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Hardwaretest: dLAN 550 WiFi – Kraftzwerg im Netz

dlan_550_konsolenfan_teaser_220x140Im letzten Jahr wurde die devolo AG mit dem Hidden Champion Award 2015 in der Kategorie Marke ausgezeichnet, ein Preis der von einer hochkarätigen Jury verliehen wird. Begründung: „devolo ist eine Top-Marke in der IT- und Technikbranche. <…> Unter anderem mit Wlan-Adaptern für die Steckdose vermarktet das Unternehmen ein Produkt, dessen hoher Nutzwert noch vor zehn Jahren kaum jemand erahnt hätte. Bereits kurz nach der Firmengründung ist das Unternehmen so zum Weltmarktführer aufgestiegen.“

Und nun liegt das neueste Produkt des Weltmarktführers vor, das dLAN 550 WiFi. Nach noch größer und schneller macht man diesmal einen kleinen Schritt rückwärts und präsentiert mit dem System einen kompakten und optisch damit weniger auffälligen Adapter. Dieser ist trotz seiner geringen Größe dennoch zusätzlich mit einem LAN-Anschluss für die kabelgebundene I-Net Verbindung ausgestattet. Angegeben werden per WLAN bis zu 300 Mbit/s, per Kabel über die Stromleitung sogar bis zu 500 Mbit/s.

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Ein dLAN System ist so simpel wie genial. Musste man vor nicht allzu langer Zeit bei schlechtem Internetempfang mit kompliziert einzurichtenden Repeatern arbeiten, die das WLAN-Signal weiterleiteten, nutzt das System die Stromleitung als Netzwerkkabel. Dafür wurde eigens eine Technologie entwickelt, die devolo range+ nennt. Schon 2013 wurde diese Technik beim dLAN 650+ eingeführt. Damals nutzte das System aber „nur“ zwei Leitungen, es wurden ständig zwischen Nullleiter und Phase hin- und hergeschaltet. Bereits das dLAN 1200+ nutzte alle drei möglichen Leitungen des Stromnetzes und auch das 550 beherrscht diese Technik. So können Störungen auf dem Stromnetz bestmöglich mit größtmöglicher Geschwindigkeit umgangen werden.

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Aber genau diese durch Verbraucher wie Staubsauger, Waschmaschine oder Bohrmaschine verursachten Störungen oder auch die simple Länge der Strecke machen die werksseitig angegebenen Werte natürlich zur Utopie. Raten per WLAN und LAN sind stets von diesen Faktoren abhängig, die von Stromnetz zu Stromnetz und damit von Wohnung zu Wohnung variieren können. Aber selbst über zwei Etagen und der größtmöglichen Entfernung vom Router bis an die letzte Steckdose wurden hier per WLAN noch immer im Durchschnitt über 40 Mbit/s gemessen. Und diese Werte reichen aus, um an der Wii U noch ruckel- und störungsfreie Online-Partien bei Splatoon mit 8 Spielern austragen zu können. Und auch das Streamen von Serien an das iPad war problemlos möglich.

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Der Packungsinhalt beinhaltet die beiden Adapter, eine wohltuend übersichtlich bebilderte und damit unmissverständliche Anleitung und erfreulicherweise auch ein Netzwerkkabel. Mehr braucht man nicht, um Internet dahin zu bringen, wo man bisher vergeblich danach suchte. Die Installation ist so einfach, dass selbst technisch Unbedarfte damit keinerlei Schwierigkeiten haben. Der Hauptadapter wird in eine freie Wandsteckdose gesteckt und über das Netzwerkkabel mit dem Router verbunden. Dieser Adapter sollte jedoch nicht in eine Mehrfachsteckdose gesteckt werden, da es ansonsten schon hier zu Geschwindigkeitsverlusten kommen kann. Glücklicherweise verfügt er aber über eine eigene integrierte Steckdose.

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Der WiFi-Adapter wird in dem Raum platziert, welcher mit Internet versorgt werden soll. Vor dem Einstecken notiert man sich den Key auf der Rückseite, um später Endgeräte mit einem WLAN-Signal versorgen zu können. Obendrein wird das gesamte System noch per Knopfdruck verschlüsselt, Sicherheit geht schließlich vor. Wer möchte schon den Nachbarn auf seiner Leitung mitsurfen lassen? Innerhalb von maximal 5 Minuten ist das System also ausgepackt, eingerichtet und betriebsbereit. Endgeräte mit WLAN finden in den verfügbaren Netzen einen neuen Zugang namens devolo und einer Nummer. Dies ist der neue Adapter. Jetzt noch schnell den Key ins Endgerät getippt, schon steht die Verbindung. Einfacher geht es kaum.

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Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn es steckt viel mehr im System, als nur das profane Weiterleiten von Internet in bisher unerreichbare Räume. Wer Nachwuchs hat, kennt das Problem: Das Handy kann nicht aus der Hand gelegt werden, weil die Freundin abends eine WhatsApp nach der anderen schickt oder statt Hausarbeiten zu machen, wird lieber an der Konsole gezockt. Möchte man dem einen Riegel vorschieben, begrenzt man einfach den Zugang zum Adapter. Das wird über die hauseigene Cockpit App erledigt, die sämtliche devolo Komponenten steuern kann. Einfach im Cockpit den Adapter aufrufen und den Zugang zeitlich begrenzen, schon herrscht Ruhe, statt endloser Diskussionen über Online-Zeiten. Obendrein lassen sich mit wenigen Mausklicks Gastzugänge, Kindersicherungen und einige weitere technische Spezifikationen einrichten, wie per WiFi Move mehrere Adapter zu einem eigenen WLAN-Netz zusammenfügen.

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Wie üblich achtet man bei devolo auf Kompatibilität in alle Richtungen. Selbstverständlich lässt sich der 550 WiFi Adapter auch in ein bestehendes System von dLAN 1200+ oder 650+ integrieren.

Fazit:

Wieder einmal hat devolo alles richtig gemacht! Das dLAN 550 WiFi arbeitet gewohnt zuverlässig und deckt Bereiche ab, die nur schwer mit Internet zu versorgen sind. Die Leistung reicht locker aus, um zu surfen, an der Konsole zu spielen oder einen Film zu streamen, auch wenn die angegebenen Geschwindigkeiten zur Datenübertragung in der Realität nicht an die devolo Angaben heranreichen.

Die Verarbeitung ist wie immer über jeden Zweifel erhaben, devolo selbst gibt auf das System 3 Jahre Garantie. Der WiFi Adapter ist optisch unauffällig und wirkt beim Einsatz nicht wie ein Klotz an der Wand. Bei nun vier verfügbaren Systemen hat der Käufer die Qual der Wahl, denn ob dLAN 500, 550, 650 oder 1200 muss jeder für sich entscheiden.

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Link zur Herstellerseite: dLAN 550 WiFi

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