Aladdin

Üblicherweise gehören Film-Umsetzungen oder Filmlizenzen von Videospielen zum Schlimmsten, was man einer Spielkonsole antun kann – viel Geld für die Lizenz = wenig Geld für die Entwicklung.

Aber dies Game bildet die kleine berühmte Ausnahme. Der Disney-Streifen war schon ein Hammer (eine der besten Szenen der Trickfilm-Geschichte ist die Befreiung Dschinnies aus der Wunderlampe – KULT) und dieses Spiel orientiert sich mit Grafik, Musik und Story eng am Leinwand-Vorbild. Aladdin gehört zu den ganz klassischen 2D Jump`n`Runs, wie sie leider heute sehr selten geworden sind. Laufe von links nach rechts durch das Bild und sammle ein, was du finden kannst. Das beginnt bei Äpfeln, die als Wurfgeschosse benötigt werden und endet bei versteckten Extra-Leben.

Auch die bei diesem Genre üblichen Hüpf-Einlagen sind massenhaft vertreten. So muss Aladdin an Seilen hochklettern, um höhergelegende Ebenen zu erreichen. Alle Figuren gleichen ihren Filmvorbildern aufs Pixel. Auch wurde das Leveldesign weitestgehend dem Film nachempfunden, auch wenn einige Level im Spiel der Fantasie der Spieledesigner entstammen. So sind einige Flugeinlagen mit dem fliegenden Teppich Tempo- und Geschicklichkeitspassagen, in denen schnelle Reaktionen gefragt sind.

Trotzdem steht unter dem Strich ein solides und gut gemachtes Jump`n`Run, das wohl eher etwas für jüngere Spieler ist, aber trotzdem zwischendurch immer mal wieder Spaß macht.

PS: Die Leveldesigner oder Entwickler mochten wohl das Mega Drive nicht besonders. In einem Level wird als Hintergrund ein Schrottplatz für ausrangierte Elektrogeräte gezeigt. Dort liegt oben auf dem Müll ein Mega Drive 1 (s.Foto).

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