Archiv der Kategorie: von Atari bis Xbox

Project Cars – Qualifying Video

Als hätte ich es nicht geahnt, wird Project Cars verschoben – wieder einmal. Hatte ich mich im Oktober 2014 schon über die Terminverschiebung vom November in den März 2015 geärgert, gibt es jetzt die nächste Planänderung. Aus März wird nun voraussichtlich Mai. Die Programmierer brauchen mehr Zeit, um letzte Bugfixes zu erledigen. Im Oktober war es noch die hochklassige Konkurrenz, die im November letzten Jahres zu erwarten war, nun sind es (noch immer) Fehler, die behoben werden müssen. Irgendwie kann ich nach den zahlreichen Verschiebungen aber auch nicht an einen Release im Mai diesen Jahres glauben.

Sollte das Spiel eines Tages aber tatsächlich in den Händlerregalen zu finden sein, müssen sich andere Entwickler wohl nie mehr an einen PC setzen, um ein Gran Turismo oder Forza Motorsport zu entwickeln. Das neue Qualifying Video macht erneut deutlich, dass Project Cars – wenn es denn tatsächlich so aussieht, wie in den Videos suggeriert – das ultimative Rennspiel und die Erfüllung aller Spielerträume werden kann. Hoffen wir also auf Fertigstellung im übernächsten Monat … oder überübernächsten … oder …

to be continued …

 

 

 

Das Fest des Teilens – Share Play für die PS4

fest_des_teilens_teaser_220x140Es ist Weihnachten, Zeit mal wieder nicht nur an sich, sondern auch an andere zu denken. Aber zum Teilen muss es nicht immer Weihnachten sein. Sony führt mit dem letzten Firmware-Update eine Funktion ein, die es so noch nicht gab. Denn bisher war es zum Online-Zocken immer nötig, dass beide Spielpartner das Spiel besitzen. Damit ist nun Schluss. Das Zauberwort für gemeinsames Spielen mit nur einer Scheibe lautet Share Play.

Und dafür bietet man drei Möglichkeiten.

  • Man teilt einfach nur den Bildschirm miteinander. Ein Freund sieht dir beim Spielen zu und unterstützt dich entweder mit hilfreichen Tipps oder amüsiert sich über dein spielerisches Unvermögen. Du entscheidest, ob er dann weiterhin dein Freund ist 😉

  • Ist er weiterhin dein Freund, überlässt du ihm den Controller für die Passage, die du einfach nicht schaffst. Er zockt und du drehst den Spieß um, denn nun liegt die Schadenfreude bei dir. Oder deine ehrliche Anerkennung, weil er tatsächlich besser ist. Voraussetzung: Du bist Playstation Plus Mitglied.

  • Ihr seid immer noch Freunde? Super, dann spielt doch einfach gemeinsam. Ihr könnt im Koop-Modus bis zu 60 Minuten miteinander zocken, obwohl nur einer von euch das Spiel besitzt. Perfekt, um deinen Freund zu überzeugen, dein Lieblingsspiel nun doch zu kaufen. Voraussetzung: Ihr müsst hierfür beide Playstation Plus Mitglied sein.

Wer teilt, gewinnt. Wie ihr gewinnt, erfahrt ihr auf der Seite Das Fest des Teilens >>>. Was ihr allerdings gewinnt erfahrt ihr erst nach dem Sharen der Videos 😉

 

 

Als aus „Next-Gen“ leise „Current-Gen“ wurde …

Dezember 2013, meine nagelneue PS4 steht hier und ich kann mich vor Freude kaum halten. Rechtzeitig vorbestellt, erhalte ich die Konsole pünktlich zum Release. Leider hat Sony in ebenso großer Freude über die zu erwartenden Umsätze offensichtlich die Qualitätskontrolle vorzeitig in die Ferien geschickt. Wie viele andere stirbt auch meine Konsole wenige Stunden nach dem ersten Anschalten. Amazon sei Dank bekomme ich am 23.12.2013 noch einen Ersatz. Hätte ich was versäumt, wäre es erst Januar oder Februar geworden?

Dezember 2014, meine PS4 steht … und steht … und steht und ich frage mich, wann denn dieses „Next-Gen“ endlich ankommt? Schließlich sollte diese Konsolengeneration einen ach so gewaltigen Schritt vorwärts machen, dass dem Spieler die Luft wegbleibt. Also gut, noch atme ich – und das vollkommen entspannt. „Next-Gen“ ist vollkommen unbemerkt zu „Current-Gen“ geworden. Konsole ist da und läuft – wenn sie denn mal läuft. Hier stapeln sich einige PS4-Spiele und keines bis auf Wolfenstein habe ich länger als 30 Minuten gespielt. Drei Titel sind noch verschweißt, ich hatte nicht einmal Lust, diese auszupacken, sondern nur aufgrund eines Sonderangebotes zugeschlagen.

