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3DO Panasonic FZ-10

Das Unternehmen 3DO Interactive Multiplayer war ein ehrgeiziges Projekt von Trip Hawkins. Dieser war ehemaliger Chef von EA und hatte eine Vision: Er wollte einen weltweit einheitlichen Standart für Videospiel-Systeme einführen. Zu diesem Zweck gründete er die Firma 3DO. Der Clou an dieser Idee: Trip Hawkins wollte mit seinem Unternehmen selbst keine Konsolen produzieren, sondern nur Linzenzen an interessierte Firmen verkaufen.

Die ersten, die sich für die zu damaligen Zeiten fortschrittliche Technik interessieren, sind Panasonic. Im Oktober 93 veröffentlicht das Unternehmen mit dem FZ-1 das erste 3DO in Japan. Das Gerät kommt in edlem Design mit säulenförmigen, halbrunden Ecken und CD-Frontlader. Allerdings hat das Teil auch seinen Preis: 700$ werden zum Start vom Käufer verlangt. Leider lässt sich die Industrie aufgrund mangelnder Erfahrung mit dem Medium CD kaum auf das Konzept ein. Lediglich einige schwache Umsetzungen alter Amiga-Spiele und einige Movie-Experimente (z. Bsp. Dragon`s Lair) erscheinen. Nur Crystal Dynamics liefert einige Start-Titel (u.a Gex). Neben diesen ist EA der einzige namhafte Lieferant von Software. Ein für damalige Verhältnisse überragendes FIFA, sowie der erste Teil der Need for Speed Reihe werden veröffentlicht.

Zu spät veröffentlichen Sanyo und Goldstar ihre 3DO`s in Europa. Auch die modifizierte und in ein neues Gehäuse gesteckte FZ-10 von Panasonic retten die Idee nicht vor dem Untergang. In den nur 2 Jahren, in denen die Geräte erhältlich waren erschienen aber rund 170 Spiele.


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