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Hardwaretest: Sony HT-XT1 – die erste Soundbase von Sony

sony_ht-xt1_konsolenfan_teaser_220x140Unscheinbar – das ist der erste Eindruck, nachdem die Sony HT-XT1 aus ihrer Verpackung befreit wurde. Das also ist Sonys Antwort auf die Soundplates von LG, Bose, Canton und vielen anderen? Aber es ist nur der erste Eindruck, denn schon beim zweiten gefällt die schicke Klavierlack-Optik und überzeugt durch ihre Schlichtheit. Es gibt keinerlei überflüssige Schnörkel, kein Knopf steht hervor und stört das Gesamtbild. Die wenigen Bedienelemente sind auf der Oberseite als Sensortasten integriert. Das Display versteckt sich hinter dem Metallgitter, welches sich über die Front ausbreitet. Die vier pyramidenförmigen Füße aus Aluminium runden die edle Erscheinung nach unten perfekt ab. Design konnte Sony schon immer.

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Mit seinen 720 x 72 x 310 Millimetern im glänzenden Schwarz versteckt sich das System eher unauffällig unter dem TV. Damit es beim Aufstellen des Bildschirms auf der Soundbase nicht zu hässlichen Kratzern im Lack kommt, ist die Oberseite noch zusätzlich mit einer gehärteten Glasscheibe geschützt. Leider gibt die gedruckte Anleitung aber keinen Hinweis darauf, mit wie viel Kilogramm TV-Gewicht die HT-XT1 denn eigentlich belastet werden kann? Einer der wenigen Sicherheitshinweise lautet dann tatsächlich, dass man keine heiße Pfanne (!) auf dem System abstellen darf, da dies die Scheibe beschädigen könnte.

Technisch bietet die Soundbase den zur Zeit üblichen hohen Standard. Geboten werden drei HDMI-Eingänge, ein ARC-fähiger HDMI-Ausgang, ein analoger, sowie ein digitaler Eingang. In Sachen Funkverbindung stehen Bluetooth (A2DP-Codec) und NFC (Near Field Communication) zur Verfügung. Hierbei wird ein entsprechend ausgestattetes Smartphone an die Soundbase gehalten, um so eine Verbindung herzustellen. Mitgeliefert wird nur ein optisches Kabel, ein HDMI-Kabel sucht man vergebens. Besitzer eines Sony-TV mit Bravia-Sync verbinden die beiden Geräte mit einem High-Speed-HDMI-Kabel und nutzen so noch zusätzliche Funktionen wie einen Energiesparmodus. Der S-Master-Digitalverstärker sorgt für 170 Watt Ausgangsleistung, von denen jeweils 35 Watt auf die beiden 38×80 Millimeter Boxen und 100 Watt auf die beiden nach unten ausgerichteten 100 Millimeter Subwoofer entfallen. Die Bassreflexöffnung befindet sich auf der Rückseite.

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Die Fernbedienung ist identisch mit der der HT-ST3 >>>. Hier trifft ungewöhnliches Design auf gewöhnungsbedürftige Bedienbarkeit bis hin zu etwas unübersichtlichen Einstellungen in den Menüs. Durch die ebenen dreieckigen Knöpfe vermisst man anfangs die Haptik einer klassischen Fernbedienung. Dennoch hat man sich schnell daran gewöhnt. Komplizierter wird es, will man im versteckten Menü die Durchschlagskraft der Bässe ändern oder die Ton synchronisieren. Kleine Knöpfe mit noch kleinerer Beschriftung versteckt unter einem Schiebemechanismus machen den Griff zur Anleitung notwendig, um die gewünschten Menüpunkte anpassen zu können. Und warum die Lautstärkeregelung für den Bass ebenfalls verdeckt untergebracht ist, bleibt ein Geheimnis der Sony-Designer. Wer sich mit der Fernbedienung nicht anfreunden kann, greift zur App SongPal, die für Android-Smartphones und iPhone, jedoch momentan noch nicht für iPad zur Verfügung steht.

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Überzeugt die HT-XT1 in Ausstattung und Design, stehen Funktionsumfang und Klang diesen in nichts nach. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, stehen Decoder für DTS-HD, Dolby TrueHD und Dolby Digital + zur Verfügung. Mit den Modi Standard, Movie, Music, Sport und Game stehen verschiedene Klangbilder zur Verfügung, die das jeweilige Genre noch einmal im Sound hörbar aufwerten. Im Modus Sport wird die Stimme des Kommentators deutlich hervorgehoben, zusätzlich wird eine breite Stadionatmosphäre erzeugt. Filme und Videospiele überzeugen durch deutlich mehr Bass. Soweit die Theorie.

Die HT-XT1 ersetzt trotz aller technischen Finessen kein Heimkinosystem, dies muss dem Käufer des Systems von vornherein klar sein. Geboten wird ein 2.1 Kanal System, welches die S-Force PRO Front-Surround-Technologie zu virtuellem 5.1 Raumklang aufwertet. Im Gegensatz zu einer vollwertigen Heimkino-Anlage mit separat im Raum verteilten Boxen kommt also der Sound nur vor dem Hörer an, aber dennoch bietet die Sony Soundbase ein breites und homogenes Klangbild.

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Sonys TV-Lautsprecher gefällt trotz kleiner Abmessungen mit gutem Klang bei Musik. Bei Biffy Clyro mit „Black Chandelier“ spielt rechts klar die Lead-Gitarre, während links später die Rhythmusgitarre einsetzt. Die Stimme von Sänger Simon Neil klingt angenehm, wird schön hervorgehoben, ohne das akustische Gesamtbild zu überlagern. Gleiches gilt bei gehobener Lautstärke für Volbeat mit „Lola Montez“. Auch hier erklingt die so eingängige Stimme von Frontmann Michael Poulsen klar, während die Gitarren gut konturiert aufspielen. Und auch bei anderen Stilrichtungen wie bei Thirty Seconds to Mars mit „End of all Days“ zeigt die HT-XT1 keine erkennbare Schwächen. Das E-Piano klingt hell in den Höhen, elektronische Effekte und Hall werden verzerrungsfrei wiedergegeben, während die Stimme von Sänger Jared Leto dominant und kraftvoll für Gänsehaut sorgt.

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Bei Filmen zeigt sich ein ähnliches Bild. Bei „Act of Valor“ ist die anfängliche Geiselbefreiung einer CIA-Agentin schon das vorweggenommene Highlight des Films. Da der Film auf wahren Einsätzen beruht und von echten Navy SEALs unterstützt wurde, breitet sich schon zu Beginn eine ungeheure Spannung aus. Angefangen bei den Umgebungsgeräuschen des Dschungels, dem vorsichtigen Vorgehen der SEALs und deren leisen Schritten auf Waldboden, Kies und Holzböden bis hin zum leisen Plopp des Schalldämpfers und dem Sirren der Kugel des Scharfschützen arbeitet die HT-XT1 jedes Detail sauber heraus. Das nach einer wilden Verfolgungsjagd abschließende Feuergefecht bei beachtlichem Pegel, in dem ein Jeep von echten Kugeln vollkommen durchsiebt wird und dann in Flammen aufgeht, meistert die Sony durchweg dynamisch.

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Ähnlich viel Freude kommt im Animationsfilm „Ich – Einfach Unverbesserlich 2“ auf. Hier ist es das chaotische Finale, in dem die durch den Bösewicht Eduardo verwandelten Minions mit Dr. Nefarios Marmelade wieder in ihren Ursprungszustand zurück versetzt werden. Von der Schlacht gegen die lila Minions bis hin zum Start und Einschlag der Rakete in den Vulkan leistet die HT-XT1 ganze Arbeit. Damit die Familie bei zu viel Action nicht aus den Betten hochschreckt gibt es einen Nachtmodus, der Effekte auf Zimmerlautstärke minimiert. Die Funktion Clear Audio+ hebt Stimmen automatisch hervor, zusätzlich lassen sich Dialoge mit Voice in drei verschiedenen Stufen anpassen. Gut bei älteren DVDs oder dem TV-Programm, in denen Gespräche häufig von Hintergrundgeräuschen überlagert werden. Ebenfalls integriert ins System ist AAV, welches die Lautstärkedifferenzen zwischen dem Film und den unvermeidlichen Werbepausen der Privatsender aneinander angleicht.

Nachdem die bei Weitem teurere Sony HT-ST3 >>> darauf verzichtete, gibt es bei der HT-XT1 wieder den Soundmodus Game. So entsteht bei Forza Motorsport 5 vor der Xbox One eine realistische Geräuschkulisse. Motorengeräusche sind klar voneinander zu unterscheiden, Unfälle oder Ausflüge neben die Strecke klingen authentisch. Donkey Kong Country: Tropical Freeze wartet auf der Wii U mit der so typischen Begleitmusik auf und auch die guten Soundeffekte bringen die Stimmung auf dem Bildschirm wunderbar zur Geltung. Bei Shootern, egal ob CoD oder Battlefield erfolgt eine gute Ortung von Umgebungsgeräuschen, die HT-XT1 vermittelt dem Spieler die Action sehr gut.

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Und dennoch! Trotz des ausgewogenen und breiten Klangbildes erscheinen die Bässe stellenweise zu schwach. Man kann diese zwar im Menü anpassen und dann auch in der Lautstärke regulieren, aber so richtig tief herunter schaffen es die beiden Subwoofer dann doch nicht. Es fehlt hier etwas an Durchschlagskraft. Wünschenswert wäre daher die Möglichkeit zum Anschluss eines externen Subwoofers gewesen, aber einen entsprechenden Eingang dafür sucht man leider vergebens.

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Fazit:

Die HT-XT1 ist für denjenigen eine echte Alternative, der sich nicht mit dem umfangreichen Aufbau eines Heimkinosystems auseinander setzen möchte oder den die mitunter eingeschränkte Sicht auf das sichtbare Bild durch eine Soundbar stört. Unter den Bildschirm geschoben, wird der sonst dünne Sound von TV-Boxen deutlich verbessert.

Dabei überrascht die kleine Soundbase und bietet trotz teilweise wenig Bass ein gutes Kino-Gefühl. Breites Klangbild, gute virtuelle Surround-Effekte, tadellose Stimmwiedergabe und hohe Pegelfestigkeit vermitteln bei einem Abstand von maximal drei Metern das Gefühl, mitten ins Geschehen versetzt zu werden. Gleiches gilt für Musik und Videospiele.

Mit sehr guter Trennung von Instrumenten auf breiter Bühne macht auch das Hören von Musik auf der Anlage Spaß. Videospieler mit Platzmangel oder schmalerem Geldbeutel sollten die HT-XT1 unbedingt einmal Probe hören und spielen, denn neben aktuellen Soundspezialisten wie PS4, Wii U oder Xbox One bieten selbst alte Konsolen eine tolle Klangkulisse.

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Link zur Herstellerseite: Sony HT-XT1 >>>

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Hardwaretest: Philips 284E5QHAD – arbeiten oder doch lieber spielen?

284E5QHAD_teaser_konsolenfan_220x140In früheren Zeiten stellte sich der PC-Anwender, der mehrere Anwendungen am Laufen hatte, einfach zwei 17″ oder 19″ Monitore auf den Tisch. Die Anpassung des PC an den zweiten Bildschirm war zwar mitunter etwas fummelig, aber die dann zur Verfügung stehende Arbeitsfläche war umso größer. Der Trend geht heute wieder zurück zu nur einem Monitor und das liegt an solch gewaltigen Bildschirmdiagonalen von inzwischen 28″, wie sie auch der Philips 284E5QHAD anzubieten hat.

