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KISS 40th Anniversary World Tour am 03.06.2015 in Berlin

Man kann keine hochwertige Elektronik testen und über Musik schreiben, ohne sich die eine oder andere Band auch live anzusehen. Nach zahlreichen Konzerten in den letzten Jahren von AC/DC, Volbeat, Frei.Wild und anderen erfüllte sich gestern ein Kindheitstraum. Einmal KISS live sehen! Irgendwie sind vergangene Auftritte immer unbemerkt an uns vorbei gegangen. KISS 40th Anniversary World Tour am 03.06.2015 in Berlin weiterlesen

… es hat sich ausgeAPPLEt

apple_logoTechnische Geräte können kaputt gehen, das ist alles kein Problem. Was allerdings nicht kaputt gehen sollte, ist nach nur 14 Monaten – also knapp nach Ablauf der Apple-Garantiezeit – der Akku eines Gerätes. Wir leben längst in Zeiten, in denen Akkus keinen Memory-Effekt mehr aufweisen. Die Haltbarkeit erreicht trotz täglicher Benutzung und Aufladung inzwischen Zeiträume, die vor nicht allzu langer Zeit noch unvorstellbar waren. Leider gilt dies nicht für Apple Geräte. Im Zusammenhang mit diesem Unternehmen fällt immer wieder der Begriff Obsoleszenz >>> (ab Minute 48:46). Hierbei handelt es sich um eine geplante, absichtlich herbeigeführte Verringerung der Lebenszeit eines elektronischen Gerätes. Wenn Geräte so haltbar sind, dass der Kunde über einen zu langen Zeitraum keine Veranlassung hat, ein neues Gerät zu kaufen, muss man eben nachhelfen.

In der letzten Woche gab also unser nur 14 Monate alter iPod Touch 5G mit einem Akkudefekt den Geist auf. Glücklicherweise gibt es in Berlin nun einen Apple Store. Leider befindet sich dieser am Kurfürstendamm, Parkplätze sind so selten wie eine Quelle in der Wüste. Nachdem auch dieses Problem gelöst war, traf mich beim Betreten des Stores der Schlag. Zahlreiche Menschen drängten sich um die auf Holztischen Marke Ikea Billy Serie aufgebauten Geräte, der Laden verbreitet den Charme einer Bahnhofshalle in der Rushhour. Hektik und Stress hatte ich gerade hier im um Style bemühten Apple Store nicht erwartet. Irgendwann fand sich ein Mitarbeiter, der sich uns annahm. Allerdings wurden wir zurück durch die Halle in Richtung eines Servicemitarbeiters geführt. Aber statt hier entspannt unser Problem schildern zu können, fielen wir ein weiteres Mal vom Glauben ab.

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Da steht ein Mensch an der Ecke eines Holztisches, an dem auch iPads verkauft werden und vereinbart Termine, wann denn das defekte Gerät im Store ÜBERGEBEN werden darf? Man steht also tatsächlich mit seinem defekten iPod Touch inmitten des Apple Stores statt halbwegs entspannt in einem Servicebereich, weicht immer wieder Touristen aus und darf nichts zur Reparatur abgeben. Stattdessen muss man einen Termin vereinbaren und sein defektes iPhone, iPad etc. wieder mitnehmen. Nach einer gefühlten Wartezeit von einer halben Stunde, in der noch immer vier weitere Kunden vor uns auf ihren Termin warteten, verließen wir entnervt den Laden. Kundenservice ist etwas vollständig anders.

Solange Apple an dieser Strategie nichts ändert, werden wir kein weiteres Apple Gerät kaufen. Wenn ich Hunderte von Euros in ein Designspielzeug investiere, erwarte ich im Schadensfall eine perfekte Abwicklung und nicht, dass ich mit dem defekten Gerät wieder nach Hause geschickt werde. Sein Auto gibt man ja auch nicht an der Frittenbude vor dem Autohaus ab, nachdem man Tage zuvor am dort eigens dafür aufgebauten Tapeziertisch einen Termin erhalten hat.

edit 13.08.2014:

