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Gran Turismo 6 – Gewinnspiel

gt6_gewinnspiel_teaser_01_220x140Da schaut man nichtsahnend in den Briefkasten und was liegt da? Noch ein Exemplar von Gran Turismo 6. Nachdem ich am Freitag bereits mein Presse-Muster erhalten habe, meint man es bei Sony besonders gut und schickt mir das gleich doppelt. Da aber der Titel nur auf der PS3 und nicht auf der PS4 läuft, kann ich die beiden Racer nicht gleichzeitig spielen. Nach erfolgter Rücksprache mit Sony verschenke ich also hier ein echtes Promo Exemplar von Gran Turismo 6.  Wer das haben möchte, schreibt mir einen Kommentar, warum er das Spiel unbedingt benötigt (GEWINNSPIEL IST BEENDET!). Eine Anmeldung auf der Seite ist dafür nicht nötig. Den Sieger lose ich unter allen Einsendern aus. Viel Glück!

Die Glücksfee hat gewählt, der Gewinner bereits benachrichtigt und das Spiel morgen früh in der Post, damit es noch rechtzeitig vor Weihnachten ankommt. Wir wünschen viel Spaß beim Zocken 🙂

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Teilnahmebedingungen:

Einsendeschluss ist Mittwoch, der 18.12.2013, 23.59 Uhr – Der Rechtsweg ist ausgeschlossen – Versand erfolgt nur innerhalb Deutschlands – Der Gewinner erklärt sich mit der Übersendung seiner Adressdaten einverstanden. Diese werden hier nicht gespeichert, verarbeitet oder an Dritte weiter gegeben.

 

Hardwaretest: Hauppauge HD PVR 2 Gaming Edition Plus

Youtube und andere Portale erleben seit Jahren einen stetig wachsenden Zulauf. Seit so gut wie jedes Smartphone über eine brauchbare Kamera verfügt, lädt jeder, der der Welt etwas Wichtiges mitzuteilen hat, seine wackeligen, unscharfen Handy-Filmchen auf ein entsprechendes Portal. Zum guten Ton unter Videospiel-Publishern gehört inzwischen, zum kommenden Triple-A-Titel in regelmäßigen Abständen Neuigkeiten in bewegten Bildern anzubieten. Kleine Videohäppchen machen Appetit auf das finale Produkt. Wer als Gamer etwas auf sich hält, erstellt ganze Walkthroughs im Videoformat.

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Auch wenn die Playstation 4 über eine Upload-Funktion für Videos verfügen soll, macht es doch einen gewaltigen Unterschied, ob ich ein Video direkt aus einem Spiel auf Youtube lade oder ob ich das in Ruhe am PC noch aufhübschen kann. Ihr wolltet der Community schon immer Videos eures Lieblingsspiels zeigen oder voller Stolz den letzten Level oder Endgegner präsentieren? Dann kommt ihr um den Kauf eines Capture-Moduls nicht herum.

Hauppauge präsentierte mit der HD PVR 2 Gaming Edition bereits im letzten Jahr das Nonplusultra unter den HD-Videorekordern für eure Spiele. In diesem Jahr wird noch einmal nachgelegt. Mit dem Zusatz PLUS versehen, bietet das neue Modul noch einmal zusätzlich Funktionen, Programme und Verbesserungen. So verfügt die Plus-Version nun auch über einen optischen Ausgang. Der Sound wird jetzt in AC3 kodiert, das heißt Audiosignale werden verlustfrei komprimiert. Die sechs Kanäle (5.1) des Videospielsounds werden somit zu einem einzigen Kanal zusammengefasst. Ebenso neu ist das Streamen von Livebildern über Twitch oder Ustream über das mitgelieferte Programm StreamEez.

Videos über HDMI aufzunehmen könnte leichter kaum sein, denn zum Lieferumfang gehören neben der HD PVR 2 auch sämtliche benötigten Kabel. Ihr findet also ein recht kurzes HDMI-Kabel zum Anschluss des Rekorders an den HDMI-Eingang eures TV, ein Komponenten-Kabel inklusive Adapter für die Playstation 3 oder die alte Xbox 360, sowie ein USB-Kabel zur Verbindung von Rekorder und PC. Auf der Installations-CD befinden sich alle notwendigen Treiber und Programme. Beim Aufbau und der Installation solltet ihr euch zwingend an die beigelegte Anleitung halten, da euer Bild auf dem TV und dem PC sonst schwarz bleibt.

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Ist alles korrekt installiert und angeschlossen, drückt ihr den Aufnahmeknopf auf der HD PVR 2 und es startet das Capture-Programm auf eurem PC. Hier sind noch einmal mit zwei Mausklicks Einstellungen vorzunehmen. Auch wenn die Anleitung ausgibt, dass keine weiteren Einstellungen notwendig sind und ihr die Voreinstellungen verwenden könnt. Beim ersten Start werdet ihr gefragt, welchen Anschluss bzw. welche Konsole ihr verwendet. Ihr müsst nun die Quelle ändern, da nicht die HD PVR2 das Bild lieferte, sondern meine PC-Webcam. Ebenso ist im Audiokanal trotz Vorblendung noch einmal HDMI anzuklicken, sonst wird der Sound nur verzögert über den PC, nicht aber über TV oder Anlage ausgegeben. Alternativ könnt ihr dem Programm noch den Ordner auf eurem PC vorgeben, in dem die Videos gespeichert werden sollen.

Ist dies alles getan, steht einer Aufnahme eures spielerischen (Un-)Vermögens nichts mehr im Wege. Mit dem Aufnahmebutton auf der HD PVR 2 werden Aufnahmen gestartet und gestoppt. Ein Pausieren des Spiels, um nach der PC-Maus zu greifen, ist nicht nötig. Der Rekorder selbst gibt euch anhand von farbigen LEDs eine optische Rückmeldung, in welchem Modus ihr euch gerade befindet. Auch wenn die HD PVR 2 Plus nur die Xbox 360 und Wii U als HDMI-fähige Konsolen aufführt, so funktionieren selbstverständlich auch andere. Ich habe meine Neo Geo X über HDMI angeschlossen und auch hier kamen einwandfreie Aufnahmen zustande. HDMI-Pass-Through sorgt für verzögerungsfreie Bildwiedergabe auf dem TV.

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Schwieriger wird es bei der Playstation 3 und der Verwendung des Komponenten-Kabels. Dieses muss verwendet werden, da das HDMI-Signal per HDCP verschlüsselt ist. Auch hier solltet ihr wieder die kleine Anleitung zur Hand nehmen. Denn zum Starten der Playstation 3 muss nach Anschluss des Komponenten-Kabels und Trennung der HDMI-Verbindung der Start-Knopf der Konsole festgehalten und erst nach dem zweiten Signalton losgelassen werden. Nur so schaltet die Konsole zwischen den unterschiedlichen Ausgängen um. Erhaltet ihr dann ein Bild auf dem TV, müssen in den Einstellungen der PS3 noch das Video-Format von 4:3 auf 16:9 geändert und die Tonausgabe auf Cinch geändert werden. Auch in den Einstellungen des Capture-Moduls sind noch zwei Einstellungen vorzunehmen. Unter Aspect Ratio ist der Haken bei „Auto“ zu entfernen und beide Einstellungen auf 16:9 zu ändern. Dafür sind nun auch Aufnahmen mit einer Auflösung bis zu 1080p möglich. Ich persönlich habe allerdings „nur“ 720p hinbekommen, denke aber, dass ich hier noch an den Einstellungen etwas ändern muss.

Habt ihr genügend Videos eurer Spielsessions aufgenommen, könnt ihr diese mit dem mitgelieferten Videoschnittprogramm ArcSoft Showbiz nachbearbeiten. Ihr könnt in der Timeline peinliche Momente herausschneiden, mehrere Videos aneinanderfügen, diese mit Übergängen versehen und problemlos Text einfügen. Das Programm bietet ganz sicher nicht so umfangreiche Funktionen, wie man das von Programmen wie Corel VideoStudio oder Magix Video deluxe erwarten darf, kann aber bei Weitem mehr, als der Windows Movie Maker. Zusätzlich lassen sich über den Hauppage Personal Logo Inserter auch noch eigene PNG-Dateien in das Video einfügen. Das fertige Ergebnis kann auf eine CD gebrannt oder direkt nach Youtube hochgeladen werden. Mit ein wenig Geschick lassen sich hier also mehr als nur ansprechende Videos erstellen.

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Wer aber hofft, seine Konsole direkt über die HD PVR  an den PC anzuschließen, um dort zu spielen und sich den Anschluss an den TV zu sparen, wird enttäuscht. Die Latenz von Bild und Ton beträgt gute zwei Sekunden, d.h. Bild und Ton kommen am PC sehr viel später an, als am TV.

Hardware Encoder

  • H.264 AVCHD HD Video-Encoder, unterstützte Auflösung bis zu 1080p30 über HDMI oder 1080p über Komponenten-Video
  • Verzögerungsfreier Pass-Through: HDMI auf HDMI bis zu 1080p oder Komponenten-Video auf HDMI bis zu 1080p
  • Aufnahme-Datenrate: von 1 bis zu 14 Mbits/sec
  • Aufnahme-Format: AVCHD (.TS und .M2TS), .MP4

Systemvoraussetzung

  • PC mit 3.0 GHz Single-Core oder 2.0 GHz Multi-Core Prozessor
  • min. 512 MB RAM (1 GB empfohlen)
  • Microsoft ® Windows ® 7 (32 oder 64-bit), Windows Vista oder Windows XP Service Pack 3
  • USB 2.0 Port
  • Fernseher mit HDMI Eingang
  • Grafikkarte mit min. 256 MB Speicher
  • Soundkarte
  • min. 220 MB freier Festplattenspeicher
  • CD-ROM Laufwerk (für Software-Installation)

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Fazit:

Die Hauppauge HD PVR2 ist ein kleines, geniales Stück Hardware. Endlich die eigenen Gaming-Erlebnisse in bewegten Bildern auf dem PC speichern und vorführen, statt immer nur neidisch die Videos der anderen zu betrachten. Die Packung beinhaltet dazu alles, was benötigt wird, um sofort loszulegen. Und richtig rund macht das gesamte Hardwarepaket die Software ArcSoft Showbiz, denn eine zusätzliche Bildbearbeitungssoftware muss ebenfalls nicht gesondert gekauft werden. Die Software ist ebenso wie die Hardware simpel zu bedienen und schnelle, ansprechende Erfolge sind somit garantiert.

Mein tatsächlicher einziger Kritikpunkt ist ein fehlender Adapter für Scart auf HDMI. Es werden zwar alle Current-Gen-Konsolen unterstützt, aber gerade für mich als Sammler wäre es wichtiger, Videos von Klassikern alter Konsolengenerationen aufzunehmen, die bei vielen Spielern entweder unbekannt oder aber in Vergessenheit geraten sind. Interessant wird obendrein die Frage nach der zukünftigen Kompatibilität der HD PVR2 Plus zu Xbox One und Playstation 4.

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Link zur Herstellerseite: Hauppauge HD PVR 2 GE Plus >>>

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weitere Hardwaretests:

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Tomb Raider – Reanimation einer Legende?

tomb_raider_coverusk18Ich war schon immer SEGA-Fan. Daher stand es für mich außer Frage, 1996 das allererste Tomb Raider auch für den Saturn und nicht für die PS One zu kaufen. Lag aber vielleicht auch daran, dass die Sega-Version eher im Laden stand? Ich erinnere mich noch genau, wie mir der Mund offenstand, als Lara durch den Schnee stapfte, die hinterließ sogar Fußabdrücke! Ich wusste, hier Teil von etwas Neuem zu werden, mit Tomb Raider würden Videospiele einen gewaltigen Schritt voran machen. Alle kommenden Bits und Bytes mussten sich ab sofort an diesem einen Spiel orientieren. Vorsichtig, fast schon ehrfürchtig bewegte ich Lara voran. Naja, so gut das mit dem klobigen Saturn-Pad eben ging. Zwischen gehen, laufen und einem uneleganten Hüpfer vorwärts in den Abgrund war es nur ein unbedachter Daumendruck.

Aber trotz der hakeligen Steuerung war es damals schon Lara Croft, die Superheldin, gegen die Indiana Jones ab sofort einfach nur noch traurig aussehen sollte. Ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Sollte der alte Mann doch vor rollenden Felskugeln davonrennen, Lara sprang locker aus dem Stand darüber. Wilde Tiere? Während Indi ungeschickt auf einem dressierten Elefanten ritt, besiegte Lara praktisch im Vorbeilaufen prähistorische Dinosaurier. Und überhaupt die Bewegungen, die Animationen, die Rätsel, das Leveldesign. Auf der einen Seite ein angestaubter Archäologe im Khaki-Dress mit Peitsche, hier die trotz Eis und Schnee nur mit Shorts bekleidete Lara, bewaffnet mit zwei gewaltigen, auf Hochglanz polierten Wummen. Mit Lara drang man in Welten vor, die nie zuvor ein Indiana Jones auch nur erahnt hatte.

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Danach geschah das, was mit offenbar jedem kommerziellen Erfolg geschehen muss. Es folgten jährlich neue Teile des ehemals besten Action-Adventures aller Zeiten. Mit Angel of Darkness erlebte die Serie dann 2003 ihren endgültigen Tiefpunkt und Lara verschwand nach harscher Kritik aus allen Richtungen in den Geschichtsbüchern. Und da wäre sie auch heute noch, wenn die Serie nicht auf den Next-Gen-Konsolen mit Legend doch noch ein fulminantes Comeback gefeiert hätte. Kein Tomb Raider kam dem ersten Teil wieder so nahe. Da war es endlich wieder, das alte und schmerzlich vermisste Lara-Gefühl, an dem auch die damalige unglaubliche Grafikpower von XBOX 360 und Playstation 3 ihren Anteil hatten. Knapp zwei Jahre später folgte Underworld, dem aber der kommerzielle Erfolg versagt blieb. Spiele wie Hitman, Uncharted, Far Cry und Assassins Creed hatten Tomb Raider inzwischen den Rang abgelaufen. Eidos Interactive kündigte daraufhin an, dass Underworld nun der endgültig letzte Teil der Serie war, Lara wurde offiziell in Rente geschickt.

Konrad Adenauer hat einmal gesagt, „Was stört mich mein Geschwätz von gestern?“. So ähnlich muss man es Crystal Dynamics bei der Suche nach einer neuen Spielidee gehalten haben, als man im Keller auf eine in der Ecke vergessene Kiste mit alten Lara-Titeln aufmerksam wurde. George Lucas hat es mit Star Wars vorgemacht, warum also nicht auch zu Tomb Raider ein Prequel produzieren? So kündigte man im Dezember 2010 an, dass sich entgegen aller getätigten Aussagen ein neues Tomb Raider in der Entwicklung befindet. Studioleiter Darrell Gallagher sagte damals, „dass man alles, was man über Tomb Raider weiß, vergessen soll.“ Diese Aussage wurde später durch die überraschende Ankündigung unterstrichen, dass es sich beim neuen Spiel das erste Mal um einen USK 18 Titel handeln sollte.

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Nun ist sie angekommen, die „neue“ Lara. Der Mensch Lara Croft, nicht das unzerstörbare Überwesen aus den bisherigen Spielen. Die Verwandlung ist vollzogen, Lara wird erwachsen. Aber dieser Vorgang vollzieht sich in aller Stille. Irgendwann nach dem Finale werdet ihr feststellen, dass da jetzt eine andere Lara in den Sonnenuntergang schippert, nicht reitet. Es gibt nicht DEN einen Moment im Spiel, in dem Lara transformiert, in dem aus der Raupe der Schmetterling wird. Alles vollzieht sich in nahtlos ineinander übergehenden kleinen Schritten und Episoden. Das alles erinnerte mich entfernt an Batman. Ebenso wenig wie Bruce Wayne den strahlenden Helden in schillernder Rüstung verkörpert, so wenig heldenhaftes werdet ihr zu Beginn des Spiels an Lara finden. Denn nach dem Schiffbruch hat euch sofort die Action im Griff. Ihr habt keine Zeit zum Nachdenken. Erst Minuten später kommt ihr das erste Mal zur Ruhe und entdeckt nun eine vor Kälte zitternde Lara, der Schmerz, Angst und Unverständnis über das soeben Erlebte ins Gesicht geschrieben stehen und deren Körper von Verletzungen gezeichnet ist.

