heute wird gesprochen oder nur mit der Wimper gezuckt. Kinect soll schon erkennen, sobald sich jemand im Wohnzimmer bewegt oder anhand des Pulsschlages feststellen, ob derjenige noch lebt, wenn er sich nicht bewegt. Man muss Oma ab Jahresende nicht mehr besuchen, man stellt ihr einfach die Xbox One ins Senierenwohnheim. 24 Stunden rund um die Uhr Lebendkontrolle, statt zeitraubender Wochenendbesuche. Hurra, George Orwell hatte recht. 1984 kommt zwar erst 2013, aber es kommt, Big Brother Kinect is watching you. Mal sehen, wann der Datenschutz in Deutschland wach wird?

Die angekündigten Funktionen und Möglichkeiten sind schon jetzt unüberschaubar. Letzten Endes geht es mir persönlich jedoch um eine neue Spielkonsole. Und angeblich soll die neue Xbox One auch das noch beherrschen. So durfte EA als Partner auf der Veranstaltung sein neues Sports-Line-Up bewerben. US-Sport, wohin das Auge blickt, der Nichtamerikaner bekommt wieder bekannte Sachen auf neuer Konsole. Einen Schritt weiter ging man allerdings bei Activision. Denn statt nur ein neues Call of Duty vorzustellen, stellte man ein neues Call of Duty MIT HUND vor! Sensationell! Und so großartig animiert, dass man sogar den Zahnstein des Köters entdecken kann. Lassen wir uns also auf der E3 und ähnlichen Werbeveranstaltungen überraschen, ob da noch was kommt?

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Viel spannender waren die Fragen nach der Abwärtskompatibilität, dem Wiederverkauf gebrauchter Titel und die Nutzung von auf der Xbox 360 erworbenen Inhalten. Die Fragen wurde beantwortet, aber nicht so, wie man sie sich als Gamer erhofft hatte. Denn aufgrund der neuen Architektur läuft natürlich kein 360-Spiel auf der One. Außerdem sind zukünftig alle One-Spiele mit einem Account verknüpft und können somit von anderen Spielern nicht mehr genutzt werden. Microsoft hat den soeben von EA eingestampften Online-Pass noch einmal pervertiert. Dafür darf ich aber zukünftig – Cloud sei Dank – meine Spiele auf jeder Xbox auf diesem Planeten zocken, wenn ich denn dort mit meinem Account angemeldet bin. Das ist doch toll! Zocken ja – zumindest für die Lebensdauer der Xbox One – aber Weiterverkauf gebrauchter Spiele nein. Nur mal so angemerkt: Ihr könnt damit dann auch keine Spiele mehr an eure Freunde ausleihen, es sei denn, ihr gebt gleich eure Accountdaten mit! Ich denke, damit werden sich über kurz oder lang die Gerichte befassen. Auch wenn es offiziell zumindest nicht laut gesagt wurde, hat Microsoft mit dieser Maßnahme jedoch den Kopierschutz für Videospiele annähernd perfektioniert.

In die Röhre schauen auch demnächst der Puppenspieler im Saarland und alle anderen Nutzer der Xbox 360, die ihre wertvollen MS-Points in so sinnlose Sachen wie Arcade-Games oder Zusatzinhalte zum Herunterladen investiert haben. Diese sind nämlich zu einem großen Teil auf der neuen Xbox One nicht mehr nutzbar. Auch hier stellt sich die Frage, inwieweit virtuelle Inhalte, die durch den Nutzer käuflich per Download erworben wurden, auch auf einem Nachfolgegerät durch den Hersteller zur Verfügung gestellt werden müssen? Und wenn dies nicht möglich ist: Wie lange müssen Server im Hintergrund aktiv bleiben, um die alten Inhalte auf der Xbox 360 weiter nutzen zu können? Im Gegensatz zu einem Filmdownload, der innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums angesehen werden muss, unterliegen Spiele und Zusatzinhalte noch keiner zeitlichen Beschränkung. Ist es mir also möglich, auch nach Jahren noch – zum Beispiel nach einem Festplatten-Crash – wieder komplett an sämtlichen zur Xbox 360 gekauften Content zu gelangen?

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Was bedeutet das alles für den klassischen Gamer? Foren und Blogs sind momentan voll mit Kommentaren von Spielern, die sich auf eine neue Konsole aus dem Hause Microsoft gefreut haben und sich nun über die multimedialen Fähigkeiten der One auslassen. Ich hatte auch auf etwas Neues gehofft, aber nicht das präsentiert bekommen, was ich erwartet hatte. Ich wollte eine Spielkonsole und bekomme etwas viel zu Großes. Ich weiß im Moment ehrlich nicht, was ich mit den vielen Fähigkeiten der Xbox One anfangen soll und ob ich diese jemals nutzen werde? Sony bedient mit der PS4 den Spieler. Microsoft bedient jeden. Und gespielt werden darf nebenbei auch noch. Es heißt ohnehin, sich bis Jahresende in Geduld zu üben und abzuwarten, was dann tatsächlich im Handel steht. Bis dahin werden Sony und Microsoft noch so manche Überraschung parat haben.

Und bis es soweit ist, möchte ich an dieser Stelle auf einen alten Beitrag von Anfang 2006 hinweisen, der die Entwicklung bereits damals, also vor über sieben Jahren schon vorhergesehen hat: Die Zukunft der Videospiele >>>

edit 24.05.2013:

Amazon listet seit heute die Xbox One und die angekündigten Spiele. Auch wenn die Preise von 599,-€ für die Konsole und 99,99 € für die Spiele natürlich Platzhalter sind, so stellt sich dann doch die Frage nach den tatsächlichen, realistischen Preisen. Es wäre müßig, schon jetzt über Summen zu philosophieren, fest steht jedoch für mich, dass ich definitiv wie seit 1978 nicht mehr als maximal 129,-DM, also heute ca. 60,-€ für ein Spiel bezahlen werde. Sollte man bei Microsoft auf die Idee kommen, zur Einführung der One auch gleich die Preise anzuziehen, kann der Schuss nach hinten losgehen. Sony hat es mit seiner Preispolitik von über 70,-€ für ein PS3 Spiel erlebt. Kein durchschnittlicher Spieler zahlt so viel Geld für ein Spiel, dessen Verfallsrate bei knapp 6 Wochen liegt.