Ich habe heute versucht, den Support der Firma Apple telefonisch zu erreichen. Leider ist die bei Apple hinterlegte Rufnummer 0800 6645 451 über Stunden nicht besetzt, nach diversen Freizeichen fliegt man eiskalt aus der Leitung. Unter der Nummer 0800 2000 136 habe ich dann nach gut 50 Minuten Warteschleife einen an Arroganz nicht zu überbietenden Servicemitarbeiter am Telefon, der trotz der für die EU bestehenden 2jährigen Gewährleistung nicht willens war, den Support für das Gerät anzunehmen. Zuständig wäre der Verkäufer und nicht die Firma Apple, denn die sind nur der Hersteller. Keinerlei Diskussion möglich, das Gespräch war nach nicht einmal 2 Minuten beendet. Soweit zum Kundenservice bei Apple.

 

 

XBOX ONE TOUR – Xbox One schon vorab angespielt

xbox_one_teaser_220x140Die offizielle Xbox One Tour ist gestartet und ich durfte Microsofts neue Gelddruckmaschine schon vorab in Berlin als einer der Ersten anspielen. Nachdem die Präsentation der Xbox One einen Sturm der Entrüstung und Enttäuschung entfachte, haben sich die Wogen zwischenzeitlich ein wenig geglättet. Nun setzt Microsoft alles daran, den Spieler doch von den Qualitäten seines neuen Flaggschiffs zu überzeugen.

Gibt die Konsole nur noch wenig Anlass zur Kritik, quengelte der geneigte Spieler dann, dass es kein neues Halo zum Launch geben wird. Stattdessen springt man einige tausend Jahre in der Zeitrechnung zurück und präsentiert mit Ryse: Son of Rome einen Titel, der im antiken Rom angesiedelt ist. Kaum hatte man sich daran gewöhnt, traten die ersten Berufspessimisten auf den Plan, die anmerkten, dass es auf der Xbox One „nur“ 85.000 Polygone pro Charakter statt der bisher präsentierten 150.000 Polygone geben wird. Nur so viel vorab: Ryse: Son of Rome ist genau der Titel, den man sich zum Launch einer neuen Konsole wünscht. Auch wenn die Kampagne nicht anspielbar war, so machten allein die Gladiatorenkämpfe im Kolosseum einen Heidenspaß. Von fast halbierter Polygonanzahl war während der pixelblutigen Schlachtorgien am Bildschirm jedenfalls nichts zu bemerken.

Ein weiteres Zugpferd soll Forza Motorsport 5 werden. Allerdings waren in der Demo nur fünf Fahrzeuge und der bereits aus etlichen anderen Rennspielen bekannte Kurs Laguna Seca anspielbar. Zusätzlich nervten mich persönlich immense Ladezeiten, bis es endlich auf die Strecke ging. Ich hoffe, dies ist nur ein Problem der Demo und wird später mit der Festplatteninstallation erträglich(er). Zum Spiel selbst gibt es wie immer wenig zu sagen. Spielerisch ist Forza auch in der Fortsetzung über jeden Zweifel erhaben und grafisch ohnehin eine Augenweide. Dennoch sieht das Schadensmodell dem aus Forza 3 + 4 recht ähnlich. Aber das ist nebensächlich und nur schmückendes Beiwerk. Eine echte Neuerung hingegen sind vibrierende Trigger, die gefühlt noch mehr Feedback zu Strecke bzw. Belag geben. Wenn es Turn 10 jetzt noch schafft, einen perfekten Online-Modus zu kreieren, in dem Brems-Trolle endlich mit Fahrzeugschaden ausscheiden, an die Box müssen oder mit Stop-and-Go-Strafen belegt werden, steht einem Top-Titel nichts mehr im Wege.

Ich war bisher kein FIFA Fan und werde es auch mit Teil 14 mit Sicherheit nicht mehr werden. Dass ich damit zu einer Minderheit gehöre, ist mir klar. Aber die filigranen Unterschiede und Neuerungen von Teil zu Teil jedes Jahr aufs Neue herauszusuchen, ist mir zu anstrengend. Ich habe nach drei gespielten Partien festgestellt, dass ich den Gegner noch immer nicht sauber vom Ball trennen kann, ohne zu stolpern und dass Pässe wieder nicht genau den Spieler erreichen, den ich und nicht das System gerne hätte. Von daher sollen sich die Profis mit Teil 14 vergnügen. Weiterhin habe ich meine Zweifel, dass FIFA 14 als Download-Beigabe zur Xbox One die 100,-€ Preisunterschied zur Playstation 4 rechtfertigen?