Das alles funktioniert nur, weil die Handlung es zulässt. Klassische Elemente wie die einsame Insel, ein irrer Kult und entführte Freunde gab es alles schon einmal. Aber hier wird es ein wenig geschickter miteinander verwoben, so dass Lara Zeit findet, ihren Charakter zu entwickeln. Und überhaupt die Geschichte. Ein steter Wechsel zwischen Action und Ruhe. Einerseits die wahnsinnigen Inselbewohner, die euch bei jeder Gelegenheit nach dem Leben trachten und andererseits das klassische, das so bekannte Tomb Raider. Klettern, springen, suchen und Rätsel lösen. Und das erste Mal, ohne eine Kiste zu schieben. In diesen Momenten ist sie wieder da, die alte Lara, die Forscherin, die Grabstätten plündert und scheinbar alles über noch so seltene Artefakte weiß. Jedes Mal perfekt inszeniert die Überraschung, wenn Lara ein Grab öffnet und das Erstaunen über den Fund nahezu greifbar wird.

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Die anderen Momente sind die, weshalb das Spiel diesmal mit dem roten USK 18 Sticker versehen ist. Die, in denen ihr von einer Übermacht von Gegnern in die Enge getrieben werdet und in denen es ums nackte Überleben geht. Du oder ich, alles ist erlaubt. Emotional die Szene, in der Lara mit ihrer Kletteraxt einen Gegner regelrecht hinrichtet und ihn lautstark als Hurensohn beschimpft. Angst, Hass und Wut werden so real transportiert, wie das sonst nur ein Film schafft. Und selbst die Momente, in denen Lara verliert, sind so vollkommen anders, als man das aus allen Teilen davor kennt. Da wird in die Tiefe gestürzt, Explosionen und Brandbomben zerfetzen und Macheten oder Pfeile bringen tödliche Verletzungen bei. Obendrein wird Lara von einem unter der Wasseroberfläche verborgenen Stab durchbohrt, von Felsen zerquetscht oder im finalen Abschnitt von einer Tempelwache als Trophäe auf einen Langspeer gespießt. Es ist anders als vorher, als Lara einfach nur ein digitales Leben verlor. Hier erlebt man das Ende hautnah.

Trotz der Action gibt euch das Spiel immer wieder Zeit, die Insel und die Architektur zu bewundern. Verschneite Berge, tiefer Dschungel, schmale Bergpässe, verfallene Bunkeranlagen, ein Schiffswrack, aufgehangen in den Bergen. Ein ums andere Mal geht es nur darum, innezuhalten und die Ideen der Spieldesigner zu genießen. Höhenangst löste der Moment aus, als Lara auf den Funkmast, den höchsten Punkt der Insel kletterte, um dort einen Notruf zu senden. Aber nicht nur solche Momente sind Oscarreif in Szene gesetzt. Explodierende Tempelanlagen, zerberstende Wellblechbaracken, vom Wind gepeitschte Gebäude, in denen Lara schützend die Hände vor das Gesicht hält und der Moment, in dem die nahende Rettung doch scheitert und es scheinbar keine Hoffnung mehr gibt. Alles wird von der perfekt integrierten Kamera eingefangen und von auf den Punkt genau passenden Soundeffekten unterstützt. Noch nie war eine deutsche Synchronisation so gut, Nora Tschirner sei es gedankt.

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Selbstverständlich darf auch gesammelt und aufgerüstet werden. Bergungsgut hilft, Waffen zu verbessern, getötete Kultanhänger und Kisten bringen Erfahrungspunkte, die Laras Fähigkeiten kontinuierlich verbessern. Auch wenn Lara eine Pistole, ein Gewehr und die Schrotflinte Stück für Stück verbessert, so wird doch der Bogen bis zum Ende die ultimative Waffe bleiben. Lautlos bei Angriffen aus dem Hinterhalt und größtmöglichen Schaden verursachend, wenn Napalmspitzen Benzinfässer zur Explosion bringen. Langes Überleben sichern die Nahkampffähigkeiten. Der Ausweich-Kill wird im Laufe des Spiels immer wichtiger, da Gegner immer stärker werden und frontal angreifen. Jeder Abschnitt bietet obendrein Herausforderungen, die allesamt leichter zu lösen sind, wenn die Schatzkarte gefunden ist. Hier sind alle Geocaches und Artefakte vermerkt. Zusätzlich können Sonderaufgaben wie das Zerstören von Alarmanlagen oder das Verbrennen von Wandbildern gelöst werden. Alles bringt euch Stück für Stück voran.

Fazit:

Tomb Raider reloaded! Kein Titel mit der Heldin Lara Croft war jemals so intensiv und emotional wie dieser. Aber seit dem ersten Teil schieden sich ohnehin die Geister. Dem einen war es zu rätsellastig, dem anderen wurde zu viel Action geboten. Und trotzdem liegt Darrell Gallagher falsch. Es ist noch immer Tomb Raider. Denn gerade das Wissen um die alten Spiele macht das neue Tomb Raider zum besten Teil seit dem Start der Serie 1996, auch wenn die Rätsel Spieleveteranen zu lasch sein dürften. Betrachtet man das Spiel anhand der Charakterentwicklung, der faszinierenden Grafik und den immer stimmigen Sounds, bietet dieser Titel alles, was man sich als Fan wünschen darf. Man darf jetzt nur gespannt sein, ob und wenn ja, wie die Serie fortgesetzt wird. Denn Lara ist erwachsen geworden.

Hardwaretest: Philips 55PFL8007K – bigger is better

55pfl8007k12_teaser_220x140Vor gar nicht allzu langer Zeit waren Röhrenfernseher im 4:3 Format mit 72 Zentimetern Diagonale noch das Maß aller Dinge. Nicht weniger als ein simpler Antennenanschluss und im besten Fall zwei Scart-Anschlüsse, von denen einer sogar NTSC-Signale verarbeiten konnte, waren nötig, um Otto-Normalkunden den maximalen Fernseh- und Videospielgenuss nach Hause zu bringen. Wer mehr Geld zur Verfügung hatte und mehr sichtbares Bild wollte, investierte in damals unverschämt teure Rückprojektionsgeräte in der Größe einer Flurgarderobe.

Alles änderte sich mit Einführung des 16:9 Formats. Auch hier gab es anfangs noch Röhren-TV, dann wurden Fernseher endlich flach. Doch wie bei technischen Innovationen üblich, wurde dem Konsumenten zu Beginn eine Entscheidung abverlangt, an der sich wie schon zu Zeiten von Videorekordern oder der Einführung vom hochauflösenden Videoformat die Geister schieden. Lautete die Frage nach dem System bei Magnetbändern noch „VHS, Video 2000 oder Betamax“ und bei digitalen Medien später „Blu-ray oder HD-DVD“, stand der kaufkräftige Kunde beim Flachbildschirm vor der Frage „LCD oder Plasma“?

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Rück- und Seitenansicht

Auch das ist inzwischen fast vergessen, LED-Backlight ist inzwischen Standard. Der Kauf eines neuen TV wird damit heute vom persönlichen Geschmack und dem eigenen technischen Anspruch wie der Frage nach 2D oder 3D entschieden. Nur noch Nuancen unterscheiden Hersteller und Modelle voneinander, wenn es um die Technik geht. Denn HD darstellen können (fast) alle. Es sind demnach die Details, die heute über den Kauf entscheiden. Maßgeblich für mich sind neben dem annähernd perfekten Bild, eingängigen Funktionen und simpler Bedienung auch das mögliche Streamen von digitalen TV-Sendungen vom TV auf ein Tablet und die 3D-Splitscreen-Funktion für Videospiele. Und ich will Ambilight!

All das bietet der Philips 55PFL8007K, der aufgrund seiner technischen Merkmale und seiner Bildschirmdiagonale von 140 Zentimetern zu den Top-Modellen des aktuellen Portfolios gehört. Allein das Auspacken und Aufbauen des Geräts verlangt mindestens vier Hände, denn das Verziehen des Bildschirms durch unvorsichtigen Transport muss unbedingt vermieden werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Die Folge daraus kann eine unregelmäßige Ausleuchtung des Bildes sein. Für die Montage des Standfußes, der auch die Boxen enthält, muss der Bildschirm auf einen Tisch gelegt werden. Die Halterung für den Standfuß wird mit nur zwei Schrauben an der Rückseite angebracht, der Fuß selbst wird vierfach verschraubt. Durch die Halterung wird das in den Fuß integrierte Boxenkabel mit dem TV verbunden, denn nur so gibt es nachher auch Klang, wenn kein externes System verwendet wird.

Galerie – zum Start auf ein Bild klicken

Der 55PFL8007K verfügt über alle Anschlüsse, die ein hochwertiger LED-Bildschirm heute mit sich bringen sollte. Geboten werden gleich fünf HDMI-Eingänge, die alle ARC-fähig sind, also nicht nur Signale empfangen, sondern auch gleichzeitig den Ton über das HDMI-Kabel an ein angeschlossenes Heimkinosystem abgeben (ARC = Audio Return Channel). Verstärker, die über keinen HDMI-Anschluss verfügen, können über ein optisches Digitalkabel angesteuert werden, um so den vollen Raumklang zu genießen. Weiterhin verfügt das Gerät über drei USB-Anschlüsse, von denen zwei leicht zugänglich an der Seite angebracht sind. Den hinteren, und damit schwerer erreichbaren, verwendet man bei Bedarf für die zum Lieferumfang gehörige Skype-Kamera PTA317 für Videotelefonate innerhalb des Skype-Onlinedienstes.

Beide mitgelieferten aktiven 3D-Brillen werden über USB aufgeladen. Obendrein kann man am 55PFL8007K eine USB-Tastatur sowie -Maus, einen USB-Stick und für digitale TV-Aufnahmen eine USB-Festplatte nutzen. Warum allerdings das einzig mitgelieferte Kabel so kurz ist, dass sich beim Aufladen der Brille das Kabel spannt, erschließt sich mir nicht ganz. Aber USB-Kabel gibt es heute inflationär zu jedem Elektroartikel dazu, so dass sich in einem halbwegs sortierten Haushalt auch ein längeres Kabel finden lassen sollte. Die Brillen lassen sich aber auch am PC oder Handy-Ladegerät aufladen.

2 Shutter-Brillen PTA507/00 werden mitgeliefert
2 Shutter-Brillen PTA507/00 werden mitgeliefert

Wichtig für den Besitzer einer alten XBOX 360 ohne HDMI ist der YPbPr-Komponentenanschluss, sowie ein VGA-Eingang zum Betrieb eines PC am Bildschirm. Selbstverständlich bietet der 55PFL8007K auch diese. Sollen noch ältere Geräte wie Super NES oder ähnliches betrieben werden, findet sich am Philips sogar ein Scart-Anschluss über Adapter. Obligatorisch für ein Gerät solcher Preisklasse ist inzwischen der CI+ Schacht (Common Interface Plus) für den Empfang von digitalen Sendern von Kabel Deutschland oder Sky ohne den Betrieb eines zusätzlichen Receivers. Ebenso normal sind ein Kopfhörerausgang und ein Ethernet-Anschluss für ein RJ-45-Netzwerkkabel, auch wenn das Gerät WiFi-fähig ist. Nicht selbstverständlich hingegen scheint bei vielen Herstellern die Unterbringung der Anschlüsse zu sein, denn allzu oft schmälern störend über den Rand herausragende Kabel den optischen Gesamteindruck eines Flachbildschirms. Hier hat man bei Philips aber weiter gedacht, denn alle Anschlüsse sitzen so weit hinten im Gerät, dass hier nichts übersteht! Dies ist mit Sicherheit auch dem Ambilight geschuldet, denn wer möchte schon Schatten oder Konturen eines Kabels im rückwärtigen Spiel der Farben sehen, während er einen Film genießt?

Dieses Ambilight ist eine der auffälligsten Funktionen von Philips-Geräten. Das patentierte Ambilight wird bereits seit 2004 eingesetzt und sorgt tatsächlich für ein entspanntes Fernsehvergnügen gerade in abgedunkelten Räumen. Anfangs waren es noch einfache Röhren, deren Funktion über die Fernbedienung gewählt wurde und die ihr Licht an die Seiten des TV abgaben. Bei der Ambilight-2 Technik kam die Zweikanal-Funktion hinzu, die auf den beiden Seiten des Fernsehers verschiedene Farben darstellen konnte. Ein weiterer Schritt war Ambilight Spectra, bei der durch nun vier Leuchtdiodenstränge auch dynamische und farbliche Übergänge innerhalb des Bildes möglich wurden. So wird zum Beispiel bei einer Landschaftsaufnahme der untere Teil im Grün einer Wiese dargestellt und der obere im Blau des Himmels. Der 55PFL8007K verwendet sogar Ambilight Spectra XL, bei dem jetzt auch der obere Rand des Bildschirms beleuchtet wird. Außerdem ist es möglich, das Ambilight an die Farbe der dahinterliegenden Wand anzupassen oder aus dem dynamischen, sich verändernden Licht auf statische oder warmweiße Beleuchtung umzuschalten. Wer einmal einen Film mit dieser farblichen Untermalung geschaut hat, wird darauf nicht mehr verzichten wollen! Alleine die Abschaltung des Ambilight sorgt schon für Irritationen, weil etwas fehlt.

Ambilight Spextra XL
Ambilight Spextra XL

Da auch Boxen einer Evolution unterliegen und somit immer schmaler, aber trotzdem leistungsstärker werden und beim Philips in den Standfuß integriert sind, wird auch der Rahmen immer filigraner. Beim 55PFL8007K sind dies noch ganze neun Millimeter sichtbarer Rand bei nicht einmal drei Zentimetern Gehäusetiefe. Die Verarbeitung ist dabei einwandfrei, alle Spaltmaße sind rundum exakt. Die 2 x 20 Watt der Boxen verbreiten trotz ihrer geringen Ausmaße guten Klang, vorausgesetzt der Bildschirm steht auf einer festen Unterlage. Einen Läufer, Platzdeckchen oder ähnliches sollte man vermeiden, da Schall sich auf weichen Materialien physikalisch bedingt nicht gut ausbreiten kann. Der bauartbedingt etwas größere Standfuß wird bei der Wandmontage an der Rückseite des Bildschirms angebracht. Für den optimalen Effekt des Ambilight Spectra XL sollte der Bildschirm nicht mehr als 25 Zentimeter von der Wand entfernt stehen. Auf einen parallelen Lichteinfall sollte ebenfalls geachtet werden, da der große Bildschirm trotz entspiegelter Hochglanzscheibe bei Licht von vorn doch eher blendanfällig ist.

Nach diesen Vorbereitungen und der simpel vonstattengehenden Verkabelung mit Antenne oder Receiver und weiteren Komponenten wie Heimkinosystem und Spielkonsolen erfolgt die Ersteinrichtung. Der Philips verfügt selbstverständlich über den schon obligatorischen Triple-Tuner für Satellit (DVB-S2), Kabel (DVB-C) und Antenne (DVB-T). Eine gedruckte Anleitung liegt dem TV nicht bei, aber Philips stellt diese online als PDF auf der eigenen Website und auch innerhalb der TV-Software zur Verfügung. Wie immer gilt: Besitzer eines Tablets oder Smartphones laden sich das PDF auf das mobile Gerät und haben so die Anleitung gegebenenfalls immer griffbereit. Die Inbetriebnahme und erste grundlegende Einstellungen von Sendern, Bildeinstellungen, Ambilight und einem eventuell vorhandenen Internetzugang erklären sich jedoch vollständig von allein. Selbstverständlich lassen sich aber all diese Einstellungen auch nachträglich im übersichtlichen und umfangreichen Optionsmenü noch nachjustieren.

Dieses Optionsmenü ist zwar übersichtlich, aber dermaßen umfangreich, dass die ersten Stunden oder auch Tage tatsächlich damit verbracht werden können, den Bildschirm den eigenen Vorstellungen gemäß anzupassen, auch weil die werksseitigen Vorgaben nicht unbedingt sofort das beste Bild liefern. Allein für die Bildeinstellungen gibt es diverse Menüs mit angeschlossenen Untermenüs, die mal mehr, mal weniger sofort ersichtliche Ergebnisse in der Darstellung des Bildes bringen. Angefangen bei klassischen Standardeinstellungen wie dem Farbton, der warme oder kühle Farben hervorhebt, der Helligkeit, dem Kontrast oder der Farbsättigung, bis hin zum Feintuning der zahlreichen Pixelverbesserungsprogramme – bei Philips Perfect Pixel HD Engine genannt – reicht hier die Palette der Möglichkeiten. Es darf also umfangreich probiert werden.