Was dem PC-User recht ist, ist dem Videospieler billig und so lässt sich das neue Flaggschiff aus dem Hause Philips auch wunderbar als Gaming-Monitor einsetzen, HDMI sei Dank. Doch vor dem Spaß stehen wie immer erst einmal Aufbau und Einrichtung. Im Karton befinden sich neben Monitor und Netzteil ein VGA-Kabel, ein 3,5 Millimeter Klinkenstecker zum Anschluss externer Boxen sowie ein MHL-Kabel zum Anschluss seines Smartphones. Ein „echtes“ HDMI-Kabel sucht man vergebens. Der Aufbau ist simpel, der Standfuss wird lediglich mit einer Flügelmutter am Monitor verschraubt. Der Neigungswinkel beläuft sich von 23 Grad bis zu -5 Grad.

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Das Design ist wohltuend schlicht. Ein schmaler Klavierlackrahmen und fünf an der Unterseite angebrachte Bedienknöpfchen zur Einrichtung des Monitors, nichts stört die Optik. Bei den Anschlüssen gibt sich der Philips 284E5QHAD trotz moderner Größe aber äußerst spartanisch. Zwei HDMI-Anschlüsse, von denen einer MHL (Mobile High Definition Link) fähig ist, ein VGA-Anschluss sowie Kopfhörer- und Boxen-Ausgang werden angeboten. Einen USB- oder DVI-Anschluss gibt es leider nicht. Dies ist umso unverständlicher, da aktuelle Grafikkarten mindestens DVI verwenden und VGA inzwischen durch DVI abgelöst wurde.

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Doch was nützen etliche Anschlüsse, wenn am Ende das Ergebnis nicht stimmt? Bei Philips muss man ebenso gedacht haben und legt das Augenmerk demnach auf ein annähernd perfektes Bild und sogar auf einen für Monitore ungewöhnlich guten Klang. Während andere Monitore erst einmal umständlich eingerichtet werden wollen, bis ein halbwegs vernünftiges Bild zustande kommt, ist der Philips sofort startklar. Egal ob PC oder Videospielkonsole, einzig ein Druck auf die OSD-Tasten für die Quellenauswahl und auf die für Standard, Internet oder Spiel genügen und der Philips bietet eine hervorragende Bildqualität.

Die Standardeinstellung wird für Büroanwendungen aller Art verwendet, so erscheinen Office- und ähnliche Dokumente mit einem klaren Schriftbild. Zur täglichen Büroarbeit sind die werksseitigen Vorgaben sehr gut. Internet hingegen verbessert noch einmal auffallend den Kontrast für Videos und Fotos, wichtig nicht nur für Anwender, die täglich Youtube besuchen, sondern auch für diejenigen, die sich mit Fotobearbeitung und Videoschnitt beschäftigen möchten. In der Einstellung Spiel hingegen springen dem Betrachter dermaßen leuchtende Farben entgegen, dass es eine wahre Freude ist.

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Selbstverständlich bietet der Philips 284E5QHAD die Full-HD Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Der Bildschirm ist auf die Helligkeit 100, Gamma 2.2 und den Kontrast 50 voreingestellt. Ohne irgendwelche weiteren Einstellung und Farbkorrekturen vornehmen zu müssen, lässt sich mit diesen Werten sehr gut spielen. Zum Test wurde dann die Wii U angeschlossen, das Ergebnis ist beeindruckend. Knallbunte Farben und tiefes Schwarz bei The Lego Movie Videogame und Rayman Legends lassen das Herz eines jeden Videospielers aufgehen. Bei bewegten Bildern sind keinerlei Verzögerungen oder Schlieren auszumachen und obendrein bietet der Monitor einen großen Betrachtungswinkel, so dass auch das Spielen mit mehreren Personen gleichzeitig vor dem Bildschirm möglich ist. Ist man mit den vorgegebenen Einstellungen dennoch nicht zufrieden, greift man am PC auf die Software SmartControl Lite zurück. Hier lassen sich die für Profis notwendigen Feinjustierungen noch einmal haarklein vornehmen.

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Wer wie ich den Monitor nicht an einen PC anschließt, sondern diesen als TV-Ersatz für die Videospielkonsolen betreiben möchte, wird mit den Vorgaben des Philips zufrieden sein. Dennoch lassen sich über das Onscreen-Menü sämtliche Einstellungen den eigenen Wünschen und Vorlieben entsprechend ändern. Selbstverständlich ist die Bedienung über Knöpfe nicht annähernd so komfortabel wie über eine Software am PC, dennoch ist das eine Sache weniger Minuten. Das Menü ist eingängig und auch ohne umschweifige Anleitung sofort verständlich. Von den Bildschirmeinstellungen über Kontrast und Sound bis hin zur Farbe reichen die umfangreichen Möglichkeiten.

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Manchmal störend ist das bei ungünstigem Lichteinfall spiegelnde Display des Monitors. Dies fällt beim Spielen und der Konzentration auf schnelle Bewegungsabläufe kaum auf, beim Arbeiten oder Surfen im I-Net hingegen schon. Man sollte also auf einen entsprechenden Aufstellplatz achten. Positiv überrascht haben dagegen die beiden internen Lautsprecher mit jeweils 7 Watt. Die Boxen sind an der Rückseite nach unten ausgerichtet und trotz der schmalen Schlitze bieten sie einen durchaus vernünftigen Klang. Selbstverständlich ist ein externes Boxensystem diesen überlegen, aber für ein gelegentliches Spiel oder Video sind sie mehr als nur ausreichend.

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Fazit:

Auf den Punkt gebracht ist der Philips 284E5QHAD ein Monitor mit überragenden Gaming-Qualitäten. Leuchtende Farben, einwandfreie Schwarzwerte, gleichmäßige Ausleuchtung bis in die Ecken, ein großer Betrachtungswinkel und obendrein zahlreiche Möglichkeiten, die Einstellungen auch noch manuell zu justieren, machen den großen Philips zu einer echten und preiswerten Alternative zu einem Zweit-TV. Selbst die übliche Schwachstelle eines Monitors ist keine, denn die Boxen bringen einen für eine solch flache Bauweise guten Klang.

Einzig die etwas karge Ausstattung mit fehlenden DVI- und USB-Anschlüssen und das spiegelnde Display schmälern den sehr guten Gesamteindruck. Dennoch ist der Philips auch für den PC-Anwender mehr als nur den bekannten Blick wert, da sich durch SmartControl Lite zahlreiche zusätzliche Einstellungen vornehmen lassen. Das Bonbon ist der MHL-Anschluss, der Inhalte entsprechender Smartphones unkompliziert auf den Bildschirm bringt.

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Link zur Herstellerseite: Philips 284E5QHAD >>>

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Hardwaretest: Garmin Vivofit – Fitnessarmband für Unsportliche

vivofit_teaser_konsolenfan_220x140Ein sich hartnäckig haltendes Klischee besagt, dass PC- und Videospieler durch übermäßigen Fastfood-Konsum vor der Konsole und viel zu wenig Bewegung durch überlange Spielesessions alle fett sind. Das gilt allerdings für die arbeitende Bevölkerung in Bürojobs gleichermaßen. Doch nun gibt es endlich Hilfe für alle, die tagsüber einfach vergessen aufzustehen. Ein aktueller Trend unter vielen heißt Fitnessarmband. Wenn schon Hampelspiele an Kinect und Wii oder der antreibende Chef nicht dafür sorgen, sich ausreichend zu bewegen, dann muss man sich eben vom unbestechlichen roten Balken seines Vivofit auf die Füße helfen lassen.

Garmin ist Vorreiter in Sachen Navigationssysteme zum Biken und Wandern, Pulsuhren zum Laufen und Joggen, Schwimmuhren, die die gekraulten Bahnen zählen, Golfuhren, die die Entfernung und Höhenunterschiede zum nächsten Loch messen und nun eben auch Fitness mit dem Vivofit. Was auf den ersten Blick spannend aussieht, entpuppt sich auf den zweiten als simpler Schrittzähler mit Zusatzfunktionen. Und noch etwas fällt sofort auf. Während alle anderen Garmin Geräte über GPS verfügen, muss das Fitnessarmband ohne auskommen.

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Typisch Garmin ist der Packungsinhalt spartanisch. Geliefert wird das Vivofit mit zwei Armbändern in unterschiedlicher Größe sowie einem ANT+ USB-Stick(chen), Hilfe über Funktionsumfang und ähnliches in zumindest rudimentär gedruckter Form sucht man vergebens. Einzig ein mit „WICHTIG“ markiertes Blättchen weist den Weg ins allwissende Internet. Also schnell das Vivofit in das passende Armband gepfriemelt, den ANT+ in den PC gesteckt und schon steht ausgiebigem Schritt- und Kalorienzählen nichts mehr entgegen.

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Anfänger in Sachen Garmin legen sich ein neues Konto an und brauchen einen Moment, um sich auf der Garmin Website zurecht zu finden. Hat man aber den Bereich „Gesundheit und Fitness“ ausfindig gemacht, stürzt man sich begeistert in die vielen Möglichkeiten, die das Vivofit bietet. Als erstes kümmert man sich um die Geräteeinstellungen. Die Funktionen Schritte und Uhrzeit zeigt das Armband immer an, optional kann das Tagesziel Schritte, die Distanz und Kalorien sowie Datum und Uhrzeit angezeigt bzw. ausgeblendet werden. Besitzer eines Brustgurts lassen sich bei Bedarf auch ihre Herzfrequenz anzeigen. Die wichtigste Anzeige ist jedoch ein roter Balken, der langfristige Inaktivität signalisiert. Alle 15 Minuten kommt hier ein Segment dazu, das den Vivofit-Träger warnt, sich nun endlich wieder einmal zu bewegen.

Auf dem Vivofit selbst sind alle Anzeigen zumindest bei ausreichenden Lichtverhältnissen deutlich lesbar. Das Gerät funktioniert mit E-Ink-Technologie wie aktuelle eBook-Reader und verwendet demnach keine Hintergrundbeleuchtung. Dadurch wird laut Garmin eine Batterielaufzeit von über einem Jahr erreicht. Kommt jedoch ein Brustgurt hinzu, geht dieser Wert selbstverständlich nach unten. Aber die beiden Knopfzellen lassen sich simpel austauschen.

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Ist das Vivofit zumindest schon einmal eine Armbanduhr, sind die wichtigsten Funktionen jedoch die gemachten Schritte und das individuelle, zu erreichende Tagesziel. Ich habe mir hier 10.000 Schritte eingestellt, die ich allein durch den Hund täglich locker erreichen sollte. Aber hier hatte ich das erste Problem: Der Hund läuft links, demnach halte ich die Leine links. Somit pendelt der Arm also nicht beim Gehen und folglich werden keine Schritte gezählt. Ich bin entgegen meiner Gewohnheit nun Rechtsträger. Und ja, selbstverständlich lässt sich auch das Vivofit mit simulierten Schritten überlisten, wenn man im Sitzen den Arm pendeln lässt. Aber was wäre dann der Zweck eines solchen Armbandes? Was sich allerdings nicht verhindern lässt sind Aufzeichnungen von Tätigkeiten, die eigentlich keine Schritte sind. Dennoch gleicht sich dies im Laufe eines Tages mit den tatsächlich absolvierten Schritten sicherlich annähernd wieder an.

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Uns so läuft man, synchronisiert Daten und … beginnt sich zu wundern. Zumindest was den Kalorienverbrauch und die zurückgelegten Strecken angeht. Denn beides sind offensichtlich Schätzwerte. Ich habe zum Vergleich meinen Garmin Edge 810 mit mir herum getragen und die gemachten Kilometer verglichen. Das Vivofit zeigt hier grundsätzlich zu viel an. Ebenfalls erstaunlich der im Vergleich zu einer ausgiebigen MTB-Tour viel zu hohe Kalorienverbrauch des Armbandes. Die Kalorien werden aufgrund der hinterlegten Daten von Alter und Gewicht sowie der gemachten Schritte ermittelt. Und wie bitte kommen am Morgen schon 568 Kalorien zustande, wenn ich das Armband über Nacht abgelegt habe? Zwar kann das Vivofit den Schlaf analysieren und zeichnet Bewegungen auf, aber ich bezweifle, im Laufe der Nacht sportlich aktiv zu sein. Und apropos sportliche Aktivitäten, denn Radfahren zeichnet das Gerät logischerweise nicht auf. Erstens fehlt ihm der GPS-Empfänger und zweitens die lauftypische Pendelbewegung des Arms.