Woran liegt es nun genau, dass mich Sonys Wunderkind nicht vom Hocker reißt, sondern mich auf diesem vor Langeweile gähnen lässt? Ich denke, es ist die unerfüllte Erwartungshaltung auf etwas, was man selbst nicht genau definieren kann. Was hatte ich für Vorstellungen von der neuen Grafik, welch sensationell neue Spiele wurden erwartet. Next-Gen bedeutete bisher bei jeder Generation immer eine Leistungsexplosion, hier ist es nur das langweilige Plopp eines Tischfeuerwerkes. Da weiß man auch immer vorher, was drin ist. Auch was nun tatsächlich an Spielen in den Händlerregalen steht, weiß ein jeder Videospieler selbst. Eine Fortsetzung jagt die nächste, ein Aufguss eines PS3 Titels folgt dem nächsten, bestes Beispiel für Ich-krieg-den-Hals-nicht-voll ist wohl GTA V. Hurra, Ego-Perspektive und mehr Details, jetzt sogar mit Rissen im Asphalt – ganz toll, und weiter?

Assassins Creed die 34.ste, Call of Duty in albernen Cyper-Rumhüpf-Anzügen, an Far Cry und Uncharted prangt inzwischen auch eine 4, Little Big Planet 3 jetzt mit 16 statt nur mit 3 Schichten für den Leveldesigner, ein DriveClub, bei dem die Server nicht funktionieren und ein Halo namens Destiny – soll das allen Ernstes „NEXT-Gen“ sein? Ein Evil Within war nett, brachte aber auch nichts wirklich Neues, ein Watch Dogs war am Ende nur ein Hype um heiße Luft und kennt man einen Batman, kennt man alle. Da muss doch noch irgendetwas kommen, das kann doch nicht alles sein?

Nächste Woche erscheint Lara Croft und der Tempel der Osiris. Wenigstens stimmt hier der Preis, auch wenn der Titel wahrscheinlich auch ruckelfrei auf der PS2 laufen würde. Einige andere Titel sind seit Monaten angekündigt, wahrscheinlich um mich bei Laune zu halten? Der Übergang von „hier, ganz neu“ nach „steht da hinten“ erfolgte also in aller Stille. Sony und viele andere haben es versäumt, den Spieler nach der anfänglichen Euphorie bei der Stange zu halten. Es interessiert mich dabei nicht, welcher Marketing-Stratege welches Spiel für ein finanzielles Risiko hält und welches Spiel allein aufgrund des Namens ein Triple-A Titel ist. Ich will doch einfach nur Spaß beim Zocken. Alle meine Hoffnungen ruhen jetzt bis ins nächste Jahr auf Projekt Cars.

Und auch wenn es lächerlich klingen mag, aber meine Wii U ist seit deren Release meine Lieblingskonsole, mit der ich diesen Spaß habe. Selbstverständlich ist auch hier nicht jeder Titel eine Offenbarung, aber hier gibt man sich Mühe, Titel für das Touch-Pad anzupassen und damit einem Spiel eine besondere Note zu verleihen. Bis heute ungeschlagen ist Rayman Legends! allein dieser Titel ist auch nach über einem Jahr nach seinem Erscheinen den Kauf der Konsole wert. Etliche andere gesellen sich dazu. Es muss nicht die Bombast-Grafik sein, es sind manchmal nur die Kleinigkeiten, die ein gutes von einem schlechten Spiel unterscheiden. Und da hat die Wii U bisher und auch in naher Zukunft vielleicht mit Amiibo die Nase vorn.

Wer in diesem Beitrag die Xbox One vermisst: Ich habe die gespielt und finde bisher keinen Grund, dafür Geld auszugeben. Identische Titel wie auf der PS4 und ein Halo, welches ich auf der ersten Xbox und der Xbox 360 schon nicht häufig gespielt habe. Dazu kommt, dass erst zahlreiche Updates die Konsole nun wieder nutzbar machen, aber Microsoft wollte ja mit aller Macht seine Vorstellungen einer guten Konsole und sein Kinect durchdrücken.

Ich befürchte, dass sich „Next-Gen“ in nur einem Jahr totgelaufen hat. Daher habe ich einen Plan für 2015, der mir schon lange Zeit vorschwebt. Ich werde mir meinen eigenen Spielautomaten für meine alten Konsolen bauen. Atari VCS, NES, SNES, Master System, Mega Drive und die eine oder andere Perle werden darin untergebracht. Wenn „Next-Gen“ nichts Neues bringt, werde ich eben wieder „retro“ … alt genug bin ich.