Menü der Perfect Pixel HD Engine
Menü der Perfect Pixel HD Engine

Doch genau diese Funktion der perfekten Pixelaufbereitung ist gleichzeitig gelegentlich der Fluch von HD und Blu-ray. Dies liegt allerdings nicht am Bildschirm oder schwacher Software, sondern meist ausschließlich am Ausgangsmaterial. Im Bemühen, die bestmögliche Qualität bei größtmöglicher Bewegungsschärfe aus einem Film heraus zu holen, entsteht dabei manchmal der sogenannte Soap-Opera-Effekt, also ein Bild wie bei einer amerikanischen Seifenoper. Es wird der Eindruck erweckt, als seien die Darsteller vor einem neutralen Hintergrund gefilmt und nachträglich digital in die Aufnahme kopiert worden. Beim Soap-Opera-Effekt erfolgt also eine zu scharfe Trennung von Vorder- und Hintergrund. Dies liegt an der höheren Bildrate als den im Kino üblichen 24 Vollbildern (24p) pro Sekunde. Schlechte Beispiele dafür sind From Paris with Love oder auch Zorn der Titanen. Ständig hat man das Gefühl, mitten am Drehort während der Aufnahmen dabei zu sein. Besserung bringt bei solchen Filmen nur – wenn man sich partout nicht an diesen Effekt gewöhnen kann – sämtliche Funktionen der Perfect Pixel HD Engine abzuschalten.

Stimmt jedoch die Qualität des eingespielten Blu-ray-Materials, zieht der Philips bei der Bildwiedergabe alle Register. Die Kombination aus Perfect Pixel HD Engine und 800 Hz Perfect Motion Rate macht neben der puren Bildschirmgröße den Filmabend zum Genuss ähnlich dem eines Kinobesuchs. Brillante und natürliche Farben sorgen für ein einfach rundum gelungenes Bild. Helle Farben werden ebenso gut abgebildet, wie dunkle Bereiche, in denen Schwarz wirklich Schwarz und nicht Dunkelgrau ist. Blu-ray-Referenzen wie Avatar, Marvel’s The Avengers oder The Amazing Spider-Man zeigen, wozu der Philips in Verbindung mit einem guten Player in der Lage ist. Und wer sehen möchte, wie perfektes Blu-ray aussehen kann, wirft einen Blick auf Ron Frickes Dokumentation Samsara. Im fast krassen Gegensatz zu dieser Referenz steht The Expendables 2, dessen körniges Bild angeblich vom Regisseur Simon West so gewollt war. Einerseits macht dies den Charme des 80er Jahre Action-Kinos aus, andererseits wird schlechte(re) Blu-ray-Qualität gerade bei einer solchen Diagonale, wie sie der 55PFL8007K aufweist, besonders deutlich. Auch bei der Aufbereitung von DVD`s trumpft die Pixel-Engine auf. Selbst wirklich alte DVD-Filme, wie beispielsweise Demolitian Man von 1993 oder Jagd auf Roter Oktober von 1990, gewinnen hier noch einmal an optischer Qualität, die in einigen Szenen sogar an manch aktuelle Blu-ray heran reicht.

Expendables 2
Expendables 2

Aber man schaut nicht nur Filme. Entscheidend beim Empfang des allabendlichen Fernsehprogramms ist bei einem Full-HD-TV die Qualität des eingespeisten Signals. Üblicherweise bietet hier der analoge bzw. SD-Empfang auch immer das schlechteste Bild, auch wenn hier die Perfect Pixel HD Engine noch einmal unterstützend eingreift. Wer aber tatsächlich nur ein solches Signal von seinem Anbieter erhält, sollte sich den Kauf eines Bildschirms dieser Größe zwingend überlegen. Man kauft auch keinen Sportwagen, wenn man nur in verkehrsberuhigten Bereichen fahren kann. Denn erst mit digitaler Übertragung über einen entsprechenden Digitalreceiver oder das CI+ Modul und obendrein vielleicht auch gleich HD-Fernsehprogramm, entfaltet der Philips 55PFL8007K sein ganzes Können. Ich habe zum Test des TV meinen Kabel Deutschland Vertrag um entsprechende HD-Kanäle erweitert und kam so das erste Mal in den vollen optischen – nicht qualitativen – Genuss der abendlichen Unterhaltung, allein Details und Farben des dargestellten Bildes überwältigen regelrecht. Der Philips bietet ein so unglaublich scharfes und kontrastreiches Fernsehbild, welches ich in dieser Form kaum für möglich gehalten habe und bisher nur von einer Blu-ray Disc kannte. Aber selbst hier ist HD nicht gleich HD, da ein alter Film immer noch ein alter Film bleibt. Man darf also keine Wunder erwarten, wenn das zugespielte Material zwar auf einem HD-Sender läuft, aber eben nicht in HD abgedreht wurde. Nach Rücksprache mit Philips kann es obendrein noch Unterschiede in der Bildqualität geben, je nachdem ob das Programm über den Tuner des TV oder über den Tuner eines Digitalreceivers empfangen wird. Bei mir waren jedoch keinerlei Unterschiede festzustellen, das Bild ist nahezu identisch.

Fernsehen allein war gestern, obendrein legen Käufer eines aktuellen TV inzwischen gesteigerten Wert auf zahlreiche Funktionen, die die technischen Möglichkeiten so weit als möglich ausreizen. Dazu gehören Smart-TV, 3D, der Empfang der elektronischen Programmzeitschrift EPG, die Aufnahme des Programms auf Festplatte inklusive zeitversetztem Fernsehen und die Steuerung per App vom Tablet oder Smartphone. Obwohl technisch problemlos möglich, wird angeblich noch immer nur knapp die Hälfte aller Bildschirme mit dem Internet verbunden, um Smart TV und andere Inhalte zu nutzen. Dem Benutzer entgehen aber damit einige der technischen Innovationen, die der Philips bietet. Das seit 2012 neue und nunmehr aufgeräumte und damit übersichtliche Portal bietet zahlreiche speziell für das TV angepasste Applikationen wie Wetter.com, Kino.de, Picasa oder Napster, sowie natürlich die momentan offenbar für viele unverzichtbaren Social Media Apps von Twitter und Facebook. Aber es sind vor allem die großen Onlinedienste, die ein spezielles und reichhaltiges Angebot bereithalten. Hier ist meines Erachtens die ZDF-Mediathek vorbildlich, die neben Fotoserien und Videos auch ganze Folgen des bereits ausgestrahlten Programms anbietet. Auch wenn bei mir zurzeit noch eine 2000er-DSL-Leitung anliegt, konnte ich Smart-TV und Youtube frei von Verzögerungen nutzen. Für das Ausleihen und Streamen von Filmen aus den verschiedenen Online-Videotheken wie Maxdome, Videociety oder Viewster sollte aber eine leistungsstarke Leitung vorhanden sein.

fernbedienungFür einfachste Bedienung sorgt die ungewöhnliche Fernbedienung des 55PFL8007K. Denn neben den bekannten und übersichtlich positionierten Tasten für Programm, Kanalsuche oder Lautstärke ist auf der Rückseite eine vollständige QWERTY-Tastatur untergebracht. Auch die Möglichkeit, Inhalte auf dem Bildschirm im Stile eines Laserpointers oder der Wiimote der Nintendo Wii anzusteuern, ist seit dem letzten Update gegeben. Obwohl der Anschluss möglich ist, sind somit USB-Tastatur und -Maus keine Voraussetzung für einfache Bedienung mehr, denn auch das Surfen im Internet über den integrierten Browser geht mit der Fernbedienung leicht von der Hand. Dabei haben alle Tasten einen gut dosierten Druckpunkt. Wer es noch zeitgemäßer und bequemer möchte, lädt sich die Philips MyRemote App aus dem Apple- oder Android-Store und steuert sämtliche Funktionen des TV per Tablet oder Smartphone. Besitzer eines iPads genießen hier noch ein besonderes Bonbon, denn das laufende, digitale Programm lässt sich vom TV per WiFi Smart Screen auf das Tablet streamen. Dabei ist zu beachten, dass der TV das Programm nur über den internen Tuner weiterleiten kann und mindestens Software-Release 150.085 installiert ist. Das Streamen über den externen Kabel-Deutschland Receiver hat nicht funktioniert. Etwas umständlich ist hierbei noch das Suchen von Sendern, da die gesamte Senderliste angezeigt wird, nicht aber nur die am TV angelegten Favoriten.

Hat man seine Filme, Musik oder Bilder im Heimnetzwerk gespeichert, lassen sich diese ebenfalls über den 55PFL8007K wiedergeben. Dank DNLA 1.5-Zertifizierung wird der Philips ins heimische Netzwerk eingebunden und kann so auf freigegebene Ressourcen zugreifen. Der TV beherrscht bei den Videoformaten MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, AVI, MKV, H264/MPEG-4 (AVC) und WMV9/VC1, bei den Audioformaten AAC, MP3 und WMA (v2 bis v9.2) und als einziges Bildformat JPEG.

Nicht immer ist man zur Sendezeit eines Films zu Hause und somit möchte man eine Sendung aufnehmen und später schauen. Glücklicherweise sind USB-Festplatten nicht mehr nur als Speichermedien zur Datensicherung oder dem Austausch von PC-Inhalten interessant. Moderne TV nutzen Festplatten zur Aufnahme oder zum zeitversetzten Ansehen des Programms. Der Philips benötigt hierzu mindestens eine 250GB-HDD, die vor der ersten Inbetriebnahme formatiert werden muss. Die Platte ist dann allerdings ohne erneute Formatierung am PC nicht mehr als Speichermedium nutzbar. Man erspart sich jedoch mit dem Einsatz einer mittlerweile preiswerten HDD die Anschaffung eines teuren Festplattenrekorders, der die gleichen Funktionen bietet.

2D zu 3D Konvertierung - hier ohne Brille
The Cabin in the Woods: 2D zu 3D Konvertierung – hier ohne Brille …

Eine der spannendsten Entwicklungen nicht nur im TV-Bereich ist 3D, obwohl dessen Geschichte bereits im Jahr 1853 mit Wilhelm Rollmann beginnt. Damals wurden sogenannte Anaglyphenbilder verwendet, zu deren Betrachtung man eine Brille mit einer roten und einer grünen Folie verwendete. Modernes 3D unterscheidet sich technisch davon grundsätzlich, obwohl sich die eigentliche Funktionsweise nicht geändert hat. Will man bei einer flachen und zweidimensionalen Ebene, also einem Bild oder einem Film, dem Gehirn einen Tiefeneffekt – die dritte Dimension – vorgaukeln, funktioniert dies nur über die getrennte und versetzte Darstellung von zwei Einzelbildern, jeweils eines für das linke und eines für das rechte Auge. Um die Bilder getrennt voneinander zu empfangen, werden heute wie damals, mit Ausnahme des Nintendo 3DS, noch immer entsprechende Brillen benutzt. Allerdings gibt es keine farbigen Folien mehr und man unterscheidet zwischen aktivem und passivem 3D. Der Philips 55PFL8007K verwendet die aktive 3D-Technik. Die dafür eingesetzten Shutter-Brillen verfügen über LCD-Bildschirme, die das entsprechende Glas abwechselnd zwischen durchlässig und undurchlässig umschalten. Somit empfängt immer nur ein Auge ein Bild, es entsteht bei 24 Einzelbildern pro Sekunde und Glas ein 3D-Effekt.

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… und hier mit Shutter-Brille

Voraussetzung für ungetrübten 3D-Genuss ist neben dem TV auch ein 3D-tauglicher Player, auch wenn der Philips in der Lage ist, per Knopfdruck jeden beliebigen 2D-Inhalt nach 3D zu konvertieren. Dies funktioniert in der Praxis erstaunlich gut, auch wenn in einigen wenigen Szenen beim TV-Programm Vorder- und Hintergrund vertauscht dargestellt wurden. Es wird aber kaum jemand die Katastrophenmeldungen der Tagesschau regelmäßig auch noch mit Tiefenwirkung schauen wollen. Da 3D-Effekte von Menschen unterschiedlich wahrgenommen werden, verfügt der 55PFL8007K über eine 3D-Tiefenanpassung. Diese ist im Gegensatz zum Nintendo 3DS zwar nicht stufenlos zu justieren, bei den vorhandenen Vorgaben sollte jedoch jeder Benutzer die für ihn passende Einstellung finden. Ebenso wie bei den „normalen“ Blu-ray Discs steht auch hier Avatar für die absolute Referenz. Die ohnehin schon starke und emotionale Story wird in der 3D-Variante mit gezielt eingesetzten Effekten noch einmal aufgewertet. Unglaubliches Kino vor dem eigenen Bildschirm!

Doch neben dem eigentlichen Filmgenuss ist der große Bildschirm gerade für Videospieler interessant. Denn der Philips verfügt über eine interessante Funktion, 2-Spieler Fullscreen Gaming-Modus genannt. Musste man sich bis auf einige Ausnahmen wie Rayman Origins, Mario oder LittleBigPlanet im 2-Spieler-Modus bis vor Kurzem noch mit einem horizontalen oder vertikalen Splitscreen begnügen, erhält nun jeder Spieler – 3D-Brille sei Dank – die volle Bildschirmgröße. Und das, obwohl weiterhin beide gleichzeitig spielen. Dabei ist die Funktion dahinter nicht so simpel, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Während beim 3D-Film jede Brille abwechselnd das linke und rechte Glas zwischen durchlässig und undurchlässig durchschaltet, erhält hier jede Brille einen eigenen Modus. Sieht man bei einem Film auf beiden Brillen abwechselnd Bild A und B, erhält beim Gaming Modus eine Brille das Bild A und die andere das Bild B. So sieht jeder Spieler sein eigenes Spiel im Fullscreen, also auf dem gesamten Bildschirm. Natürlich ist 3D so nicht mehr möglich, da die Bilder ja innerhalb der Brille nicht mehr wechseln, sondern permanent nur jeweils ein Bild auf beiden Gläsern gleichzeitig empfangen wird. Die Spiele im 2-Spieler Fullscreen Gaming-Modus werden somit ausschließlich in 2D dargestellt. Wenn hier allerdings die Einstellungen am TV und der Konsole nicht stimmen, passiert entweder nichts, oder man macht denselben Fehler wie ich und steuert nachher bei Gran Turismo pro Auge ein Auto, weil man fälschlicherweise noch am TV 3D zuschaltet. Am Beispiel von Playstation 3 und Gran Turismo erläutere ich hier kurz die richtigen Einstellungen und Vorgehensweisen.

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Der 2-Spieler Modus funktioniert nur mit einer über HDMI angeschlossenen Konsole. Wichtig ist zuerst, dass der entsprechende Anschluss – bei mir HDMI 4 – korrekt in „Spielkonsole“ umbenannt wird, da sich ansonsten über die Optionen an der Fernbedienung die Bildeinstellungen nicht anwählen lassen und somit kein 2-Spieler-Modus am TV ausgewählt werden kann. In der Konfiguration des Philips wählt ihr unter „Einstellungen Fernseher“ erst „Bild“ und dann „Spiel oder Computer“. Nach dem Start der PS3 und dem anschließenden Klick in den TV-Bildoptionen auf den „2-Spieler-Mode“ erfolgt links am Bildschirm eine Auswahl, ob das Bild „Side-by-Side“ oder „Oben/Unten“ dargestellt werden soll. Nach der Auswahl „Oben/Unten“ startet ihr das Spiel. Der TV fordert euch jetzt auf, die 3D-Brille aufzusetzen. Achtet darauf, dass diese angeschaltet ist, da sich die Brillen nach zwei Minuten ohne Signal wieder ausschalten. Schaltet jetzt über die OK-Taste der TV-Fernbedienung den 2-Spieler-Modus noch solange aus, bis ihr das Spiel startet, da ansonsten das Bild verzerrt dargestellt wird und ihr euch sonst im Menü nicht zurechtfindet. Wählt nun bei Gran Turismo den 2-Spieler-Modus, achtet aber vorher darauf, dass in den Optionen des Spiels der 3D-Modus abgeschaltet ist und das Vollbild mit 1080p dargestellt wird. Wählt jetzt 2-Spieler-Splitscreen und startet das Rennen mit Fahrzeugen und Strecke eurer Wahl. Schaltet beim Rennstart erneut über die OK-Taste der Fernbedienung den 2-Spieler-Modus des TV wieder an. Spieler 1 und 2 sehen hier unter Umständen anfangs noch das gleiche Fahrzeug bzw. Bild. Ist dies der Fall, drückt Spieler 2 noch einmal den OK-Knopf seiner 3D-Brille. Ab jetzt steht dem Rennvergnügen bis auf vielleicht einige Geisterbilder nichts mehr entgegen. Sollten diese zu deutlich auftreten, wechselt einfach mal eure Position vor dem TV, indem ihr Winkel oder Abstand verändert.

Dieser 2-Spieler Fullscreen Gaming-Modus ist in Zeiten des Mehrspieler-Online-Wahns, in denen man leider relativ selten noch zwei Spieler gleichzeitig zum gemeinsamen Spielen vor den eigenen Bildschirm bekommt, eine klasse, aber ausbaufähige Zusatzfunktion. Ausbaufähig jedoch nur deshalb, weil jetzt die Videospiel-Publisher wieder zurückdenken und mehr neu erscheinenden Spielen einen leider fast aus der Mode gekommenen Splitscreen-Modus hinzufügen müssten. Nur so macht diese Funktion am TV auch längerfristig Sinn.