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Neben diesen Titeln waren Battlefield 4, Killer Instinct, Project: Spark, Zoo Tycoon, Just Dance, Crimson Dragon, Loco Cycle und Max anspielbar. Besonders interessant war für mich jedoch Kinect Sports Rivals. Kinect ist auf der Xbox 360 nie über das nette Spielzeug nebenbei hinausgekommen und wird nun zusammen mit der One ausgeliefert. Bei Kinect Sports Rivals waren Jet Ski und eine Kletterwand spielbar und es bleibt danach auch hier ein zwiespältiger Eindruck.

Grafisch ist Jet Ski eine Perle. Welleneffekte, sowie das Spiel von Licht und Schatten machen Lust auf mehr. Aber leider bleibt es genau bei dieser Lust. Warum hat man bei MS nicht den Mut aus dem Spiel das zu machen, worauf viele Videospieler warten, nämlich endlich wieder einen spielbaren Titel nach dem sensationellen Wave Race auf dem Nintendo 64? Stattdessen wird erneut ein halbgares Winke-Wisch-Game angeboten. Und was eine Kletterwand außer einer hübsch anzusehenden Grafikdemo bringen soll, erschließt sich mir ebenfalls nicht wirklich. Kinect wird dann also doch eher die Gesten- und Sprachsteuerung für die Xbox One, denn eine ernstzunehmende Unterhaltung werden?

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Zur Xbox One an sich sowie zum Dashboard gibt es leider keine Informationen. Die Konsolen selbst waren unter Glas verschlossen und vom finalen Dashboard war noch nicht viel zu sehen. Der neue Controller hingegen liegt wieder gut in der Hand. Die Vibrationsmotoren für die Trigger sind zumindest bei Forza nicht nur eine nette Spielerei, sondern tatsächlich echter Mehrwert. Wie bei jedem Launch einer neuen Konsole bleibt also festzuhalten, dass sich alle offenen Fragen erst dann klären, sobald das Gerät auch final beim Endkunden verfügbar ist. Bis dahin ist noch ein wenig Zeit und es darf weiter über Grafik, Polygone, Rechenleistung, Festplattenbedarf der Spiele und alles weitere spekuliert werden. Aber das macht ja auch Spaß und steigert obendrein die Vorfreude.

Besuch im Computerspiele- … Museum???

Wer sagt, dass Kultur langweilig sein muss? Berlin platzt regelrechtrecht vor kulturellen Angeboten wie Theatern, Ausstellungen und Museen. Eines dieser Angebote ist das Computerspielemuseum, welches nach jahrelanger Wanderausstellung zu einer festen Institution in der Karl-Marx-Allee 93a geworden ist. Nachdem nun der erste Hype um die Eröffnung abgeebbt ist, machte ich mich hoffnungsfroh mit meinem weihnachtlichen Saarlandbesuch auf, um zu schauen, was da so geboten wird. Um dem abschließenden Fazit schon in der Einleitung vorzugreifen: Mit dem Betrachten meiner eigenen Sammlung, wäre ich – mit Ausnahme einiger tatsächlich seltener Exponate – wahrscheinlich länger beschäftigt gewesen.

Was erwartet den Besucher nun aber beim Gang durch die Ausstellung? Begebe ich mich in die Nationalgalerie, möchte ich mich mir Werke alter Künstler auf Leinwand anschauen. Gehe ich ins Theater, Musical, Konzert oder Variete, erhoffe ich mir einen Abend mit vorzüglicher Unterhaltung, bei der der Funke von der Bühne auf das Publikum überspringt. Aber diese Besuche haben eines gemein: Der Zuschauer oder Besucher ist passiv, er lässt Eindrücke auf sich wirken, ohne ins Geschehen einzugreifen. Anderes erhoffte ich mir deshalb vom Computerspielemuseum. Ich wollte keine Ausstellung „hinter Glas“, um Konsolen zu betrachten, sondern wollte Geschichte „erspielen“. Leider ist aber genau dies nur in den wenigsten Fällen möglich.