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Hat man genügend Schritte absolviert, möchte man diese Daten logischerweise auch am PC sehen. Durch längeren Druck auf den einzigen Knopf geht das Vivofit in die Synchronisation und nun wird es spannend. Denn offensichtlich ist Garmin noch immer am Aufbau der neuen Seite. Mal funktioniert die Erkennung aller Daten auf Anhieb, mal möchte der ANT+ Stick neu angemeldet werden und mal wird die Synchronisation mit einer Fehlermeldung einfach abgebrochen, obwohl der Stick noch immer im PC steckt. Hier muss Garmin im Bereich Vivofit noch reichlich nachlegen, denn die Daten für gefahrene MTB-Touren sind einwandfrei. Verfügbar ist auch eine App, die allerdings nur mit den aktuellsten Smartphones funktioniert.

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Fazit:

Ich trage üblicherweise keinerlei Dinge am Handgelenk, aber das Vivofit als Uhr mit dickem Balken als Bewegungsmotivator kann das vielleicht ändern. Ich fahre regelmäßig Mountainbike und bin täglich mit meinem Hund unterwegs, habe also dadurch reichlich Bewegung. Damit gehöre ich eigentlich nicht zur Zielgruppe des Schrittzählers. Ein technisches Schmankerl ist das Vivofit aber allemal, auch wenn Schritte und Distanz eher großzügig bemessen sind.

Das Armband ist mit 26 Gramm sehr leicht und obendrein noch recht stylisch. Ärgerlich ist noch die Qualität der Garmin-Connect Website bzw. technische Unzulänglichkeiten bei der Synchronisation. Dennoch motiviert der regelmäßige Blick auf die eigenen Daten und virtuellen Auszeichnungen, seine Leistung stetig zu verbessern. Ob das auch langfristig funktioniert, wird sich zeigen. Und auch eine halbwegs vernünftige, gedruckte Anleitung vermisse ich.

Wer viel sitzt und darüber hinaus die Zeit vergisst, für den ist das Vivofit mit Sicherheit eine lohnende Investition. Auch wenn ein Vibrationsalarm fehlt, so mahnt doch der rote Balken unübersehbar, sich zu bewegen. Statt eine Mail zu schreiben, kann man den Kollegen persönlich aufsuchen. Das fördert nicht nur die Gesundheit, sondern auch die sozialen Kontakte.

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Link zur Herstellerseite: Garmin Vivofit >>>

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Hardwaretest: Teufel Concept E – Der Teufel steckt im Detail

concept_e_teaser_konsolenfan_220x140Mein Teufel Concept S besitze ich nun seit gut 10 Jahren und was soll ich sagen – ich bin noch immer rundum glücklich damit. Der Klang ist einwandfrei und lässt so manch aktuelles System hinter sich. Umso mehr freute ich mich über das Angebot von Teufel, das neue Concept E testen zu dürfen.

Ausgeliefert wird das System in zwei Kartons, Subwoofer und Boxen werden getrennt voneinander verpackt. Die vier kleinen Satelliten sind optisch mehr als nur gelungen. Schwarzer Kunststoff rahmt das die Front einnehmende und bis auf die Ober- und Unterseite durchgezogene Gitter ein. Abgerundete Ecken verleihen den Boxen den kleinen extra Design-Kniff. Im Inneren werkeln ein 80-mm-Mitteltöner und ein 19-mm-Hochtöner. Der breitere Center-Speaker verfügt sogar über zwei Mitteltöner. Alle sind von einem zierlichen silbernen Ring eingefasst, der die edle Optik noch einmal unterstreicht. Auf der Rückseite befinden sich die Klemmen für das Boxenkabel, ein Schraubgewinde für die Montage am Boxenständer sowie eine Öse, um die Satelliten direkt an die Wand hängen zu können.

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Bis hierhin also tolles Design, aber noch nichts wirklich Ungewöhnliches. Der eigentliche Hingucker ist dann der Subwoofer, der sämtliche Technik beherbergt. Statt das gesamte System nur über eine klassische Fernbedienung zu steuern, findet man hier ein Touchpanel mit weißen LEDs und obendrein eine stylische Fernbedienung in Form und Farbe eines Eishockey-Pucks – mit teuflisch rotem Logo. Hier kann man auf Knopfdruck die einzelnen Eingänge durchschalten und mit einem Dreh die Lautstärke ändern. Dabei leuchtet kurz eine rote LED in dem den Puck umfassenden Ring auf. Wird die Scheibe gerade nicht benötigt, kann man sie aufgrund des im Inneren angebrachten Magneten einfach auf das Panel des Subwoofers heften – genial! Das Suchen nach der Fernbedienung hat somit ein Ende.

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Der Subwoofer verfügt über zwei digitale Eingänge zur Verbindung mit einem optischen und coaxialen Kabel, drei analoge 3,5 Millimeter Klinkenstecker, sowie dem klassischen Cinch-Eingang. Zusätzlich ist ein USB-Anschluss untergebracht, mit dem das System direkt an einen PC angeschlossen wird und darüber hinaus durch den integrierten Verstärker dann auch 5.1-Sound wiedergeben kann. Selbstverständlich darf in Zeiten von Smartphones und Tablets eine Bluetooth-Verbindung nicht fehlen. Dabei verwendet das Concept E den Streaming-Codec apt-x. Dieser ist dem Standard A2DP klanglich voraus. Die Koppelung per Bluetooth ist eine Sache weniger Sekunden, das Teufel-System ist sofort einsatzbereit. Einen HDMI-Eingang sucht man jedoch vergebens. Der Subwoofer selbst arbeitet nach dem Downfire-Prinzip, das heißt, der 20 Zentimeter-Tieftöner und die Bassreflexöffnung sind nach unten ausgerichtet. Damit die 150 Watt Leistung des Subwoofers nicht zu Komplikationen mit dem Nachbarn darunter führt, steht das Gerät auf vier stabilen Gummifüßen, die Vibrationen verhindern sollen.

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Das Touchpanel ist das Herz des Concept E. Je nach verwendetem Anschluss erfolgt über die oberen LEDs die Auswahl des Eingangs. Die Lautstärke wird ebenfalls mit LEDs angezeigt, die halbkreisförmig um die verschiedenen Boxenicons angeordnet sind. Daneben lässt sich manuell die Lautstärke für jeden Lautsprecher getrennt einstellen, falls die Boxen aus räumlichen Gründen nicht symmetrisch angeordnet werden können. Weiterhin darf man sich entscheiden, ob das Signal in Stereo oder 5.1 ausgegeben werden soll, wichtig bei Kinofilmen, Spielen oder Musik. Als Tonformate stehen neben Stereo auch DTS, Dolby Pro Logic II und Dolby Digital zur Verfügung.

Das Concept E eignet sich aufgrund der kleinen Baugröße der Satelliten hervorragend für Videospieler, die wenig Platz haben oder ihre Konsolen an einem weiteren TV betreiben. In Ermangelung von HDMI wurden das System und der TV mit dem optischen Digitalkabel miteinander verbunden. Und nun zeigt Teufel, was sich klanglich hinter dem Design versteckt. Für den ersten Soundcheck muss die Wii U mit Donkey Kong Country: Tropical Freeze und The Lego Movie Videogame herhalten. Das System leistet dabei hervorragende Arbeit. Die Satelliten spielen präzise und jeder Ton wird detailreich herausgearbeitet. Dabei unterstreicht der Subwoofer zurückhaltend mit angenehmen aber kraftvollen Bässen das Spielgeschehen auf dem Bildschirm. Auf der PS 4 entsteht ein raumfüllender Klangteppich bei Call of Duty: Ghosts. Hier trumpft der Subwoofer bei donnernden Explosionen richtig auf. Dennoch sind alle Gegner und Umgebungsgeräusche räumlich sauber zu orten. Beeindruckend ebenfalls die Kulisse bei Assassin’s Creed 4: Black Flag. Ob es die anfängliche Seeschlacht ist oder kurz darauf die Mission im Dschungel mit Vogelgezwitscher und dem Rauschen von Wasser, mit dem Concept E entsteht eine durch und durch eindrucksvolle und glaubhafte Atmosphäre bei Videospielen.

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Auch als Musiksystem eignet sich die kleine Teufel-Anlage, auch wenn echte Stereo-Enthusiasten natürlich anderes gewohnt sind. Diese interessieren sich aber naturgemäß auch für andere Systeme. Dennoch machen die Boxen auch bei Musik richtig Spaß. Als Liebhaber handgespielter Noten musste sich das Concept E unter anderem mit Madsen mit Wo Es beginnt, Radical Face mit Welcome Home, Metallica mit Whiskey In The Jar oder The Maccabees mit Pelican sowie zahlreichen anderen Richtungen und Interpreten auseinander setzen. Das hat es mit Bravour gemeistert. Es lassen sich alle Instrumente akustisch sehr gut voneinander trennen, Stimmen kommen klar aus den Boxen und dies selbst bei niedriger Lautstärke. Das Teufel-System liefert saubere, detailreiche Mitten und Höhen mit kernigen Bässen.

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Fazit:

Teufel bietet mit dem neuen Concept E ein wieder einwandfreies System an. Der Klang ist für solch kleine Satelliten sehr gut, egal ob Film, Musik oder Spiel. Alles wirkt dynamisch und kräftig, der Subwoofer leistet im Tieftonbereich hervorragende Arbeit, ohne das er sich zu sehr in den Vordergrund drängt.

Optisch macht das System einiges her. Das Design ist edel, die Verarbeitung einwandfrei. Ungewöhnlich dabei sind das große, weiße Touchpanel in der Mitte des Subwoofers und die kleine Fernbedienung in Form des Eishockey-Pucks. Zum System mitgeliefert wird das USB-Kabel zum PC-Anschluss und eine Rolle Boxenkabel.

Mit seinen momentan aufgerufenen 450,- Euro ist das Concept E sicherlich kein Schnäppchen. Im Gegenzug erhält man aber ein rundum hochwertiges System, typisch Teufel eben.

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Link zur Herstellerseite: Teufel Concept E >>>

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Hardwaretest: Auna DBT-1 Bluetooth Kopfhörer – gut in preiswert

auna_dbt-1_teaser_220x140Kopfhörer erleben einen Boom und das nicht erst seit Dr. Dre. Der Berliner Elektronik-Vertrieb chal-tec zeigt, dass es nicht immer der klangstarke Markenname sein muss, um gute Kopfhörer anzubieten. Der Auna DBT-1 ist ein solcher Kopfhörer im Einstiegssegment. Ausgeliefert in einer tatsächlich frustfreien Blisterverpackung kommt der DBT-1 in schmuckem Weiß daher. Der erste Eindruck überzeugt. Weiche Ohrmuscheln und ein breites, sauber verarbeitetes Kopfband bei einem Gewicht von nur 181 Gramm schüren die Vorfreude auf entspannten Musikgenuss.

Aber der DBT-1 ist nicht nur ein Kopfhörer, denn das in die Ohrmuschel eingebaute Mikrofon macht auch das Telefonieren möglich. Dort befinden sich auch alle weiteren Elemente zur Bedienung. Am unteren Rand angebracht sind der Ein-/Aus-Schalter, der trotz Bluetooth-Verbindung zusätzliche Eingang für den 3,5mm Klinkenstecker, sowie die Lautstärkeregelung und Titelsprung. Auf der Muschel selbst befinden sich die beiden großen Taster für die Titelwiedergabe und für Telefonate. Alles lässt sich problemlos und intuitiv bedienen, während man den Kopfhörer trägt.