 

03.12.2014 – 20 Jahre Playstation

Man kann Jubiläen feiern, man kann sie aber auch zelebrieren. Was sich Sony zum 20jährigen ausgedacht hat, lässt jedem Videospieler das Herz bis zum Hals schlagen. Statt wie bei Spielen leider inzwischen üblich eine limitierte Special Edition anzukündigen, die dann doch millionenfach produziert wird, geht man Sony genau den entgegengesetzten Weg.

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Zum Jubiläum wird es eine auf weltweit 12.300 Stück limitierte PS4 im grauen Design der Playstation One geben. Jede Konsole wird mit einer Gravur der Seriennummer ausgeliefert. Präsentiert wird das Ganze dann noch in einer ganz besonderen Verpackung. Wer nun das Internet durchforstet um an das seltene Stück zu gelangen, wird ewig suchen können, denn diese Konsole kann man nicht kaufen, sondern nur gewinnen.

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Wie das genau vonstattengehen soll und in welchem Zeitraum die Konsole erhältlich ist, lässt die Pressemitteilung halbwegs offen. Die PS4 wird nur im Rahmen von Gewinnspielen an ausgewählte Medienpartner verteilt oder ist auf den üblichen Playstation Social Media Kanälen oder auf Charity-Aktionen erhältlich.

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Der Ärger mit den Terminverschiebungen

Es heißt, Vorfreude sei die schönste Freude und Geduld sei eine Tugend. In diesem Format ließen sich noch zahlreiche weitere mehr oder weniger sinnvolle Sprichworte zitieren, um den Zustand zu beschreiben, der mit der Ankündigung und der Verschiebung eines Spieles kurz vor Release einhergeht. Letztes für mich relevantes Beispiel ist Project Cars. Nachdem Forza Motorsport auf der Xbox One und DriveClub auf der PS4 gefloppt sind, ein neues Gran Turismo in den Sternen steht, war mein persönliches Highlight des nächsten Winters 2014 besagter Hochglanz-Racer aus dem Hause Namco Bandai. Und selbstverständlich war der Titel bereits vor Wochen vorbestellt.

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Aber Pustekuchen, zu früh (vor-)gefreut. Aus dem 14.November 2014 wurde jetzt der 20. März 2015. Hier zu behaupten, ich hätte damit kein Problem, schließlich dient ja eine Verschiebung der Behebung letzter kleinerer Fehler und dem Feintuning, wäre schlichtweg gelogen. Es nervt mich inzwischen barbarisch, denn sind wir mal ehrlich: Selbst bei einem möglichen Release im März nächsten Jahres werden noch zahlreiche Fehler vorhanden sein, die per Patch behoben werden müssen. Das Sahnehäubchen, das i-Tüpfelchen, der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt bei der Begründung der Verschiebung von Namco Bandai ist aber, im November zu viel hochklassige Konkurrenz zu haben. Und bei solchen Aussagen platzt mir dann bald der Arsch! Man fürchtet sich vor der zeitnahen Veröffentlichung von Spielen wie Dragon Age Inquisition, Grand Theft Auto 5 oder Far Cry 4? Was zum Teufel haben diese Games mit einem Rennspiel gemein? Hier den Vergleich zwischen Äpfel und Birnen heranzuziehen, wäre immer noch viel zu weit ausgeholt.

Klar ist, dass Geld nun einmal endlich ist. Bei vielen reicht es im Monat zu nur einem Titel. Aber bei vielen anderen eben auch zu mehr. Und dennoch, keiner der oben genannten Konkurrenztitel steht auf meinem Einkaufszettel. Ich will keine Action, kein Rollenspiel und auch keinen Aufguss eines Titels, den ich schon auf der Xbox 360 nicht einmal ansatzweise gespielt habe. Ich will einen Racer, der das hält, was die Entwickler seit Ankündigung des Titels versprechen: Realismus pur. Ein Rennspiel, bei dem Abkürzungen bestraft werden, bei dem Taktik vonnöten ist, um Rennen zu gewinnen, das Wetter- und Tageszeitenwechsel während eines Rennens anbietet und das alles gepaart mit einer überragenden Gegner-KI. Eben all das, was Forza und Gran Turismo seit je her nicht wirklich auf die Reihe bekommen. Und wie die Konkurrenz dann im März 2015 aussieht, kann jetzt noch niemand mit Bestimmtheit sagen. Fakt ist, auch dann stehen einige andere Titel im Regal, die Project Cars Konkurrenz machen.