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Denn bis auf ganz wenige Ausnahmen wie der Painstation, dem Poly-Play und einigen alten Automaten wie Pacman, Asteroids oder Donkey Kong befindet sich fast die komplette Ausstellung hinter Plexiglas. Keine Chance, mal wieder das Oldschool-Board des Neo Geo AES in den Händen zu halten oder ein Philips CD-i in Aktion zu sehen. Stattdessen reiht sich Schautafel an Schautafel, Information an Information, ohne dass man wirklich live erleben kann, warum Videospiele so populär sind. Zugegeben, die Ausstellung bietet einige Stücke, die ich gerne noch in meiner Sammlung hätte, aber als unberührbares Ausstellungsobjekt, bei dem ich nicht einmal weiß, ob die Konsole überhaupt noch funktioniert, hätte mir ein Blick ins Internet genügt.

Das Museum nennt sich „Videospielemuseum“, aber genau die Spiele kommen viel zu kurz, Ausnahme ist die Wand der Meilensteine. Hier werden ab dem Jahr 1978 knapp 30 Titel als Trailer präsentiert – auch hier ist spielen nicht möglich -, angefangen beim Atari VCS und Pitfall, über das Mega Drive und Herzog und dem PC mit Ultima Online bis zur aktuellen Konsolen-Generation und Far Cry. Zu lesen gibt es einige Informationen, warum dieses oder jenes Spiel nach subjektiver Meinung der Aussteller die Geschichte maßgeblich geprägt hat. Subjektiv auch deshalb, weil meiner Meinung nach u.a. ein Bomberman auch an diese Wand gehört hätte. Erstaunlich obendrein, dass es zu Diablo II (USK 16) in Absprache mit der USK nur Standbilder zu sehen gibt, aber Far Cry (USK 18) als Video gezeigt wird.

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Es handelt sich beim Videospielemuseum also in erster Linie um eine gut gemachte, übersichtliche Hardware-Ausstellung von Konsolen und Computern. Und damit ist der eigentliche Sinn und Zweck einer solchen Ausstellung aber irgendwie verfehlt. Konsolen dienen nur der Darstellung von Spielen. Anhand aber genau dieser Spiele kann man die Entwicklung seit den ersten Pong-Konsolen bis zur gerade aktuellen Wii U festmachen, ein Stück Plastik hinter einer Scheibe bleibt ein Stück Plastik, auch wenn Master System oder PC Engine darauf steht. So ist das Museum in erster Linie eine Ausstellung für Fans und Nerds, allen anderen bleiben der Reiz und die Faszination von Pacman, Mario, Zelda, Sonic, Lara Croft und unzähligen anderen digitalen Helden weiterhin leider verborgen.

 

Presse-Event bei Nintendo in Berlin

Am 17.10.2011 lud Nintendo zum jährlichen Presse-Event nach Berlin, um das Spiele-Lineup für den Herbst 2011 zu präsentieren. Und wie immer war schon alleine die Auswahl der Örtlichkeit (neudeutsch: Location) wohl überlegt. Denn diesmal traf man sich in Berlin-Mitte in der Galerie CC:projects, zu der man in Person von Jo Fischer und seinem Projekt “Stadtkinder” schon ein besonderes Verhältnis pflegt, da Nintendo diese Aktion unterstützte. Diesmal stand aber nicht die stille Momentaufnahme der Fotografie im Vordergrund, sondern bewegte Bilder in Form von neuen Spielen.

Über allen Neuerscheinungen diesen Jahres thront das kommende Highlight Zelda: Skyward Sword! Dieser Titel wird einer der umfangreichsten und intensivsten der Zelda-Reihe, die Nintendo jemals geschaffen hat. Das beginnt schon bei der Steuerung Wii-Motion Plus, die ein unglaublich intensives Spielgefühl vermittelt. Anfangs war ich aufgrund der vielen Möglichkeiten, die geboten werden, doch etwas überfordert, aber nach wenigen Minuten steuert man Link wie selbstverständlich durch Wolkenhort und den Wald von Phirone.