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Die Koppelung mit allen gängigen Bluetooth-Geräten wie iPad oder Smartphone funktioniert problemlos innerhalb weniger Sekunden. Die Geräte melden die Verbindung mit dem DBT-1, dann sorgen die Neodym-Treiber für klangstarken Sound. Wichtig nicht nur für einen Kopfhörer sind stimmige Höhen und Mitten, sowie eine tiefe und starke Basswiedergabe ohne jegliche Verzerrungen. Zum Test wurden alle Songs als AAC-Dateien vom iMac und von verschiedenen Smartphones als MP3-Dateien auf dem DBT-1 wiedergegeben.

Von Pop & Soul bis Hard Rock musste sich der DBT-1 beweisen. Dazu wurden unter anderem Adele live mit Someone Like You, die Dropkick Murphys mit Shipping Up To Boston, Blue October mit The Feel Again und In Extremo mit Neues Glück gespielt. Um neben dem Klang auch die Stereo-Fähigkeiten zu testen, mussten Pink Floyd mit On the Run und Erich Kürzel mit Twister Tornado Terror SFX herhalten. Auf den Punkt gebracht: Der DBT-1 überrascht positiv. Instrumente werden einwandfrei wiedergegeben, selbst so ungewöhnliche Elemente wie der Dudelsack scheinen naturgetreu. Adeles und Justin Furstenfelds Stimmen klingen so, wie man es auch von teureren Geräten gewohnt ist und heben sich klar von den Instrumenten ab. Alles ist auf ein homogenes Klangbild ausgelegt.

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Ist der DBT-1 mit einem Smartphone gekoppelt, ist auch das Freisprechen möglich. Mit einem Tastendruck wird das Telefonat angenommen und die Musik unterbrochen. Hier ist die Sprachqualität aber gerade noch annehmbar. Beide Gesprächspartner klingen relativ leise und weit entfernt, zusätzlich gibt es stellenweise unschöne Halleffekte. Aber um ein kurzes Gespräch zu führen reicht es allemal.

Bei jedweder Art von Musikgenuss mit Kopfhörern ist die Geräuschentwicklung in der Umgebung ein Problem. Bei vielen Geräten nimmt das Umfeld einen klirrenden Klangbrei wahr. Beim DBT-1 sorgen die weichen Ohrpolster trotz der etwas geringen Größe der Ohrmuscheln für wohltuende Ruhe bei umher stehenden Mitmenschen. Kaum ein Ton dringt ins Freie. Dafür sorgt aber auch die der Gesundheit zuträgliche Lautstärkeregelung. Diese bleibt so im Rahmen, dass auch stundenlanges Hören keine Gehörschäden verursachen sollte und der Klang obendrein nicht unschön verzerrt wird. Umgekehrt dringen Außengeräusche auch kaum ans Ohr des Benutzers.

Die Akkuleistung überzeugt ebenfalls. Bei nur knapp 3-4 Stunden Ladezeit über USB bietet der DBT-1 ca. 18-20 Stunden ununterbrochene Leistung im Dauerbetrieb. Die Standby-Zeit soll sogar bei bis zu 200 Stunden liegen. Als störend hat sich aber die extrem helle blaue LED herausgestellt. Diese blinkt in regelmäßigen Abständen so grell auf, dass selbst dunkle Räume fast taghell ausgeleuchtet werden. Und auch bei Tageslicht stören sich empfindliche Menschen in der Nähe an der strahlenden, kreisrunden LED.

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Auch wenn die Playstation 3 nun bereits vom Nachfolger PS4 abgelöst wird, so lässt sich der DBT-1 durch die Bluetooth-Fähigkeiten der Sony-Konsole auch für Videospiele benutzen. Allerdings ist hier natürlich kein Raumklang möglich, da es sich um einen Stereo-Kopfhörer handelt. Dennoch hinterlässt das Gerät auch hier einen sehr guten Eindruck. Seien es die röhrenden Motorengeräusche eines Gran Turismo, die Stadionatmosphäre bei FIFA oder die beschwingten Melodien von Little Big Planet, der DBT-1 zeigt keine Schwäche. Und auch am Touchpad der Wii U ist das Hören möglich. Zwar verfügt die Wii U nicht über Bluetooth, dennoch lässt sich der Kopfhörer per 3,5 Millimeter Klinkenstecker mit dem Joypad verbinden. Das Touchpad funktioniert bekanntermaßen bei Bedarf – weil der TV anderweitig belegt ist – auch als eigener Monitor. Dann bietet sich das Hören über den Kopfhörer aufgrund der quakigen internen Boxen des Pads geradezu an. Und das Spielen funktioniert auch, wenn der DBT-1 zusätzlich mit einem Smartphone gekoppelt ist. Während eines Spiels auf dem Pad der Wii U kann auch telefoniert werden.

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Fazit:

Der DBT-1 ist ein guter Kopfhörer im Einstiegssegment. Er glänzt optisch mit einem ansprechenden Design in Weiß und einem angenehmen Tragekomfort bei geringem Gewicht. Die zahlreichen Funktionen wie Anrufannahme, Lautstärkeregelung oder Titelsprung sind übersichtlich und funktional in der linken Ohrmuschel angebracht und mit einem Finger zu bedienen.

Beim Musikgenuss wird ein homogenes und ausgeglichenes Klangbild geboten. Alles wirkt dynamisch und kraftvoll, gerade Fans von aktuellen Dance-Tracks haben ihren Spaß. Bei Videospielen gibt es zwar nur Stereo-Sound, aber dennoch überzeugt der DBT-1 auch hier. Einzig die Sprachqualität bei Telefonaten fällt beim guten Gesamteindruck etwas ab. Weitere Kritikpunkte sind die extrem helle LED, sowie eine aufgrund von mangelnder Schriftgröße kaum lesbare Bedienungsanleitung. Wer sich daran aber nicht stört, erhält einen guten und alltagstauglichen Kopfhörer mit zahlreichen Funktionen zu einem mehr als überschaubaren Preis.

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Link zur Herstellerseite: Auna DBT-1 >>>

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Hardwaretest: Sony HT-ST3 – die schmalste Soundbar der Welt

sony_ht-st3_teaser_220x140Das Segment der Soundbars entwickelt sich rasant. Die Nachfrage ist offenbar umso größer, je mehr Menschen einen neuen Flachbildschirm erwerben und damit die Ansprüche auch an den Klang wieder steigen. Inzwischen ähneln sich viele Soundbars und so überzeugt man entweder mit mehr technischer Raffinesse oder mit Aussehen, zu selten trifft beides aufeinander. Sony versucht mit der HT-ST3, der zurzeit schmalsten Soundbar der Welt, vornehmlich beim Design auf sich aufmerksam zu machen und spricht damit zuerst den Ästheten an, der größten Wert auf gutes Aussehen legt.

Dieses gute Aussehen beginnt dann bei Sony schon im Bereich der Verpackung. Statt eine schnöde braune Pappschachtel zu verwenden, durften sich die Designer schon beim Kartonlayout mächtig ins Zeug legen. Eine L-förmige schwarze Kiste unterscheidet sich schon im Verkaufsraum auffallend vom Rechteck-Einerlei der anderen und soll bereits hier entsprechende Wertigkeit suggerieren. Damit die teure Anlage nicht schon beim Transport Schaden erleidet, ist zusätzlich eine Trageanleitung angebracht, wie der Karton denn korrekt anzuheben ist.

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Dementsprechend beeindruckt werden dann auch die Komponenten aus der Pappe befreit. Neben dem mit nur vier Zentimetern Höhe zierlichen Soundriegel kommen der Subwoofer, eine ungewöhnlich gestaltete Fernbedienung, ein optisches Kabel und eine gedruckte Anleitung zum Vorschein. Anscheinend hat man bei Sony eingesehen, dass vielen Kunden neben dem online verfügbaren PDF-Dokument bedrucktes Papier doch noch wichtig ist. Auch bei dieser Soundbar setzt Sony wieder auf kantiges Design. Waren es bei der HT-CT260H sechs Ecken, dominieren diesmal dreieckige Formen bei Soundbar und Fernbedienung. Scharfe Kanten und klare Linien wohin das Auge blickt, alles eingefasst in schwarzes Aluminium, hinter dessen gelochter Front sich unauffällig die neun Lautsprecher verbergen.

Doch die Ehrfurcht vor so viel handwerklichem Geschick endet in dem Moment, in dem das achtadrige Flachbandkabel mit den vier Sony-typischen farbigen Steckern zur Verbindung mit dem Subwoofer ins Auge sticht. Selbstverständlich ist dieses aber auf den Produktfotos nicht zu sehen. Die hier dargestellte Vorwandmontage, um das Kabel dahinter zu verbergen, ist in den seltensten Fällen im heimischen Wohnzimmer vorhanden, somit entfällt bei vielen Käufern die Anbringung der Soundbar an der Wand. Das 15 Millimeter breite Kabel schmälert den bis dahin hochwertigen Eindruck. Es bleibt somit bei einer klassischen Aufstellung vor dem TV, bei dem das Kabel dann unter oder neben dem Standfuss des Bildschirms verlegt wird.

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Auch der Subwoofer hinterlässt Eindruck. Wie schon bei der Soundbar herrscht auch hier Schwarz vor, wobei auch hier die Frontblende mit einer dezenten Kante statt ebener Fläche aufwartet, nur unterbrochen von der nach vorn ausgerichteten Reflexrohröffnung. Leider sind die Spaltmaße nicht ganz passgenau, so dass an der Unterseite eine Ecke der Abdeckung fühlbar hervorsticht. Der Subwoofer beinhaltet die beiden ovalen Konuslautsprecher, sowie den Digitalverstärker. Damit bietet die HT-ST3 insgesamt 250 Watt Leistung auf. Ist Sony beim Einbau von HDMI-Anschlüssen sonst eher zurückhaltend, wird bei diesem System nicht gekleckert, sondern geklotzt. Gleich drei HDMI-Eingänge sowie ein ARC-fähiger Ausgang für die Verbindung mit dem TV stehen zur Verfügung, die alle 3D sowie 4K-Signale verarbeiten. Somit ist der Anschluss zusätzlicher Komponenten wie Digital-Decoder, Blu-ray-Player und Spielkonsole möglich. Dazu kommen noch zwei optische Eingänge und ein analoger Stereo-Eingang. Auf der anderen Seite liegen die farblich markierten Eingänge für das Flachbandkabel der Soundbar.

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Auf der Oberseite sind noch einmal zusätzliche Tasten für die Lautstärke, den Betriebsmodus und die Eingangswahl angebracht. Wer über ein NFC-fähiges Android-Gerät verfügt, kann über das ebenfalls oben vorhandene Steuerfeld eine Funkverbindung herstellen. Aufbau und Einrichtung gestalten sich dann durch nur wenige Handgriffe simpel. Der Subwoofer selbst kann hochkant oder quer aufgestellt werden. Für die senkrechte Aufstellung liegen zusätzliche Gummifüße bei, die auf das Gehäuse geklebt werden können. Allerdings ist bei der senkrechten Aufstellung die LED-Anzeige um 90 Grad gekippt. Wer Wert auf eine lesbare Anzeige legt, ohne den Kopf zu neigen, sollte den Subwoofer also waagerecht in einem Phonoregal unterbringen.