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Nun heißt es mindestens weitere 4 Monate warten, wenn man sich nicht bei Namco Bandai die nächste Ausrede für eine Terminverschiebung zusammendichten muss. Wäre ja nicht das erste Mal, dass meine Geduld auf die Probe gestellt wird. Die Wii U wurde wegen Rayman Legends gekauft, die Playstation 4 wegen Watch Dogs vorbestellt. Mit welchen Begründungen die Titel verschoben wurden, sind hinreichend bekannt und wann sie dann endlich doch noch erschienen ebenfalls. Bleibt zu hoffen, dass sich das lange Warten auf Project Cars am Ende lohnt.

 

gamescom 2014 – Gastbeitrag

gamescom_2014_gastbeitragStatt ohne persönliche Anwesenheit aus der Ferne über die Zukunft von Spielen, Plattformen und der Messe im Allgemeinen zu philiosphieren, veröffentliche ich an dieser Stelle einen Gastkommentar von Michael „Arminator“ Arm, der nicht nur Profi in Sachen Games und Merchandising ist, sondern der sich ebenfalls durch wertvolle Beiträge und zahlreiche Hilfestellungen im Xbox-Forum einen Namen unter den Spielern gemacht hat. Der Beitrag bezieht sich auf meinen Blick in die Kristallkugel zur gamescom 2014 und den tatsächlichen Erlebnissen auf der Messe.

Dann muss ich mal zu Deiner Zukunfts-Prophezeihung was sagen: Deine Kristallkugel muss leicht nachkalibriert werden…

Dank teurem Telekom Hotel WLAN und Internet-Problemen nach Umzug nur mal als Kommentar meine 2014′er Gamescom Impressionen:
Da die Fachbesuchertickets dieses Jahr nur bis Freitag gegolten haben, ich Samstags zu einer Taufe musste (und die nur noch als Ein-Tagestickets erhältlichen Eintrittskarten für Samstag sowieso ausverkauft waren), muss ich sagen, dass das Samstägliche “Mitschwimmen in Besuchermassen” an mir vorbei gegangen ist. Keine Ahnung also, was am Wochenende in den Hallen wirklich abgegangen ist.
Den Fachbesuchertag empfand ich aber entspannter als an vorigen Messen. Keine 6 Jährigen “Fachbesucher”, und auch kein übermäßig langes Anstehen. Es gab zwar Warteschlangen, aber die waren durchaus ertragbar.
Dafür waren am Fachbesuchertag trotzdem die Messe-Lanyards für das Ticket entweder nach Öffnung der Hallen “noch nicht da”, oder “schon alle weg”.

Abgesehen von der etwas entspannteren Menschenmenge, gab es in meinen Augen nur wenige Highlights abgesehen von den typischen Fortsetzungen.
Ein spielbares “The Evil Within” war im Demo rätsel- und grusellastiger als das im letzten Jahr vorgespielte Demo bei der der Protagonist mit viel Muniton umher-ballernd vor einem Riesenmetzger wegrennt.

Mit einer Oculus Rift im Virtuellen Cockpit von EVE Valkyre zu sitzen hat mich für alle vorigen Jahre “Games Convention” und “Gamescom” Gedränge entschädigt. Diese Hardware steht bei mir noch vor Platz 1 auf meiner Wunschliste. Ja, sogar noch vor Weltfrieden. Das Gerät ist einfach nur atemberaubend.

“Quantum Break” von den “Max Payne” und “Alan Wake” Leuten Remedy zeigt beindruckende Spezialeffekte (die Raum-verbiegenden und wabernden Zeitblasen sehen klasse aus). Die Atmosphäre ist beklemmend stimmig, und fühlt sich für mich nach einem “Day One Purchase” an.

Aber mein absolutes “Underdog” Überraschungs-Game: “Bernd das Brot und die Unmöglichen”. Ein klassisches Point&Click Adventure mit Dialogen der original Autoren. Ich hab’ den Test abgebrochen, als ich vor lauter Lachtränen den Monitor nicht mehr erkannt habe.

Unentschlossen bin ich noch bei “Forza Horizon 2″. Wie es sich für ein Forza gehört, sehen die Autos aus, als wären es die echten Gefährte aus Hochglanz-Prospekten.
Die neuen Regeneffekte auf dem Lack und die auch gutaussehende Scheibenwischer-Animation mit Wasserschlieren sieht realistisch aus.
Dass man mit einem Lamborghini aber quer über ein Stoppefeld pflügt… Naja. Aber beim Vorgänger haben die “Virus” Multiplayer-Modi ja auch offroad auf dem Carson Golf Kurs brutal Spaß gemacht.
Wenn man aber (angespornt von dem Standpersonal: “Für die Plätze 1-3 gibts eine Sammelkarte für einen Schlüsselanhänger”) nach mehreren Fahrten ein gutes Gefühl für die Strecke hat, mit leichten Remplern die Computergegner in den Gegenverkehr drängt, und über dreiviertel der Strecke eigentlich “uneinholbar” auf Platz 1 rast, bloß um dann wenige Meter vor dem Ziel dann von einer Gummi-Band-KI die nicht nachvollziehbar aus einer Kreuzung geschossen kommt, auf den vierten Platz durchgereicht zu werden, brodelt der Frust schlimmer, als bei Mario Kart von einem blauen Panzer getroffen zu werden.

