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Hardwaretest: Loewe One 40 – der lange Weg zum Gaming-Bildschirm

Luxus TV und Spielkonsolen – passt das? In den Köpfen ganz vieler Menschen steht die Marke Loewe noch heute für edles Design und modernste Technik im gehobenen Preissegment. Dabei war das Unternehmen in den letzten Jahren schwer gebeutelt. Nachdem die Brüder David Ludwig und Siegmund Loewe im Jahr 1923 mit der Produktion von Elektronenröhren, Lautsprechern und Widerständen begannen, wandten sie sich bald der Fertigung von Radios und kurz darauf auch von Fernsehgeräten zu. Auf IFA 1931 präsentierte Manfred von Ardenne auf dem Loewe Stand den ersten Fernseher. Hardwaretest: Loewe One 40 – der lange Weg zum Gaming-Bildschirm weiterlesen

Hardwaretest: Philips Gioco 278G4 – Ambiglow macht den Unterschied

Gioco klingt eher wie etwas, was man zum Kaffee nebenbei nascht, aber sicher nicht nach einem Gaming-Monitor. Erst die Übersetzung macht klar, worum es geht. Ein italienischer Begriff, der übersetzt so viel wie „spielen“ bedeutet, ist dann doch eher ungewöhnlich. Aber es macht deutlich, welchem Zweck der Monitor in erster Linie dienen soll. Bei den sonst üblichen kryptischen Buchstaben- und Zahlenkombinationen nimmt man sich bei Philips zusammen und nennt den Gioco dann kurz und knapp 278G4. Hardwaretest: Philips Gioco 278G4 – Ambiglow macht den Unterschied weiterlesen

Hardwaretest: Philips 284E5QHAD – arbeiten oder doch lieber spielen?

284E5QHAD_teaser_konsolenfan_220x140In früheren Zeiten stellte sich der PC-Anwender, der mehrere Anwendungen am Laufen hatte, einfach zwei 17″ oder 19″ Monitore auf den Tisch. Die Anpassung des PC an den zweiten Bildschirm war zwar mitunter etwas fummelig, aber die dann zur Verfügung stehende Arbeitsfläche war umso größer. Der Trend geht heute wieder zurück zu nur einem Monitor und das liegt an solch gewaltigen Bildschirmdiagonalen von inzwischen 28″, wie sie auch der Philips 284E5QHAD anzubieten hat.

Was dem PC-User recht ist, ist dem Videospieler billig und so lässt sich das neue Flaggschiff aus dem Hause Philips auch wunderbar als Gaming-Monitor einsetzen, HDMI sei Dank. Doch vor dem Spaß stehen wie immer erst einmal Aufbau und Einrichtung. Im Karton befinden sich neben Monitor und Netzteil ein VGA-Kabel, ein 3,5 Millimeter Klinkenstecker zum Anschluss externer Boxen sowie ein MHL-Kabel zum Anschluss seines Smartphones. Ein „echtes“ HDMI-Kabel sucht man vergebens. Der Aufbau ist simpel, der Standfuss wird lediglich mit einer Flügelmutter am Monitor verschraubt. Der Neigungswinkel beläuft sich von 23 Grad bis zu -5 Grad.

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Das Design ist wohltuend schlicht. Ein schmaler Klavierlackrahmen und fünf an der Unterseite angebrachte Bedienknöpfchen zur Einrichtung des Monitors, nichts stört die Optik. Bei den Anschlüssen gibt sich der Philips 284E5QHAD trotz moderner Größe aber äußerst spartanisch. Zwei HDMI-Anschlüsse, von denen einer MHL (Mobile High Definition Link) fähig ist, ein VGA-Anschluss sowie Kopfhörer- und Boxen-Ausgang werden angeboten. Einen USB- oder DVI-Anschluss gibt es leider nicht. Dies ist umso unverständlicher, da aktuelle Grafikkarten mindestens DVI verwenden und VGA inzwischen durch DVI abgelöst wurde.