Von der Papierform beherrscht die HT-ST3 die Tonformate DTS HD und Dolby TrueHD. Sonys S-Force Surround Sound schafft mit der Manipulation von Lautstärke und des Schallwellenspektrums, sowie der Laufzeitverzögerung von Schall den Effekt von 4.1 Raumklang vor der Soundbar. Das heißt, der Raumklang ist virtuell und kommt aber eben nur vor dem Hörer an. Um diese Effekte zu verstärken und zu optimieren werden vier verschiedene Sound- und drei unterschiedliche Voice-Modi geboten. So stehen Standard-TV, Movie, Football und Music zur Verfügung, die einen jeweils anderen Klang an den Hörer bringen. Einen speziellen Game-Modus für Videospiele sucht man vergebens. Ungewöhnlich für eine Soundbar sind die drei Voice-Modi. Per Knopfdruck kann sich so die Stimme eines Kommentators in drei Stufen besser vom Hintergrund abheben.

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Was in der Theorie erst einmal überwältigend klingt, sorgt in der Praxis dann schnell für die erste Frage. Welche ist die korrekte Sitzposition, denn welcher Abstand ist der richtige, um den bestmöglichen Sound zu erhalten? Weder wird ein Einmessmikrofon angeboten, noch kann man die Boxen systemseitig ansteuern, um den Abstrahlwinkel des Schalls zu beeinflussen. Doch egal welchen Abstand man einnimmt, der Sound bei einer Fussballübertragung wird nicht besser. Sony gibt an, diese speziellen Daten für eine authentische Stadionatmosphäre in einem brasilianischen Stadion erfasst zu haben. Das ist eine sehr weitläufige Angabe, denn im Zuge der anstehenden WM, zu deren Sponsoren auch Sony gehört, befinden sich dort einige Arenen. Dennoch kann keine annähernd so klingen, wie es mir die Soundbar im Modus Football vermitteln möchte. Blecherner Sound aus dem Inneren einer Konservendose und ein im Jubel der Massen wenig verständlicher Moderator bringen definitiv keine echte Atmosphäre auf das Sofa. Besser wird es erst im Standard-TV-Modus.

Dieser bringt die hallende Menschenmenge im Stadion auf ein erträgliches Maß und den Moderator wieder in den Vordergrund des Geschehens. Auch bei klassischen TV-Sendungen wie Nachrichten, Shows oder Serien ist dieser Modus in vielen Fällen die bessere Option. Kommentare können in drei Stufen geändert werden, wobei jedoch auch hier manchmal zu viel Hall auftritt. Bei Serien zeigt sich aber ein weiches und harmonisches Klangbild mit klaren Stimmen, ohne dass man jedoch die Personen räumlich zuordnen könnte.

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Ihre Stärken hat die HT-ST3 dann aber bei Actionfilmen, wobei aber auch hier unter Umständen nach Einstellung des Modus Movie noch einmal die Sprachausgabe nachgeregelt werden muss, weil Dialoge stellenweise zu sehr in den Hintergrund geraten. Aber dies ist mit einem Knopfdruck auf die Voice-Taste erledigt. Es zeigt sich nun die gute Harmonie zwischen Soundbar und Subwoofer. Der Bass kommt knackig und druckvoll, die gewünschten Vibrationen kommen fühlbar beim Hörer an. Allerdings muss der Subwoofer in der Nähe der Soundbar stehen, weil sonst Bässe zu orten sind und somit das Klangbild auseinander gerissen wird.

Etwas unterschiedlich stellt sich die Klangkulisse bei Musik dar, abhängig von Musikrichtung, Interpret und eingespieltem Material. Die Koppelung über Bluetooth mit dem Player der Wahl ist ein Kinderspiel und dem Musikgenuss steht Augenblicke später nichts im Weg. Da hier dem Rock der Vorzug vor allen anderen Stilen gegeben wird, wurde die Playlist von soft bis heavy durchgespielt. So musste die HT-ST3 die eher melodischen Klänge von Frightened Rabbit, 30 Seconds to Mars und Blue October ebenso über sich ergehen lassen, wie die härteren Gitarren von Volbeat, Dropkick Murphys und Iced Earth. Alle Instrumente sind gut zu unterscheiden, auch wenn die Kulisse insgesamt zu eng wirkt. Der Klang kommt zu gedrängt vor dem Hörer an, ein weiträumiger Stereo-Effekt stellt sich zu selten ein. Dennoch wirkt der Sound ausgewogen und homogen, wenn auch manchmal in den Höhen vor allem bei Gitarren ein wenig zu intensiv. Sollten Musikdateien zu stark komprimiert sein und der Sound zu ausgedünnt klingen, hilft die im Menü versteckte Funktion HEQ (Harmonics Equalizer), die auch die leisen Töne wiedergibt, welche aufgrund von Audiokompression verloren gehen können.

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Und was machen Gamer, die das System auch mit ihrer Xbox, Playstation oder Wii U verwenden wollen? Videospieler müssen in Ermangelung eines echten Game-Modus experimentieren, welcher verfügbare Soundmodus ihnen für ihr aktuelles Spiel am ehesten zusagt. In den meisten Fällen wird dies jedoch ebenfalls der Modus Movie sein, da hier ähnlich wie im Film die größte Klangkulisse mit den intensivsten Bässen dargestellt wird. Das Problem ist jedoch auch hier wieder die geringe klangliche Breite vor der Soundbar und damit die nicht immer einwandfreie Ortung von Geräuschen.

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Fazit:

Die Sony HT-ST3 bewegt sich mit momentan 699,- Euro preislich in der Oberklasse, bietet dafür jedoch zu wenig technischen Umfang. Es fehlen verschiedene Klangbilder bei der Musik – und Filmwiedergabe. Im Vergleich dazu bietet die Yamaha YSP-3300 echten 7.1 Surround-Sound und kommt mit zusätzlichen Klangbildern wie Concert Hall, Jazz Club, Music Video, Sci-Fi, Spectacle und anderen daher. Allerdings kostet sie dafür aber auch mehr. Doch auch der Yamaha Soundprojektor der Einstiegsklasse YSP-1400 bietet mit echtem 5.1 mehr Raumklang wie die HT-ST3, hat obendrein subjektiv den besseren Sound und kostet nur knapp die Hälfte.

Mit der zurzeit schmalsten Soundbar der Welt richtet sich Sony eher an den Innenarchitekten mit Designambitionen, denn an den absoluten Soundfetischisten. Warum also soll ich flache TV-Boxen durch ebenso flache Soundbar-Boxen ersetzen? Weil es funktioniert, weil der Klang trotzdem gut ist und weil der zusätzliche Subwoofer für eine entsprechende Klangtiefe sorgt. Auch wenn das dicke Kabel der schmalen Soundbar den annähernd perfekten optischen Eindruck beim Blick hinter die Kulissen schmälert, ist die HT-ST3 ein echter Hingucker.

Es steht unter dem Strich ein gutes System, dessen vornehmliche Stärke sein tolles Design ist.

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Link zur Herstellerseite: Sony HT-ST3 >>>

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Hardwaretest: LG LAP340 – die Rückkehr der Schallplatte

Der Trend geht in Richtung flach. Smartphones werden immer flacher, Tablet-PC und Bildschirme sowieso und nun eben auch der Sound. Soundbar war offenbar bereits gestern, der neueste Trend heißt Sounddeck oder Soundplate. Die Rede ist von einem extrem schmalen Boxensystem, welches sich unauffällig aber klanggewaltig unterhalb des TV positionieren lässt und dessen Boxen ersetzt.

LG präsentiert mit dem SoundPlate LAP340 auch gleich einmal eines der schmalsten aller momentan erhältlichen Systeme. Es soll trotz der geringen Höhe für TV-Geräte bis zu 55 Zoll Diagonale geeignet sein. Ein erstaunlicher Wert, denn das System sorgt beim Auspacken dann doch erst einmal für eine gewisse Skepsis, zu filigran wirkt die Konstruktion für eine Bildschirmdiagonale von 140 Zentimetern. Mit seinen Abmessungen von 70 x 32 x 3,5 Zentimetern ist das LAP340 überschaubar und obendrein optisch wenig auffällig. Schwarz mit silberner Frontabdeckung, schön gerundete Ecken, einziger Farbklecks ist das zierliche LG Logo. Dafür umso auffälliger gleich drei gewaltige Aufkleber, die die Fähigkeiten und den Aufbau des Systems aufzeigen. Leider lassen sich diese nicht rückstandsfrei entfernen, einige hässliche Klebereste mussten nachträglich vorsichtig abgekratzt werden.

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So einerseits wohltuend  zurückhaltend das Design, so spartanisch geben sich auch die Anschlussmöglichkeiten und die Ausstattung. Auf der Rückseite befinden sich der Anschluss für das optische Kabel und den Netzstecker, sowie vier Funktionstasten für Standby, Lautstärke und das Durchschalten der Funktionen. Es ist schön, dass keinerlei Knöpfe die Frontansicht des Gerätes beeinträchtigen, aber noch weniger sinnvoll erscheint die Anbringung derselben auf der Rückseite. Je nach Bauart des TV-Standfußes ist es schwierig bis unmöglich an diese Schalter zu gelangen, geschweige denn diese blind zu bedienen. Der Aufbau gestaltet sich aber entsprechend schnell und unkompliziert und ist innerhalb weniger Minuten erledigt. Der Begriff Installation erscheint bei so viel Einfachheit schon fast unangebracht. Das LAP340 auf eine feste Unterlage stellen, den TV mittig darauf platzieren, das optische Kabel mit SoundPlate und TV verbinden, fertig. Zu beachten ist lediglich, dass der Standfuss des TV die Maße von 68 x 27 Zentimetern und der TV selbst ein Gewicht von 38 Kilogramm nicht überschreitet.

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Nach dem Anschalten des LG SoundPlate sucht man eine Anzeige zum aktuellen Status vergebens. Einzig eine LED, die je nach Funktion rot, grün, weiß oder orange leuchtet, gibt Auskunft über den aktuellen Modus des Systems. Nahtlos in die schlichte Eleganz fügt sich die Fernbedienung ein. Lediglich sieben Tasten steuern die LAP340. Im SoundPlate selbst sind vier Lautsprecher und zwei Subwoofer verbaut. Zwei der mit Neodym-Magneten ausgestatteten Lautsprecher geben den Klang nach vorne ab, die anderen beiden tun dies seitwärts. Die Subwoofer strahlen die Bässe Richtung Boden und in jeweils ein spezielles Bassreflexrohr auch seitlich ab. Durch diese spezielle Anordnung aller Lautsprecher soll ein ausgewogenes 4.1 Klangbild mit virtuellem Raumklang erzeugt werden.

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Das System wurde in der Praxis an bzw. unter einem Sony KDL-32W655A >>> getestet. Das TV-Programm selbst wird durch das LG SoundPlate LAP340 nicht aufgewertet, der Klang jedoch im Vergleich zu verbauten TV-Boxen schon. Trotz vergrößerter Raumkulisse vor dem TV fallen im Standardmodus dennoch die kaum vorhandenen Bässe und stellenweise kraftlos klingenden Kommentare bei Nachrichten, Dokumentationen oder Sportübertragungen auf. Es mangelt durchweg an Dynamik. Abhilfe schafft hier die eigentlich nur für Kinofilme gedachte Funktion Cinema Sound, die Action entsprechend aufwerten soll und den Bass richtig zuschaltet. Man vermisst an dieser Stelle zum ersten Male die nicht vorhandenen Sound-Modi für Action, Sport oder TV, die in vielen Heimkinosystemen oder Soundbars inzwischen zum Standard gehören. Auch eine manuelle Justierung von Tiefen und Höhen sucht man vergebens, ebenso wie eine Clear-Voice-Funktion, die Dialoge besser vom Hintergrundgeschehen abhebt.