Mario an der Wii U mit gewaltigen 8 Zentimetern Größe
Mario an der Wii U mit gewaltigen 8 Zentimetern Größe

Aber auch wenn man keinen Partner zur Hand hat, ist der Philips zum Zocken eine überaus lohnende Investition. Egal ob PS3, XBOX 360 oder Wii U, das große Bild lässt Spieler noch intensiver und tiefer in digitale Welten abtauchen. Und wie groß Spielehelden mit einem Male erscheinen können, zeigt ein Vergleich. Kommt Mario in New Super Mario Bros. 2 auf dem 3DS mit gerade mal mickrigen acht Millimetern Körpergröße daher, sind es bei New Super Mario Bros. Wii U am Philips ganze acht Zentimeter. Der Klempner war noch nie riesiger und pixelgenaue Sprünge noch nie einfacher! Doch neben den eher niedlichen Jump`n`Runs rund um Mario, Sonic, Rayman und ähnlichen Knuddelhelden und -Genres vermitteln gerade Action- oder Rennspiele das Gefühl, sich noch näher am oder im Geschehen zu befinden. Im neuen Tomb Raider wirken der dunkelgrüne Dschungel noch bedrohlicher und wasserdurchflutete Höhlen noch glitschiger und finsterer, als dies ein kleinerer Bildschirm schon vermitteln konnte. Lara leidet intensiver, man friert und zittert förmlich mit der angehenden Heldin. Das ganze Spiel erhält somit cineastische Züge. Auch Rennspiele werden noch realistischer, weil nun die Cockpit-Perspektive das erste Mal richtig Sinn macht. Diese litt auf kleinen Bildschirmen immer unter mangelnder Übersicht, weil man einfach durch die Frontscheibe zu wenig von der Umgebung erkennen konnte. Damit ist jetzt Schluss, denn Forza, Shift oder Gran Turismo erleben am Philips deutlich mehr Realismus durch mehr freie Sicht auf Strecke und Gegner. Die Illusion, sich vielleicht doch in einem echten Ferrari, einer Viper, einem Porsche oder irgendeinem anderen Supersportwagen zu befinden, erlebt nochmals eine Steigerung.

So gut aktuelle Spiele am 55 Zöller daher kommen, so wenig Sinn machen leider alte Konsolen. Super NES, Mega Drive oder Neo Geo litten schon an den meisten kleineren Flachbildschirmen unter der schonungslosen Offenlegung ihres Alters. Am 55PFL8007K werden ehemals kleine Pixel jetzt zu regelrechten Blöcken, ähnlich denen des Atari VCS. Den Effekt kennt man, wenn man am PC ein kleines Bild immer größer aufziehen muss. Je größer die Darstellung, desto pixeliger erscheint dies. Nichts anderes passiert auf dem großen Bildschirm. Von daher bringt der Anschluss der Retro-Konsolen hier weniger Freude, auch wenn alle Spiele weiterhin spielbar sind.

Lara imponiert mit bestechender Grafikpracht
Lara imponiert mit bestechender Grafikpracht

Funktionen wie Internet, Smart-TV, DNLA, 3D oder die Steuerung über Apps zeigen, dass moderne TV keine Fernsehgeräte im eigentlichen Sinn mehr sind. Es handelt sich hierbei um Computer mit eigenem (Unix-)Betriebssystem, integriert in einen großen Bildschirm. Der Philips 55PFL8007K/12 macht hier keine Ausnahme. Das Starten des TV geht innerhalb weniger Sekunden vonstatten, dann stehen alle Funktionen zur Verfügung. Man muss sich beim modernen TV von dem Gedanken frei machen, dass es sich hier noch um klassische Röhrenfernseher handelt. Jede Funktion ist softwaregesteuert und benötigt somit wie jeder normale PC einiges an Rechenleistung. Jedes Umschalten auf ein anderes Programm und jede Einstellung will demnach sorgsam berechnet werden, um das bestmögliche Bild zu liefern. Dies verläuft ohne merkliche Verzögerungen – wenn man nicht auf die Channel-Taste einhämmert, wie auf den Fire-Button bei einem Shooter-Game. Die Software des Philips läuft absolut stabil, ich hatte während der gesamten mehrwöchigen Testphase keinen Absturz oder Freezes. Auch wenn der TV mit dem Internet verbunden ist und anzeigt, dass das neueste Software-Release installiert ist, lohnt dennoch gelegentlich ein Blick auf die Hersteller-Website. Denn trotz Meldung, die Software sei auf dem neuesten Stand, war dies nicht der Fall. Das Update von Version 150.082 auf Version 150.085 zum Streaming auf das iPad musste per Hand über einen USB-Stick installiert werden. Dies geht jedoch vollkommen unkompliziert und reibungslos innerhalb weniger Minuten vonstatten.

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Fazit:

Der Philips 55PFL8007K erfüllt und übertrifft sogar viele der hochgesteckten Erwartungen, die man an ein modernes Gerät dieser Preisklasse haben darf. Seine Performance, scharfe und detailreiche Bilder, übersichtliches Smart-TV, individuelles 3D, ein sortiertes Menü und Steuerung per App machen ihn auch aufgrund seiner Größe zum medialen Mittelpunkt eines jeden Wohnraums. Trotzdem wirkt das Gerät nicht wuchtig, es fügt sich durch seinen schmalen Rahmen eher unauffällig und zurückhaltend in das bestehende Ambiente ein. Man wird auf die tatsächliche Diagonale erst aufmerksam, wenn der Philips angeschaltet wird. Zum einwandfreien Gesamteindruck trägt das Ambilight bei, welches abends durch sein Farbenspiel zusätzlich Atmosphäre schafft.

Man darf jedoch trotz momentan modernster Funktionen gespannt sein, was die nächste Generation an Neuerungen bringen wird. In den Startlöchern stehen Sprach- und Gestensteuerungen, wie man sie als XBOX-Spieler bereits von Kinect kennt, sowie weit entfernt in der Zukunft 4K oder Ultra-HD. Wünschenswert wäre aber schon jetzt auch Bluetooth für den kabellosen Betrieb externen Zubehörs, wie zum Beispiel meines Parrot Zik Kopfhörers. Und wer weiß, vielleicht werden irgendwann für die nächsten 3D-Generationen auch keine Brillen mehr benötigt? Nintendo hat es technisch mit dem 3DS bereits vorgemacht.

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Link zur Herstellerseite: Philips 55PFL8007K >>>

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weitere Hardwaretests:

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Jahresrückblick 2012 – lohnt der Blick nach 2013?

jahresrueckblickUnd wieder neigt sich ein Jahr dem Ende und zumindest diejenigen, die regelmäßig Unterschriften leisten, müssen sich die ersten Tage an ein neues Datum gewöhnen. Aber Spielern der sich jährlich wie Ostern und Weihnachten wiederholenden EA-Titel dürfte das nicht ganz so schwer fallen, weil dort ja schon seit Wochen die 13 auf den neuen Covern prangt.

Sollte man nun trotz des alljährlichen Weihnachtsstresses doch einmal Momente der Ruhe finden und bei Tee und Bratapfel die fallenden Schneeflocken vor dem Fenster zählen, kommt man als Zocker nicht umhin, das Spielejahr Revue passieren zu lassen. Und so überlege ich, was am Software-2012 eigentlich hervorzuheben wäre? Das Ergebnis ist ernüchternd, denn mir fällt tatsächlich kein Titel ein, der mich länger als ein paar Tage an eine Konsole fesseln konnte. Das Überangebot an Software ist einfach zu erdrückend.

„Frevel!!! Auf den Scheiterhaufen mit dem Ungläubigen!!!“

Ja, natürlich gab es den einen oder anderen Titel, der Spaß bereitet hat, aber mal Hand auf`s Herz: War da wirklich etwas bahnbrechend Neues dabei? Erfolgreiche Serien, allen voran (wieder einmal) Call of Duty, Halo, FIFA und Assassins Creed, bekamen eine Fortsetzung spendiert. Das Setting wird verändert, der Bösewicht/Held hat einen anderen Namen und es gibt die eine oder andere neue Animation/Fähigkeit/Waffe, schon rollt der Rubel wieder und Investoren/Aktionäre/Banken reiben sich die geldgierigen Schwitzefinger.

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Der Videospieler in mir freut sich, dass er alle paar Tage ein neues Spiel zocken könnte, wenn er denn wollte. Der Zyniker in mir ätzt, dass die Spieler alle doof sind, sich andauernd altes Zeug in neuer Verpackung zu kaufen/herunter zu laden. Aber glücklicherweise halten sich Zocker und Zyniker die Waage. Immer öfter siegt nämlich die Erkenntnis, dass ich inzwischen zu alt/weise/überfordert bin, das Wettrüsten der Publisher mitzumachen. Stattdessen krame ich dann alte SNES, Mega Drive oder Atari-Titel heraus, zocke gemütlich ein oder zwei Stündchen und widme mich dann wieder anderen Dingen.

Daran hat auch die neue Wii U noch nicht viel geändert. Zugegeben, Zombi U ist spannend und Mario wie immer bis auf das letzte Pixel perfekt, aber so richtig (vor)gefreut hatte ich mich auf das nun nach Anfang 2013 verschobene Rayman Legends.

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„Ha, nörgeln, aber selber Fortsetzungen spielen! Du Heuchler!“

Na und? Ich habe ja auch X-COM, Mario und Forza gespielt, letzteres allerdings nur, weil ich mich aufgrund eines nicht angeforderten Testmusters dazu genötigt fühlte, gekauft hätte ich Horizon nicht. Und auch X-Com bot im Spielablauf tatsächlich nichts, was ich nicht schon von der Playstation One Version gekannt hätte.

Wenn mir 2012 etwas ins Auge gefallen ist, dann die (zwanghafte Weiter-)Entwicklung der XBOX 360. Mir klingen noch die Worte des ehemaligen Community- und jetzigen Product Managers bei Microsoft, Frank Halgasch, in den Ohren:

„Wir haben eine Spielkonsole gebaut, es wird keinen Browser und ähnlichen Schnick-Schnack geben!“

Inzwischen ist das Dashboard dermaßen mit Apps und ähnlichem Unsinn überladen, dass ich mich frage, wo denn hier zwischen all den Kacheln die Spielkonsole versteckt sein könnte? Und zu allem Überfluss wirft man dann noch SmartGlass auf den Markt, weil Nintendos Idee eines Touchpads offenbar an exponierter Stelle für eiskalte Füße gesorgt hat.

cross-controllerAber auch Sony springt ja mit PS Vita und PS3 auf den berührungsempfindlichen Touch-Zug auf. Wie sonst wäre es zu erklären, dass Sackboy in LittleBigPlanet 2 nun per PS Vita und dem sog. Cross-Controller-Paket zu steuern ist? Da fällt mir eigentlich nur der Spruch ein:

Kopie ist die größtmögliche Anerkennung!

Offensichtlich hat man bei Nintendo wieder einmal den richtigen Riecher gehabt und mit der Wii U das Tor zur nächsten Konsolengeneration weit aufgestoßen. Ich bin gespannt, was uns demnach mit der nächsten XBOX (720) und Playstation (4) erwartet?

Wer nun heute befürchtet, diese neuen Konsolen aufgrund des bevorstehenden Weltuntergangs nicht mehr zu erleben, den kann ich beruhigen. Ich bin fest davon überzeugt, dass heute definitiv keine neue Gottheit der Maya namens Bolon Yokte ankommen wird und dass auch Wissenschaftler mit ihren Theorien gehörig ins Klo greifen können. Es gibt zu dem Kalender, der den heutigen Untergang prophezeit, nämlich weitere Inschriften, die das Ende der Welt etwa auf das Jahr 4470 verlegen. Demnach wird sich die Erde zumindest die nächsten Jahre weiter drehen. Unsere Nachfahren dürften dann aber keine Konsolen mehr besitzen, weil diese bei der Geburt ins Hirn – was evolutionsbedingt zwischenzeitlich in den Hintern gewandert sein dürfte – implantiert werden … oder aber – was wahrscheinlicher ist – sind die letzten Überlebenden Insekten und Ratten. Denen liegt aber bisher nicht so viel an Mario & Konsorten.

Meine größte Hoffnung ist, dass noch zu unseren Lebzeiten irgendjemand das Holo-Deck aus Star Trek zur Serienreife für Privathaushalte bringen wird. Das würde ich mir dann auch was kosten lassen.

 

Hardwaretest Yamaha YAS-201 … der Energieriegel für TV und Blu-ray Player

Videospieler kennen das: Endlich steht der neue LED-TV zu Hause. Die XBOX 360, Playstation 3, Wii und alle anderen Konsolen sind schnell angeschlossen. Das Bild hat beim Händler überzeugt, dem dynamischen FIFA-Kick, den Drifts mit der Viper beim Forza-Rennen oder einem adrenalinhaltigen Multiplayer-Shooting in HALO steht also nichts mehr im Wege. Das Spiel startet, aber aus den integrierten Boxen kommt nur dünner Klang, Bässe sucht man fast vergeblich. Die gute Laune ist dahin. Das ist das Problem bei der aktuellen Entwicklung: Je flacher der Bildschirm, desto flacher auch die Boxen. Wie sollen auch aus diesen wenigen Zentimetern noch Tiefen kommen? Dafür mangelt es schlicht an Volumen.

Die einfachste Lösung für den perfekten Klang ist, den neuen LED-TV direkt an seine Dolby-Surround Anlage zu hängen und den Ton über die 5.1 oder sogar 7.1 Boxen abzuholen. Die meisten Bildschirme verfügen heute über ARC, also einen Audio Return Channel und geben ihren Klang über das HDMI-Kabel direkt an den Verstärker zurück, statt nur Signale zu empfangen.

Galerie – zum Start auf ein Bild klicken

Auch wenn uns das der Händler mit imposanten Vor-Ort-Aufbauten immer wieder plausibel machen möchte, sind die wenigsten Wohnzimmer aufgebaut wie Ritter Sport Schokolade. Quadratisch und damit praktisch und gut sucht man vielerorts zu Hause vergebens. Das ist die Theorie, die Praxis sieht oftmals anders aus. Im verwinkelten Raum beginnt der Stress schon bei der Montage von Kabelkanälen oder dem Anheben von Fußbodenleisten für die Verlegung der Boxenkabel. Das endet nicht selten in Möbel rücken und dann doch entnervt bei lieblos durch das ansonsten heimelige Wohnzimmer geworfenen Kabeln. Eben nicht jeder Raum ist dafür geeignet, fünf oder sogar sieben Boxen aufzustellen. Mein eigens für meine Videospiele eingerichtetes Zimmer ist so ein Fall, erschwerend kommen hier noch Dachschrägen hinzu.

Die Alternative für klaren, kraftvollen Klang ohne Dolby-Surround-Anlage ist eine Soundbar. Vor dem Fernseher positioniert kommt hier der Raumklang aus nur zwei Boxen. Yamaha ist seit Jahren bei der Entwicklung führend, diverse Surround-Algorithmen sind hauseigene Entwicklungen. Das letzte Modell YAS-101 wurde in den höchsten Tönen gelobt, nun steht seit Kurzem direkt von der IFA die YAS-201 im Handel. Der bauartbedingt große Karton des Systems präsentiert sich beim Auspacken inhaltlich spartanisch: Die Soundbar, der Subwoofer, ein optisches Kabel, Fernbedienung und Anleitung, mehr wird nicht benötigt, um seinem TV oder Blu-ray Player vernünftigen Klang abzugewinnen.

Soundbar und Subwoofer – mehr wird nicht benötigt

Die Soundbar passt mit ihren knapp 87 Zentimetern Breite, 12,1 Zentimetern Tiefe und nur 9,8 Zentimetern Höhe vor so gut wie jeden Flachbildschirm. Verdeckt die Soundbar aber dann den Empfänger des TV, können die Standfüße abgeschraubt werden, so dass hier nur noch genau 8 Zentimeter Höhe übrig bleiben. Sollte dies dann immer noch zu viel sein, ist die Fernbedienung des Systems lernfähig. Sie „merkt“ sich die Infrarotsignale der TV-Fernbedienung und leitet diese durch. Alternativ ist über die mitgelieferte Bohrschablone auch die Wandmontage möglich.

Die Installation des kompletten Systems ist so simpel, dass man tatsächlich mehr oder minder erschrocken zu dem Gedanken kommen könnte, hier etwas vergessen zu haben: Aufstellung der Soundbar, Anschluss des optischen Kabels, Aufstellung des Subwoofers, einschalten und genießen. Lediglich schmale LEDs zeigen an, dass die Soundbar betriebsbereit ist und in welchem Modus sie sich befindet.