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Doch was nützen etliche Anschlüsse, wenn am Ende das Ergebnis nicht stimmt? Bei Philips muss man ebenso gedacht haben und legt das Augenmerk demnach auf ein annähernd perfektes Bild und sogar auf einen für Monitore ungewöhnlich guten Klang. Während andere Monitore erst einmal umständlich eingerichtet werden wollen, bis ein halbwegs vernünftiges Bild zustande kommt, ist der Philips sofort startklar. Egal ob PC oder Videospielkonsole, einzig ein Druck auf die OSD-Tasten für die Quellenauswahl und auf die für Standard, Internet oder Spiel genügen und der Philips bietet eine hervorragende Bildqualität.

Die Standardeinstellung wird für Büroanwendungen aller Art verwendet, so erscheinen Office- und ähnliche Dokumente mit einem klaren Schriftbild. Zur täglichen Büroarbeit sind die werksseitigen Vorgaben sehr gut. Internet hingegen verbessert noch einmal auffallend den Kontrast für Videos und Fotos, wichtig nicht nur für Anwender, die täglich Youtube besuchen, sondern auch für diejenigen, die sich mit Fotobearbeitung und Videoschnitt beschäftigen möchten. In der Einstellung Spiel hingegen springen dem Betrachter dermaßen leuchtende Farben entgegen, dass es eine wahre Freude ist.

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Selbstverständlich bietet der Philips 284E5QHAD die Full-HD Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Der Bildschirm ist auf die Helligkeit 100, Gamma 2.2 und den Kontrast 50 voreingestellt. Ohne irgendwelche weiteren Einstellung und Farbkorrekturen vornehmen zu müssen, lässt sich mit diesen Werten sehr gut spielen. Zum Test wurde dann die Wii U angeschlossen, das Ergebnis ist beeindruckend. Knallbunte Farben und tiefes Schwarz bei The Lego Movie Videogame und Rayman Legends lassen das Herz eines jeden Videospielers aufgehen. Bei bewegten Bildern sind keinerlei Verzögerungen oder Schlieren auszumachen und obendrein bietet der Monitor einen großen Betrachtungswinkel, so dass auch das Spielen mit mehreren Personen gleichzeitig vor dem Bildschirm möglich ist. Ist man mit den vorgegebenen Einstellungen dennoch nicht zufrieden, greift man am PC auf die Software SmartControl Lite zurück. Hier lassen sich die für Profis notwendigen Feinjustierungen noch einmal haarklein vornehmen.

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Wer wie ich den Monitor nicht an einen PC anschließt, sondern diesen als TV-Ersatz für die Videospielkonsolen betreiben möchte, wird mit den Vorgaben des Philips zufrieden sein. Dennoch lassen sich über das Onscreen-Menü sämtliche Einstellungen den eigenen Wünschen und Vorlieben entsprechend ändern. Selbstverständlich ist die Bedienung über Knöpfe nicht annähernd so komfortabel wie über eine Software am PC, dennoch ist das eine Sache weniger Minuten. Das Menü ist eingängig und auch ohne umschweifige Anleitung sofort verständlich. Von den Bildschirmeinstellungen über Kontrast und Sound bis hin zur Farbe reichen die umfangreichen Möglichkeiten.

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Manchmal störend ist das bei ungünstigem Lichteinfall spiegelnde Display des Monitors. Dies fällt beim Spielen und der Konzentration auf schnelle Bewegungsabläufe kaum auf, beim Arbeiten oder Surfen im I-Net hingegen schon. Man sollte also auf einen entsprechenden Aufstellplatz achten. Positiv überrascht haben dagegen die beiden internen Lautsprecher mit jeweils 7 Watt. Die Boxen sind an der Rückseite nach unten ausgerichtet und trotz der schmalen Schlitze bieten sie einen durchaus vernünftigen Klang. Selbstverständlich ist ein externes Boxensystem diesen überlegen, aber für ein gelegentliches Spiel oder Video sind sie mehr als nur ausreichend.

