Der Ärger mit den Terminverschiebungen

Es heißt, Vorfreude sei die schönste Freude und Geduld sei eine Tugend. In diesem Format ließen sich noch zahlreiche weitere mehr oder weniger sinnvolle Sprichworte zitieren, um den Zustand zu beschreiben, der mit der Ankündigung und der Verschiebung eines Spieles kurz vor Release einhergeht.

Letztes für mich relevantes Beispiel ist Project Cars. Nachdem Forza Motorsport auf der Xbox One und DriveClub auf der PS4 gefloppt sind, ein neues Gran Turismo in den Sternen steht, war mein persönliches Highlight des nächsten Winters 2014 besagter Hochglanz-Racer aus dem Hause Namco Bandai. Und selbstverständlich war der Titel bereits vor Wochen vorbestellt.

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Aber Pustekuchen, zu früh (vor-)gefreut. Aus dem 14.November 2014 wurde jetzt der 20. März 2015. Hier zu behaupten, ich hätte damit kein Problem, schließlich dient ja eine Verschiebung der Behebung letzter kleinerer Fehler und dem Feintuning, wäre schlichtweg gelogen. Es nervt mich inzwischen barbarisch, denn sind wir mal ehrlich: Selbst bei einem möglichen Release im März nächsten Jahres werden noch zahlreiche Fehler vorhanden sein, die per Patch behoben werden müssen. Das Sahnehäubchen, das i-Tüpfelchen, der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt bei der Begründung der Verschiebung von Namco Bandai ist aber, im November zu viel hochklassige Konkurrenz zu haben. Und bei solchen Aussagen platzt mir dann bald der Arsch! Man fürchtet sich vor der zeitnahen Veröffentlichung von Spielen wie Dragon Age Inquisition, Grand Theft Auto 5 oder Far Cry 4? Was zum Teufel haben diese Games mit einem Rennspiel gemein? Hier den Vergleich zwischen Äpfel und Birnen heranzuziehen, wäre immer noch viel zu weit ausgeholt.

Klar ist, dass Geld nun einmal endlich ist. Bei vielen reicht es im Monat zu nur einem Titel. Aber bei vielen anderen eben auch zu mehr. Und dennoch, keiner der oben genannten Konkurrenztitel steht auf meinem Einkaufszettel. Ich will keine Action, kein Rollenspiel und auch keinen Aufguss eines Titels, den ich schon auf der Xbox 360 nicht einmal ansatzweise gespielt habe. Ich will einen Racer, der das hält, was die Entwickler seit Ankündigung des Titels versprechen: Realismus pur. Ein Rennspiel, bei dem Abkürzungen bestraft werden, bei dem Taktik vonnöten ist, um Rennen zu gewinnen, das Wetter- und Tageszeitenwechsel während eines Rennens anbietet und das alles gepaart mit einer überragenden Gegner-KI. Eben all das, was Forza und Gran Turismo seit je her nicht wirklich auf die Reihe bekommen. Und wie die Konkurrenz dann im März 2015 aussieht, kann jetzt noch niemand mit Bestimmtheit sagen. Fakt ist, auch dann stehen einige andere Titel im Regal, die Project Cars Konkurrenz machen.

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Nun heißt es mindestens weitere 4 Monate warten, wenn man sich nicht bei Namco Bandai die nächste Ausrede für eine Terminverschiebung zusammendichten muss. Wäre ja nicht das erste Mal, dass meine Geduld auf die Probe gestellt wird. Die Wii U wurde wegen Rayman Legends gekauft, die Playstation 4 wegen Watch Dogs vorbestellt. Mit welchen Begründungen die Titel verschoben wurden, sind hinreichend bekannt und wann sie dann endlich doch noch erschienen ebenfalls. Bleibt zu hoffen, dass sich das lange Warten auf Project Cars am Ende lohnt.

 

2 Gedanken zu „Der Ärger mit den Terminverschiebungen“

  1. Du sprichst mir aus der Seele, es ist dermaßen unverschämt, was sich einige Publisher mit Terminverschiebungen erlauben, da fehlen mir echt die Worte. Zumal auf der Website von Project Cars noch immer groß steht: Preorder Now!
    Habe ich wie du schon längst bestellt und glaube trotzdem, dass das Spiel auch im März nicht im Regal steht. Irgendwas ist immer 🙁

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