In wenigen Fällen muss man dem TV in den Tonoptionen beibringen, dass er nun statt Stereo Dolby auszugeben hat, die meisten Geräte erledigen diese Einstellung bei Anschluss des optischen Kabels jedoch automatisch. Es kommt obendrein ein weiterer Vorteil des neuen Systems zum Tragen:  Der Subwoofer ist kabellos! Somit kann er frei irgendwo im Raum stehen, um für tiefe Bässe zu sorgen. Die Soundbar selbst verfügt über genau zwei optische Eingänge für TV und Blu-ray Player. Da die meisten Konsolen ohnehin per HDMI, Komponenten-Eingang oder Scart an den TV angeschlossen sind und somit den Ton weiterleiten, sind diese beiden Eingänge auch vollkommen ausreichend.

zwei optische Eingänge – der Anschluss an den Receiver ist nicht vorgesehen

Aber wie kommt denn nun der Surround-Sound aus der Soundbar? Das System ist nicht so simpel, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn die zwei Boxen der YAS-201 können keine sieben Boxen eines kompletten Heimkino-Systems ersetzen. Der Raumklang wird also durch komplizierte mathematische Berechnungen – von Yamaha Air Surround XTreme Technologie genannt – simuliert. Er ist demnach virtuell und wird vor der Soundbar durch das Ohr als Raumklang wahrgenommen. Der Klang verteilt sich großflächig vor der Soundbar im ihm zur Verfügung stehenden Raum, aber ist eben durch die Simulation kein „echter“, sondern virtueller Raumklang. Das schließt Soundeffekte hinter der Sitzposition vielfach aus. Was letztendlich beim Hörer ankommt, ist dennoch gewaltig.

Air Surround XTreme Technologie sorgt für virtuellen Raumklang

Die zwei Boxen der Soundbar bieten jeweils 30 Watt Ausgangsleistung, zuzüglich der 100 Watt des Subwoofers. Das ist für großes Hörvergnügen mit Videospielen, Blu-ray und TV auf dem Sofa vor dem Flachbildschirm mehr als nur ausreichend. So habe ich mir diverse Filme auf Blu-ray angesehen, Spiele von Master System bis Playstation 3 gezockt und auch Serien und Filme im TV geschaut. Das Ergebnis war immer das gleiche, das YAS-201 überzeugt auf ganzer Linie. Egal ob Action mit World Invasion: Battle Los Angeles und Men in Black, Animation mit Ice Age und Shrek oder Musik von AC/DC bis Weezer, Hoch- und Mitteltöne der Soundbar sind glasklar und voluminös. Das Ganze wird perfekt unterstützt vom niemals aufdringlichen Subwoofer, der für wunderbar tiefe Bässe sorgt.

Subwoofer in mattschwarz mit Klavierlack eingefasst

Auch das allabendliche TV-Programm gewinnt mit dem System zwar nicht an Niveau, so aber doch an deutlich verbesserter Soundkulisse. Hier kommt es jedoch tatsächlich darauf an, in welchem Format die Sendung empfangen wird und ob der Sender sein Tonsignal in Dolby Digital oder nur in Stereo ausstrahlt. Stereo ist eben kein Dolby Surround und das Gefühl des Raumklangs somit nicht machbar. Für das Fernsehprogramm gibt es mit der Funktion UniVolume eine weitere Verbesserung. Auch wenn sich die Sender vor Kurzem darauf geeinigt haben, Werbung nicht mehr in erhöhter Lautstärke zu senden, scheinen sich jedoch nicht alle daran zu halten. Manche Werbeblöcke reißen den Hörer bzw. Zuschauer noch immer regelrecht von der Couch, im verzweifelten Versuch, rechtzeitig die weit entfernt liegende Fernbedienung zu erreichen, bevor die Nachbarn klingeln. UniVolume gleicht die Lautstärke von Sendung und Werbung auf ein einheitliches Level an.

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Wichtig bei einem Heimkinosystem ist neben fulminanter Geräuschkulisse, dass Dialoge auf dem Bildschirm davon nicht überlagert werden. Da das YAS-201 mit allen aktuellen Tonformaten wie Dolby Digital, Dolby Pro Logic II und DTS klar kommt, stellen Dialoge bei einer Blu-ray kein Problem dar. Schwieriger wird es allerdings bei einigen älteren DVDs. Hier kommt es gelegentlich zu einem doch recht undeutlichen Sound-Mix, was aber am Film und nicht am System liegt. Doch auch hier wird Abhilfe geschaffen, dafür sorgt die Clear Voice Funktion. Dabei wird der Dialog angehoben und kommt so hörbar deutlicher beim Zuschauer an, während alle anderen Geräusche in den Hintergrund geraten.

Ich war bisher aufgrund baulicher Gegebenheiten gezwungen, meine Konsolen an einen älteren Denon-Receiver anzuschließen. Jedoch konnte ich den Sound nur über zwei angeschlossene Boxen in Stereo hören, da für ein 5.1. System einfach kein Platz besteht. Wollte ich bei einem neuen Spiel den perfekten Sound genießen, musste ich die entsprechende Konsole bisher vom Spielzimmer ins Wohnzimmer tragen, um diese dort an das Heimkinosystem anzuschließen.

Schlankheitskur für guten Ton – die Soundbar vor dem TV

Damit ist nun Schluss, denn das YAS-201 erspart mir diese Umzugsaktionen zukünftig. Macht das System schon bei Blu-ray und TV einen hervorragenden Eindruck, legt es bei Videospielen noch einmal zu. Auf der XBOX 360 spiele ich gerade HALO Anniversary und Forza Horizon und beide Spiele drücken mich beim Sound in meinen Sessel, so fulminant ist dieser. Da stimmen die eher ruhigen Dialoge bei HALO auf die kommenden Action-Sequenzen ein, die dann brachial aus den Boxen kommen. Ob ich die Pillar of Autumn gegen den Angriff der Allianz verteidige, während überall Feuergefechte stattfinden und Granaten explodieren oder mit dem Warthog über den Strand donnere und mit dem MG dauerfeuere, das Remake hat auch nach 10 Jahren gerade aufgrund des Klangs nichts von seinem Reiz eingebüßt.

Gleiches gilt für Forza. Sei es das gemütliche Dahingleiten über die Straßen von Colorado oder ein Rennen gegen sieben Konkurrenten: Der virtuelle Surround-Sound wertet ein zumindest im Einzelspielermodus gutes Spiel noch einmal auf. Unterschiedliche Motoren, die abhängig von Typ und Geschwindigkeit mal dumpf klingen und mal aufbrüllen, Rennen über Schotterpisten, bei denen ich das Gefühl habe, danach fegen zu müssen, weil überall Steinchen und Staub im Zimmer herumfliegen oder Kollisionen mit Gegnern und Randbegrenzungen, alles klingt glaubwürdig und klar.

Unterwegs im Bugatti – zumindest virtuell fahrbar

Auch wenn alte Konsolen nur zu Stereoklängen in der Lage sind, so steigert die YAS-201 den Spielspaß noch einmal gegenüber dem Ton des LED-TV. Wer Parodius auf dem SNES kennt, weiß was ihn dort an damals schon sensationellen Soundeffekten und Musikstücken bei bildschirmfüllenden Zwischen- und Endgegnern erwartet. Mit der Soundbar machen selbst so alte Weltraumshooter noch einmal mehr Spaß. Und ja, mir gefallen die alten Midi-Sounds von Master System und NES auch heute noch und Wonder Boy in Monster Land, Alex Kidd oder Super Mario Bros. müssen eben mit entsprechender Lautstärke gespielt werden 😉

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Fazit:

Guter Klang ist nicht von eingeschränktem Raumangebot abhängig. Wer für ein umfangreiches 5.1 oder sogar 7.1 Heimkinosystem entweder keinen Platz hat oder nicht gleich das komplette Wohnzimmer umbauen kann oder will, wird jetzt in der YAS-201 die perfekte Alternative finden. Das System will und kann auch gar kein Heimkinosystem ersetzen, es soll aber den Flachbildschirm und Blu-ray Player bestmöglich aufwerten. Das zeigen auch die beiden einzigen optischen Eingänge. Ein Anschluss am Receiver ist nicht vorgesehen. Simpel in Aufbau und Bedienung bietet der Sound-Riegel mit Subwoofer maximalen Klang bei minimalem Aufwand.

IOS Benutzer können die YAS-201 ebenfalls nutzen, vorausgesetzt, sie erwerben den optionalen Wireless Transmitter YIT-W12. Dieser leitet Musik und Hörbücher kabellos an die Soundbar weiter.

Auch optisch macht das System reichlich her. Schmal vor dem TV platziert wirkt die Soundbar auffällig unaufdringlich. Das Design in schwarzem Klavierlack wirkt edel, gleiches gilt für den mattschwarzen, aber an der Front mit Klavierlack eingefassten Subwoofer. Alternativ ist das System aber auch in Weiß erhältlich. Somit passen beide Farben zu allen gängigen Flachbildschirmen und verhalten sich farblich neutral zur Einrichtung.

Für mich ist die YAS-201 die Erfüllung eines lang gehegten Traums. Endlich mit einer Klangkulisse zocken, die den Spielen auch gerecht wird, ohne große und kostspielige Umbaumaßnahmen in meinem Reich starten zu müssen. Das System ist einfach die perfekte Lösung für viel Klang auf wenig Raum. Überboten in Sachen Leistung – aber auch im Preis – wird die YAS-201 nur noch vom Soundprojektor YSP-3300 >>>.

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Link zur Herstellerseite: Yamaha YAS-201 >>>

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Internet? Doch nicht mit uns!

Videospielen ist heute untrennbar mit dem Internet verbunden. Neben zahlreichen, meist unnötigem DLC aller Art braucht jede Konsole inzwischen in mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen ihre Updates. Dass das sinnvoll sein kann, zeigte Microsoft beim ersten großen Update der XBOX 360, nach dessen Einführungen man das Gefühl hatte, eine neue Konsole vor sich zu haben. Das genaue Gegenteil ist meine Playstation 3, die nicht täglich läuft, dafür aber – scheinbar aus Rache wegen Vernachlässigung und verletztem Ehrgefühl – dann gewaltige Updates zieht, die so unnötig wie ein Pickel am Hintern sind. Denn was soll ich mit einer polnischen Datei zu einem Firmware-Update?

Updates können also sinnvoll oder auch sinnfrei sein, man nimmt sie als gottgegeben hin, weil man ohnehin nicht weiß, was einem der Hersteller da von hinten in die Konsole schiebt. Zu DLC, Filmen, Demos oder sonstigem Schnullipups kann jeder seine eigene Meinung haben, Fakt ist, man benötigt Internet. Und das mit möglichst dicker Leitung. Filme wollen nicht mehr nur heruntergeladen werden, nein, aus Zeitgründen müssen sie gestreamt werden. Also gleichzeitiges Laden und Anschauen (hat eigentlich früher jemand den gerade aus der Videothek geliehenen Film schon auf dem Nachhauseweg geschaut?). Und auch Demos, bei denen man nie weiß, was einem am Ende erwartet – wie das vollkommen geistlose F1-Racers von Kotmeisters – nehmen inzwischen Ausmaße an, die bar jeder Vernunft sind.

Aber Videospielgeräte und Computer, selbst VoIP sind Klassiker, denn auch Kühlschränke, Haartrockner und Klorollenhalter sind heute internetfähig … oder werden es bald sein (“Warnung, nur noch fünf Blatt Papier auf der Rolle. Zum Kacken letzte verfügbare Rolle bereit halten! Soll ich online neues Papier bestellen? Antworten Sie bitte mit Ja oder Nein“). Je mehr Geräte dem Datensammelmonster am anderen Ende der Leitung mitteilen, mit welchem Finger wir uns gerade das letzte Blatt durchgedrückt haben, desto dünner wird aber die Leitung. Das ist und bleibt Gesetz, man bekommt eben nur schwerlich sieben Goldhamster gleichzeitig durch einen Gartenschlauch. Ohne dicke Leitung bewegen sich Daten langsam oder auch mal gar nicht.

Man benötigt also einen Internet-Provider, um mit der Außenwelt im Kontakt zu bleiben und geistige Diarrhoe wie diese auf einer Website mitzuteilen. Früher war das schwierig, aber zum Glück ist der Markt jetzt offen. Das böse, böse Monopol der ehemaligen gelben Deutschen Post wurde vom Kartellamt gesprengt, jetzt dürfen alle ein Provider sein und dem gutgläubigen Kunden mit undurchsichtigen Verträgen Internet verkaufen („Im ersten Jahr billig, ab dem zweiten Jahr jetzt nur noch doppelt so teuer“). Einer dieser Anbieter ist 1&1, bekannt aus dem TV und hier besonders durch den ehemaligen Leiter Kunden(un)zufriedenheit Marcell D`Avis.

Ja, genau der Marcell D`Avis, der seine Visitenkarte mit E-Mail randdebil lächelnd in die Kamera hielt und uns gutgläubigen, nach Service und Aufmerksamkeit lechzenden Trotteln weismachen wollte, man kümmert sich bei 1&1 um unsere Anliegen. Lügen haben bekanntlich kurze Beine, Marcell D`Avis dürfte demnach inzwischen nur noch knapp 79 Zentimeter groß sein, Tendenz noch immer fallend. Denn der gute Onkel vor dem blauen Logo und mit den vollmundigen Versprechen zu Service und Kundenzufriedenheit wurde nach einem Shitstorm der Entrüstung unzufriedener Kunden auf das 1&1 Blog ganz schnell wieder von der Mattscheibe entfernt wie ein zerplatztes Insekt nach einer sommerlichen Autofahrt.

Und das aus gutem Grund, denn wie überall wo Service auf ganzer Linie versagt, versteckt man sich auch bei 1&1 hinter dem System. Und das funktioniert mit der Hotline in vorderster Front ganz vorzüglich. Angefangen beim Telefoncomputer, über lange Wartezeiten hin zu inkompetenten, unmotivierten, aber gezwungen höflichen Zwangsarbeitern mit Headset sieht die Realität bei einem Problem bei 1&1 anders aus, als sie uns der freundliche Versager in legerer Kleidung am TV weismachen wollte.

Ja, man ahnt es schon … bis Mai 2013 bin ich noch 1&1 Kunde … leider. Auch ich habe mich vor Jahren von der schönen blau-weißen, perfekten Internetanschluss-Welt blenden lassen. Ich hoffte, dass mir 1&1 schnelles Internet ermöglicht, es nie irgendwelche Probleme gibt und wenn, dass die mit einem kinectmäßigen Wischen der linken Hand wie von Zauberhand verschwinden. Das war auch fast so, bis ich vor Jahren von Berlin in eine umliegende Kleinstadt zog. Denn aus meinen ehemals 16.000 kBit/s wurden schlagartig nur noch 2.000 kBit/s, wenn überhaupt. Mit Glück kamen in den letzten Jahren 950 kBit/s an, minütliche Leitungsabbrüche zu Beginn inklusive. Aber damit konnte ich leben, nachdem die Leitung endlich halbwegs stabil war. Updates waren eben Geschäft während der Nacht und Filme streamen … mein Gott, der Gang zur Videothek ist nicht so weit. Problem war mein VoIP, seitdem gibt es für 1&1 keine Einzugsermächtigung mehr, Rechnungen zahle ich aus gutem Grund nur noch nach eingehender vorheriger Prüfung.

Aber alle meine Probleme schienen behoben, denn seit einer Woche liegt hier eine Leitung von nun gewaltigen, utopischen, gigantischen, armdicken und kaum vorstellbaren 50.000 kBit/s an … sie liegt an, aber nicht für mich. Denn voller Freude rief ich die Telefonseelsorge der 1&1-Hotline an, um zu erfragen, wann denn meine bezahlte 16.000er Leitung endlich, endlich, endlich aufgebohrt wird? Ein an sich nettes Telefonat (mit dem Computer), bis zu den Sätzen der dann menschlichen Stimme „dass das technisch nicht möglich ist. Ihr Hauptverteiler liegt in 3,5 Kilometern Entfernung und die Dämpfungswerte geben nichts anderes her. Es bleibt bei ihrer Leitung.“ Plopp, Blase geplatzt. Vertrag ist also jetzt endgültig zum 27.05.2013 gekündigt und dann geht es zurück zur Telekom.

edit:

Ich habe mehrfach Post von 1&1 bekommen. Man möchte mich als Kunden behalten und bietet mir eine Doppel-Flat 16.000 an … ohne Worte! Weiterhin erreichen mich nun im Wochentakt Anrufe besorgter 1&1 Mitarbeiter, ob ich denn nicht doch weiterhin Kunde bleiben möchte? Man bietet mir auch eine Umstellung meines Vertrages an, von 16.000 kBit/s auf 2.000 kBit/s. Komisch dass das erst nach der Kündigung funktioniert, denn auf mehrfache telefonische Anfrage meinerseits war das nie möglich.