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Fazit:

Auf den Punkt gebracht ist der Philips 284E5QHAD ein Monitor mit überragenden Gaming-Qualitäten. Leuchtende Farben, einwandfreie Schwarzwerte, gleichmäßige Ausleuchtung bis in die Ecken, ein großer Betrachtungswinkel und obendrein zahlreiche Möglichkeiten, die Einstellungen auch noch manuell zu justieren, machen den großen Philips zu einer echten und preiswerten Alternative zu einem Zweit-TV. Selbst die übliche Schwachstelle eines Monitors ist keine, denn die Boxen bringen einen für eine solch flache Bauweise guten Klang.

Einzig die etwas karge Ausstattung mit fehlenden DVI- und USB-Anschlüssen und das spiegelnde Display schmälern den sehr guten Gesamteindruck. Dennoch ist der Philips auch für den PC-Anwender mehr als nur den bekannten Blick wert, da sich durch SmartControl Lite zahlreiche zusätzliche Einstellungen vornehmen lassen. Das Bonbon ist der MHL-Anschluss, der Inhalte entsprechender Smartphones unkompliziert auf den Bildschirm bringt.

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Link zur Herstellerseite: Philips 284E5QHAD >>>

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Hardwaretest: AOC g2460Pqu – schneller Gaming-Monitor nicht nur für den PC

aoc_g2460pqu_teaser_220x140Wo steht eigentlich geschrieben, dass die Videospielkonsole immer nur an den Flachbild-TV angeschlossen werden muss? Wie oft gibt es zwischenmenschliche Unstimmigkeiten, weil der eine jetzt unbedingt fernsehen möchte und der andere doch noch diesen einen Level zu Ende bringen will oder ausgerechnet jetzt den Endgegner genau da hat, wo er ihn schon immer haben wollte? Und anschließend ewig diese leidigen Diskussionen über einen spieletauglichen Zweitfernseher, für den eigentlich gar kein Platz mehr in der Wohnung vorhanden ist. Die Lösung zur Beibehaltung des häuslichen Friedens ist demnach ein schneller Gaming-Monitor mit HDMI-Anschluss.

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AOC präsentiert mit dem g2460Pqu genau einen solchen Monitor, der nach eigener Werbeaussage „das Herz eines jeden Gamers höher schlagen lässt“. Wir haben an diesem Bildschirm die neue Playstation 4 sowie den Vorgänger PS3, die Wii U und das NeoGeo X getestet, denn alle sind mit HDMI-Anschluss ausgestattet. Nach dem Auspacken gestaltet sich der Aufbau einfach. Am Monitor wird der Standfuss mit vorhandener Flügelmutter befestigt, weiteres Werkzeug ist nicht nötig. Die Höhenverstellung nach dem Aufbau beträgt knappe 13 Zentimeter, der Neigungswinkel beläuft sich von -5 bis 20 Grad und der Drehwinkel beträgt volle 360 Grad.

In erster Linie zielt der Monitor mit der kryptischen Bezeichnung auf die Fraktion der PC-Gamer ab. Die Anschlussmöglichkeiten sind damit reichhaltig. Der g2460Pqu bietet alle benötigten Schnittstellen wie VGA, DVI, DisplayPort und HDMI sowie 4 USB-Anschlüsse, von denen zwei sogar als Schnellladeports dienen. So kann man nebenbei noch das Handy oder andere Geräte aufladen.