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Besser wird der Sound erst wie erwähnt im Modus Cinema Sound. Endlich klingen Dialoge voller und Action bekommt Volumen. Die Klangbühne, die nun vor dem Zuschauer entsteht, ist dann für ein solch flaches System imposant. Schusswechsel bei 2Guns, Dialoge und Explosionen bei R.E.D. 2 oder die chaotischen Missgeschicke der Minions bei Ich – einfach unverbesserlich 2 kommen jetzt so vor dem Hörer an, wie sie viele größere Systeme auch darstellen.

Zur echten Alternative gegenüber einem vollständigen Heimkinosystem bei gleichzeitigem Platzmangel wird das LAP340 dann aber bei Videospielen. Egal ob Next-Gen oder retro an SNES oder Mega Drive, Spiele erfahren eine echte klangliche Aufwertung. Sei es der klassische Shooter wie Battlefield oder auch die Soundkulisse von Rayman Legends auf der Wii U, alles klingt bei Weitem voluminöser und kräftiger, als das die integrierten TV-Boxen darzustellen vermögen. Und auch der Motorensound von Gran Turismo 6 dröhnt wohlig durchdringend, hier spielt das LAP340 seine Stärken voll aus. Aber gerade alte Konsolen mit üblicherweise nur Stereo-Sound sorgen für das eine oder andere staunende Gesicht. Gerade die Shooter-Parodie Parodius am SNES verblüfft mit einem bisher bei diesem Spiel ungewohnten Raumklang.

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Auch wenn einige Modi für die unterschiedliche Darstellung von Klang fehlen, Bluetooth ist inzwischen ein Standard, den auch das LAP340 beherrscht. Die Koppelung mit iPad oder anderen Geräten erfolgt problemlos auf Knopfdruck. Um beim heimischen Workout nebenbei die Lieblingsplaylist durchlaufen zu lassen, reicht das System völlig aus, allerdings werden wirkliche Musik-Enthusiasten auch weiterhin nur mit echtem Stereo glücklich. Wer zudem noch einen LG-TV besitzt, spart sich die Verkabelung. Die Verbindung von SoundPlate und TV erfolgt drahtlos. Die LAP340 ist baugleich mit der LAP341, die in silber angeboten wird.

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Fazit:

Vollständiges Heimkinosystem, Soundbar oder doch SoundPlate? Die LG LAP340 ist ein System für diejenigen, die den Sound ihrer TV-Lautsprecher ganz einfach mit einer weiten Klangbühne aufbessern wollen und sich nicht mit komplizierter Bedienung auseinander setzen möchten. Dafür mangelt es dem System schlicht an Funktionen wie verschiedener Programme für TV, Kino, Sport oder Musik. Auch eine klangliche Aufwertung von Dialogen kann nicht hinzugeschaltet werden, so dass manch Beitrag nicht deutlich genug von Hintergrundgeräuschen getrennt wird. Dennoch bleibt alles verständlich.

Wer aus Platzmangel keine Aufstellmöglichkeit für das vollständige 5.1 Heimkinosystem hat oder sich nicht mit einer Soundbar auseinandersetzen möchte, wird mit dem SoundPlate glücklich. Unauffällig unter dem TV platziert kommt bei Hinzuschaltung des Cinema Sound ein weiträumiger 4.1 Raumklang vor dem Hörer an. Das reicht auf alle Fälle für das abendliche TV-Programm oder auch die Action von Blu-ray. Richtig viel Spaß haben allerdings Gamer, die ihre Konsolen am LG SoundPlate betreiben. Wenn bei Shootern Granaten explodieren und Gewehrsalven knattern, wenn bei Rennspielen Motoren kreischen und Reifen quietschen, dann ist die LAP340 voll in ihrem Element.

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Link zur Herstellerseite: LG LAP340 >>>

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Hardwaretest: Yamaha YSP-1400 – die preiswerte All-in-One-Lösung

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Es gibt Tests zu Geräten, auf die freut man sich schon Wochen im Voraus. Seit ich die YSP-1400 auf der IFA zum ersten Mal anschauen und hören konnte war ich gespannt, wie sich der neue Yamaha-Soundprojektor dann in den eigenen vier Wänden macht? Im letzten Jahr stand hier die YSP-3300 >>> und sorgte nicht nur für lang anhaltende Begeisterung, sondern noch mehr für viele erstaunte Gesichter. Echter Raumklang ohne großes Heimkinosystem mit entsprechenden Boxen verwirrte doch anfangs den einen oder anderen Zuhörer.

Nun steht die kleine Schwester YSP-1400 hier und stellt sich dem akustischen und technischen Vergleich. Eigentlich unfair, denn kann man die Einsteigerklasse YSP-1400 wirklich mit dem technisch opulent ausgestatteten High-End-Soundprojektor YSP-3300 vergleichen? Ich denke schon und greife dem abschließenden Fazit schon jetzt vor. Denn nach wenigen Tagen Betrieb steht fest, dass auch der kleinere Soundprojektor für den ganz großen Klang sorgt.

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Aber für wen eignet sich eigentlich ein Soundprojektor? Was unterscheidet diesen von einer Soundbar und welche Voraussetzungen müssen für echten Raumklang geschaffen sein? Aktuelle TV bieten zwar ein exzellentes Bild, aber aufgrund flacher Bauweise nur einen dürftigen Ton. Einige Hersteller verbauen deswegen die Boxen im Standfuss des Flachbildschirms, um das Klangvolumen zu erhöhen. Aber auch das gelingt mit nur meist mäßigem Erfolg. Was also nützt ein glasklares Bild in Full-HD bei einer Blu-ray oder einem aktuellen Game, wenn der dürftige Klang einfach nicht zum Bild passen will und das Erlebnis zunichtemacht?

Die Alternative zu TV-Boxen ist demnach ein umfangreiches Heimkinosystem. Das klingt zunächst einmal verlockend, doch schon bei der Planung stellen sich die ersten Fragen und daraus resultieren die bekannten Probleme. Denn oftmals lassen räumliche Gegebenheiten weder die Aufstellung von zahlreichen Boxen zu, noch ist eine nicht sichtbare Verkabelung möglich. Und so bröckelt die Vorfreude auf das Kinoerlebnis auf dem heimischen Sofa bereits in der Planungsphase. An dieser Stelle kommt dann die Soundbar ins Spiel. Eine einzige vor dem TV platzierte Einheit soll statt vieler Boxen für das gleiche Ergebnis sorgen. Doch eine Soundbar erzeugt „nur“ virtuellen 2.1 Raumklang. Schallwellen werden „gekrümmt“ und erzeugen so zwar den Eindruck von Räumlichkeit, dennoch spielt sich das Geschehen vor dem Hörer und nicht um ihn herum ab.

Die YSP-1400 erzeugt als Soundprojektor jedoch echten 5.1 Raumklang und nicht nur virtuellen 2.1 Sound. Möglich machen dies Schallstrahlen, die vom Gerät ausgesendet und von den umliegenden Wänden reflektiert werden. Somit kann Klang auch hinter dem Hörer ankommen und für das räumliche Erleben sorgen. Damit dies aber alles zufriedenstellend funktioniert, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So darf der Raum die Maße von 7 x 3 Metern nicht übersteigen, die Sitzposition sollte mindestens 2 Meter vor der YSP-1400 liegen und der Projektor darf nicht genau in einer Ecke des Raumes aufgestellt werden. Drei verschiedene Beam-Einstellung sorgen jedoch dafür, dass der Projektor auch links oder rechts versetzt stehen kann, wenn eine mittige Aufstellung im Raum nicht möglich ist.

Neben aller technischen Theorie fällt zuerst das wieder einmal edle Yamaha-Design auf. Klare Linien bei leicht gebogener Front sorgen sofort für das Gefühl, nicht nur ein hochwertiges technisches Gerät, sondern auch ein zur Einrichtung gehöriges Accessoire aufgestellt zu haben. Die wenigen Knöpfe zur Bedienung und die blendfreien LEDs schließen rechts und links die acht Beam-Lautsprecher ein. Besonders auffällig ist jedoch die gelochte und nach vorn abfallende Verkleidung der nach unten ausgerichteten Subwoofer. Ein feines Detail, welches sich erst beim genaueren Hinschauen und auf den zweiten Blick erschließt. Im Gegensatz dazu steht die jedoch eher klassische Optik bei der kleinen, aber funktionalen Fernbedienung. Hier hätte es gerne etwas mehr sein dürfen.

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Der Anschluss der YSP-1400 an den TV ist einfach. Es wird das mitgelieferte optische Kabel verwendet, um die Geräte miteinander zu verbinden. Der Soundprojektor gibt dann den Sound des TV, sowie aller daran angeschlossenen Geräte aus. Alternativ kann der Digital-Receiver, der Blu-ray-Player oder die Spielkonsole über den koaxialen oder auch über den analogen Eingang mit der YSP-1400 direkt verbunden werden. Zusätzlich dazu kann man seinen iPod oder andere Player über ein Audiokabel direkt anstecken, wenn diese nicht über Bluetooth verfügen.

Die YSP-1400 ist zwar technisch hochentwickelt, aber zaubern kann sie nicht. Verfügt die YSP-3300 über ein Einmessmikrofon zur Ermittlung der üblichen Sitzposition, muss das Anpassen des Lautstärkepegels für jeden der sechs Kanäle bei der kleinen Soundbar von Hand erledigt werden. Aber auch dies ist eine Sache von wenigen Augenblicken. Durch Druck auf die CH Level Taste der Fernbedienung oder über die grafische Oberfläche der HT-Controller-App gibt der Soundprojektor einen Testton für jeden einzelnen Kanal aus. Über die Lautstärkeregelung kann der einzelne Kanal manuell so in der Lautstärke angepasst werden, bis ein zur Sitzposition optimales Klangbild erreicht wird. Wichtig ist dabei jedoch, dass die gesendeten Schallstrahlen hier nicht durch mitten im Raum stehende Möbelstücke oder – wie in meinem Fall – durch Zimmerpflanzen unterbrochen werden, da sonst kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden kann. Mein Ficus Benjamini musste deswegen für die Dauer des Tests umziehen. Er störte den linken Surround-Kanal.

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Design und technische Fertigkeiten sind das Eine, entscheidend jedoch ist, was die kleine YSP-1400 klanglich zu leisten vermag. Die acht Beam-Lautsprecher überzeugen beim Klang mit Dolby Digital, DTS Digital Surround, Cinema DSP Digital oder aber auch in einfachem Stereo. Sei es das entspannt dahinplätschernde Abendprogramm, Musik aller Stilrichtungen, packende Action von Blu-ray oder Adrenalin-ausschüttende Games. Die Lautsprecher sind immer Herr der Situation. Selbst bei hohen Lautstärken gibt es keinerlei Verzerrungen, wichtig wenn Dialoge schlagartig von treibender Musik, bildschirmfüllenden Explosionen oder rasanten Verfolgungsjagden abgelöst werden. Beim Videospiel Assassins Creed Black Flag auf der Playstation 4 imponiert die anfängliche kurze Seeschlacht. Später sind alle Umgebungsgeräusche wie Vogelgezwitscher und das Rauschen von Wasserfällen klar zu orten. Gleiches gilt für Lego Marvel Super Heroes besonders im Multiplayer-Modus. Auch hier sind beide Spieler klar räumlich voneinander getrennt und die jeweilige Aktion ist klanglich zu erkennen.

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Überraschend ist der tiefe Bass, den die beiden integrierten 8,5 Zentimeter Subwoofer zu leisten in der Lage sind. Die anfängliche Skepsis, ob zwei kleine Subwoofer einen großen Externen werden ersetzen können, hielt nur ganz kurz vor. Der kraftvolle Druck der Bässe überzeugt vollständig, ohne dabei zu dröhnen oder störende Vibrationen zu verursachen. Wem dies allerdings noch immer zu wenig Volumen sein sollte, kann einen externen Subwoofer anschließen. Die YSP-1400 verfügt über einen entsprechenden Eingang.