 

Hardwaretest: Yamaha BD-Pack 598… mehr als nur Sound zum Zocken

Yamaha BD-Pack 598Videospiele sind in erster Linie ein visuelles Erlebnis, zu dem ein möglichst großer Bildschirm gehört. Aber seit längst vergangenen 8 und 16 Bit Zeiten ist das Spielen nicht mehr nur auf optische Effekte mit begleitenden 4-Oktaven-Pieps-Sound beschränkt. Wer spielt, möchte mit möglichst vielen Sinnen in andere Welten tauchen und Teil des Erlebten sein. Da gerade der Klang in Verbindung mit dem am Bildschirm Gesehenen Emotionen auslöst, legten im Laufe der Zeit immer mehr Entwickler Wert auf entsprechenden akustischen Hintergrund. Wer damals DOOM an der Playstation One gespielt hat weiß, welche (Angst-)Gefühle allein die Soundkulisse dieses Spiels bewirken konnte. Das erste Spiel, das vor allem durch seinen orchestralen Sound überzeugen konnte, war 1995 Panzer Dragoon für den Sega Saturn.

Neben den reinen Musikspielen wie den Rockband- und Guitar Hero Serien, sowie etlichen Tanz- und Karaoke-Games wartet heute nicht nur mehr jeder Triple-A Titel mit möglichst kinoreifer digitaler Soundkulisse auf. Nahezu jedes Spiel lebt inzwischen auch von seinem charakteristischen Sound, an dem es der Spieler bereits nach wenigen Noten erkennt. Ein Mario-Titel wird allein aufgrund seiner ewig gleichen, wenn auch von Spiel zu Spiel leicht variierenden Kompositionen immer auch sofort an seiner Melodie erkannt. Von daher nimmt das audiophile Erleben in Videospielen einen immer größeren Raum ein.

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Während nun aber ein neuer Flachbildschirm beim Fachmarkt um die Ecke relativ schnell allein nach den dargestellten Bildern und optischen Eindrücken erstanden ist, steht man bei einem Verstärker oder Receiver und entsprechenden Boxen meist auf verlorenem Posten. Die wenigsten Märkte oder Fachhändler haben entsprechende Anlagen vorführbereit aufgebaut und wenn doch, handelt es sich hier um Systeme, die bei vielen außerhalb des finanziellen Rahmens liegen. Dass es aber auch hervorragende Einstiegs- und Mittelklasse Systeme gibt, die ganz viele Ansprüche nicht nur eines Videospielers erfüllen, beweist Yamaha mit dem Blu-ray Heimkino-System BD-Pack 598. Dieses Set besteht aus dem AV-Receiver HTR-4065, der baugleich mit dem RX-V473 ist, dem Blu-ray Player BD-S673 und dem 5.1-Kanal Lautsprecher-Set NS-PA40. Somit müssen XBOX 360 und Wii Besitzer nicht mehr neidisch auf die Blu-ray Qualitäten der PS3 schielen.

Wer in Sachen aktueller Entwicklung bei Heimkinosystemen vielleicht gerade nicht auf dem allerneuesten Stand der Technik ist, sich aber informiert und dann auf der Website von Yamaha umschaut, ist erst einmal erschlagen ob der Vielfalt der angegebenen Funktionen. Da prangen zu diesem System Dutzende bunter Icons, die alle für technische Innovationen stehen. Achtete man vor wenigen Jahren nur darauf, dass das Dolby-Logo auf dem Gerät angebracht war und der Receiver mindestens 5.1 Klang bei möglichst viel Watt Ausgangsleistung beherrschte, hat die Technik einen solch gewaltigen Schritt vorwärts gemacht, dass es dem unbedarften Neukäufer schon ein wenig mulmig werden kann.

technische Merkmale und Fähigkeiten des BD-Pack 598
technische Merkmale und Fähigkeiten des BD-Pack 598

Neben den obigen klassischen Standards sind die Zauberformeln heute Netzwerkfähigkeit und Streaming bei einfachster Einrichtung und Installation. Selbstverständlich muss ein Hersteller von Unterhaltungshardware bei einer Steuerung des Systems per App auch mehrgleisig fahren, um die gängigsten Betriebssysteme aus dem PC-, Tablet- und Smartphone-Bereich abzudecken. Apps sind heute – Steve Jobs sei Dank – selbstverständlich. Niemand erwirbt mehr nur ein Gerät, welches zwar mit Apple-Systemen zurechtkommt, aber Android außen vor lässt, denn wer weiß schon, ob man nicht beim nächsten Smartphone zum Produkt des Marktbegleiters greift? Nebenbei muss das System der Begierde so zukunftssicher wie möglich sein, denn ein neues Heimkinosystem kauft man sich nicht alle zwei Jahre. All das bietet das BD-Pack 598.

Wer den Receiver HTR-4065 das erste Mal in den Händen hält, tut dies allein schon aufgrund seines Gewichts von 8,1 Kilogramm mit einer gewissen Ehrfurcht. Aber nicht nur das Gewicht suggeriert schon hier Qualität, auch die Verarbeitung ist edel, alle Spaltmasse sind durchgängig exakt. An der Frontseite des Geräts findet man alle stationären Bedienelemente, um das komplette System auch in Ermangelung einer App oder Batterien für die übersichtliche Fernbedienung benutzen zu können. Hier sind alle Funktionen für den Tuner und die Klangregelung auf Knopfdruck einzustellen. Es finden sich weiterhin 4 SCENE-Tasten, ein USB-Anschluss für iPhone/iPad und USB-Stick, sowie diverse weitere Ein- und Ausgänge für Video und Kopfhörer. Alles wirkt auf Anhieb hochwertig. Gleiches gilt für den Blick auf die Rückseite.

HTR-4605 RX-V473 Front
Frontansicht des HTR-4065 mit SCENE Tasten und Anschlüssen

Hier fallen zuerst die zahlreichen analogen und digitalen AV-Eingänge auf, die der HTR-4065 bietet. Verbindet man den HDMI-Ausgang mit einem ARC-fähigen (Audio-Return-Channel oder Audiorückkanal) Fernseher, gibt dieser seinen Ton sogar an die Anlage zurück. Ausreichend dimensioniert sind die 4 HDMI-Eingänge. HDMI 1 ist für den Blu-ray Player vorgesehen, an die anderen passen Digital-Decoder, XBOX 360, PS3 und zukünftig WiiU. Wer neben Blu-ray-Player und Decoder aber alle drei Konsolen gleichzeitig per HDMI anschließen will, verwendet eine entsprechende HDMI-Weiche. Besitzer der ersten XBOX 360-Generation schließen diese per Komponenten-Kabel an AV1 oder AV2 an.

Neben den bereits angesprochenen 2 Komponentenvideo-Eingängen verfügt der HTR-4065 über einen Komponentenvideo-Ausgang, 4 FBAS-Eingänge und 2 Ausgänge (FBAS: Farb-Bild-Austast-Synchronsignal, also Composite-Signal), 3 analoge Cinch-Eingänge und einen Ausgang, 2 optische digitale Ausgänge, 2 koaxiale Audio-Ausgänge, den Subwoofer-Eingang und den FM/AM-Antennen Anschluss. Mitgeliefert wird zwar eine Wurfantenne, aber für ungestörten Radioempfang sollte man zwingend Kabel verwenden. Besondere Bedeutung kommt dem Ethernet-Anschluss zu, da man hier das System mit dem heimischen Netzwerk verbinden kann und so völlig problemlos Zugriff auf Internet-Radio hat, Musik per DNLA oder AirPlay streamen oder aber alle Funktionen per Apple- oder Android-App steuern kann. Die 5 Lautsprecher-Anschlüsse sind durchgehend Schraubanschlüsse.

HTR-46054 RX-V473 Rückseite
die Anschlussmöglichkeiten des HTR-4065

Vergleicht man danach die fast vollständig aus dem Alltag verschwundenen Videorekorder mit einem aktuellen Blu-ray-Player, kann einem der Fortschritt schon fast wie Hexerei vorkommen. Selbstverständlich spielt ein BD-Player noch immer Filme ab, aber damit enden auch schon sämtliche Gemeinsamkeiten. Und selbst zwischen meinem jetzt knapp 4 Jahre alten BD-Player und dem mit allen technischen Raffinessen auftrumpfenden BD-S673 liegen inzwischen Welten. Der Yamaha-Player spielt neben Blu-ray-3D nicht nur jedes weitere erdenkliche gängige Video- und Audioformat ab, er lässt sich obendrein für noch mehr Funktionalität auch ganz einfach per Kabel oder WiFi mit dem heimischen Netzwerk verbinden. Somit hat er nicht nur Zugriff auf BD-Live und Bonusview, sondern ist auch gleich Youtube leanback kompatibel (Youtube-Videos ohne Browser schauen) und greift auf freigegebene Ressourcen im eigenen Netzwerk und – wenn vorhanden –  beim eigenen Picasa-Account zu, um Fotos zu zeigen. Das ermöglicht zum Beispiel eine JPEG-Diashow mit MP3 Soundtrack Untermalung.

BD-S673
Das Menü des BD-S673

Neben diesen zahlreichen Funktionen ist der BD-S673 SCENE-fähig, d.h. er reagiert auf die Eingabe der entsprechenden SCENE-Taste und schaltet sich automatisch mit ein. Weiterhin ist er auch über die Yamaha-App anzusteuern. Wer also mal wieder die Fernbedienung verlegt hat oder es ganz zeitgemäß haben will, benutzt das Smartphone oder das iPad, um einen Film zu genießen, ohne vom Sofa aufstehen zu müssen.

Zum Schluss werden die Boxen Stück für Stück sorgsam aus ihrer Verpackung genommen und von der Schutzfolie befreit. Das Boxenpaket NS-PA40 kommt im hochglänzenden Kunststoff daher und wirkt allein dadurch schon edel. Die beiden 3-Speaker-Front-Lautsprecher sind dreiteilig und müssen zur Säule zusammengesetzt werden, die Kabelführung erfolgt innerhalb des Gehäuses. Der Center- sowie die Surround-Speaker können an der Wand verschraubt werden, optional sind aber Ständer für die Surround-Boxen erhältlich. Mitgeliefert werden 24,5 Meter Boxenkabel, man sollte also schon vor dem Aufbau einmal nachgemessen haben, ob die Kabel auch zum gewünschten Aufstellort aller Boxen reichen.

NS-PA40
der Centerspeaker des NS-PA40 5.1 Systems

Hilfreich beim Anschluss, Aufbau und bei allen Fragen ist die ausführliche deutsche Anleitung, die für den Receiver nur als PDF auf CD mitgeliefert wird. Kleiner Tipp: iPad Besitzer laden sich diese per Dropbox oder Mail-Dateianhang auf das Gerät und haben so während des Aufbaus und der Einrichtung die Anleitung über iBooks immer griffbereit. Ist das komplette System aufgestellt und alle Komponenten angeschlossen, erfolgt zuerst die Einmessung der Boxen. Denn zum Receiver HTR-4065 gehört YPAO (Automatic System Calibration), d.h. der Abstand aller Boxen wird über ein entsprechendes Mikrofon automatisch vermessen und es wird so der optimale Raumklang an der üblichen Sitzposition ermittelt. Vorbei die Zeiten, in denen man per Maßband den Abstand der Boxen zum System manuell ausmessen und am Receiver eingeben musste, nur um später festzustellen, dass das doch nicht wirklich passt.

Das Display des HTR-4065 ist einwandfrei zu lesen und alle wichtigen Funktionen werden eingeblendet. Aber alle Funktionen des Receivers nur über diese Punktmatrix einzurichten, wäre bei der Fülle an Informationen zwar machbar, jedoch doch recht mühselig. Von daher kann man, vorausgesetzt der Bildschirm ist per HDMI an den Receiver angeschlossen, auf ein übersichtlich gestaltetes, auch deutsches Bildschirmmenü zugreifen. Hier werden nach Einmessung und – wenn gewünscht – Feinjustierung der Pegel und des Equalizers für die Boxen alle weiteren wichtigen Möglichkeiten des Systems eingerichtet. Das beginnt bei der HDMI Steuerung, geht weiter über sämtliche Toneinstellungen von DSP-Parametern bis hin zur Anpassung der Lippensynchronität bei Blu-rays und endet bei den Netzwerkeinstellungen. Wer möchte, ändert in den Funktionen noch die Bezeichnungen der Eingänge und macht aus HDMI 2 oder AV 1 eben XBOX 360, wenn die Konsole am entsprechenden Eingang angeschlossen ist.

Ähnliches gilt für den Blu-ray-Player. Hier wird die Auflösung an die Fähigkeiten des Bildschirms angepasst und dann die Netzwerkeinstellungen vorgenommen. Da der BD-S673 WiFi beherrscht, hat man die Wahl zwischen Kabel oder W-LAN. Das von mir verwendete HDMI-Kabel, das laut Beschreibung auch Ethernet durchschleifen soll, hat leider so nicht funktioniert. Viel entscheidender sind aber die manuell vorzunehmenden Einstellungen zur Helligkeit und zum Kontrast. Hier darf etwas probiert werden, bis man die den eigenen Wünschen entsprechende, für sich optimale Bildeinstellung gefunden hat. Ich habe zwischen der Helligkeit des Players und meines älteren LCD-TV etwas experimentiert, bis alle Schwarz- und Weiß-Werte meinen Vorstellungen entsprachen. Aber diese Nuancen variieren mit Sicherheit je nach Betrachter. Was mir gefällt, ist dem Nächsten vielleicht zu hell oder dunkel.

BD-S673
Videokonfiguration am BD-S673

Ein persönliches Highlight des Systems sind die SCENE-Tasten. Mit nur einem Tastendruck wird hier automatisch das Wunschprogramm gestartet. Es stehen die Tasten BD-DVD, TV, NET und RADIO zur Verfügung, die alle mit systemseitigen Voreinstellungen belegt sind. So ist die SCENE-Taste BD-DVD mit dem HDMI-Eingang 1 hinterlegt. Wird diese gedrückt, schaltet sich der Receiver ein, geht in den DSP-Movie-Modus STANDARD und der Blu-ray-Player wird gestartet. Aber man ist nicht an diese Vorgaben gebunden, denn jede Taste lässt sich den eigenen Wünschen entsprechend in der Funktionalität anpassen. So habe ich bei BD-DVD den DSP-Modus auf SPECTACLE geändert, der die optimale Soundkulisse für Actionfilme aller Art bietet.

Wie oben bereits erwähnt funktioniert eine Änderung der Voreinstellungen aber nicht nur für die SCENE-Programme, sondern auch für alle anderen Eingänge. HDMI 3 ist bei mir mit der Playstation 3 belegt. Bei Druck auf die entsprechende Taste startet systemseitig die Anzeige HDMI 3 und der DSP-Modus STRAIGHT. Nun schaltet der Receiver auf den DSP-Modus ACTION GAME und zeigt PS3 an.

HTR-4065
geänderter Eingang am HTR-4065

Der HTR-4065 bietet für Filme die DSP-Modi Standard, Spectacle, Sci Fi, Adventure, Drama, Mono Movie, Sports, Action Game und Roleplaying Game sowie für den Musikgenuss Hall in Munich, Hall in Vienna, Chamber, Cellar Club, The Roxy Theatre, The Bottom Line, Music Video, 2-Kanal Stereo und 5‑Kanal Stereo. Alle diese Modi lassen sich auch während eines Films oder beim Hören von Musik per Tastendruck auf der übersichtlichen Fernbedienung durchschalten. Zusätzlich können zu jedem Modus noch die entsprechenden DSP-Parameter in den Ton-Einstellungen den eigenen Vorlieben entsprechend angepasst werden.

Yamaha legt zu Recht gesteigerten Wert auf die Aussage, dass alle in den Musik-Modi implementierten Hallen und Clubs tatsächlich die Realität wiederspiegeln. Denn jede Halle und jeder Club wurde von Technikern live vor Ort vermessen! Ein klassisches Konzert klingt also im eigenen Wohnzimmer genau so, wie man es live in der Wiener Staatsoper erleben würde.

Eine weitere sinnvolle und durchdachte Kleinigkeit, die sich in den Funktionen justieren lässt und die mir immens wichtig ist: Die Lautstärke des Systems beim Einschalten sowie die maximale Lautstärke lassen sich einstellen. Wichtig beim Besuch kleinerer Kids, die von allen Arten von Drehreglern magisch angezogen werden. Üblicherweise genießt man Filme in anderer Lautstärke, als man Radio hört. So passierte es mir bei meinem alten System häufig, dass ich abends einen Film geschaut hatte und dann das System bei satten -20 dB ausschaltete. Morgens wurde das Radio angeschaltet und bei den vom Vorabend noch aktiven -20 dB hatten dann um 5.00 Uhr in der Früh auch die Nachbarn etwas davon. Den HTR-4065 habe ich aufgrund dieser Erfahrungen mit einer beim Anschalten des Receivers anfänglichen Lautstärke von -40 dB und einer maximal möglichen Lautstärke von – 20 dB eingestellt. So können die Nachbarn weiterschlafen und meine Boxen bleiben am Leben.