Sunset Overdrive macht höllisch Spaß, die Waffen sind abgedreht, aber die Cartoon Explosionen sind “undurchsichtig”. Ballern also alle aus dem Team mit Propangaswerfern, explodierenden Teddybären und sonstigen pyrotechnisch beeindruckenden Schießprügeln, sieht man vor lauter Flammen, Funken und Rauchfahnen keine Gegner mehr. Dafür kann man aber relativ fix auf Häuserdächer springen, nach “Jet Set Radio”- oder “Sonic”-Manier über Kanten und Seile grinden, und sich “von Oben” einen hoffentlich besseren Überblick verschaffen, und erstmal woanders Energy-Drink-geschädigte Zombies beharken, bis der in Feuer und Rauch gehüllte Straßenzug wieder einsehbar ist.

Sonst gab es reihenweise wieder neuen Wein in alten Schläuchen: Als Fifa-Verschmäher sah Teil 15 für mich genauso aus wie 14 (der einzige Fifa Titel, den ich besitze, weil der bei der Day One Edition meiner Konsole dabei lag).
Borderlands the Pre-Sequel: Ist auch dasselbe. Aber weil “dasselbe” einfach nur gut war, ist das für mich ein Kauf.

“Metal Gear Solid: Phantom Pain” sah genauso gut aus wie in der E3 Präsentation, und in der vorspiel-Demo wurden viele Seitenhiebe auf die vorige Demo gemacht (so gab es eine riesige Reklametafel, die den Aussichtspunkt der E3 Demo auf der anderen Seite des Canyons auswies).
War es die ersten paar Male herrlich blödsinnig komisch betäubte Gegner, ahnungslose Schafe oder Jeeps die durch Pferdeäpfel ins Schleudern kamen einfach “in die Luft” zu schicken, nutzte sich dieses Gimmick in meinen Augen schnell ab. Und Soldaten die auf Pappkartons nicht mehr reinfallen, solange kein Pin-Up Bikini-Girl drauf ist erinnern an frühere Metal Gear Teile, bei denen man eben Porno-Zeitschriften auf den Boden gelegt hat.

Battlefield Hardline Multiplayer hat Spaß gemacht, genauso wie Call of Duty Advanced Warfare. Aber hätte nicht draufgestanden, welcher Teil es ist, hätte es genausogut auch “First Person War Gaming: The Generic Conflict” sein können.
Nicht falsch verstehen: Die Spiele haben Spaß gemacht, und haben kleine und feine Neuheiten, aber es ist “nur” eine leichte Evolution von bereits bekannten Spielmechaniken.
Bei CoD:AW wetzt man nun also mit Exoskeletten umher, und kann genauso hoch springen wie ein Pilot bei Titanfall. Und bei Hardline besetzt man nun Fahrzeuge, und fährt mit ihnen umher, statt Checkpunkte A, B und C einzunehmen.

Apropos Evolution: Das von den Left 4 Dead Machern geschaffene Asymmetrische Gameplay (ein Monster, 4 Jäger) hatte seine Momente, würde mich aber nach den Testspielen mit unkoordinierten Teammitgliedern noch nicht zum Kauf bewegen. Ebenso beobachte ich mal noch Fable Legends, wo 4 Helden versuchen gegen einen “bösen Rollenspielleiter” zu bestehen. Fable bestach immer durch charmante Storys und britischen Humor. Wenn man aber mit 4 Xbox-Live Leuten durch die Gegend zieht, die ständig mit meiner Mutter kopulieren wollen, weiß ich nicht, ob das Spiel wirklich funktioniert.

Mal sehen was die Zukunft bringt. Ich probiere lieber aus, als mich auf Prophezeihungen zu verlassen (oder wie der Nazi-Wissenschaftler bei Indy 4 gesagt hat: “Vee do not guess! Vee must TEST!”)
Und vielleicht hast Du ja doch mal wieder Lust durch die Messehallen zu flanieren, wenn nicht gerade zwei Konsolen neu vorgestellt werden.