Aber selbstverständlich belässt es Yamaha technisch nicht bei einem einfachen Soundprojektor, der die TV-Boxen ersetzt. Ein Film benötigt schließlich eine andere Klangkulisse wie ein Spiel, Musik oder ein Sportereignis. Deswegen verfügt die YSP-1400 über die verschiedenen Cinema DSP Programme Movie, Music, Sports und Game, die das jeweils optimale Ergebnis der gewählten Quelle ausgeben. So wird bei der Sky-Bundesliga-Übertragung im Modus Sports der Moderator stärker in den Vordergrund gestellt, da dieser ansonsten bei der Stadionatmosphäre kaum zu verstehen wäre. Bei Movie kommt man der Kinoatmosphäre mit besonders kräftigem Sound in Actionszenen sehr nahe, während bei Music der Eindruck erzeugt wird, sich beim Konzert an vorderster Front zu befinden. Hier imponiert die klare Trennung von Gesang und verschiedenster Instrumente. Die Funktion Game kommt besonders gut bei Ego-Shootern wie Call of Duty oder Battlefield zum Tragen, da hier die beste räumliche Ortung von Soundeffekten möglich ist. Explodiert die Granate links vom Spieler oder schlägt MG-Feuer rechts ein, hört man dies auch und kann entsprechend schnell reagieren. So manch virtueller Bildschirmtod wäre mit vernünftiger Soundkulisse vermeidbar gewesen, aber die YSP-1400 schafft auch hier Abhilfe.

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Ähnlich wie die Sportübertragung ohne Sports-Modus haben manche Filme oder Sendungen Schwierigkeiten mit der Darstellung von Dialogen. Diese werden von Musik oder Hintergrundgeräuschen überlagert. Dafür gibt es die jedoch Funktion Clear Voice. Mit Druck auf die entsprechende Taste werden Dialoge vom Rest des Klangbildes getrennt und hörbar in den Vordergrund gestellt. Fast ebenso wichtig wie Dialoge verstehen zu können, ist die Einhaltung des häuslichen Friedens. Gerade Abends stressen lautstarke Werbeeinblendungen im TV-Programm oder allzu heftige Actioneinlagen in Filmen oder Spielen nicht nur die Nachbarn, sondern auch die nebenan schlafende Familie. Die Funktion Univolume schafft hier aber eine einheitliche Lautstärke für alle Sender und Szenen. Das ständige manuelle Anpassen mit dem Griff zur Fernbedienung entfällt.

Aber nicht nur Filmfans und Videospieler werden mit der YSP-1400 glücklich, auch Musikenthusiasten kommen voll auf ihre Kosten. Dafür sorgt neben dem glasklaren Yamaha-Sound auch die Übertragung von Musik per Bluetooth. Die Koppelung von Soundprojektor und iPad oder anderen Playern ist in Sekundenschnelle erledigt und dem Volbeat-Konzert mit der so unglaublich eingängigen Stimme von Frontmann Michael Poulsen oder dem ungewöhnlichen Mittelalter-Rock mit Schalmei, Marktsackpfeife und Mundharmonika von In Extremo stehen nichts mehr im Wege.

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Wer sich an der Fernbedienung nicht wirklich erfreuen kann oder wer aufgrund der Anzahl der verschiedenen Geräte auf dem Tisch inzwischen den Überblick verliert, hat zwei Möglichkeiten. Entweder man nutzt die Lernfähigkeiten der TV-Fernbedienung und bringt dieser die Funktionen der YSP-1400 Fernbedienung bei oder aber man nutzt gleich die neue Yamaha HT-Controller-App für Apple oder Android-Geräte. Diese bietet sämtliche Möglichkeiten zur Einstellung und Nutzung des Soundprojektors bei einfacher und verständlicher Bedienung.

Möchte man jedoch keine dieser Möglichkeiten nutzen, aber der Soundprojektor verstellt den Empfänger des TV, ist auch dieses kein Problem. Das auf der Rückseite der YSP-1400 angebrachte Signal-Relais leitet die Signale der TV-Fernbedienung weiter. Dies funktioniert auch, wenn sich der Soundprojektor im Stand-By-Modus befindet. Und wer die Wandmontage der Aufstellung auf dem TV-Board vorzieht, findet eine Bohrschablone in der Packung, die das lästige Ausmessen von Bohrlöchern hinfällig macht.

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Fazit:

Es ist wieder einmal beeindruckend, was Yamaha selbst in der Einstiegsklasse neben einem einwandfreien und raumfüllenden Klangbild an technischen Funktionen anbietet. Unkompliziert in Aufbau und Einrichtung kann der Umfang natürlich nicht mit dem der großen Projektoren YSP-3300 oder 4300 mithalten, aber verstecken muss sich die YSP-1400 deswegen keinesfalls.

Man bekommt kein Einmessmikrofon, um den Raum automatisch für das beste Klangbild vermessen zu lassen, na und? Die Einrichtung per Fernbedienung oder App ist fast ebenso simpel und schnell erledigt. Es gibt keinen externen Subwoofer und man hat nur acht statt der sechzehn bzw. zweiundzwanzig Beam-Lautsprecher? Die zwei internen Subwoofer sorgen trotzdem für genug Druck und auch acht Lautsprecher bringen tolles Kinoerlebnis in die heimischen vier Wände.

Stimmen die räumlichen Voraussetzungen, kann man sich den Kauf und Aufbau eines vollständigen Heimkinosystems sparen. Denn der kleine Projektor bringt fast alles mit, was ein großes System auch kann. Und das ist es schließlich, worauf es ankommt, nämlich Filme, Games und Musik in bestmöglicher Qualität in echtem, raumfüllenden Surround-Sound zu genießen.

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Link zur Herstellerseite: Yamaha YSP-1400 >>>

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Hardwaretest: Garmin Virb Elite – die erste Actioncam des Navi-Spezialisten

Bisher waren Action-Cams und Mountainbiking zwei Dinge, die nicht zueinander passen wollten. Die Verwackelungsautomatik bzw. Bildstabilisierung bei keiner meiner Kameras war bisher in der Lage, selbst schnelle Abfahrten im Wald ohne Probleme aufzuzeichnen. Ein nachher am PC zitternder Film mit unscharfen Aufnahmen waren das zu häufig unschöne Ergebnis. Das Problem dabei ist, dass man beim Mountainbiking selten eine zweite Chance erhält, die Aufnahme zu wiederholen. Denn vor der Aufnahme steht die meist langwierige und schweißtreibende Auffahrt, bis es dann endlich wieder bergab gehen kann.

Mit 400,-€ ist die Virb mit Sicherheit kein Schnäppchen. Von daher war ich negativ überrascht, wie wenig Packungsinhalt geboten wird. Zwei Klebepads und die Kamerahalterung sind extrem wenig für einen doch gehobenen Preis. Dazu kommt das eigene Design von Kamera und Zubehör, so dass auch keine genormten Kamerastative und ähnliches verwendet werden können. Und so musste ich zusätzlich die Bike-Halterung, eine Helmhalterung für belüftete MTB-Helme und einen Adapter für 1/4 Zoll Kamerastative kaufen. Somit kommen für den Käufer noch einmal reichlich Euros hinzu, will er die Cam zum Biken oder für Stativaufnahmen verwenden. Allerdings ist sämtliches Zubehör sehr hochwertig. Keine Halterung hat bisher wackelfrei auf dem Helm gehalten, die der Virb tut dies problemlos. Durch den 1/4 Zoll-Adapter kann dann auch sämtliches vorhandenes Fotozubehör verwendet werden.

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Optisch ist die Virb durch ihre längliche Form ungewöhnlich und weicht damit vom quadratischen Einerlei der GoPro`s und Konsorten ab. Aber dafür ist das Display der Bauweise geschuldet mit 1,4 Zoll entsprechend klein. Großartige Motivsuche ist damit nicht möglich, der Stromverbrauch jedoch entsprechend niedrig. Nach dem Aufladen des Akkus erfolgt die Inbetriebnahme. Ein kurzes Menü fragt die üblichen Einstellungen ab, dazu kommt die Frage nach den GPS-Koordinaten und dann kann es auch schon losgehen. Rechts befindet sich der kleine Power-Knopf, der gehalten werden muss, bis die Cam zum Leben erwacht. Im Display leuchtet der Akkuladestand, die noch mögliche Aufnahmezeit und der verwendete Aufnahmemodus auf. Das war es.

Über den Power-Knopf können dann durch Durchschalten diverse weitere Feinjustierungen vorgenommen oder geändert werden. Das fängt an beim Sucher, geht weiter über Wiedergabe und Anzeige und endet bei den Einstellungen zur Cam. Verwirrend sind hier jedoch die Bezeichnungen der Aufnahmemodi. Breit und Ultra-Zoom erschließen sich nicht auf Anhieb, daher sollten erst einige Testaufnahmen erfolgen, bis man das persönlich passende Format gefunden hat. Aufnahmen selbst startet man mit dem großen, geriffelten Schieberegler an der linken Seite der Cam. Ohne Update benötigte die Kamera hier zwischen 8 – 10 Sekunden, bis die Aufnahme startete, nach dem Update sind es noch maximal 5 Sekunden. Wem das Display zu klein sein sollte, lädt sich eine Apple- oder Android-App auf das Smartphone, die sämtliche Funktionen der Cam übernimmt. Die Lesbarkeit des Displays ist stark lichtabhängig, je heller, desto besser ist es zu erkennen. Von daher ist die App weniger technisch Machbares, sondern eine echte Hilfe.

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Das Update ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig, zumal es nirgendwo in der nur als Download erhältlichen Anleitung erwähnt wird. Die Kamera wird per USB an den PC angeschlossen und das Update heruntergeladen. Ab diesem Moment steht man aber wie das sprichwörtlich Schwein vor dem Uhrwerk. Keine Anzeige, was nun passiert, keine Mitteilung von PC oder Cam. Erst nachdem die Virb wieder vom PC getrennt wird erscheint eine Meldung im Display, dass die Kamera sich jetzt aktualisiert.

Entscheidend sind bei einer Action-Cam dieser Preisklasse jedoch nicht die technischen Spielereien, sondern die Qualität der Aufnahmen. Und hier kommt es wieder ganz stark auf den Einsatzzweck der Kamera an. Setze ich die Cam zum Radfahren ein, gibt es erhebliche Unterschiede, ob ich asphaltierten Rad- oder doch ruppigen Waldweg fahre und ob ich die Cam am Kopf bzw. Helm oder irgendwo am Bike befestige. Je mehr Vibrationen auf die Kamera übertragen werden, desto wackeliger wird auch die Aufnahme. Und dennoch macht die Virb für ihren Einsatzzweck wirklich gute Aufnahmen. Egal ob Sonnenschein oder stark bewölkter Himmel, die Aufnahmen verdienen den Zusatz HD. Alle Farben sind kräftig, können aber je nach PC-Einstellung oder Monitor den Eindruck eines leichten Rotstichs vermitteln. Dies aber ist kein Problem, mit dem ein vernünftiges Videoschnitt-Programm nicht zurechtkommt.

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Aufnahmen müssen auf den PC, um sie zu bearbeiten. Garmin stellt dafür ein eigenes Programm names Virb Edit zur Verfügung. Dieses ist mir jedoch zu schlicht in den Funktionen, so dass ich Videos weiterhin mit Corel Video Studio Pro oder seit Kurzem mit dem Cyberlink PowerDirector bearbeite. Aufnahmen erfolgen im mp4-Format, so dass hier kein Garmin-eigenes Dateiformat für Probleme sorgen könnte. Allerdings steht kein 24p-Modus zur Verfügung. Ist die Cam per USB mit dem PC verbunden und betrachtet man die eigenen Videos, stellt man sehr schnell fest, dass die Möglichkeit der GPS-Aufzeichnung der Strecke doch ungenau ist. Im Video werden Abzweigungen gezeigt, obwohl die Strecke gerade wie ein Strich verläuft.