HTR-4065
es gibt etliche Konfigurationsmöglichkeiten für den HTR-4065

Grau ist alle Theorie, von daher muss das System in der Praxis beweisen, was Yamaha mit vielen bunten Bildchen, noch mehr technischen Daten und wortreichen Erklärungen verspricht. Aber ich kann dem abschließenden Ergebnis schon jetzt vorgreifen, denn alle meine Erwartungen wurden weit übertroffen. Ganz weit! War ich bisher allein von den unzähligen Möglichkeiten begeistert, das komplette System meinen Vorstellungen entsprechend anzupassen, zaubert der Einsatz im täglichen Betrieb immer wieder ein breites Grinsen in mein Gesicht.

Ich weiß nicht, ob ich als User oder Käufer eines solchen Systems der typische Durchschnitt bin, aber das BD-Pack 598 erfüllt alle meine Wünsche zu meinen heimischen Freizeitgewohnheiten. Morgens brauche ich unter der Woche zur Info und zum Wachwerden meinen Lieblingssender Star FM, nachmittags zum Feierabend genieße ich Musik oder ein Hörbuch von meinem Homeserver oder iPad und abends starte ich noch das eine oder andere Videospiel. Am Wochenende schaue ich Bundesliga und genieße abends eine Blu-ray. Somit sind zumindest Receiver und Boxen im täglichen mehrstündigen Dauereinsatz.

Radio ist eine dermaßen klassische Funktion, die selbst älteste Geräte blind beherrschen, da macht auch der HTR-4065 keine Ausnahme. Morgens der Druck auf die entsprechende SCENE-Taste schaltet den Breakfast Club im 5-Kanal-Stereo ein, während ich auf den ersten Kaffee lauere. Wer nicht weiß, welchen Sender er gerade hört, bekommt alle notwendigen Informationen mit Druck auf die INFO-Taste der Fernbedienung. Hintereinander werden hier Programm-Service, Frequenz, Audio-Decoder und DSP-Programm angezeigt. Eine echte Neuerung hingegen war für mich Internetradio. Hier ist die Plattform vTuner integriert und schlagartig stehen mir tausende von Radiosendern weltweit zur Verfügung, alle sauber sortiert nach Kontinenten, Ländern und Stilrichtungen. Wer seine Lieblingssender als Bookmarks ablegen möchte, muss sich bei vTuner einen Account anlegen und dort die MAC-Adresse des Receivers hinterlegen.

Radioempfang am HTR-4065

Ebenfalls völliges Neuland war für mich das Streamen von Musik per AirPlay, aber neben neuer Soundkulisse für meine Videospiele war ich genau deswegen auf der Suche nach einem neuen Receiver bzw. einem neuen System. Ich war es leid, für einen Song, den ich just genau jetzt hören wollte, eine CD einzulegen, um diese danach wieder zu wechseln. Von daher hatte ich am alten Receiver bisher ein Dock für meinen iPod angeschlossen, das ich aber jetzt einmotten kann. Dank AirPlay und DNLA stehen mir meine gesamten Musikbibliotheken und alle Hörbücher nun per Mausklick vom PC oder Fingertipp von meinem iPad zur Verfügung.

Die Bedienung ist unglaublich simpel. Befindet sich der HTR-4065 erst einmal im heimischen Netzwerk, erkennt ihn iTunes oder das i-Gerät automatisch. Einfach das entsprechende AirPlay-Symbol angetippt, den Receiver ausgewählt und schon läuft alles über die heimische Anlage. Ähnlich simpel ist das Streamen von einer freigegebenen Ressource im Netzwerk. Per Druck auf die NET-Taste schaltet man bis SERVER durch. Hat man mehrere Server zur Verfügung, werden diese aufgelistet. Nach der Auswahl des entsprechenden Ordners kann man dann Musikdateien vom Typ AAC, MP3 und FLAC genießen. Streaming funktioniert aber nicht nur mit iPad, iPod Touch und iPhone und über ins Netz integrierte Server, sondern auch mit Android-Geräten, die die Yamaha-App installiert haben. Windows-Smartphones sind zurzeit noch außen vor.

Hat man weder Server, noch Tablet oder Smartphone, oder gerade einfach keine Lust, den heimischen PC zum Streamen zu starten, lässt sich ein iPod oder ein USB-Stick mit Musikdateien ganz einfach vorn am USB-Eingang des HTR-4065 anschließen. Hier drückt man auf der Fernbedienung dann die Taste USB und hat in übersichtlicher Ordnerstruktur Zugriff auf Musik oder Hörbücher. Wer seine MP3-Dateien oder andere Musikdateien über den HTR-4065 ausgibt, wird aber schnell feststellen, dass Datenkomprimierung unterwegs auf kleinen Kopfhörern kaum auffällt, sich aber auf den großen NS-PA40 Lautsprechern bemerkbar macht. Es fehlt den Songs einfach an Kraft. Um diese fehlenden Feinheiten wieder auszugleichen, hat Yamaha den Compressed Music Enhancer zur Qualitätsverbesserung komprimierter Dateien entwickelt. Dieses Verfahren fügt der Musik die fehlenden Daten praktisch wieder hinzu, das Ergebnis ist eine hörbar bessere Ausgabe.

iPod
iPod Direktanschluss per USB

Klang wird von jedem Menschen anders wahrgenommen und ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks und subjektiven Empfindens, aber was das BP-Pack 598, welches ja „nur“ als Mittelklasse System deklariert ist, aus den Boxen zaubert, ist beeindruckend. Annähernd meine gesamte Musik CD-Sammlung bewegt sich im Rock-Bereich von klassisch und melodisch bis hin zu hart und schnell, weil hier Musik noch von Hand gespielt und nicht an einem PC programmiert wird. Von daher lege ich gesteigerten Wert auf eine bestmögliche Abmischung der Stücke, um mich auf jedes einzelne Instrument und jede Stimme konzentrieren zu können.

Das Foo Fighters Album Wasting Light ist nicht umsonst bei den Grammy Awards 2012 ausgezeichnet worden. Die Mischung aus Balladen und schnellen, harten Riffs ist immer wieder ein musikalischer Hochgenuss. Beim Song These Days beeindrucken vor allem die Wechsel zwischen den melodischen Passagen, die sich dann wieder mit schnellen Akkorden abwechseln, die bei White Limo das dominierende Element sind. Jede einzelne Passage kommt kräftig und voluminös aus den Boxen. Ebenso beindruckend Dear Rosemarie, wenn die Gitarre von Bob Mould in den Vordergrund tritt. Auch wenn es sich beim Album um ein Studioalbum handelt, haben mich die DSP-Modi Hall in Munich und Hall in Vienna mitgenommen, da man hier tatsächlich das Gefühl eines großen Live-Auftritts erhält.

Blue October präsentierte mit dem letzten Album Any Man in America eine Mischung aus alternativem Rock mit Hip-Hop und Rap-Elementen. Gitarrensounds werden hier mit elektronischen Elementen hinterlegt. Trotzdem lebt das gesamte Album vom Sänger und Gitarristen Justin Furstenfeld, dessen Stimme so unglaublich eingängig und schwermütig ist. Allein was diese Stimme im Song The Feel Again transportiert, berührt emotional, wenn man dafür offen ist und sich auf die Musik einlässt. Ich konnte Justin Furstenfeld live und unplugged im Hard Rock Cafe genießen und auf dem BD-Pack 598 kommt seine Intensität in einem der Club-Modi wie Cellar Club oder The Roxy Theatre diesem live Auftritt am nächsten.

AirPlay
AirPlay am HTR-4065

Diese Bands und Alben, die ich hier exemplarisch für viele andere erwähnt habe, zeigen, wozu die Yamaha-Anlage fähig ist. Man erhält eine saubere Trennung und räumliche Zuordnung von Instrumenten, Stimmen bleiben im Vordergrund, ohne zu überlagern. Selbst so ungewöhnliche Kombinationen wie Gitarren mit Dudelsack, Mandoline und Akkordeon, wie sie die Dropkicks Murphys in ihren irischen Folk-Punk einfließen lassen, bereiten Spaß und füllen den Raum mit einem einwandfreien Klang.

So wühlte ich mich genussvoll durch meine Musiksammlung und lauschte Größen an der Gitarre wie James Hetfield von Metallica, Billie Joe Armstrong von Green Day oder Matt Bellamy von Muse. Aber der ultimative Test war das AC/DC Live Album Live At River Plate der letzten Welttournee auf Blu-ray und damit das Spiel des meiner Meinung nach besten Live Gitarristen der Welt, Angus Young. Dominiert Angus bei AC/DC ohnehin schon durch seine legendären Riffs, so übertrifft er sich bei Let there be Rock selbst. Ein fast 15minütiges Solo fordert die Yamaha-Komponenten, aber auch hier zeigt die Anlage keine Schwächen. Jeder Akkord und jede Note kommen kraftvoll und klar aus den Boxen. Ebenso sauber werden auch die tiefen Töne von Cliff Williams` Bass in The Jack wiedergegeben, alles unauffällig vom Subwoofer unterlegt.

Gleiches gilt für Filmmusik und Soundeffekte beim Abspielen von Blu-ray Discs, der BD-S673 beherrscht alle aktuellen Tonformate. Blu-rays werden nach dem Einlegen in ca. 20 – 30 Sekunden eingelesen, ein Spitzenwert im Vergleich zu meinem alten Player, der manchmal mehrere Minuten bis zum Start eines Films benötigte. Ein Laufwerksgeräusch ist so gut wie nicht vorhanden, lediglich beim Einlesen einer Disc ist kurz ein leises Sirren zu vernehmen, danach herrscht Ruhe. Wichtig ist aber neben aller Tonqualität ein gestochen scharfes Bild. Hier punktet der Player in allen Bereichen, alle Farben sind satt, ohne überzogen zu wirken. Es gibt keine Ruckler und kein Verwischen bei schnellen Bildwechseln, alles läuft flüssig. Selbstverständlich ist aber immer auch das Ausgangsmaterial entscheidend, nämlich die Blu-ray selbst.

BD-S673
iPad App für den BD-S 673

Stellvertretend für viele gute Filme habe ich mir einige meiner Lieblingspassagen angeschaut, bzw. solche, die die einwandfreie Qualität des Players aufzeigen. Dazu gehört für mich zwingend James Bond – Ein Quantum Trost und damit zuerst die Startsequenz mit der Verfolgungsjagd am Gardasee. Hier wechselt die Szene zwischen der dunklen Passage im Tunnel mit dem im strahlenden Sonnenschein liegenden Steinbruch, während der Motor des Aston Martin im Tunnel dumpf klingt und in der Weitläufigkeit der Berge regelrecht aufbrüllt. Nebenbei fliegen die Kugeln verschiedener Kaliber förmlich durch den Raum, während sich Metall quietschend und krachend verbiegt.

Eine weitere großartige Szene der Filmgeschichte spielt in der finalen Luftschlacht in Avatar. Hier brummen einerseits die Helikopter der Angreifer und auf der anderen Seite kämpfen die Na`Vi auf ihren Ikran gegen diesen scheinbar übermächtigen Gegner. All das spielt sich innerhalb der fliegenden Berge ab und so sirren die Pfeile der Ureinwohner durch den Raum, während die Raketen der Helis für krachende Explosionen sorgen. Der Subwoofer leistet hier ganze Arbeit, ohne zu dominieren und das Geschehen zu überdecken. Der Raumklang in dieser Szene vermittelt tatsächlich das Gefühl, selbst auf einem Banshee zu sitzen und Teil des Szenarios zu sein. Ansonsten wirkt der gesamte Film mit den meist grünen oder blauen Farben unglaublich kontrast- und detailreich.

Ein Sci Fi Highlight ist unbestritten Star Trek. Die Eingangssequenz, in der inmitten des Angriffs der in der Zeit umherirrenden Romulaner James T. Kirk geboren wird, ist mit seinen Sound- und Grafikeffekten immer wieder ein besonderes Erlebnis. Das Schwarz des Weltalls ist hier so scharf wie nie, während die Explosionen der Photonen-Torpedos und Laserwaffen für ein Effektfeuerwerk für Augen und Ohren sorgen.

All diese Filme genießt man am besten mit den DSP-Einstellungen Spectacle und Sci Fi, aber selbst ein solch alter S/W-Film wie Tanz der Vampire erfährt hier noch einmal eine deutliche Verbesserung mit der Einstellung Mono Movie. Und auch die Bundesliga macht im Modus Sports noch einmal mehr Spaß, da man stellenweise mitten im Stadion auf der Tribüne sitzt.

iPad App Yamaha BD-Pack 598
die zahlreichen Soundeinstellung

Der BD-S673 kann auch 3D. Dieses konnte ich aber in Ermangelung eines entsprechenden LED-TV noch nicht testen, hole das aber an dieser Stelle zu Weihnachten nach. Denn da steht hier hoffentlich ein Philips 47PFL6907K/12 oder ein LG 47LM760S.

Bei allen Qualitäten für den Blu-ray Heimkinofan hat Yamaha aber auch an die Videospieler gedacht. Hier stehen am HTR-4065 für optimalen Sound mit Action Game und Roleplaying Game gleich zwei Modi zur Verfügung. Spiele genießen aufgrund ihres Charakters, nämlich ein Spiel zu sein, noch immer mehr künstlerische Freiheit als Filme. Diese sind an Konventionen gebunden, ein Spiel ist das nicht. Ein Entwickler darf seiner Fantasie freien Lauf lassen und Story, Charaktere und Ort der Handlung bei Bedarf maßlos überzeichnen. Nur so entstehen Figuren wie Sonic, John Tanner oder Ezio, die in ihrer Welt Dinge tun können, die in der Realität undenkbar wären. Auch wenn gelegentlich ein Spiel für einen Film umgesetzt wird – hier seien stellvertretend  Lara Croft, Doom und Hitman genannt –  so ist dies noch immer die Ausnahme, zu oft ist der Erfolg nur mäßig. Und genau aufgrund dieser Fantasie, dieser Realitätsferne, haben die Entwickler nicht nur in der grafischen Entwicklung, sondern auch bei der Musik, der Sprachausgabe und den Soundeffekten alle Möglichkeiten.

Ein Titel, der hier anderen trotz seines Release bereits im letzten Jahr noch immer weit voraus ist, ist Rayman Origins. Entwickler und Rayman-Erfinder Michel Ancel engagierte hier Künstler, die bis dato so gut wie keine Berührung mit Videospielen hatten. Und gerade dem Sound merkt man dies an. Denn dieser geht weit über den des klassischen Jump`n`Runs hinaus. Jede Welt und jeder Bonus-Level hat eine eigene Melodie, nur übertroffen vom Gesang der Electoons und der Soundeffekte während der Level. Alles kommt so klar und so einzigartig stimmig aus den Boxen, alleine für diesen Sound lohnt sich schon die Anschaffung des Yamaha-Sets.

Rayman Origins ist soundtechnisch ein Leckerbissen

Nun ist aber Rayman nicht Mainstream, denn dieser wird von Ego-Shootern wie Call of Duty, Battlefield, Halo und Gears of War bestimmt. Neben halbwegs identischer Handlung leben aber gerade diese Games von ihrer unglaublichen Soundkulisse. Das hauptsächliche Augenmerk liegt auf Action und diese muss auch von den umgebenden Soundeffekten getragen werden. Es nützt die schönste grafische Explosion nichts, wenn nicht auch der entsprechende Klang durch das Zimmer dröhnt. Aber auch hier legt der HTR-4065 in Verbindung mit dem Boxenset vor. Dumpfe Explosionen, das helle Pfeifen von Kugeln, knatterndes MG-Feuer, krachend einstürzende Gebäude, jeder Soundeffekt kommt mit entsprechenden Bässen daher und versetzt den Spieler durch Raumklang manchmal schon fast zu real mitten ins Gefecht.

Durch mangelnde Rundumsicht leben gerade Rennspiele vom Sound, um trotzdem ein möglichst realistisches Gefühl für Fahrzeug und Strecke zu vermitteln. Davon abgesehen, dass heute das authentische Motorengeräusch eines jeden einzelnen Fahrzeugs vom Spieler vorausgesetzt wird, haben die Entwickler auf eine weitreichende Geräuschkulisse bei jedem Tempo zu achten. Und wie schon in grafischer und spielerischer Hinsicht haben die beiden Platzhirsche Gran Turismo und Forza Motorsport auch in Punkto Sound die Nasen weit vorn. Der korrekte Klang des Motors bei jeder Umdrehung ist das eine, das andere sind unterschiedliche Streckenbeläge, pfeifende Turbolader, das Rattern der Reifen bei Berührung der Curbes, Kontakt mit dem Gegner in schnellen Kurven und das Wummern von Stoßdämpfern bis hin zu knirschendem Kies bei Ausflügen ins Kiesbett und brachialen Einschlägen in die Begrenzung bei hohem Tempo. Das gesamte Repertoire aller möglichen Geräusche vermitteln die Yamaha-Boxen in Perfektion, immer unterlegt vom dynamischen Subwoofer.