Die Handlung in Zelda: Skyward Sword spielt zu Beginn der Saga und bildet den Grundstein der Serie. So erfährt man hier vieles über das besondere Verhältnis von Link und Zelda und diesmal kann Link mit dem Schwert mehr, als nur Gegner vom Bildschirm zu fegen. Neu ist die Aurasuche. Hält man das Schwert in eine bestimmte Richtung, gibt es ein akustisches Signal und eine optische Markierung, welches dem Helden anzeigt, dass hier etwas Besonderes zu finden ist. Das Master-Schwert dient also auch als eine Art Kompass, um den Spieler und den Spielverlauf voran zu bringen.

Dies sind aber nicht die einzigen Highlights, die das Spiel zu bieten hat. Neben vielen bekannten und auch neuen Figuren wie Zeldas Vater Gepora, Links Erzfeind Bado und den Waldbewohnern namens Kyo trifft Link gleich zu Beginn auf den Geist der Göttin Phai. Diese Erscheinung wird Links wichtigste Begleiterin, ähnlich der Fee in Ocarina of Time. Phai übergibt das Schwert der Göttin und lehrt Link damit die Aurasuche. Aber auch neue Orte und Fähigkeiten sind integriert. So findet Link im Verlauf des Spiels den Floria-See  und das Volk der Parakwa. Neben den nochmals verbesserten Schwimm-Fähigkeiten kann Link auch sprinten, dies jedoch nur für kurze Zeit, da sich seine Konditions-Anzeige dann schnell verbraucht. Selbstverständlich kann Link nicht nur das Master-Schwert benutzen, auch die Peitsche, die Schleuder und der Bogen sind wieder mit von der Partie. Hier über alles, was der Titel zu bieten hat, zu berichten, würde den kleinen Rahmen dieses Beitrags sprengen, von daher freue ich mich auf den 18.11.2011, wenn endlich das Spiel im Laden steht.

Ich persönlich war neben Zelda sehr auf Mario Land 3D gespannt, nachdem ich den Titel bereits auf der gamescom in Köln spielen durfte. Sofort stellte sich wieder jenes bekannte Mario-Gefühl ein, wenn man den 3DS erst einmal in den Händen hält. Mario hüpft und rennt durch pixelgenau gestaltete Level und unweigerlich fühlte mich mich an meine ersten Erlebnisse an Mario auf dem N64 erinnert. Man hat alles schon einmal gesehen und doch ist alles so neu und unbekannt. Die Steuerung funktioniert punktgenau und ein Ableben liegt immer an der eigenen Gier, noch eine Münze und noch ein Kostüm mehr zu wollen. Der 3D-Effekt funktioniert hervorragend, die räumliche Tiefe ist aber auch eine eingeschalteten Effekt gegeben. Wer also nicht 3D schauen kann, kommt trotzdem hervorragend klar. Ich könnte hier noch einiges über den Titel berichten, darf ich aber noch nicht. Weitere neue Details gibt es daher erst demnächst.

Weitere Titel für den 3DS waren Mario Kart 7, das ganz klassisch genau das bietet, was der Fan erwartet. Einzige Neuerung ist diesmal ein Gleitschirm, mit dem man ewig lange Abgründe überwinden kann. Mir persönlich erschienen die Strecken jedoch relativ einfach zu bewältigen, so dass ich auf Anhieb mindestens jeweils einen zweiten Platz einfuhr. Mit Pokemon Rumble erscheint nun auch das erste Pokemon auf dem 3DS und auch der König der Gehirnwindungen, Professor Layton, gibt mit dem Ruf des Phantoms sein Debüt auf Nintendos Vorzeige-Handheld. Damit aber Neueinsteiger, die Layton erst mit dem 3DS entdecken, nicht wie die Kuh vor dem neuen Tor stehen, handelt es sich diesmal um ein Prequel zu den bisherigen drei Teilen. Die Handlung spielt drei Jahre vor dem ersten Teil, das geheimnisvolle Dorf, und die Spieler erfahren, wie Layton und Luke sich kennenlernten. Ansonsten bietet Professor Layton und der Ruf des Phantoms gewohnt knackige Rätselkost, die wochenlangen Spielspaß garantiert.