Ein weiteres Problem ist der leise Ton. Einerseits werden Sprache und Umgebungsgeräusche sehr leise aufgezeichnet, andererseits erschlagen Abrollgeräusche der Reifen und jegliche Vibrationen fast die komplette Aufnahme. Eine Nachbearbeitung mit eigener Musik oder eigener Tonaufnahme ist damit fast unausweichlich. Und noch etwas muss dringend beachtet werden: Die Abdeckung der Kameralinse ist groß und anfällig für Fingerabdrücke. Hier sollte man Berührung auf jeden Fall vermeiden, um später hässliche Verschmierungen auf dem Video zu verhindern.

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Die Laufzeit des Akkus ist mit 3 Stunden angegeben, aber selbst nach mehrmaligem Ent- und erneutem Aufladen erreicht er nicht die avisierte Zeit. Dennoch sind gut 2 1/2 Stunden bei eingeschaltetem GPS und WLAN ein toller Wert, den bisher keine meiner anderen Kameras auch nur ansatzweise erreicht. Da eine 32GB-Speicherkarte über 3 Stunden HD-Aufnahmezeit bietet, reicht diese vollkommen für eine Akkuladung aus. Möchte man diese jedoch wechseln, wird es etwas fummelig, da sich die Karte unter dem schwer zu entfernenden Akku versteckt.

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Fazit:

Alles in allem ist die Virb mit Sicherheit aufgrund noch immer den Umständen entsprechend zittriger Aufnahmen noch nicht die Erfüllung aller Träume, aber der Weg dahin ist der richtige. Wer wie ich nicht ständig den Camcorder mitnehmen kann oder möchte, um eventuell im Wald den Hund beim Toben aufzuzeichnen oder für Sport- oder Freizeitaktivitäten eine handliche und robuste Kamera benötigt, wird trotz des relativ hohen Gewichts mit der Virb glücklich.

Die Aufnahmen sind kräftig, wenn auch vielleicht ein wenig rotstichig. Die Akkulaufzeit liegt weit über der aller anderen Kameras, die Bedienung ist simpel, das Menü übersichtlich und die Steuerung per App komfortabel. Dagegen sprechen der doch schlechte Ton, kaum vorhandenes Zubehör, die noch fehlerhafte GPS-Ortung bzw. Darstellung und ein wenig funktionales Schnittprogramm.

Wer jedoch mit diesen Unzulänglichkeiten leben kann, bekommt mit der Virb eine hochwertige Actioncam, die diesen Namen auch verdient. Ob sie jedoch dem Platzhirsch GoPro irgendwann das Wasser abgraben kann, wird sich zeigen.

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Link zur Herstellerseite: Garmin Virb Elite >>>

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Hardwaretest: AOC g2460Pqu – schneller Gaming-Monitor nicht nur für den PC

aoc_g2460pqu_teaser_220x140Wo steht eigentlich geschrieben, dass die Videospielkonsole immer nur an den Flachbild-TV angeschlossen werden muss? Wie oft gibt es zwischenmenschliche Unstimmigkeiten, weil der eine jetzt unbedingt fernsehen möchte und der andere doch noch diesen einen Level zu Ende bringen will oder ausgerechnet jetzt den Endgegner genau da hat, wo er ihn schon immer haben wollte? Und anschließend ewig diese leidigen Diskussionen über einen spieletauglichen Zweitfernseher, für den eigentlich gar kein Platz mehr in der Wohnung vorhanden ist. Die Lösung zur Beibehaltung des häuslichen Friedens ist demnach ein schneller Gaming-Monitor mit HDMI-Anschluss.

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AOC präsentiert mit dem g2460Pqu genau einen solchen Monitor, der nach eigener Werbeaussage „das Herz eines jeden Gamers höher schlagen lässt“. Wir haben an diesem Bildschirm die neue Playstation 4 sowie den Vorgänger PS3, die Wii U und das NeoGeo X getestet, denn alle sind mit HDMI-Anschluss ausgestattet. Nach dem Auspacken gestaltet sich der Aufbau einfach. Am Monitor wird der Standfuss mit vorhandener Flügelmutter befestigt, weiteres Werkzeug ist nicht nötig. Die Höhenverstellung nach dem Aufbau beträgt knappe 13 Zentimeter, der Neigungswinkel beläuft sich von -5 bis 20 Grad und der Drehwinkel beträgt volle 360 Grad.

In erster Linie zielt der Monitor mit der kryptischen Bezeichnung auf die Fraktion der PC-Gamer ab. Die Anschlussmöglichkeiten sind damit reichhaltig. Der g2460Pqu bietet alle benötigten Schnittstellen wie VGA, DVI, DisplayPort und HDMI sowie 4 USB-Anschlüsse, von denen zwei sogar als Schnellladeports dienen. So kann man nebenbei noch das Handy oder andere Geräte aufladen.

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Alle notwendigen Kabel für den sofortigen Anschluss an die Grafikkarte des Rechnenknechts werden mitgeliefert, jedoch liegt kein HDMI-Kabel bei. Dies ist aber zu vernachlässigen, da die aktuellen Konsolen mit einem solchen ausgeliefert werden. Das Design selbst ist klassisch klar strukturiert. Der schmale Rahmen hat durchgängig exakte Spaltmaße, der Look der Frontblende in gebürstetem Aluminium verleiht dem Monitor eine edlere Optik. Da der AOC über ein internes Netzteil verfügt, nimmt der Belüftungsschlitz die gesamte Breite des Bildschirms ein. Dieser ist jedoch nur in der Draufsicht zu erkennen. Sinnvolles Extra ist eine zusätzlich anzubringende Kabelführung, um den guten optischen Eindruck nicht durch lose herunterhängende Kabel zu zerstören.

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Weniger gut gelungen sind allerdings die Icons für das OSD-Menü. Eingeprägte schwarze Symbole auf schwarzem Grund sind einfach schwerer zu erkennen als das aufgesetzte, silberne AOC-Logo. Somit gestaltet sich zumindest die Ersteinrichtung und die Einstellung des Bildschirms an die eigenen Bedürfnisse selbst bei guten Lichtverhältnissen eher schwierig. Bei unzureichender Beleuchtung verkommt die Bildschirmjustierung zumindest anfangs in Unkenntnis der jeweiligen Knopfbelegung zum Try-and-Error, wo sich denn nun welche Funktion verbirgt. Dies ist jedoch noch zu verschmerzen, da man sicherlich nicht regelmäßig seine einmal gemachten Einstellungen verändern wird.

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Alle Buttons für die Eingangsquelle, die Lautstärkeregelung, das On-Screen-Display sowie der Power-Button sind an der Unterseite des Monitors angebracht. Der Druckpunkt ist gut, die Einstellungen lassen sich somit punktgenau vornehmen. Und davon gibt es reichlich. Das OSD besteht aus sechs Menüpunkten, unter denen der Monitor angepasst werden kann. Unter Luminanz werden Helligkeit, Kontrast und Reaktionszeiten geregelt,  das Bild-Setup regelt die Position, Takt, Fokus und Schärfe. Im Menü Farbtemperatur passt man sämtliche Farben manuell an oder wählt aus einem vorgegebenen Setup. Die Bildverstärkung bietet noch einmal Möglichkeiten zur Helligkeitsregulierung und Position, während unter OSD-Konfiguration und Weitere Funktionen grundlegende Einstellungen wie Menüsprache oder Bildverhältnis vorgenommen werden können. Es gibt also reichlich Möglichkeiten, um den AOC g2460Pqu seinen Bedürfnissen entsprechend anzupassen.

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Ein Problem moderner Bildschirme sind dem Design geschuldete und der Bauweise angepasste flache Boxen. Es gibt also so gut wie keinen Resonanzkörper, der Sound stellt sich dementsprechend dünn dar. Der AOC g2460Pqu stellt leider keine Ausnahme dar. Es kommt kaum Bass beim Hörer an, Mitten und Höhen klingen stellenweise kraftlos. Abhilfe schafft hier aber ein PC-Boxensystem mit entsprechendem Subwoofer oder ein Gaming taugliches Headset von Turtle Beach oder einem anderen Anbieter.

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Ein großes Ärgernis sind Displays, die in den spielentscheidenden Situationen spiegeln oder blenden. Das matte Panel des g2460Pqu überzeugt jedoch. Egal ob bei direktem Lichteinfall von hinten oder von der Seite, auffällige Reflektionen gibt es auch in sonnendurchfluteten Räumen nicht. Ebenso störend wie diese sind aber auch helle Lichthöfe, d.h. das Bild wird an einigen Stellen stärker ausgeleuchtet als an anderen. Diese sind zwar vorhanden, aber im Betrieb beim bloßem Betrachten nicht feststellbar. Lediglich bei sehr dunklen Bildern erkennt man bei genauerem Hinsehen eine leicht hellere Darstellung zum Rand hin.

Das Bild bietet in der Frontalansicht gute Kontraste und Farben, auch wenn diese erst mit einigen Einstellungen kräftig dargestellt werden. In den Werkseinstellungen wirken alle Farben viel zu blass. Gelegentlich sitzt man jedoch zu zweit vor dem Monitor. Aufgrund der im Gegensatz zu einem TV geringeren Bildschirmgröße von 24″ ist daher der Betrachtungswinkel ein wichtiger Aspekt. Und hier beginnt der AOC g2460Pqu leider zu schwächeln. Schon ab einem seitlichen Betrachtungswinkel von etwa 30 Grad nimmt der Kontrast ab und das Bild bekommt einen Grauschleier. Bei einem Blickwinkel von unten wird das Bild dunkel, bei der Ansicht von oben wirkt das Bild milchig. Für unseren Test ebenfalls nicht unwichtig war die Änderung des Seitenverhältnisses, denn das NeoGeo X kommt als Remake des NeoGeo AES noch im 4:3 Format daher. Aber auch diese Disziplin beherrscht der Bildschirm, es stehen von 16:9 bis runter zu 4:3 verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

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Der AOC g2460Pqu ist als Gaming-Monitor ausgeschrieben, also sind schnelle Reaktionszeiten ein weiteres wichtiges Kriterium. Dafür bietet das Menü den Punkt OverDrive. Dieser regelt die Reaktionszeiten in fünf Stufen von aus bis stark. Der Monitor stellt bei Spielen an den verschiedenen Konsolen ein durchgängig gutes Bild in allen Helligkeitsbereichen dar. Es gibt keine Nachziehbilder, Ghosting oder Artefakte. Alles läuft flüssig und ohne jegliches Ruckeln über den Bildschirm. Und genau darauf kommt es bei einem Gaming-Monitor in dieser Preisklasse an.

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Fazit:

Nicht jeder hat den Platz für einen Zweitfernseher, um ausgiebig zocken zu können. Der PC ist meist ohnehin vorhanden, warum also nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und sich einen Gaming-Monitor anschaffen, der auch Playstation, Wii U und Xbox One tauglich ist?

Wenn man mit einigen Einschränkungen wie der werksseitig blassen Farbwiedergabe vor der Anpassung an die eigenen Bedürfnisse, dem etwas geringen Betrachtungswinkel und dem bauartbedingt schwachen Sound leben kann, macht der AOC g2460Pqu genau das, was er soll. Er ist ein schneller Gaming-Monitor, der Spiele fehlerfrei darstellt. Von daher ist der Monitor mit Sicherheit eine echte Alternative zum teureren TV.

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Link zur Herstellerseite: AOC g2460Pqu >>>

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weitere Hardwaretests:

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