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Alle notwendigen Kabel für den sofortigen Anschluss an die Grafikkarte des Rechnenknechts werden mitgeliefert, jedoch liegt kein HDMI-Kabel bei. Dies ist aber zu vernachlässigen, da die aktuellen Konsolen mit einem solchen ausgeliefert werden. Das Design selbst ist klassisch klar strukturiert. Der schmale Rahmen hat durchgängig exakte Spaltmaße, der Look der Frontblende in gebürstetem Aluminium verleiht dem Monitor eine edlere Optik. Da der AOC über ein internes Netzteil verfügt, nimmt der Belüftungsschlitz die gesamte Breite des Bildschirms ein. Dieser ist jedoch nur in der Draufsicht zu erkennen. Sinnvolles Extra ist eine zusätzlich anzubringende Kabelführung, um den guten optischen Eindruck nicht durch lose herunterhängende Kabel zu zerstören.

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Weniger gut gelungen sind allerdings die Icons für das OSD-Menü. Eingeprägte schwarze Symbole auf schwarzem Grund sind einfach schwerer zu erkennen als das aufgesetzte, silberne AOC-Logo. Somit gestaltet sich zumindest die Ersteinrichtung und die Einstellung des Bildschirms an die eigenen Bedürfnisse selbst bei guten Lichtverhältnissen eher schwierig. Bei unzureichender Beleuchtung verkommt die Bildschirmjustierung zumindest anfangs in Unkenntnis der jeweiligen Knopfbelegung zum Try-and-Error, wo sich denn nun welche Funktion verbirgt. Dies ist jedoch noch zu verschmerzen, da man sicherlich nicht regelmäßig seine einmal gemachten Einstellungen verändern wird.

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Alle Buttons für die Eingangsquelle, die Lautstärkeregelung, das On-Screen-Display sowie der Power-Button sind an der Unterseite des Monitors angebracht. Der Druckpunkt ist gut, die Einstellungen lassen sich somit punktgenau vornehmen. Und davon gibt es reichlich. Das OSD besteht aus sechs Menüpunkten, unter denen der Monitor angepasst werden kann. Unter Luminanz werden Helligkeit, Kontrast und Reaktionszeiten geregelt,  das Bild-Setup regelt die Position, Takt, Fokus und Schärfe. Im Menü Farbtemperatur passt man sämtliche Farben manuell an oder wählt aus einem vorgegebenen Setup. Die Bildverstärkung bietet noch einmal Möglichkeiten zur Helligkeitsregulierung und Position, während unter OSD-Konfiguration und Weitere Funktionen grundlegende Einstellungen wie Menüsprache oder Bildverhältnis vorgenommen werden können. Es gibt also reichlich Möglichkeiten, um den AOC g2460Pqu seinen Bedürfnissen entsprechend anzupassen.

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Ein Problem moderner Bildschirme sind dem Design geschuldete und der Bauweise angepasste flache Boxen. Es gibt also so gut wie keinen Resonanzkörper, der Sound stellt sich dementsprechend dünn dar. Der AOC g2460Pqu stellt leider keine Ausnahme dar. Es kommt kaum Bass beim Hörer an, Mitten und Höhen klingen stellenweise kraftlos. Abhilfe schafft hier aber ein PC-Boxensystem mit entsprechendem Subwoofer oder ein Gaming taugliches Headset von Turtle Beach oder einem anderen Anbieter.

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Ein großes Ärgernis sind Displays, die in den spielentscheidenden Situationen spiegeln oder blenden. Das matte Panel des g2460Pqu überzeugt jedoch. Egal ob bei direktem Lichteinfall von hinten oder von der Seite, auffällige Reflektionen gibt es auch in sonnendurchfluteten Räumen nicht. Ebenso störend wie diese sind aber auch helle Lichthöfe, d.h. das Bild wird an einigen Stellen stärker ausgeleuchtet als an anderen. Diese sind zwar vorhanden, aber im Betrieb beim bloßem Betrachten nicht feststellbar. Lediglich bei sehr dunklen Bildern erkennt man bei genauerem Hinsehen eine leicht hellere Darstellung zum Rand hin.

