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Hardwaretest: Teufel Concept E – Der Teufel steckt im Detail

concept_e_teaser_konsolenfan_220x140Mein Teufel Concept S besitze ich nun seit gut 10 Jahren und was soll ich sagen – ich bin noch immer rundum glücklich damit. Der Klang ist einwandfrei und lässt so manch aktuelles System hinter sich. Umso mehr freute ich mich über das Angebot von Teufel, das neue Concept E testen zu dürfen.

Ausgeliefert wird das System in zwei Kartons, Subwoofer und Boxen werden getrennt voneinander verpackt. Die vier kleinen Satelliten sind optisch mehr als nur gelungen. Schwarzer Kunststoff rahmt das die Front einnehmende und bis auf die Ober- und Unterseite durchgezogene Gitter ein. Abgerundete Ecken verleihen den Boxen den kleinen extra Design-Kniff. Im Inneren werkeln ein 80-mm-Mitteltöner und ein 19-mm-Hochtöner. Der breitere Center-Speaker verfügt sogar über zwei Mitteltöner. Alle sind von einem zierlichen silbernen Ring eingefasst, der die edle Optik noch einmal unterstreicht. Auf der Rückseite befinden sich die Klemmen für das Boxenkabel, ein Schraubgewinde für die Montage am Boxenständer sowie eine Öse, um die Satelliten direkt an die Wand hängen zu können.

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Bis hierhin also tolles Design, aber noch nichts wirklich Ungewöhnliches. Der eigentliche Hingucker ist dann der Subwoofer, der sämtliche Technik beherbergt. Statt das gesamte System nur über eine klassische Fernbedienung zu steuern, findet man hier ein Touchpanel mit weißen LEDs und obendrein eine stylische Fernbedienung in Form und Farbe eines Eishockey-Pucks – mit teuflisch rotem Logo. Hier kann man auf Knopfdruck die einzelnen Eingänge durchschalten und mit einem Dreh die Lautstärke ändern. Dabei leuchtet kurz eine rote LED in dem den Puck umfassenden Ring auf. Wird die Scheibe gerade nicht benötigt, kann man sie aufgrund des im Inneren angebrachten Magneten einfach auf das Panel des Subwoofers heften – genial! Das Suchen nach der Fernbedienung hat somit ein Ende.

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Der Subwoofer verfügt über zwei digitale Eingänge zur Verbindung mit einem optischen und coaxialen Kabel, drei analoge 3,5 Millimeter Klinkenstecker, sowie dem klassischen Cinch-Eingang. Zusätzlich ist ein USB-Anschluss untergebracht, mit dem das System direkt an einen PC angeschlossen wird und darüber hinaus durch den integrierten Verstärker dann auch 5.1-Sound wiedergeben kann. Selbstverständlich darf in Zeiten von Smartphones und Tablets eine Bluetooth-Verbindung nicht fehlen. Dabei verwendet das Concept E den Streaming-Codec apt-x. Dieser ist dem Standard A2DP klanglich voraus. Die Koppelung per Bluetooth ist eine Sache weniger Sekunden, das Teufel-System ist sofort einsatzbereit. Einen HDMI-Eingang sucht man jedoch vergebens. Der Subwoofer selbst arbeitet nach dem Downfire-Prinzip, das heißt, der 20 Zentimeter-Tieftöner und die Bassreflexöffnung sind nach unten ausgerichtet. Damit die 150 Watt Leistung des Subwoofers nicht zu Komplikationen mit dem Nachbarn darunter führt, steht das Gerät auf vier stabilen Gummifüßen, die Vibrationen verhindern sollen.