Lieber Micha, ich flaniere wieder durch Messehallen, wenn ich nicht mehr als Fachbesucher anstehen muss, wieder wie in Leipzig die Möglichkeit habe, mit Entwicklern ungezwungen das eine oder andere Gespräch zu führen und ich nicht die drölfzigste Fortsetzung eines FIFA etc. zu sehen bekomme. Solange also die Messe weiterhin in Köln angesiedelt ist und sich Besucher auf die Füße treten, werde ich den Spaß lieber aus der Ferne beobachten. 😉

 

Alle Jahre wieder – gamescom

gamescom_2014_logoEs war einmal vor langer, langer Zeit, da machte sich eine kleine Messe in Deutschland auf, zum größten Gamingevent der Welt (nach der E3?) zu werden. Anfangs noch klein und unscheinbar wuchs der Messezwerg. Er wuchs so rasant, dass ihm sein alter Messeanzug in Leipzig nicht mehr passte und er sich in Köln einen neuen schneidern ließ. Dieser schlabberte zu Beginn noch ein wenig, aber der jetzt nicht mehr ganz so kleine Zwerg wuchs immer weiter. Inzwischen ist er nicht nur groß, er ist fett. So fett, dass er an manchen Tagen Diät halten muss, weil er sonst aufgrund der zahlreichen Videospieler platzen würde, die sich in seinem Inneren tummeln. Aber das stört in Köln niemanden, denn lieber stehen Videospieler erst stundenlang vor der Tür und dann an Ständen, um sich Trailer von Spielen anzusehen, die Minuten später bereits im Netz anzuschauen sind oder um wenige Minuten einen Titel zu zocken, der trotz Ankündigung dann ohnehin monatelang verschoben wird.

Es ist soweit … wieder einmal. Die gamescom 2014 öffnet ihre Pforten. Und da wir in die Zukunft sehen können, sagen wir den Ablauf schon jetzt voraus:

  • am Fachbesuchertag werden wieder mehr Besucher anwesend sein, wie über die kompletten drei Tage in Leipzig
  • auch 6jährige sind Fachbesucher
  • zur Business Area haben wieder alle unkontrollierten Zugang
  • es wird laut, hektisch, heiß und voll
  • es wird stundenlange Wartezeiten geben, um einen Blick auf ein Spiel zu erhaschen
  • es wird unzählige Fortsetzungen bekannter Titel geben
  • die Messe Köln wird neue Besucherrekorde verzeichnen
  • alle Publisher klopfen sich nach der Messe vor Begeisterung auf die eigenen Schultern

Weil inzwischen alle relevanten Veranstaltungen per Livestream zu verfolgen sind, genießen wir die Show vor dem PC. Hier ist es angenehm ruhig und kühl und niemand tritt uns im Sekundenabstand auf die Füße. Cola und Würstchen kosten ein Bruchteil dessen, was auf der Messe verlangt wird und wir müssen nicht stundenlang dafür anstehen. Warum also selbst nach Köln, wenn man jede noch so unwichtige Info kurz darauf im I-Net findet?

Die Messe wird erst wieder besucht, wenn der Fachbesuchertag wieder ein echter Fachbesuchertag ist und die Messeleitung einzig einen Gewerbenachweis oder Presseausweis als alleinige Legitimation anerkennt. Bis dahin genießen wir die Show eben aus der Ferne. Allen anderen viel Spaß im Gedränge 🙂

Wir erinnern noch einmal an die letztjährigen Tweets der ehemaligen Xbox-Ikone Boris Schneider-Johne:

  • Ein Blick in die Hallen bestätigt meinen Verdacht. Der Fachbesuchertag ist eine Illusion. Vielen Dank, @gamescomcologne
  • Mittwoch ist der neue Samstag!
  • Und sie lassen jedermann ins Business Center, ohne Kontrolle? Kaum ist man 2 Jahre nicht hier… @gamescomcologne
  • Hätte nie geglaubt, daß ich mich am Fachbesuchertag für eine Stunde ins Hotel zurückziehe, weil es zu fucking voll auf der Messe ist.

 

Happy Birthday zum 30jährigen Jubiläum, Tetris

Heute vor 30 Jahren versetzten ein paar Klötzchen erst einen russischen Programmierer und bald darauf die ganze Welt in Aufruhr. Der Russe Alexei Paschitnow entwickelte auf seinem sowjetischen Computer Elektronika 60 das Spiel, das später den Erfolg den Game Boys begründen und damit Nintendos weltweiten Siegeszug einläuten sollte. Angelehnt ist Tetris ursprünglich an das russische Klötzchenspiel Pentomino, in der digitalen Version gibt es jedoch nur noch sieben statt der ursprünglichen zwölf Figuren.