Das Bild bietet in der Frontalansicht gute Kontraste und Farben, auch wenn diese erst mit einigen Einstellungen kräftig dargestellt werden. In den Werkseinstellungen wirken alle Farben viel zu blass. Gelegentlich sitzt man jedoch zu zweit vor dem Monitor. Aufgrund der im Gegensatz zu einem TV geringeren Bildschirmgröße von 24″ ist daher der Betrachtungswinkel ein wichtiger Aspekt. Und hier beginnt der AOC g2460Pqu leider zu schwächeln. Schon ab einem seitlichen Betrachtungswinkel von etwa 30 Grad nimmt der Kontrast ab und das Bild bekommt einen Grauschleier. Bei einem Blickwinkel von unten wird das Bild dunkel, bei der Ansicht von oben wirkt das Bild milchig. Für unseren Test ebenfalls nicht unwichtig war die Änderung des Seitenverhältnisses, denn das NeoGeo X kommt als Remake des NeoGeo AES noch im 4:3 Format daher. Aber auch diese Disziplin beherrscht der Bildschirm, es stehen von 16:9 bis runter zu 4:3 verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

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Der AOC g2460Pqu ist als Gaming-Monitor ausgeschrieben, also sind schnelle Reaktionszeiten ein weiteres wichtiges Kriterium. Dafür bietet das Menü den Punkt OverDrive. Dieser regelt die Reaktionszeiten in fünf Stufen von aus bis stark. Der Monitor stellt bei Spielen an den verschiedenen Konsolen ein durchgängig gutes Bild in allen Helligkeitsbereichen dar. Es gibt keine Nachziehbilder, Ghosting oder Artefakte. Alles läuft flüssig und ohne jegliches Ruckeln über den Bildschirm. Und genau darauf kommt es bei einem Gaming-Monitor in dieser Preisklasse an.

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Fazit:

Nicht jeder hat den Platz für einen Zweitfernseher, um ausgiebig zocken zu können. Der PC ist meist ohnehin vorhanden, warum also nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und sich einen Gaming-Monitor anschaffen, der auch Playstation, Wii U und Xbox One tauglich ist?

Wenn man mit einigen Einschränkungen wie der werksseitig blassen Farbwiedergabe vor der Anpassung an die eigenen Bedürfnisse, dem etwas geringen Betrachtungswinkel und dem bauartbedingt schwachen Sound leben kann, macht der AOC g2460Pqu genau das, was er soll. Er ist ein schneller Gaming-Monitor, der Spiele fehlerfrei darstellt. Von daher ist der Monitor mit Sicherheit eine echte Alternative zum teureren TV.

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Link zur Herstellerseite: AOC g2460Pqu >>>

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Hardwaretest: Dyon Epsilon 25 … das Rettungspaket für alte Konsolen

dyon_epsilon25_teaserWer alte Konsolen sammelt und regelmäßig auch mit bzw. an denen spielt, kennt das Problem der aktuellen LED-TV Generation: Man findet zwar teilweise bis zu fünf HDMI-Anschlüsse für XBOX 360, PS3 und Wii U vor, aber sobald eine alte Konsole wie ein Intellivision, das Atari VCS,  NES oder Master System über den Antenneneingang angeschlossen werden müssen, erfolgt die große Ernüchterung. Das Bild flackert, hat Störstreifen oder es gibt Farbverschiebungen. Die wenigsten aktuellen LED`s sind somit für den Betrieb der Konsolen-Dinosaurier geeignet, so dass Sammler noch immer alte Röhrenfernseher bereit halten.

Spiele wie Space Invaders, Missile Command, Wonder Boy, Alex Kidd und unzählige andere aus längst vergangenen Zeiten beziehen ihren Reiz aus dem Spielspaß und nicht aus 1080p-HD-Grafik auf möglichst vielen Zoll Bilddiagonale. Von daher spielt die Größe des Bildes hier eine nur untergeordnete Rolle. Der Dyon Epsilon 25 ist mit seinen knapp 63 Zentimetern Diagonale damit der optimale Monitor für den Betrieb alter und auch neuer Konsolen und das Beste: Man kann damit notfalls auch fernsehen oder ihn als PC-Monitor betreiben!