Auch spielbar waren Kirby`s Adventure Wii und Go Vacation. Während Kirby für gewohnt witzig-chaotische Jump`n`Run Kost für bis zu vier Spieler sorgt, lockt Go Vacation mit fünfzig familienfreundlichen Mini-Spielen vor den Fernseher. Angefangen bei Tennis bis hin zu Beachvolleyball und Jetski wird für den Casual-Gamer alles geboten, was die Wiimote hergibt.

Für mich persönlich war der Abend rundum gelungen, denn neben dem ausgiebigen Spielen konnte ich mich mit der versammelten Nintendo-Prominenz austauschen. Hier gehen ein besonderes Dankeschön an Ingo Kreutz für Gespräche auch bei Themen, die über den Tellerrand der aktuellen Spiele hinausgehen, sowie an Harald Ebert, mit dem ich mich über Konsolen- und Videospiel-Sammlungen unterhalten konnte.

@Ingo

Die holländische Sitte mit dem Braten eines Spiegel-Ei zum Beenden einer Party habe ich notiert und werde das mal anwenden 😉

3DS Experience Night in Berlin

Wenn es nach den Herstellern von hochwertigen Flats geht, kann der zahlungskräftige Kunde nicht mehr ohne. Und ein Kinofilm ohne ist out, bevor der Film überhaupt angelaufen ist. Selbst im Pay-TV kommt die Bundesliga scheinbar nicht mehr ohne aus … die Rede ist von 3D. Das einzige Problem sind mehr oder weniger monströse Brillen, die je nach verwendeter Technik die Nase des Betrachters belasten. Als Nintendo auf der letzten E3 einen DS mit 3D-Technik ankündigte, war mein erster Gedanke, welche Brille ich diesmal verwenden muss. Im nächsten Satz durfte ich aber die Sensation lesen, denn das schlicht wie genial einfach 3DS genannte Gerät kommt vollkommen ohne optische Hilfsmittel aus. Allein der Bildschirm ist in der Lage, diese Effekte zu vermitteln.

Nun endlich kommt der 3DS auch in Deutschland an und Nintendo lud zur Berliner 3DS Experience Night in den stylischen Spreespeicher. Aber nicht nur der 3DS sollte präsentiert werden, denn daneben gab es eine sehr interessante kleine Ausstellung mit teilweise historischen Exponaten, die die Geschichte der 3D-Technik vermittelten. Silja Gülicher eröffnete dann den Abend mit den Worten, dass das erste Mal eine Veranstaltung vorzeitig gestartet werden konnte, da alle geladenen Gäste überpünktlich und vollzählig anwesend waren. Auch dies zeigt das unglaublich große Interesse an Nintendos neuester Innovation. Aber nur einen Handheld auf der Bühne zu präsentieren wäre unbefriedigend und so hatte man mit Max Zimmermann von FIFTYEIGHT 3D einen Experten eingeladen, der das Publikum mit leicht verständlichen Erklärungen in die Feinheiten des 3D und des Designs an sich einführte. Wer Max Zimmermann nicht kennt, kennt aber definitiv eines seiner Produkte, die sprechenden Tassen. Ich hatte das Glück, nach der Präsentation mit Max über unsere Konsolensammlungen fachsimpeln zu können … danke Max, hat riesig Spaß gemacht.

Nach der Vorstellung des größten Spiele-LineUp aller Zeiten zum Start einer Konsole ging es dann endlich ans Eingemachte. Ungefähr 50 3DS warteten darauf, endlich bespielt zu werden. Leider waren aber nicht alle Titel anspielbar und wurden nur als Demo gezeigt, was dem Spaß und den zahlreichen „Aahs“ und „Oohs“ aber keinerlei Abbruch taten. Über Stunden hinweg kamen wirklich alle dazu, jedes Gerät, jede Demo und jedes Spiel ausgiebig unter die Lupe zu nehmen und was soll man sagen, außer das Nintendo nicht zu viel versprochen hat. Ohne große Worte zu machen, ist der 3DS eine Revolution im Taschenformat. Aber wie funktioniert denn nun 3D auf dem Handheld?