Bis heute wurde Tetris angeblich über 100.000.000 Mal verkauft und für über 50 verschiedene Systeme entwickelt. Zahlreiche Varianten und Nachfolger reichten aber niemals mehr an den Erfolg der Game Boy Version heran. Wenige Grautöne reichten aus, um weltweit Millionen von Spielern an einen kleinen Bildschirm zu fesseln. Die Melodie >>> wird – einmal gehört – zum Ohrwurm.

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Fast wäre es aber gar nicht zur Veröffentlichung auf dem Game Boy gekommen. Die Geschichte um die Lizensierung von Tetris liest sich bis heute noch wie ein spannender Thriller >>>, da zeitgleich drei Parteien, ohne voneinander zu wissen, in Moskau über die Lizenzrechte verhandelten. Später wurde von der BBC ein Dokumentarfilm über diese Ereignisse gedreht. Von der Entwicklung des Spiels am 06. Juni 1984 bis zur Beilage zum Game Boy vergingen dann noch einmal knapp 5 Jahre, denn dieser erschien erst am 21.April 1989 >>> auf der Bildfläche.

Noch heute gehören der Nintendo Game Boy und Tetris untrennbar zusammen. Wer die originale Version nicht kennt, sollte sich Handheld und Spiel unbedingt gebraucht kaufen, denn trotz zahlreicher Nachfolger und noch mehr Varianten ist das Original bis heute im Spielspaß ungeschlagen.

Happy Birthday Tetris 😀

Atari Flashback 4 – alte Pixel in neuer Verpackung

Ataris Konsolen und Spiele erfreuen sich noch immer großer Beliebtheit. Damit die Urzeit der Videospiele aber nicht nur Sammlern vorbehalten bleibt, gibt es seit 2005 in regelmäßigen Abständen offizielle Atari-Nachbauten mit integrierten Klassikern aus den 80er-Jahren. Inzwischen schreiben wir 2014 und Versionsnummer 4. Waren dem Flashback 1 noch ganze 20 Spiele auf die Platine gebrannt, sind es nun bei Nummer 4 sogar ganze 75.

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Was auf den ersten Blick nach ganz viel Nostalgie und einem langen Spieleabend mit alten Freunden klingt, entpuppt sich dann beim genauen Hinsehen aber als Mogelpackung. Quantität geht ganz klar vor Qualität. Einzig Lizenzgründe können der Grund dafür sein, dass Perlen wie Pac-Man, Defender, Frogger oder Phoenix fehlen. Stattdessen findet man 3D Tic-Tac-Toe, Hangman oder Slot Machine. Man lässt sich aber auch vielleicht nur Luft nach oben für das Flashback 5?

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Trotz Plastik-Look und in Anlehnung an das Original auch mit Holzimitat bietet das Atari Flashback 4 technisch aktuellen Standard, zumindest bei den Controllern. Statt Kabelsalat wird gefunkt. Die Joypads entsprechen im bekannt klobigen Aussehen und Handling dem Original von 1978, aber Controller 1 beinhaltet mit zusätzlichen Knöpfen sämtliche Funktionen, um die Konsole zu bedienen. Freut man sich darüber, dass selbst die originalen kabelgebundenen Controller angeschlossen werden können, stellt man kurz darauf aber ein Problem fest. Man benötigt nämlich die alten Paddle-Controller, um Spiele wie Circus Atari oder Breakout spielen zu können. Atari weist zwar freundlich in der Anleitung auf die Notwendigkeit der Paddles hin, diese sind aber im Paket nicht enthalten.

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Die Konsole selbst wird über den gelben Chinch-Stecker für Video und dem weißen Audio-Stecker mit dem TV verbunden. Verfügt der TV nicht über die entsprechenden Eingänge, hilft ein Scart-Adapter. Wer den noch hat, sollte das Atari an einen alten Röhren-TV anschließen, an einem Flachbild-TV sollte das Format auf 4:3 umgestellt werden.