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Der Epsilon 25 verfügt über einen Triple-Tuner, CI+ Schnittstelle und – für ein solch preiswertes Gerät eher ungewöhnlich – reichlich Anschlussmöglichkeiten, darunter sogar USB, einen echten Scart-, sowie zwei HDMI-Anschlüsse. Die Anschlüsse sind dabei soweit nach innen ausgerichtet, dass beim Einstecken eines starren HDMI- oder Scart-Kabels nichts störend über den Rand des LED heraus ragt. Die Ersteinrichtung ist mehr als unkompliziert: Gerätefuß anschrauben, aufstellen, Stecker in die Dose und den Bildschirmanweisungen in deutscher Sprache folgen.

Je nach verwendeter Quelle, findet der Dyon auf Anhieb alle Fernsehkanäle. Leider ist aber die folgende Sortierung der Sender mehr als umständlich. Man kann einem gefundenen Sender keinen Platz zuweisen, wenn der schon belegt ist, sondern man muss dann diese Sender langwierig miteinander tauschen. Dies funktioniert nur mit verschieben von A nach B. Sind die Sender an ihrem Platz, macht man sich an die Einrichtung des Bildes. Hier stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, aber je nach Standplatz des kleinen TV und dem daraus resultierenden Lichtverhältnissen nutzt man lieber seine persönlichen, manuellen Einstellungen. Zum Glück ist das Menü aber unkompliziert und jeder Punkt mit zwei Tastendrucken der guten Fernbedienung zu erreichen.

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Im Fernsehbetrieb darf man von einem Gerät dieser Preisklasse mit Sicherheit keine Wunder erwarten. Wer das tut, sollte sich lieber gleich nach einem höherpreisigen Markengerät umschauen. Das analoge Fernsehbild ist o.k., besser wird es tatsächlich erst bei digitalen Signalen oder beim HDMI-Anschluss von Blu-ray-Playern oder einer Spielkonsole. Die Farben wirken an vielen Stellen entweder überzeichnet oder anders herum zu blass. Ein wirklich ausgeglichenes Farbschema ist nur mit viel experimentieren möglich. Ein weiteres Problem ist das des hohl klingenden Tons. Die schmalen Boxen des Dyon sind nach unten ausgerichtet, der Standfuß zudem recht kurz, wie also soll Klang sich ausbreiten? Ein wenig Abhilfe schafft hier nur die Wandmontage mit Platz nach unten oder der Anschluss an eine HiFi-Anlage. Aber wer das Gerät tatsächlich zum Betrieb seiner alten Konsolen anschafft, kann beim wenige Oktaven umfassenden Midi-Sound auch damit leben.

Die Software des Dyon ist stabil, Freezes oder Abstürze hatte ich keine. Einzig ein wenig nervig ist das beim Umschalten auf einen anderen Sender gute 9 Sekunden eingeblendete OnScreen-Display, das zusätzlich oben noch die komplette Bildschirmbreite einnimmt.

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Fazit:

Der Dyon Epsilon 25 ist das Gerät, das ich lange gesucht habe, um meine alten Konsolen weiter optimal betreiben zu können. Für mich sind die Funktionen als Fernseher, das damit verbundene, nicht wirklich optimale Bild und der erschreckend dünne Ton daher eher zweitrangig. Der Dyon ist mein Monitor für per Antennenanschluss betriebene Spielkonsolen und kein LED-TV für das Wohnzimmer, um den sich abends die Familie scharrt und Marvel Avengers oder Prometheus schaut.

Wer den Dyon deswegen kauft, wird damit nicht glücklich. Wer aber eine Alternative zu seinem alten Röhren-TV sucht, um Atari & Konsorten weiter oder wieder anschließen zu können, findet im Epsilon sein Gerät.

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