Gran Turismo 5
bei Gran Turismo dröhnen nicht nur die Motoren

Da aber Action- und Rennspiele, sowie Jump`n`Runs zwar das Maß vieler, aber eben nicht aller Dinge sind, habe ich tief in die Mottenkiste gegriffen. Einer dieser älteren Titel ist Heavy Rain, der seine Handlung weniger aus Action, denn aus seinen Dialogen zieht. Diese Dialoge der Protagonisten sollen den Spieler in ihren Bann schlagen und ihn in der Geschichte mitnehmen. Dabei leistet der Center-Speaker ganze Arbeit. Die deutsche Synchro ist klar und die Emotionen der Figuren werden lebensecht transportiert.

Heavy Rain
Heavy Rain glänzt durch seine Dialoge

Aber auch meine alten Konsolen habe ich über den HTR-4065 laufen lassen. Klar, dass hier keine Wunder erwartet werden dürfen, aber auch der klassische Midi-Sound – im besten Falle in Stereo – macht bei alten Titeln vom Master System, Mega Drive oder Super NES einiges her. Selbst die Space Invaders und Pac-Man vom Atari VCS erwachen hier zu neuem Leben.

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Fazit:

Yamaha stellt mit dem BD-Pack 598 nicht nur dem Heimkinofan ein rundum-glücklich-Paket zur Verfügung, gerade auch für Videospieler ist das Set die Sound-Lösung für alle Arten von Spielen. Egal ob Action mit Socom oder diversen Lego-Titeln, Rennen mit DiRT oder WipEout oder Action-Adventure mit Mass Effect oder Fable, jedes Game erhält mit diesem Set noch einmal eine audiophile Aufwertung. Selbst alte Konsolen und Spiele erleben mit Sicherheit bei demjenigen ihr Revival, der diese seit Jahren unbenutzt im Keller zu stehen hat.

Playstation 3 Besitzer sollten hier trotz der Blu-ray-Fähigkeit ihrer Konsole aber nicht von vornherein abwinken, denn neben der nochmals besseren Darstellung von Filmen rechtfertigen auch die vielen technischen Details und Spielereien des BD-S673 mehr als nur einen Blick auf das System.

Neben aller Technik besticht die komplette Anlage auch durch ihre Ästhetik. Allein das glänzende schwarze Design des Boxensets NS-PA40 ist ein Hingucker. Gleiches gilt aber auch für den Receiver und den Blu-ray Player, auch wenn diese in mattschwarz geliefert werden. Das System ist außerdem auch in Titanium erhältlich.

Für mich ist das BD-Pack 598 von Yamaha das Maß der Dinge, weil alle meine Ansprüche und Wünsche erfüllt werden. Ich habe mit dem HTR-4065 einen Receiver, der technisch voll auf der Höhe der Zeit ist, nicht nur weil er klasse Sound aus den Boxen zaubert, sondern weil ich endlich alle meine HDMI-Geräte gleichzeitig anschließen und somit optimal nutzen kann. Nebenbei kann ich endlich Musik streamen, vorbei die Zeiten des dauernden CD-Wechsels. Der BD-S673 liefert obendrein ein fantastisches Bild und durch die Netzwerkfähigkeit muss ich zum Updaten keine ISO-CD`s mehr brennen. Ein tolles Feature sind die Dia-Shows mit Musikunterlegung.

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zur Herstellerseite: Yamaha BD-Pack 598 >>>

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Fußballspiele auf Konsolen

Die Geschichte der Fußballspiele auf Konsolen ist so alt, wie die Konsolen selbst. Schon immer wollten Fußball-Fans nicht nur mehr passive Zuschauer sein, sondern selbst ins Geschehen eingreifen. Die ersten Pong-Konsolen unterschieden zwischen Fußball und Tennis noch anhand der auf dem Bildschirm sichtbaren Paddles.

Das erste Spiel, in denen Spieler auch als solche zu erkennen waren, war Realsports Soccer von Atari (auch unter dem Titel Football veröffentlicht). Zwar waren Spieler nur eine Ansammlung von groben Pixeln mit erstaunlich gut animiertem Bewegungsablauf, aber der Grundstein war gelegt. Das Spiel lief noch als 3 gegen 3 ab, aber das Paßsystem funktionierte schon recht gut. Torhüter und Tore gab es nicht. Ein Tor wurde erzielt, wenn der Ball durch die Markierung des 5-Meter-Raumes über die Grundlinie rollte. Erstaunlicherweise erschienen auf dem Atari VCS nur 2 Fußball-Spiele und nach dem ersten Crash der Videospiel-Branche war auch den Konsolen-Fußball-Spielen eine Zwangspause verordnet.

Dies änderte sich erst mit dem Erscheinen des NES und Master Systems. Schlagartig wurden auch für die Konsolen wieder Fußball-Spiele produziert, wobei SEGA hier mit dem Master System klar die Nase vorne hatte. Und endlich trauten sich auch Dritthersteller an die Materie Fußball.

Anfang der 90er Jahre erspielte sich Anco mit dem heute schon legendären Kick Off einen Titel nach dem anderen. Das Spiel gewann eine weltweite Fangemeinde und wurde vom Amiga und Atari ST auf alle damals gängigen Konsolen umgesetzt. Dabei war die Grafik mit Vogelperspektive und kleinen, schwarzhaarigen Pixel-Männchen eher schwach. Das Spiel selbst lebte aber damals von seiner Optionsvielfalt und der Steuerung. „Klebten“ bis zu Kick Off die Bälle am Fuß des Spielers, mußte hier zum ersten Mal der Ball geführt werden, wobei dieser dann auch oftmals vom Fuß wegsprang. War in den Optionen bisher die Auswahl der Mannschaften das höchste der Gefühle, konnten bei Kick Off zum ersten Mal unterschiedliche Platzverhältnisse eingestellt werden. Der Rasen blieb zwar grün, aber man merkte anhand der starken Ballphysik, ob der Belag ein Rasen oder Kunstrasen war und ob er trocken oder naß war. Auch ließ sich zum ersten Male die Strenge des Schiedsrichters den eigenen Bedürfnissen anpassen. In weiteren Teilen kam auch noch die Möglichkeit hinzu, Schüsse anzudrehen. Auch wurden Schnee- und Matschböden eingeführt. Auf dem Amiga erschien auch einer der ersten Fußball-Manager. Anco verpaßte seinem Spiel einen Manager Modus und der Kick Off Player Manager war geboren.

Aber Erfolg bleibt selten allein und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die Konkurrenz konterte. Einige mehr oder weniger gute Fußball-Spiele erschienen, aber keines hatte die Klasse und den Spaß von Kick Off. Das änderte sich mit Sensible Soccer. Dieses Spiel ähnelte Kick Off in Spielweise und Präsentation, aber erschlug den Spieler mit Optionen, Mannschaften und Spielmöglichkeiten. Wer heute denkt, daß FIFA Optionsvielfalt bietet, hat definitiv noch nicht Sensible Soccer gespielt.

Wie bei Fußball-Spielen bis dahin üblich, gab es keine Original-Lizenzen, aber bei Sensible Soccer gab es zum ersten Mal einen Editor, um die Namen von Spielern und Vereinen den eigenen Wünschen anzupassen. Heute kann man bei Fußball-Spielen verschiedene Wettbewerbe spielen. Bei Sensible Soccer war jede Meisterschaft, jeder Pokal und jede Liga frei editierbar. Es entstand dadurch eine bis heute unerreichte Vielfalt an Spielmöglichkeiten. Sensible Soccer ist so erfolgreich, daß Codemasters zum Start der FIFA WM 2006 am 09.06.2006 das Spiel neu veröffentlichte !

1992 bringt die Firma Electronic Arts, an der sich bis heute die Geister scheiden, das erste Spiel einer Serie von Fußball-Spielen, die man entweder liebt oder hasst: FIFA International Soccer, damals noch ohne Jahreszahl im Namen. Waren Fußball-Spiele bis zu diesem Zeitpunkt nur aus der Rück- oder Seitenansicht, sowie der Vogelperspektive zu spielen, präsentiert EA zum ersten Male die isometrische 3D-Ansicht. Nie zuvor sah man auf einer Konsole bis dahin solche Grafiken. Die Animationen der Spieler waren eine Sensation und die Soundkulisse bombastisch. Aber was dem Spiel seit diesem ersten Teil abgeht ist die Spielbarkeit. FIFA war eine imposante Grafikdemo, spielbar war es nicht. Trotzdem überschlug sich die Fachpresse damals vor Begeisterung und einige Blätter tun dies auch heute leider mit jedem neuen FIFA immer noch … bestes oder besser schlechtestes Beispiel ist FIFA – Road to World Cup auf der XBOX 360. Aber solange es Videospiele und Konsolen gibt, wird es EA und FIFA geben …

Einige Spiele versuchten in die Phalanx von FIFA einzubrechen, den wenigsten gelang dieses. Eine Serie, die neben den FIFA Teilen Hoffnung auf Spielbarkeit brachte war International Superstar Soccer (ISS). Diese Erwartungen konnte ISS erfüllen. Das Spiel wurde wie FIFA bis zum Erscheinen der NextGenereation Konsolen für jede Konsole umgesetzt. Ebenfalls eine eigene Serie spendiert bekam This is Football (TIF) auf der PS2. Gute Grafik und Spielbarkeit zeichnen die Serie bis heute aus. Erstmals konnte man im letzten Teil dank der EyeToy Kamera auch sein eigenes Foto auf einen Spieler projezieren und nun mit seinem Ebenbild auflaufen.

Die Serie, die FIFA seit dem Jahr 2000 Paroli bieten konnte, war Pro Evolution Soccer (PES). Kein Spiel wartete bis zu FIFA 09 mit einem dermaßen hohen Grad an Realismus auf. Bis dahin war PES in Sachen Simulationsgehalt FIFA weit voraus. EA lastete der Ruf des Arcade-Soccers an. Perfekte Animationen der Spieler, eine unglaublich realistische Ballphsysik und allerfeinster Sound machten PES zwischenzeitlich zum König der Fußball-Spiele. Hatte man erstmal die komplexe Steuerung begriffen, glich kein Spielzug mehr dem anderen. Einziger Kritikpunkt für Fußball-Fans ist bis heute die mangelnde Lizensierung von Mannschaften und Spielern. Wer sich die Mühe macht, kann aber mit dem Editor jeden Namen und das Aussehen von Spielern ändern, Mannschaftsnamen und Spielstärken korrigieren und sogar die authentischen Vereins-Logos und Trikot-Werbepartner gestalten. Aber mit FIFA 09 gewann EA die Krone zurück. Alles was PES stark gemacht hat, wurde von EA für FIFA an den Konsolen verbessert. Dazu kommt mit FIFA Ultimate ein sagenhafter Download-Content, der nun auch bei FIFA 10 wieder eingeführt wird.

Nachdem nun seit 2006/07 alle NextGen-Konsolen am Markt platziert sind, zeichnet sich ab, daß Fußball auf Konsolen EA und in Ansätzen Konami vorbehalten bleibt. Jedes Jahr ein Update der Serien FIFA und PES, wobei die XBOX 360 Versionen von PES bis zur Version 2009 erstaunlicherweise mit Qualitätseinbußen und mangelnder Optionsvielfalt zu kämpfen haben. Hier hat die PS3 klar die Nase vorn. Einzig Nintendo veröffentlichte für den Game Cube und die Wii noch Mario Smash Football, andere Hersteller wagen sich scheinbar nicht mehr an ein Fußballspiel.

Neben diesen ganz Großen der Fußball-Spiele gab es reichlich andere Spiele und Mini-Serien, die im Laufe der Jahre erschienen und wieder verschwanden. Einige wenige Spiele wie Striker und Victory Goal boten überdurchschnittliche Fußballkost, andere widerum suchten nur das schnelle Geld und zockten den uninformierten Käufer gnadenlos ab. Neben den um Realismus bemühten Spielen gab es einige Fun-Spiele wie Disney Sport Fußball oder Sega Soccer Slam. Diese Spiele sollen Spaß machen und nicht mit Optionen überfordern. Ausserdem wurde im Dezember 08 Sensible Soccer als XBOX Live Arcade Game neu veröffentlicht. Ich habe jedoch den Eindruck, daß hier zuviel am Schwierigkeitsgrad gedreht wurde. Im Vergleich mit meiner Mega Drive Version spielt sich die Arcade Version bockschwer. So war es mir erst nach stundenlanger Übung gelungen, ein Körbchen mit Deutschland gegen die Faroer Inseln zu erzielen, bzw. das Spiel nicht zu verlieren. Der Spielspaß bleibt bei der Arcade Version leider auf der Strecke.

13.01.2006 /Update 01.02.2008 / Update 07.12.2009 / Update 21.12.2012 / Update 01.01.2015

Ich habe hier versucht, alle erschienen Fußballspiele für Konsolen seit dem Atari VCS zusammen zu tragen. Sicherlich ist mir das nicht vollständig gelungen, jedoch verschafft die Liste einen guten Überblick über die Titel. Auch wurden exotische oder nicht in Europa veröffentlichte Spiele und Konsolen ausser Acht gelassen.

Atari VCS 2600
Realsports Soccer (auch unter „Football“ veröffentlicht)
Pele`s Soccer
Master System
Great Soccer
World Soccer
FIFA International Soccer, Super Futebol 1 + 2 (nur Tectoy – Brasilien)
World Cup Italia 90
World Cup USA 94
Sensible Soccer
Tecmo World Cup 93
Super Kick Off
Ultimate Soccer
Champions of Europe
NES
Kick Off
Hyper Soccer
World Cup
Mega Drive
Ultimate Soccer
Champions World Class Soccer
World Cup USA 94
Striker
World Championship Soccer
European Club Soccer
FIFA Soccer
Sensible Soccer
Kick Off
Dino Dini`s Soccer
Marko`s Magic Football
Super NES
Super Soccer
FIFA Soccer
Striker (World Cup)
Champions World Class Soccer
World Cup USA 94
ISS
Virtual Soccer
Soccer Shootout
Kick Off
Fever Pitch Soccer (Mario Basler)
Marko`s Magic Football
Game Boy (alle Varianten)
Matthias Sammer Soccer
Elite Soccer
Magnetic Soccer
ISS
FIFA Football
Soccer (Striker ?)
Disney Sports Fußball
Total Soccer 2002
Pro Beach Soccer
David Beckham Soccer
Super Kick Off
Pocket Soccer
UEFA 2000 World Cup
Sensible Soccer
Ronaldo V-Football
Zidane Football Generation
Game Gear
Kick Off
Saturn
Victory Goal
UEFA Euro 96
Sega Worldwide Soccer 97 + 98
Olympic Soccer
FIFA Soccer
World League Soccer 98
N 64
FIFA Football
ISS
RTL World League Soccer 2000
Frankreich 98
Dreamcast
UEFA Striker
UEFA Dream Soccer
Sega World Wide Soccer
90 Minutes – Sega Championship Football
PS 1
Actua Soccer
Adidas Power Soccer
Olympic Soccer
4-4-2- Soccer
RAN SAT 1 Soccer
David Beckham Soccer
UEFA Striker
UEFA Euro XXXX
UEFA Champions League
UEFA Challenge
Kick Off World Cup
Fußball Live
ISS
FIFA Football
Frankreich 98
Onside Complete Soccer
Chris Kamara`s Street Soccer
Sensible Soccer
World League Soccer
Striker 96
TIF
Ronaldo V-Football
Gamecube
ISS
UEFA Champions League
Disney Sports Fußball
FIFA Football
Urban Freestyle Soccer
Virtua Striker
Mario Smash Football
PS 2
UEFA Champions League
UEFA Challenge
UEFA Euro XXXX
Sega Soccer Slam
PES
ISS
FIFA Football
FIFA Street Soccer
David Beckham Soccer
Pro Beach Soccer
Urban Freestyle Soccer
XXXX Club Football (BVB, Real Madrid etc. …)
TIF
International League Soccer
XBOX
UEFA Euro XXXX
UEFA Champions League
Pro Beach Soccer
Urban Freestyle Soccer
ISS
FIFA Football
PES
Sega Soccer Slam
David Beckham Soccer
XXXX Club Football (BVB, Real Madrid etc. …)
DS
FIFA
PSP
PES
FIFA
World Soccer Tour
XBOX 360 / PS3 / Wii
FIFA div.
PES div.
PS Vita
FIFA
3DS
FIFA
Wii U / PS4 / Xbox One
FIFA div.
PES div.