Die Konsole hat die bekannten beiden Bildschirme, wobei diese diesmal unterschiedliche Größen haben. Kommt der untere Schirm mit 3 Zoll aus, ist die für die 3D-Darstellung zuständige Scheibe mit 3,5 Zoll deutlich größer. Wer den kleinen Kasten das erste Mal in die Hand nimmt, findet alle Knöpfe wie bei seinen zweidimensionalen kleinen Brüdern vor. Start-Knopf, Steuerkreuz, Schultertasten und die 4 Buttons sind weiterhin vorhanden, aber teilweise nicht mehr am gewohnten Platz. Neu hinzugekommen ist ein Analog-Pad, das sich bei den ersten Sessions Dead or Alive oder Street Fighter als leichtgängig und perfekt spielbar herausstellte, bei Puzzle Bobble aber viel zu direkt reagierte.

Aber das sind eher Nebensächlichkeiten, denn entscheidend ist, ob die vollmundigen 3D-Versprechen auch eingehalten werden. Kurz und knapp: JA! Und wie! Den oberen Bildschirm darf man sich zweigeteilt vorstellen, obwohl er es eigentlich nicht ist. Das rechte und das linke Auge nehmen jeweils zwei voneinander getrennte Bilder auf, die dann für den gewünschten Effekt sorgen. Da nicht jedes Auge gleich reagiert, befindet sich an der rechten Seite ein Schieberegler, mit dem sich die Stärke des Effekts regulieren oder sogar vollkommen abschalten lässt. So ist die Konsole auch für Menschen nutzbar, denen das räumliche Sehen nicht gegeben ist. Allerdings ließ sich beim Spielen schon etwas feststellen, was die 3D-U-Bahn-Tauglichkeit höchstwahrscheinlich einschränken wird. Denn wird der Handheld nicht absolut ruhig gehalten, beginnen die Bilder zu verwackeln und zu „springen“.

Und wem 3D- Spiele alleine nicht ausreichend sind, dem kann auch geholfen werden. Denn Nintendo hat einige weitere Nettigkeiten in den neuen Handheld verpackt. So verfügt der 3DS über 2 Kameras, die 3D Bilder aufnehmen können. Weiterhin vorhanden sind Bewegungs- und Beschleunigungssensoren. Wer sich jetzt darunter nichts vorstellen kann, nur folgendes: Ihr spielt das neue U-Boot Spiel Steel Diver und geht auf Periskop-Tiefe. Statt nun das Periskop wie bisher üblich mit dem Analog-Pad zu drehen, dreht ihr euch für die perfekte 360 Grad Über-Wasser-Rundum-Sicht mitsamt dem 3DS … ein cooler Effekt! Auch an die Abwärtskompatibilität wurde diesmal gedacht und DSiWare-Titel, die sich auf dem DSi oder DSi XL befinden, können auf den 3DS überspielt werden.

Der 3DS kommt mit einer Ladeschale in den Handel und ist mit reichlich vorinstallierter Software wie AR-Games, Mii-Maker und Aktivitätslog bestückt. Die Kooperation mit der T-Com sorgt dafür, dass ihr euch mit dem 3DS in jeden Hotspot einwählen könnt und wer sich nach dem Herumlaufen über neue Daten auf seiner Konsole wundert, hat die StreetPass Funktion aktiviert, mit der Systeme in Reichweite miteinander kommunizieren.

Abschließend nur so viel:

Wenn du denkst, es gibt nichts Neues mehr, kommt von irgendwo Nintendo her. Nach der Wii erscheint nun am 25.03.2011 die nächste Sensation auf dem Spielsektor und nicht von ungefähr prangt da der Schriftzug Nintendo drauf. Man darf gespannt sein … auch auf den Preis. Denn hier war von Nintendo kein offizielles Statement zu hören. Der 3DS steht jedoch schon bei einigen Händlern für die stolze Summe von 250,-€. zur Vorbestellung bereit. Schauen wir mal, was zum Start davon übrig bleibt.