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Hat man kein altes Atari mehr oder möchte sich nicht mit 75 einzelnen Modulen die Regale füllen, lohnt sich der preiswerte Einkauf des Flashback 4. Pixelkunst in 16 Farben, Midi-Gepiepse und simpelste Bedienung in maximal acht Richtungen bei nur einem Feuerknopf machen auch heute noch Laune. Besonders das nur für 2 Spieler ausgelegte Combat ist noch immer ein echter „Multi“-Player Spaß. Wenn man den gegnerischen Panzer nicht nur trifft, sondern gleich mal so gewaltig aus dem Bildschirm bläst, dass er auf der anderen Seite wieder ins Bild trudelt, ist Geschrei garantiert 😀

Die vollständige Liste aller 75 Spiele:

  1. 3D Tic-Tac-Toe
  2. Adventure
  3. Adventure II
  4. Air·Sea Battle
  5. Aquaventure
  6. Asteroids
  7. Backgammon
  8. Basketball
  9. Battlezone
  10. Black Jack
  11. Bowling
  12. Breakout
  13. Canyon Bomber
  14. Centipede
  15. Championship Soccer
  16. Circus Atari
  17. Combat Two
  18. Combat
  19. Crystal Castles
  20. Demons to Diamonds
  21. Desert Falcon
  22. Dodge ‚Em
  23. Double Dunk
  24. Fatal Run
  25. Flag Capture
  26. Football
  27. Frog Pond
  28. Front Line
  29. Fun with Numbers
  30. Golf
  31. Grand Prix
  32. Gravitar
  33. Hangman
  34. Haunted House
  35. Home Run
  36. Human Cannonball
  37. Jungle Hunt
  38. Maze Craze
  39. Miniature Golf
  40. Missile Command
  41. Night Driver
  42. Off The Wall
  43. Outlaw
  44. Polaris
  45. Realsports Baseball
  46. Realsports Basketball
  47. Realsports Soccer
  48. Realsports Volleyball
  49. Return to Haunted House
  50. Saboteur
  51. Save Mary
  52. Sky Diver
  53. Slot Machine
  54. Slot Racers
  55. Solaris
  56. Space Invaders
  57. Space War
  58. Sprintmaster
  59. Star Ship
  60. Steeplechase
  61. Stellar Track
  62. Street Racer
  63. Submarine Commander
  64. Super Baseball
  65. Super Breakout
  66. Super Football
  67. Surround
  68. Tempest
  69. Video Checkers
  70. Video Chess
  71. Video Olympics
  72. Video Pinball
  73. Warlords
  74. Wizard
  75. Yars‘ Revenge

Sega Multi Mega – Luxus pur

Sega? Klar … Sonic, kennt man! Ist als Download auf Xbox zu haben. Mega Drive? Schon mal gehört, war was genau? Mega CD? Ein CD-Spieler, oder? Sega Multi Mega? Nie gehört!

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So oder so ähnlich laufen Gespräche mit Menschen ab, die Videospiele erst ab Version Playstation One oder später kennen. Aber auch davor gab es schon Videospiele und Konsolen und darunter die Perlen, die Geräte, die man sich damals nicht leisten konnte und jetzt mehr nicht leisten will. Dies einfach deshalb, weil sie heute noch teurer sind, als sie es damals bei ihrem Erscheinen schon waren. Das Sega Multi Mega ist so eine Konsole. Ihr besonderer Wert liegt darin, dass 1993 weltweit nur 5000 Stück davon produziert wurden und die Konsole nur in Europa und den USA (dort unter dem Namen CDX) veröffentlicht wurde. Japan ging erstaunlicherweise leer aus. Der damalige Verkaufspreis lag bei 999,-DM, heute also gut 500,- Euro.

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Das Multi Mega ist eine Kombination aus Sega Mega Drive und Mega CD und die wahrscheinlich einzige Konsole mit einem eigenen LCD-Display. Dieses ist der Discman-Funktion geschuldet, denn das Multi Mega ist ebenso als portabler CD-Spieler zu gebrauchen – dies sogar im Batteriebetrieb. Dazu gibt es einige weitere Funktionstasten sowie einen gesonderten Lautstärkeregler und einen Kopfhörer-Ausgang. Neben dem Spielen von Mega Drive und Mega CD-Titeln kann aber auch das 32X angeschlossen werden, auch wenn Sega in den USA dieser Funktion nach der Veröffentlichung immer wiedersprochen hat.

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Letztendlich ist das Multi Mega auch heute noch die Luxus-Version eines Mega Drive. Und da solch alte Konsolen an einem Flachbildschirm einfach immer schlecht aussehen, sollte man zum Anschluss auch noch einen Röhren-TV vorhalten. Nur hier kommt wirkliche Nostalgie auf, besonders wenn man dann auch noch die Special Edition von Earthworm Jim als CD-Version spielen darf 😀

Ach ja, wer eine Idee hat, wie ich das 32X angeschlossen bekomme und welche Kabel nötig sind, meldet sich bitte. Weiterhin wäre ich dankbar über Tipps, den Riegel der CD-Klappe und den Knopf zum Öffnen wieder gangbar zu bekommen. Offenbar hat sich in beiden so viel Staub abgelagert, dass die klemmen. Reinigen und fetten hat bisher nichts gebracht.