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Das Touchpanel ist das Herz des Concept E. Je nach verwendetem Anschluss erfolgt über die oberen LEDs die Auswahl des Eingangs. Die Lautstärke wird ebenfalls mit LEDs angezeigt, die halbkreisförmig um die verschiedenen Boxenicons angeordnet sind. Daneben lässt sich manuell die Lautstärke für jeden Lautsprecher getrennt einstellen, falls die Boxen aus räumlichen Gründen nicht symmetrisch angeordnet werden können. Weiterhin darf man sich entscheiden, ob das Signal in Stereo oder 5.1 ausgegeben werden soll, wichtig bei Kinofilmen, Spielen oder Musik. Als Tonformate stehen neben Stereo auch DTS, Dolby Pro Logic II und Dolby Digital zur Verfügung.

Das Concept E eignet sich aufgrund der kleinen Baugröße der Satelliten hervorragend für Videospieler, die wenig Platz haben oder ihre Konsolen an einem weiteren TV betreiben. In Ermangelung von HDMI wurden das System und der TV mit dem optischen Digitalkabel miteinander verbunden. Und nun zeigt Teufel, was sich klanglich hinter dem Design versteckt. Für den ersten Soundcheck muss die Wii U mit Donkey Kong Country: Tropical Freeze und The Lego Movie Videogame herhalten. Das System leistet dabei hervorragende Arbeit. Die Satelliten spielen präzise und jeder Ton wird detailreich herausgearbeitet. Dabei unterstreicht der Subwoofer zurückhaltend mit angenehmen aber kraftvollen Bässen das Spielgeschehen auf dem Bildschirm. Auf der PS 4 entsteht ein raumfüllender Klangteppich bei Call of Duty: Ghosts. Hier trumpft der Subwoofer bei donnernden Explosionen richtig auf. Dennoch sind alle Gegner und Umgebungsgeräusche räumlich sauber zu orten. Beeindruckend ebenfalls die Kulisse bei Assassin’s Creed 4: Black Flag. Ob es die anfängliche Seeschlacht ist oder kurz darauf die Mission im Dschungel mit Vogelgezwitscher und dem Rauschen von Wasser, mit dem Concept E entsteht eine durch und durch eindrucksvolle und glaubhafte Atmosphäre bei Videospielen.

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Auch als Musiksystem eignet sich die kleine Teufel-Anlage, auch wenn echte Stereo-Enthusiasten natürlich anderes gewohnt sind. Diese interessieren sich aber naturgemäß auch für andere Systeme. Dennoch machen die Boxen auch bei Musik richtig Spaß. Als Liebhaber handgespielter Noten musste sich das Concept E unter anderem mit Madsen mit Wo Es beginnt, Radical Face mit Welcome Home, Metallica mit Whiskey In The Jar oder The Maccabees mit Pelican sowie zahlreichen anderen Richtungen und Interpreten auseinander setzen. Das hat es mit Bravour gemeistert. Es lassen sich alle Instrumente akustisch sehr gut voneinander trennen, Stimmen kommen klar aus den Boxen und dies selbst bei niedriger Lautstärke. Das Teufel-System liefert saubere, detailreiche Mitten und Höhen mit kernigen Bässen.

Fazit:

Teufel bietet mit dem neuen Concept E ein wieder einwandfreies System an. Der Klang ist für solch kleine Satelliten sehr gut, egal ob Film, Musik oder Spiel. Alles wirkt dynamisch und kräftig, der Subwoofer leistet im Tieftonbereich hervorragende Arbeit, ohne das er sich zu sehr in den Vordergrund drängt.

Optisch macht das System einiges her. Das Design ist edel, die Verarbeitung einwandfrei. Ungewöhnlich dabei sind das große, weiße Touchpanel in der Mitte des Subwoofers und die kleine Fernbedienung in Form des Eishockey-Pucks. Zum System mitgeliefert wird das USB-Kabel zum PC-Anschluss und eine Rolle Boxenkabel.

Mit seinen momentan aufgerufenen 450,- Euro ist das Concept E sicherlich kein Schnäppchen. Im Gegenzug erhält man aber ein rundum hochwertiges System, typisch Teufel eben.

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Link zur Herstellerseite: Teufel Concept E >>>

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